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Alt 29.02.2004, 13:29   #1
Desert Rose
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Unglücklich Immer mehr Bakterien resistent gegen Antibiotika

Zitat:
28.02.2004 - Medizin

Großbritannien: Immer mehr Todesfälle durch resistente Bakterien

Mangelnde Hygiene in den Gesundheitseinrichtungen ein wichtiger Risikofaktor

In britischen Krankenhäusern sterben heute fünfzehnmal so viele Menschen an gegen Antibiotika resistente Staphylokokkus-Bakterien als noch vor zehn Jahren. Die Zahl der Staphylokokken-Infektionen stieg sogar auf das Vierundzwanzigfache an, deckte eine Studie der britischen Health Protection Agency auf. Verantwortlich für diese alarmierende Zunahme ist laut Studienleiterin Natasha Crowcross die unzureichende Hygiene in den britischen Gesundheitseinrichtungen. Das berichtet der Online-Dienst des Wissenschaftsmagazin "New Scientist" (26. Februar).

Schon die grundlegendsten Hygiene-Regeln wie häufiges Händewaschen und vernünftige Isolierstationen könnte die Ausbreitung der resistenten Bakterien vom Typ Staphylokokkus aureus eindämmen, sagt die Wissenschaftlerin von der Gesundheitsbehörde. Sie und ihr Team hatten Tausende von Totenscheinen analysiert und waren dabei auf die extreme Zunahme gestoßen: Während es 1993 in England und Wales nur 51 Todesfälle durch die resistenten Mikroben gegeben hatte, waren es 2002 schon 800.

Da Bakterien vom Typ Staphylokokkus aureus bei nahezu jedem Menschen auf der Haut und den Nasenschleimhäuten vorkommen, werden sie leicht durch Hautkontakt übertragen. Für gesunde Menschen sind sie völlig harmlos. Bei alten oder durch Krankheit geschwächten Patienten können sie jedoch lebensbedrohliche Infektionen verursachen. Besonders in Krankenhäusern, wo sie überdurchschnittlich häufig vorkommen, sind viele Stämme im Lauf der Zeit gegen nahezu alle gebräuchlichen Antibiotika resistent geworden.

ddp/bdw – Ilka Lehnen-Beyel
Quelle


MRSA deaths up 15-fold in a decade (original: New Scientist)
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Alt 30.05.2005, 21:42   #2
camäleon
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 30.08.2002
Beiträge: 451
Standard Ein möglicher Ausweg?

Zitat:
Viren als Bakterienkiller
Es klingt, als wolle man den Teufel mit Beelzebub austreiben. Doch angesichts weltweit zunehmender Resistenzen gegen Antibiotika sind Mediziner auf den Trick verfallen, Bakterien von Viren zersetzen zu lassen.

Auf der Suche nach einer wirksameren Behandlung setzt der Mediziner nun auf Komplizen, von denen wir eigentlich nichts Gutes erwarten: Viren. Doch eine Dosis so genannter Bakteriophagen hat im Labor bereits Mäuse vor dem Tod durch die Killerbakterien geschützt.

Wie alle Viren bestehen auch Bakteriophagen fast nur aus Erbsubstanz und Hülleneiweißen. Um sich zu vermehren, brauchen sie die biochemische Maschinerie der von ihnen befallenen Zellen. Bei diesen Eroberungszügen entstehen Millionen neuer Viren - und die Opfer gehen meist zugrunde.

Tatsächlich versuchen derzeit diverse Forscherteams in den USA, Bakteriophagen als Geheimwaffe gegen Bakterien zu gewinnen - als "letzte Rettung" für manche Patienten auf der Intensivstation: "Vor allem, wo Antibiotika nicht mehr helfen", so Gulig, "könnten die Viren einspringen."

Eben darauf bauen die Hoffnungen der Mediziner vor dem Hintergrund des weltweiten Problems der Antibiotika-Resistenzen. Die einstigen Wundermittel der Medizin versagen zunehmend. Besonders dramatisch ist die Lage nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bei Infektionen, die sich Patienten im Krankenhaus holen. 60 Prozent seien mittlerweile resistent gegen Antibiotika. In Südostasien etwa wirkt Penicillin nicht mehr gegen die üblichen Erreger der Gonorrhöe (Tripper). In Indien kursieren etliche resistente Stämme von Typhus-Bakterien. Und in weiten Teilen des ehemaligen Ostblocks versagen Antibiotika bei der Tuberkulose-Therapie.

In der ehemaligen Sowjetunion hat die Kur mit Bakteriophagen schon eine lange Tradition - allerdings mit unterschiedlichem Erfolg. Forscher wollen die Therapie jetzt optimieren. Womöglich habe man in einigen Fällen die falschen Phagen eingesetzt, vermutet Elizabeth Kutter vom Evergreen State College im US-Bundesstaat Washington. Kutter hat 550 veröffentlichte Fälle von Phagen-Einsätzen in Polen genauer studiert. Wurden die richtigen Viren angesetzt, so ihr Resümee, war die Therapie fast immer erfolgreich, wo eine Behandlung mit Antibiotika nicht mehr half.

