:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften ::

 

Zurück   :: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften :: > Politik & Wirtschaft > Politik & Zeitgeschehen

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 10.09.2018, 20:50   #11
basti_79
Administrator
 
Benutzerbild von basti_79
 
Registriert seit: 18.11.2005
Beiträge: 10.962
Standard

Zitat:
Und wenn du keine Anhnung von der Rolle der Kommunisten hast, dann solltest Du Dich vielleicht sachkundig machen.
Erklär uns das doch mal.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2018, 20:51   #12
perfidulo
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von perfidulo
 
Registriert seit: 10.12.2005
Ort: Hauptstadt des Grauens
Beiträge: 9.579
Standard

Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Nun hat basti ja gar nicht gesagt, dass wir nah dran wären, sondern, dass die Nazis sowas wiederholen wollen. Bist du da anderer Meinung?
Ja, da bin ich anderer Meinung.

Unter anderem, weil die Nazis keine Unterstützung durch das Grosskapital haben.

Naja, sie wollen auch keinen Weltkrieg anzetteln, da sie sich mit den Russen und anderen Slawen, selbst Griechen und Türken prächtig verstehen.
Sie wollen "Ausländer" raushaben. Aber 1933 gab es keine Ausländer in nennenswerter Zahl. Dafür gabe es diejenigen, die man als "Juden" stigmatisierte. Ein künstlich geschaffenes Feindbild, wenn auch aus Kaisers Zeiten. Die Nazis waren nie besonders erfinderisch.

Auch wenn jetzt bestimmte Leute wieder auschreien:
Die Juden waren eine Fiktion als Gegner, die Ausländer sind real.
Die meisten Juden war gut integriert, manche liessen sich gar taufen. Im Ersten Weltkrieg sind sie mit ins Feld und waren stolz darauf. Diese Haltung kann man bei Migranten noch nicht in der vollen Breite erkennen.
__________________
Vor jeder Antwort beachten: Ich bin kein Adept der Fantomzeit!

Geändert von perfidulo (10.09.2018 um 20:59 Uhr).
perfidulo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2018, 21:02   #13
basti_79
Administrator
 
Benutzerbild von basti_79
 
Registriert seit: 18.11.2005
Beiträge: 10.962
Standard

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Unter anderem, weil die Nazis keine Unterstützung durch das Grosskapital haben.
Denkst Du ernsthaft, das ist eine notwendige Bedingung zur Einrichtung einer Diktatur?

Oder ist das nur eine Überschätzung des Wertes des Geldes?

Zitat:
Naja, sie wollen auch keinen Weltkrieg anzetteln, da sie sich mit den Russen und anderen Slawen, selbst Griechen und Türken prächtig verstehen.
Denkst Du ernsthaft, die Nazis hätten einen Krieg angezettelt, hätten sie Russen, Slawen, Griechen und Türken straflos ausbeuten können, anstatt sie auszurotten?

Zitat:
Die meisten Juden war gut integriert, manche liessen sich gar taufen. Im Ersten Weltkrieg sind sie mit ins Feld und waren stolz darauf. Diese Haltung kann man bei Migranten noch nicht in der vollen Breite erkennen.
Wie zynisch ist das denn?
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2018, 21:17   #14
Lupo
Super-Moderator
 
Benutzerbild von Lupo
 
Registriert seit: 19.10.2007
Beiträge: 6.927
Standard

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Ja, da bin ich anderer Meinung.

Unter anderem, weil die Nazis keine Unterstützung durch das Grosskapital haben.

Naja, sie wollen auch keinen Weltkrieg anzetteln, da sie sich mit den Russen und anderen Slawen, selbst Griechen und Türken prächtig verstehen.
Sie wollen "Ausländer" raushaben. Aber 1933 gab es keine Ausländer in nennenswerter Zahl. Dafür gabe es diejenigen, die man als "Juden" stigmatisierte. Ein künstlich geschaffenes Feindbild, wenn auch aus Kaisers Zeiten. Die Nazis waren nie besonders erfinderisch.

Auch wenn jetzt bestimmte Leute wieder auschreien:
Die Juden waren eine Fiktion als Gegner, die Ausländer sind real.
Die meisten Juden war gut integriert, manche liessen sich gar taufen. Im Ersten Weltkrieg sind sie mit ins Feld und waren stolz darauf. Diese Haltung kann man bei Migranten noch nicht in der vollen Breite erkennen.
Es ist nicht zu fassen.

