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Astronomie Hier geht's nicht nur um Astronomie im klassischen Sinne, sondern auch um all die Mythen, Geschichten und Prophezeiungen, die sich rund um Sterne, Kometen und andere Himmelskörper ranken.

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Alt 15.06.2002, 19:35   #1
Acolina
Hausdrachen
 
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Registriert seit: 15.01.2002
Ort: just the other side of nowhere
Beiträge: 10.868
Standard Junge Asteroiden-Familie zwischen Mars und Jupiter entdeckt

Zwischen Mars und Jupiter haben amerikanische Astronomen durch Datenanalysen 39 Asteroiden ausfindig gemacht, die offenbar einen gemeinsamen Ursprung haben. Rückrechnungen ergaben, dass die Objekte vor etwa 5,8 Millionen Jahren zu einem gemeinsamen Himmelskörper gehörten, meldet Nature (Bd. 417, S. 720).

Auf der Erde begannen sich gerade die Linien von Affe und Mensch zu trennen, als der etwa 25 Kilometer große Mutterasteroid von einem vielleicht drei Kilometer großen Gesteinsbrocken zerschmettert wurde. Dabei bildeten sich zahlreiche mehr als zwei Kilometer große Teilstücke. Ihren gemeinsamen Ursprung verrieten sie Wissenschaftlern vom Southwest Research Institute in Boulder (USA) dadurch, dass sie sich auch heute noch weitgehend in einer gemeinsamen Umlaufbahn befinden.

Die Asteroiden-Familie besteht aus den bisher jüngsten bekannten natürlichen Himmelskörpern unseres Sonnensystems. Die Forscher erhoffen sich durch weitere Studien daher neue Einblicke in die Geschichte des Systems: Zusammenstöße gehören im Weltraum offenbar zu den normalen Vorgängen und haben zum Beispiel zur Bildung von Planeten beigetragen.


[Quelle: ddp/bdw - Andreas Wawrzinek]
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 15.07.2004, 15:21   #2
Desert Rose
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
15.07.2004 - Astronomie

Meteoriten-Blitzlieferung per Jupiter-Express

Statt 500 Millionen Jahre dauerte die "Eilzustellung" zur Erde nur 100.000 Jahre


Noch heute stammt jeder fünfte Meteorit, der auf die Erde fällt, von einer Asteroidenkollision, die vor etwa 500 Millionen Jahren im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter geschah. Doch mit der Hilfe von Jupiter wurde ein großer Teil der bei der Kollision entstandenen Trümmer bereits nach 100.000 Jahren ins innere Sonnensystem und zur Erde geschickt. Das schließen Birger Schmitz von der Universität Lund und seine Kollegen aus geologischen Untersuchungen in Südschweden. Die Forscher stellen ihr Ergebnis im Fachmagazin Nature (Bd. 430, S. 323) vor.

Der Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter gilt als Hauptquelle für die Meteoriten, die auf die Erde fallen. Bis vor einigen Jahrzehnten fiel es Astronomen jedoch schwer zu erklären, wie größere Mengen von Meteoriten von den relativ stabilen Bahnen innerhalb des Asteroidengürtels auf eine Bahn in Richtung inneres Sonnensystem wechseln können.

Doch neuere Computerberechnungen haben gezeigt, dass ein Wechsel relativ leicht möglich ist, wenn ein Meteorit sich auf einer so genannten Resonanzbahn befindet. Auf solch einer Bahn steht die Umlaufzeit des Meteoriten um die Sonne in einem ganzzahligen Verhältnis zur Umlaufzeit des Jupiters. Beispielsweise umkreist dann der Meteorit die Sonne exakt dreimal in der Zeit, in der Jupiter sie genau einmal umkreist. Die Berechnungen zeigen, dass in solch einem Fall eine kleine Kraft ausreicht, um den Meteoriten ins innere Sonnensystem zu schicken.

Birger und seine Kollegen haben jetzt die chemische Zusammensetzung von neun Meteoriten untersucht, die sie in Südschweden in 480 Millionen Jahre altem Sedimentgestein gefunden haben. Zum einen zeigt ihre Analyse, dass diese Meteoriten vom "Vater aller L-Chrondite" abstammen. So haben Astronomen den Asteroiden getauft, der – nach der neuen Datierung von Birgers Team – vor 480 Millionen Jahren zerstört wurde. "L-Chrondite" steht für eine bestimmte Klasse von Steinmeteoriten und spezifiziert deren chemische Zusammensetzung.

Zum anderen haben die Forscher den Anteil bestimmter Helium- und Neon-Isotope in den Meteoriten bestimmt. Diese Isotope werden in den Meteoriten durch kosmische Strahlung gebildet. Sobald ein Meteorit auf die Erde gefallen ist, schützt die Erdatmosphäre ihn vor weiterer Bestrahlung, so dass die Produktion der Isotope aufhört. Deshalb dient der Isotopenanteil als Maß für die Zeitdauer, über die der Meteorit sich im Weltraum aufgehalten hat. Das Ergebnis für die untersuchten Meteoriten liegt zwischen 100.000 und einer Million Jahren.

Das Ergebnis von Birgers Team unterstützt somit die theoretischen Berechnungen der Astronomen. Direkt nach der Asteroidenkollision muss ein Teil des Trümmermaterials auf eine Resonanzbahn gelangt sein. Von dort aus wurden die Meteoriten dann durch kleine Gravitationskräfte – beispielsweise ausgeübt von Jupiter – ins innere Sonnensystem katapultiert. Ein anderer Teil verblieb im Asteroidengürtel und wird von dort aus nach weiteren Kollisionen noch heute in Richtung Erde transportiert.

Zum Begriff "Meteorit": Genau genommen bezeichnet man als Meteorit nur den Stein, den man auf der Erde findet. Solange sich das Objekt noch im Weltraum befindet, nennt man es Meteorid.

Axel Tillemans
Quelle

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