:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften ::

 

Zurück   :: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften :: > Erde, Weltraum & Forschung > Astronomie

Astronomie Hier geht's nicht nur um Astronomie im klassischen Sinne, sondern auch um all die Mythen, Geschichten und Prophezeiungen, die sich rund um Sterne, Kometen und andere Himmelskörper ranken.

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 05.03.2004, 17:02   #1
Acolina
Hausdrachen
 
Benutzerbild von Acolina
 
Registriert seit: 15.01.2002
Ort: just the other side of nowhere
Beiträge: 10.868
Standard Kopfgeld für Planetenkiller

Zitat:
US-GESETZENTWURF

Nasa soll Kopfgeld für Planetenkiller zahlen

Das US-Repräsentantenhaus will nicht länger tatenlos zusehen, wie Brocken aus dem All die Erde bedrohen. Ein jetzt eingebrachtes Gesetz soll Belohnungen für private Asteroidenjäger möglich machen.

Im Grunde fliegen sie uns ständig um die Ohren, nur merken wir zum Glück nichts davon: 900 bis 1100 Asteroiden von mindestens einem Kilometer Durchmesser gibt es in Erdnähe, schätzen Experten. Erst knapp 700 davon sind bisher entdeckt und katalogisiert.

Dem amerikanischen Repräsentantenhaus geht die Asteroidenjagd nicht schnell genug, deshalb sollen jetzt auch Amateur-Astronomen beteiligt werden. Schon jetzt gibt es viele Hobby-Sterngucker, die ihre Informationen bereitwillig mit den Profis teilen, etwa denen vom Minor Planet Center im amerikanischen Cambridge. Schon bald aber soll es dem Gesetzentwurf zufolge regelrechte Kopfprämien für neu entdeckte potenzielle Planetenkiller geben. Und das, obwohl Astronomen in jüngster Zeit eher mit Fehlalarmen von sich reden machten.

Bei einer internationalen Konferenz wurde erst vergangene Woche über Möglichkeiten beraten, sich vor Asteroideneinschlägen zu schützen. Ein zentraler Kritikpunkt: Keiner ist zuständig. Eine zentrale nationale oder besser internationale Autorität, die im Fall einer Bedrohung reagieren könne, sei dringend nötig, befanden die Teilnehmer der Tagung.

Bis zu 3000 US-Dollar soll die Nasa einem Asteroiden-Sucher für die Entdeckung eines neuen Felsbrockens in Erdnähe zahlen. Statistisch gesehen sorgt immerhin einmal in einer Million Jahre ein Asteroid für eine globale Katastrophe auf dem blauen Planeten - und da will man ja vorbereitet sein. Belohnt werden sollen der Entdecker des hellsten Asteroiden und der insgesamt fleißigste Katalogisierer eines Jahres.

Bevor sich die ersten Späher ein Zubrot verdienen können, muss das Gesetz aber erst noch den US-Senat passieren.
(Quelle)

Na denn... zuschlagen, wenn's bei Aldi wieder 'n Teleskop gibt und denn carpe noctem!
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
Acolina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2004, 22:22   #2
Dragonhoard
Lebende Foren-Legende
 
Benutzerbild von Dragonhoard
 
Registriert seit: 02.03.2002
Beiträge: 1.434
Standard RE: Kopfgeld für Planetenkiller

Wieder tolle Sache!
Die Leutchen in Washington haben Angst, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt und die NASA soll zahlen LOL!
__________________
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt. Albert Einstein
Dragonhoard ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.04.2004, 16:26   #3
Desert Rose
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Ich habe dazu zwei weitere Artikel gefunden.

Zitat:
12. April 2004, 12:27 Uhr
Autor: Martin Ollrom
Quelle: SpaceDaily


Unterschätzte Gefahr

Wissenschaftler der NASA und der Universität Arizona arbeiten an einem Programm, das die Bevölkerung vor Asteroiden oder Kometen warnt.

Fast jeden Monat ist ein Komet oder ein Asteroid für kurze Zeit auf Kollisionskurs mit der Erde. Auf der Website, die die fcWissenschaftler entwickeln, werden Sie vorgewarnt, falls ein Komet wirklich auf der Erde aufschlagen wird, wie lange sie noch Zeit haben, um sich von ihren Liebsten zu verabschieden oder ob es sich auszahlt, ins Auto zu steigen und zu fliehen.

Die Universität von Arizona arbeitet am Design, das sehr leicht und benutzerfreundlich gestaltet sein soll, während NASA-Experten an den Algorithmen für die Berechnung des Kollisionskurs und mögliche Auswirkungen arbeiten. Dieses Programm berücksichtigt den Durchmesser des Kometen (Asteroiden) und den Durchmesser des Kraters, den er hinterlässt. Auch die Energie, die freigesetzt wird, wird berücksichtigt, um die Konsequenzen auf die Umwelt zu berechnen.

Außerdem wird berechnet, wo der wahrscheinliche Einschlagsort liegt und wie der Sturzflug ausgebremst wird, zum Beispiel von Bergen. Ein Einschlag würde Erdbeben und Vulkanausbrüche heraufbeschwören, die auf die seismologische Aktivität zurückzuführen sind.