Soll das lustig, zynisch oder besonders smart sein?
Oder einfach nur dämlich?

Wenn es nicht exakt so abläuft wie damals, dann ist es nicht "sowas wie damals"?

Ich habe kurz überlegt, ob ich darauf inhaltlich eingehen soll, aber egal, welche oben genannte Motivation dahinter steckt, scheint eine Diskussion sinnlos....

man, man, man.....
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
Lupo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2018, 21:20   #15
perfidulo
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von perfidulo
 
Registriert seit: 10.12.2005
Ort: Hauptstadt des Grauens
Beiträge: 9.579
Standard

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Wie zynisch ist das denn?
Damit habe ich gerechnet, dass die grün-versiffte Blockwart-Mentalität wieder reagiert, wie der Pawlowsche Hund.
Da ist nichts zynisch, sondern es ist die Realität in einem Satz komprimiert.
Vielleicht solltest Du Dich auch mal mit jüdischem Leben vor 1933 beschäftigen.
Die Juden konnte man in Deutschland ohne Hilfmittel nicht sehen. Erst die Nazis haben eine Hetze veranstaltet und Zerrbilder von Ostjuden verbreitet, die aus der Zarenzeit stammten. Oder alternativ den jüdischen Bankier, der die braven Arier ausbeutet.


Vor den Kommunisten hatte das Grosskapital richtig schiss. Es war ja kaum 10 Jahre her, dass Revolutionäre Obleute die Betreibe übernommen und weitergeführt hatten. Mit wohlorganisierten politischen Aktionen, auch Streiks wurden kleine Fortschritte erreicht. Es hätte mehr sein können, wenn sie die Sozialdemokraten nicht quer gelegt hätten, wie bei der Fürstenenteigung oder dem Panzerkreuzer.


Da kamen die Nazis gerade recht als Ordnungsfaktor. Das war nicht von heute auf morgen, sondern hat sich im Laufe de 1920er Jahre entwickelt. Die Monarchisten waren zwar breit verankert, aber es waren meist alte Säcke (Beamte, Lehrer usw.). Gegen die Kommunisten brauchte man durchtrainiertes Jungvolk, das man am Hordentopf des Wandervogel rekrutieren konnte. Es sollte ja ein "sauberes" moralisch gereinigtes Deutschland entstehen, ohne Sex vor der Ehe (was die Kommunisten angeblich nicht nur propagierten, sondern auch praktizierten), klaren Strukturen und klaren Zielen.


Da sind unsere heutigen Nazis noch meilenweit entfernt. Und sie sind ziemlich allein.
__________________
Vor jeder Antwort beachten: Ich bin kein Adept der Fantomzeit!
perfidulo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2018, 00:53   #16
basti_79
Administrator
 
Benutzerbild von basti_79
 
Registriert seit: 18.11.2005
Beiträge: 10.962
Standard

Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
[Auf einen Kommentar von perfidulo]
Es ist nicht zu fassen.
Nö, ist es nicht.

Zitat:
Soll das lustig, zynisch oder besonders smart sein?
Oder einfach nur dämlich?
Dergleichen muss man sich fragen. Auch wenn die Gefragten die Antwort schuldig bleiben, kann und muss alles weitergehen wie bisher. Und das ist dann gefälligst normal.

Zitat:
Wenn es nicht exakt so abläuft wie damals, dann ist es nicht "sowas wie damals"?
Für gewisse Neurotiker bestimmt.

Zitat:
Ich habe kurz überlegt, ob ich darauf inhaltlich eingehen soll, aber egal, welche oben genannte Motivation dahinter steckt, scheint eine Diskussion sinnlos....
Selbstverständlich erübrigen sich Diskussionen. Dann tritt zwar augenblicklich der Mundtod ein, aber immerhin atmen, fressen und scheißen die Leute noch.

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Damit habe ich gerechnet, dass die grün-versiffte Blockwart-Mentalität wieder reagiert, wie der Pawlowsche Hund.
Watt?

