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Religion Von Animismus bis Zen...

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Alt 11.09.2018, 23:07   #1
Acolina
Hausdrachen
 
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Daumen hoch Der Anfang vom Ende des kirchlichen Arbeitsrechts in Deutschland!

Steter Tropfen höhlt den Stein! Es geht voran! Langsam, aber auch stetig!

Zitat:
Rechtsexperten begrüßen das heutige Urteil des EuGH
"Der Anfang vom Ende des kirchlichen Arbeitsrechts in Deutschland!"

Die Rechtsexperten des Instituts für Weltanschauungsrecht (ifw) begrüßen das heutige Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH), das die Kündigung eines Chefarztes wegen "fehlender Loyalität" zur katholischen Kirche als verbotene Diskriminierung nach Art. 21 der Charta der Europäischen Union gewertet hat. Ingrid Matthäus-Maier, ehemalige stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Mitglied im ifw-Beirat und Sprecherin der "Kampagne gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz" (GerDiA), bezeichnete das Urteil als "Anfang vom Ende des kirchlichen Arbeitsrechts in Deutschland".

Wörtlich sagte Matthäus-Maier: "Endlich hat der Spuk ein Ende! Die Kirchen haben nie freiwillig auf ihre Privilegien verzichtet, sondern nur, wenn die Gerichte sie dazu gezwungen haben. Die Kirchenverantwortlichen haben nicht aus der Vergangenheit gelernt und stets nur millimeterweise nachgegeben – nun müssen sie ein ganzes Jahrhundert an Emanzipationsbewegung nachholen. Die Politik hat sich seit Jahren davor gedrückt, die 1,2 Millionen Beschäftigen von Diakonie und Caritas vor religiöser Diskriminierung zu schützen. Stets hieß es in Berlin, dies müsse die Kirche selbst lösen, doch dieses Argument hat spätestens durch das heutige Urteil seine Gültigkeit verloren."
Quelle, EuGH-Urteil im Originalwortlaut usw. hier: https://hpd.de/artikel/anfang-ende-d...tschland-15937
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 12.09.2018, 10:57   #2
basti_79
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Die Meldung ist ein bisschen optimistisch - immerhin haben die Kirchen nicht gezeigt, dass sie ihr Verhalten gegenüber solchen Fragen in Zukunft grundsätzlich ändern würden, aber das ist fraglos ein Urteil mit starker Signalwirkung.

Kleine Wermutstropfen:
  • Es wird nicht erkennbar, wie "man" (d.h. der oder die gewöhnliche Kirchenangestellte) so ein Ziel erreicht
  • Matthäus-Maier scheint falsche Grenzen zu ziehen. So sieht er z.B. eine Grenze zwischen Staat und Kirche, die nur auf dem Papier existiert. Es wäre mir auch nicht wichtig, z.B. eine "nicht-kirchliche" Kita zu wählen, es würde mir eher darum gehen, dass deren Mitarbeiter wie Menschen behandelt werden
  • Der Kern der Probleme der Kirchenmitarbeiter ist auch sicher nicht "das kirchliche Arbeitsrecht", sondern die "normale Härte" der Ausbeutung ihrer Arbeitskraft. Zivile Angestellte im öffentlichen Dienst können z.B. (anders als Kirchenmitarbeiter) streiken, nutzen das aber selten, und jammern trotzdem den ganzen Tag herum

Kommentare zum Text:

Zitat:
Deshalb muss der Gesetzgeber aktiv werden. Die bisherige Passivität der Politik ist unerträglich.
Es handelte sich um ein Gerichtsurteil - sozusagen um die Antithese von Gesetzgebung und Politik. Die "Passivität der Politik" ist allgegenwärtig und auch selbstverständlich. Politik, d.h. die Parlamente, sollen ja Minderheitsmeinungen schützen. Bekennende Christen können daher in jedem Parlament immer die Opferrolle machen und so jede Veränderung verhindern. Das ist ein implizites Veto. Natürlich ist es ein Armutszeugnis für die Politik, dass das möglich ist, aber wer hat die Spinner denn gewählt?

Zitat:
Es ist den Angestellten der Kirchen nicht zumutbar, sich einzeln durch die Instanzen zu klagen, um zu ihrem Recht zu kommen.
Ist es Irgendwem zumutbar, sich "einzeln durch die Instanzen zu klagen"? Hatte der Kläger Unterstützung? Warum erfährt man von Dieser nichts?
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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Alt 12.09.2018, 13:41   #3
Lawrence P. W.
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Hattest du dies nicht so ähnlich mal vor 4 Jahren oder so gepostet?
__________________
Letztendlich muss jeder Atheist dran glauben
Der Glaube ist eine Realität von den Dingen, die wir hoffen.
Nietzsche "Gott ist tot" ............................................ Gott "Nietzsche ist tot"
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Alt 12.09.2018, 15:38   #4
basti_79
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Beiträge: 10.703
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Hattest du dies nicht so ähnlich mal vor 4 Jahren oder so gepostet?
Selbst wenn, könnte man daran nur erkennen, wie wenig reformbereit die Kirchen sind. Und: Belege, bitteschön...
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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