Um der Phagen-Kur zum Durchbruch zu verhelfen, sollen die Wissenschaftler jetzt klären, welche Viren wann benutzt werden sollten, denn viele Bakteriophagen befallen nur bestimmte Bakterien. Zudem müsse ermittelt werden, so Gulig, wie stabil sich die Viren im Körper verhalten, und inwieweit sich auch Resistenzen gegen Bakteriophagen entwickeln können.

Der aus Georgien stammende Alexander Sulakvelidze und seine Kollegen von einer privaten Firma in Baltimore haben Phagen gefunden, die Salmonellen befallen. Und die verseuchen vor allem Geflügel, das dann dem Menschen gefährlich wird. Ein Phagen-Cocktail, auf das Geflügel gesprüht, zerstörte in Pilotversuchen 95 Prozent der Erreger.

Überdies will die Firma Verbrennungsopfer retten, die oft an Staphylokokken-Infektionen und Austrocknung sterben. Dabei wird eine Art künstliche Haut mit einer Bakteriophagen-Lösung getränkt und auf die offene Wunde gelegt. So werde Wasserentzug vermieden, während sich die Viren um die tödlichen Bakterien "kümmern".
Quelle:

http://www.geo.de/GEO/medizin_psycho...ve_text&SDSID=
camäleon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.05.2005, 03:04   #3
Hatschepset
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das ist aber nicht wirklich neu sondern schon länger bekannt
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Alt 31.05.2005, 13:30   #4
Sajuuk
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Moin
Es gibt noch eine Lösung die helfen könnte.
Bessere hügiene in krankenhäusern.
Jeder Verwandte von mir der mal im Krankenhaus war kam
dannach meistens wieder Kränker raus.
Da geh ich nicht rein.Da freck ich lieber

Gruss:Kuun-Laan
__________________
Sei frei wie ein Vogel, sei stolz ein wie ein Adler, und geniesse das Leben.
So wie du bist, denn jeder ist für sich ganz was besonderes.
Sajuuk ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.05.2005, 14:09   #5
Hatschepset
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das mitder hygiene in krankenhäusern ist so eine sache. dadurch das sie dauernd mit desinfektionsmitteln putzen bilden sich bakteriensporen. sie sollten lieber mit essig putzen und danach alles trocken wischen.

wie gesagt sowenig antibiotika wie möglich nehmen und wenn man es schon nehmen muss dann über die volle länge der kur. und danach unbedingt eine kur zur wiederherstellung der darmflora.
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Alt 01.06.2005, 13:58   #6
HappyHeady
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Ich denk mal irgendwann hilft gar nix mehr, dann brauchen ma nanobots. Die gehen dann 1vs1 gegen die drecksbatterien vor und hauen die alle kaput!

Aber da es bis dahin noch lange dauert, sollte man wohl mal gegen diese Immunen Bakterien vorgehen!
HappyHeady ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2005, 16:28   #7
Hatschepset
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essig hilft immer!

das leigt daran das Bakterien eher basisches Mileu bevorzugen. und essig ist sauer...
manchmal ist die lösung ganz leicht. für manche halt zu leicht.

es wird auch viel zu leichtsinnig mit antibiotika umgegangen. die mediziner verschreiben das schon mal auf verdacht. das sind aber voll die klopper, die sehr stark sich negativ auf den körper auswirken. oder sie werden bei virusinfektionen (grippale Infekte = husten, schnupfen, fieber, gelenkschmerzen etc.) verschrieben. Da helfen sie aber nicht, sondern bleiben wirkungslos und belasten den körper zusätzlich.
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Alt 06.06.2005, 13:57   #8
HappyHeady
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Vll sollten wir alle leben wie nen Freund von mir! Back to Basic, und einen Tag in der Woche von leckeren sachen die man in der Natur findet leben, zum abhärten immer im T-shirt rumrennen und sich so na an der Natur orientieren wie möglich!
HappyHeady ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.06.2005, 14:51   #9
RedneX
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Bin kein Artzt oder so was aber ich dachte immer Bakterien stärken auch das Imunsystem?

Ist schon einläuchtend dass das Antibiotika nicht mehr überall so wirkt wie früher...heute hats im Schweinefleisch (aus Massenzuchten) genug Antibiotika drin das sich unser Körper langsam damit abfindet.
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Alt 07.06.2005, 06:58   #10
Hatschepset
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das mein ich ja das man heutzutage sowas viel zu leicht verschreibt anstatt mal sich in ruhe auszukurieren.
Nicht alle Bakterien sind harmlos es gibt auch gefährliche wie z.b bei der Borleose (Gehirnhautentzündung)
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