Zitat:
Da ist nichts zynisch, sondern es ist die Realität in einem Satz komprimiert.
Die kritisierte Aussage war:

Zitat:
Die meisten Juden war gut integriert, manche liessen sich gar taufen. Im Ersten Weltkrieg sind sie mit ins Feld und waren stolz darauf. Diese Haltung kann man bei Migranten noch nicht in der vollen Breite erkennen.
Da wird erst einmal der Mensch pauschal auf Krieg reduziert, und dann auch noch ein entsprechender Anspruch an "die Migranten" gestellt. Wenn das mal keine Volksverhetzung ist.

Zitat:
Vielleicht solltest Du Dich auch mal mit jüdischem Leben vor 1933 beschäftigen.
In Bezug auf Gewalttaten, oder mit "jüdischem" Leben im Allgemeinen, mit Dingen wie Musik, Tanz, Liebe und anderen Emotionen und Demokratie und Recht und solchen Dingen? Die Anführungszeichen rühren daher, dass ich die genannten Aktivitäten auch 1933 allen Menschen zuschreiben würde, nicht nur solchen, die sich zur jüdischen Religion bekannt haben.

Was man an der Stelle noch erwähnen sollte: die Nazis haben nicht 6 Millionen Juden ermordet. Sie haben 6 Millionen Menschen ermordet, und einen großen Teil dieser Gruppe hatten sie zuerst "zu Juden gemacht". Das macht meiner Meinung nach die Schrecken der Diktatur erst so richtig deutlich.

An dieser Stelle Dank an Knud Petzel.

Zitat:
Vor den Kommunisten hatte das Grosskapital richtig schiss. Es war ja kaum 10 Jahre her, dass Revolutionäre Obleute die Betreibe übernommen und weitergeführt hatten.
Was genau meinst Du damit? Kannst Du diese Behauptung belegen?

Zitat:
Mit wohlorganisierten politischen Aktionen, auch Streiks wurden kleine Fortschritte erreicht.
Dummerweise eben nur kleine Fortschritte. Und das Ergebnis war ja bekanntermaßen negativ.

Zitat:
Da kamen die Nazis gerade recht als Ordnungsfaktor.
Wem? Und warum soll es keine Rolle spielen, dass die Nazis gemordet, erpresst und bedroht hatten, um Hitler in eine Machtposition zu bringen?

Zitat:
Die Monarchisten waren zwar breit verankert, aber es waren meist alte Säcke (Beamte, Lehrer usw.).
Was "waren" die?

Auch heute sind "Beamte, Lehrer usw." die einzigen (äußerlich als solche erscheinenden) Menschen, die jeden Versuch einer gesellschaftlichen Entwicklung mit Gewalt, Manipulation, Korruption und Lügen verhindern.

Zitat:
Gegen die Kommunisten brauchte man durchtrainiertes Jungvolk, das man am Hordentopf des Wandervogel rekrutieren konnte.
Watt?

Zitat:
Es sollte ja ein "sauberes" moralisch gereinigtes Deutschland entstehen, ohne Sex vor der Ehe (was die Kommunisten angeblich nicht nur propagierten, sondern auch praktizierten), klaren Strukturen und klaren Zielen.
Ja, genau. Wie bei den heutigen Blockparteien und ihren Speichelleckern auch. Bloß, dass die meisten davon heucheln, "das wäre ja noch gar nicht so Nazi", und man solle sich erst einmal "um die Flüchtlinge kümmern", d.h. Mauern bauen, und Zäune, und Schießbefehle absondern. Ansonsten könnte sich ja irgend etwas ändern.

Ganz schlimm wird es, wenn jemand eine Schulreform vorschlägt, die sich nicht mit einer kaputten Heizung oder einem koscheren (oder halal) Mittagessen beschäftigt. Da steht immer das ganze Abendland auf dem Spiel, wenn sich jemand einem Zählappell verweigert oder bizarren Ansprüchen lobotomierter Pädagogen oder ihrer Unterstützer. Als ob es weder ein drittes Reich gegeben hätte noch eine Verfassung. Schulen sind rechtsfreie Räume. So kann man "jüdisches Leben" immer noch sicher verhindern. Zeigt sich ja.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2018, 08:53   #17
perfidulo
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von perfidulo
 
Registriert seit: 10.12.2005
Ort: Hauptstadt des Grauens
Beiträge: 9.579
Standard