"Die Seite wird eine genaue Beschreibung unserer Algorithmen und unserer Quellen beeinhalten", sagt Robert Marcus, Teammitglied. Das wurde auf der 35. Mond- und Planeten-Forschungskonferenz vorgestellt die in Houston, Texas, stattfand.

Mit seinen Kollegen Dr. Jay Melosh arbeitet Marcus im Lunar and Planetary Laboratory, um diesen Algorithmus auszuarbeiten. Melosh war der erste, der das Weiße Haus auf die Gefahr eines Kometeneinschlags aufmerksam machte und mit Kalkulationen begann.

Damit es uns nicht so ergeht wie den Dinosauriern, die vermutlich von einem Kometeneinschlag ausgerottet wurden, arbeitet die NASA an der Raumsonde Deep Impact. Diese Sonde soll zu einen Kometen fliegen, eine Rakete auf den Kometen abfeuern und analysieren, wie man am besten Kometen zerstören kann, die sich auf Kollisionskurs mit der Erde befinden. Nebenbei wird diese Sonde auch zu anderen wissenschaftlichen Aktivitäten verwendet.

Mit diesem Programm kommen Marcus und Melosh nahe an die momentane Grenze der Genauigkeit für Einschlagsprognosen heran. Sie berücksichtigen sehr viele Faktoren: Die Windgeschwindigkeit, den Einschlagswinkel, den Einschlagsort, die natürliche seismologische Aktivität in dieser Region, um nur einige zu nennen. Natürlich gibt es noch sehr viele andere.

Marcus und Melosh beschwören die US-Regierungen seit Jahren, mehr Geld in die Kometenabwehr zu investieren, doch erst als in letzter Zeit einige Kometen haarscharf an der Erde vorbeiflogen, wurde man aufmerksam und investiert nun wirklich. Als erstes Projekt dieses Programms wird die Raumsonde Deep Impact sein, die voraussichtlich im Dezember dieses Jahres starten wird. Im Großen und Ganzen wird die Gefahr eines Kometeneinschlags von fast allen unterschätzt.
Quelle
_______________________________________

Zitat:
13. April 2004, 14:40 Uhr
Autor: Markus Arens
Quelle: Spaceflight Now


Asteroidenjagd im Süden

Die NASA schließt eine Beobachtungslücke durch ein Projekt in Australien bei dem nach Asteroiden auf Kollisionskurs gesucht werden soll. Schon im ersten Monat sind dabei drei Beinahkollisionen entdeckt worden.

Ein NASA finanziertes Projekt bei dem australische Astronomen den südlichen Himmel nach Asteroiden absuchen sollen die die Erdbahn schneiden, hat bereits drei im ersten Monat gefunden. Die Nasa will 90 Prozent aller Asteroiden die größer als einen Kilometer sind, (diese Größe würde ausreichen eine globale Zerstörung zu verursachen) bis 2008 finden.

Die australische Suche startete letzten Monat bei Siding Spring, nahe Coonabarabran. Am 29. März verfehlten zwei Asteroiden die Erde knapp. Der erste, etwa 100 Meter im Durchmesser mit einer Geschwindigkeit von 10 Kilometern in der Sekunde, verpasste die Erde um etwa 3 Millionen Kilometer. In der gleichen Nacht flog ein weiterer, 300 Meter breiter und 18 Kilometer pro Sekunde schneller, in etwa 20 Millionen Kilometer vorbei. Am 9. April wurde ein dritter, "neuer" 100 m-Asteroid entdeckt. Er wird die Erde am Dienstag den 13.04. um knapp 2,5 Millionen Kilometer verfehlen. "Das ist nur fünf- bis sechsmal soweit entfernt wie der Mond," sagte der Astronom Gordon Garradd. Er ist der Überzeugung, dass auch wenn keiner der drei die Erde in den nächsten Jahrhunderten treffen würde, ein Asteroid der bislang noch nicht entdeckt ist es sicher tun wird. "Viele haben uns in der Vergangenheit getroffen, und es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, dass sie es auch in der Zukunft treffen werden."

Auch wenn Observatorien die nördliche Hemisphäre absuchen, gab es bis jetzt keine professionelle Jagd nach Asteroiden am südlichen Himmel. "Das war eine große Unaufmerksamkeit. Die Nasa hatte die Nase voll auf die Australier zu warten," sagte Mr. Garrad. So entschied sich die NASA ihn und einen weiteren Experten, Rob McNaught für zwei Jahre zu finanzieren. Deren Teleskope fotografieren zehn Himmelbereiche viermal in der Stunde. Dann überprüfen Sie die Bilder auf Hinweise für sich schnell nähernde Objekte, entweder auf kurze Streifen oder auf Punkte die schnell die Position gewechselt haben. Mr. Garradd sagt das es möglich sein könnte, wenn Sie ein Objekt auf Kollisionskurs entdecken, die Einschlagstelle zu berechnen und Evakuierungen einzuleiten. Aber wenn niemand aufpasst können sich die Asteroiden "anschleichen und uns treffen".
Quelle
  Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 01:40 Uhr.


Powered by vBulletin® ~ Copyright ©2000 - 2017 ~ Jelsoft Enterprises Ltd.


Das forum.grenzwissen.de unterliegt der Creative Common Lizenz, die Sie hier nachlesen können.
Wir bitten um Benachrichtigung, falls Sie Inhalte von uns verwenden.