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Die kritisierte Aussage war:

Zitat:
Die meisten Juden war gut integriert, manche liessen sich gar taufen. Im Ersten Weltkrieg sind sie mit ins Feld und waren stolz darauf. Diese Haltung kann man bei Migranten noch nicht in der vollen Breite erkennen.
Da wird erst einmal der Mensch pauschal auf Krieg reduziert, und dann auch noch ein entsprechender Anspruch an "die Migranten" gestellt. Wenn das mal keine Volksverhetzung ist.
Das ist pure Polemik!
Das Beispiel mit den "Juden im Felde" (es gab auch Feldrabbiner, analog zu christlichen Priestern) sollte lediglich die Intergration der Juden in Deutschland im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts illustrieren.
Es ist ein sichtbares Beispiel. Die Nichterkennbarkeit von Juden in der Öffentlichkeit ist schwer zu zeigen.
Erst die Nazis haben damit angefangen, bei Intellektuellen und Geldleuten auf eine jüdische Abstammung hinzuweisen. Sicher auch, um dem "Volkszorn" ein Ventil zu schaffen. Hat ja prächtig funtioniert.
Ich habe keinen "Anspruch an die Migranten" formuliert, sondern nur festgestellt, dass Migranten eben optisch leicht erkennbar seien. Etwa an der wachsenden Vorliebe für das Kopftuch, aber auch am Namen oder an der türkischen Flagge auf dem Balkon oder am Auto.

Teilweise hat man das noch vor ein paar Jahren mit "Multikulti-Festen" zelebriert (kurdische Tänze, passende Musik, Bauchtanz, Leckereien aus dem Nahen Osten oder aus Asien).
Es war etwas, worauf man stolz war. Bis hin zur Teilnahme von Migrantengruppen am Karnevals-Umzug.
Selbst für einen tumben Nazi ist erkennbar, dass es eine Menge "Nichtdeutsche" gibt und so ist es leicht ein Feindbild aufzubauen. Da muss man nichts künstlich aufstacheln. Das ist einfach sichtbar.
Und daran kann man anknüpfen und zum Schutz der blonden deutschen Maiden aufrufen (die wie Helene Fischer zeigt, russischen Migrationshintergrund haben können: 5. August 1984 in Krasnojarsk, Russische SFSR, Sowjetunion).
Aber das ist egal, da im Nazitum logisches Denken ohnehin keine Rolle spielt.
Vielleicht ist das Phänomen von verkopften Intellektuellen so schwer zu fassen, weil es um Gefühle geht, die in der Politik vorgeblich keine Rolle spielen dürfen. Allerdings wird ständig auf der Gefühlsschiene argumentiert und man ist bei Aussagen "peinlich berührt" wenn sie einem nicht passen.
__________________
Vor jeder Antwort beachten: Ich bin kein Adept der Fantomzeit!
perfidulo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2018, 09:16   #18
basti_79
Administrator
 
Benutzerbild von basti_79
 
Registriert seit: 18.11.2005
Beiträge: 10.962
Standard

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Das Beispiel mit den "Juden im Felde" (es gab auch Feldrabbiner, analog zu christlichen Priestern) sollte lediglich die Intergration der Juden in Deutschland im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts illustrieren.
Warum ausgerechnet an dieser Stelle den Militärfetisch bedienen?

Zitat:
Es ist ein sichtbares Beispiel. Die Nichterkennbarkeit von Juden in der Öffentlichkeit ist schwer zu zeigen.
Was hat das mit irgendwas zu tun?

Zitat:
Ich habe keinen "Anspruch an die Migranten" formuliert, sondern nur festgestellt, dass Migranten eben optisch leicht erkennbar seien.[...]


Bist Du Meschugge? Diesen Satz habe ich jetzt nur Beispielhaft zitiert. Was hat das Erscheinungsbild oder die Kleidung von Menschen ursächlich mit irgend etwas zu tun, was wir hier besprechen?

Zitat:
Aber das ist egal, da im Nazitum logisches Denken ohnehin keine Rolle spielt.
Worum geht es denn eigentlich?

Zitat:
Vielleicht ist das Phänomen von verkopften Intellektuellen so schwer zu fassen, weil es um Gefühle geht, die in der Politik vorgeblich keine Rolle spielen dürfen.
Ich würde erst einmal sagen, dass jemand, der einen Juden diskriminiert, weil er Jude ist, genauso ein Arschloch ist wie jemand, der eine Türkin diskriminiert, weil sie dunkle Haut hat und ein Kopftuch trägt. Diese(n Versuch einer) Debatte halte ich seit spätestens 1990 für geklärt.

Zitat:
Allerdings wird ständig auf der Gefühlsschiene argumentiert und man ist bei Aussagen "peinlich berührt" wenn sie einem nicht passen.
Was bitte?

Wie kommt es eigentlich dass Du immer, wenn es in Bezug auf zukünftige politische Projekte interessant wirst, in Geschwurbel dieser Art abgleitest, bei dem man sich Mühe geben muss, den latenten Rassismus hinauszulesen?
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2018, 09:25   #19
perfidulo
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von perfidulo
 
Registriert seit: 10.12.2005
Ort: Hauptstadt des Grauens
Beiträge: 9.579
Standard

Zur Erkennbarkeit haben auch Politiker beigetragen, wie der SPD-Mann Buschkowsky in Neukölln mit seinem urdeutschen Namen.
Er thematisierte die erkennbare Umgestaltung des Strassenbilds im Bezirk durch die Neuausrichtung der Ladengeschäfte auf eine veränderte Struktur der Kundschaft.
Urdeutsche Geschäfte, wie Kaufhof, Quelle und Tchibo, haben zugemacht.
Eine Currywurst-Bude ist nicht mehr zu finden. Die helale Rindswurst wird nun neben dem Kebab-Spiess verkauft. Ob es der Volksgesundheit dienlich ist, wäre einer längenen Betrachtung wert.
Immerhin ist der Asia-Imbiss (von Vietnamesen) durch seinen hohen Anteil an Vegetabilien (Soja-Sprossen, Kraut) der fettigen Bratwurst mit ebenso fettigen Pommes deutlich überlegen.
Aber auch manche urdeutsche Pizzeria musste weichen.

Unverkennbar ist, dass mancher "türkische" Imbiss und manches "libanesische" Café die Rolle der miefigen Eckkneipe, die als "traditionell" gilt, übernommen hat und von deutschen Anwohnern auf ein Bier besucht wird. Es ist nur eine Frage der Zeit bis ein Zapfhahn mit Efes installiert wird. (Die unseelige Verquickung von Brauereien und Gaststätten ist ein schwärendes Problem in Berlin).
Gerade hat in einer grossen Einkaufsstrasse eine Konditorei namens "Damaskus" aufgemacht und die verkaufen keinen Apfelkuchen. Und wenn, dann nur mit Pistazien und tüchtig Zucker.
Als braver Nazi fühle ich mich natürlich ausgegrenzt und will meine Wut artikulieren. Aber in "Omas Backstube" sitzt so eine Ökotante mit abenteuerlichen Preisen.
__________________
Vor jeder Antwort beachten: Ich bin kein Adept der Fantomzeit!
perfidulo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2018, 09:31   #20
basti_79
Administrator
 
Benutzerbild von basti_79
 
Registriert seit: 18.11.2005
Beiträge: 10.962
Standard

Genau das meine ich. Was bringt Dir ein derartiges Jonglieren mit Nationalitäten und anderen Gruppenzugehörigkeiten?
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Chemnitz: die andere Seite basti_79 Politik & Zeitgeschehen 83 17.11.2018 09:35
Kein Bock zum Lernen oder kein Bock auf Schule? Nobby Nobbs Bildung und Schulen 7 19.01.2017 16:24
Funktionierende Hirnzelle in Chemnitz gefunden basti_79 Bildung und Schulen 1 26.12.2015 11:58
Kein Tennisplatz im Darm Zeitungsjunge scienceticker.info 0 23.04.2014 10:50
Kein Ohr für Stimmen Zeitungsjunge scienceticker.info 0 27.10.2008 15:50


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 10:20 Uhr.


Powered by vBulletin® ~ Copyright ©2000 - 2018 ~ Jelsoft Enterprises Ltd.


Das forum.grenzwissen.de unterliegt der Creative Common Lizenz, die Sie hier nachlesen können.
Wir bitten um Benachrichtigung, falls Sie Inhalte von uns verwenden.