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Fakes & Hoaxes Gerade auch im Bereich der Grenzwissenschaften tummelt sich so manche Fälschung, Ente etc. Hier ist der rechte Ort entlarvte zu präsentieren oder auch vermutete zu diskutieren.

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Alt 19.07.2018, 20:59   #1
ElLobo1
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Standard Fake Science Skandal

Ich höre, dass Wissenschaftler es gewagt haben, in "unwissenschaftlichen"Zeitschriften etwas zu schreiben.
Hier ein link:

https://www.tagesschau.de/inland/fakescience-101.html

Ich sage dazu:
Egal wo etwas veröffentlicht wird, Hauptsache es wird gelesen! Somit verstehe ich nicht, wo hier ein Skandal sein sol...
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Alt 19.07.2018, 21:12   #2
perfidulo
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Zitat:
Zitat von ElLobo1 Beitrag anzeigen
Ich höre, dass Wissenschaftler es gewagt haben, in "unwissenschaftlichen" Zeitschriften etwas zu schreiben...
Es war zu erwarten, dass Du den Kern des Problems nicht verstehst.
Es geht um die Heilige Kuh namens "Peer Review" mit der Aussenseiter erfolgreich weggedrückt werden.
Dank' der Kommentarfunktion gibt es reichlich Möglichkeiten die Stichhaltigkeit von Erkenntnissen zu überprüfen.
Auf der anderen Seite wurde "peer revieder" Schwachsinn publiziert.
Die Überschrift "fake science" ist völlig irreführend, das es sich durchaus um respektable wissenschaftliche Arbeiten handeln kann, die nur nicht akzeptiert wurden. Manchmal bekommen sie nach ein paar Jahrzehnten den Nobelpreis.
__________________
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Alt 19.07.2018, 21:35   #3
ElLobo1
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Aha, danke für die Erleuchtung!
Bin eben nicht klug genug, sondern nur ein Normalo.
Da stellen sich also sogenannte Wissenschaftler hin, und meinen, dass sie so klug sind, dass ihre Kollegen nicht für das "gemeine" Volk schreiben dürfen.

Die Wissenschaft sollte lieber aufpassen, dass sie ihre Glaubwürdigkeit nicht ganz einbüßen. Sonst könnte es passieren, dass sie am Ende wie die Kirche dasteht.
Oder die Grünen

Da gibt es ja auch viele, die meinen, sie seinen so klug, dass sie nicht mit dem Volk kommunizieren müssen. Doch in der Politik gibt es ja als Regulativ die freien Wahlen. In der Wissenschaft leider nicht ganz - man kann nur selbst entscheiden, wo man sich informieren will ...

Nichts für ungut, ist aber genau so, auch wenn das "sehr kluge" Leute vielleicht anders sehen.
Warum fällt mir da bloss gleich die Ägyptologie ein?
Seufz
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Alt 19.07.2018, 22:05   #4
Lupo
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Zitat:
Zitat von ElLobo1 Beitrag anzeigen
Egal wo etwas veröffentlicht wird, Hauptsache es wird gelesen! Somit verstehe ich nicht, wo hier ein Skandal sein sol...
Da perfidulo hier schon genau so redet wie du, versuche ich es mal zu erklären.

Die peer review ist eine Qualitätssicherungsmaßnahme.
'Peer'ist englisch und ich würde hier als treffendste Übersetzung 'Ebenbürtige" vorschlagen (oder auch Fachkollegen).
Das heißt Leute vom Fach schauen, was ihre Kollegen da fabriziert haben und wie das einzuordnen ist, bevor eine Arbeit publiziert wird.

Wenn man sich also über ein Gebiet informieren will, dass nicht das eigene Fachgebiet ist, dann ist man mit einer wissenschaftlichen Publikation(also einer in der ein peer review statt fand vor der Veröffentlichung) besser bedient als mit einer Zeitung wo dies nicht geschieht.
Denn in einer peer reviewten Zeitung kann man relativ sicher sein, keinen völligen Schwachsinn zu lesen, bei einer unwissenschaftlichen nicht.

Nun ist es ein Binse, dass auch das schönste und beste Sicherungssystem unterlaufen werden kann. Und ein Artikel der nicht einen peer review unterzogen wurde kann natürlich gut sein - aber das kann außer den Fachkollegen niemand beurteilen.

Zitat:
Zitat von ElLobo1 Beitrag anzeigen
Da stellen sich also sogenannte Wissenschaftler hin, und meinen, dass sie so klug sind, dass ihre Kollegen nicht für das "gemeine" Volk schreiben dürfen.
Nein, damit hat das überhaupt nichts zu tun.
Jeder Wissenschaftler kann in den ganz normalen Massenmedien (wie Stern, Spiegel, Faz, oder Zeit Um nur einige wenige zu nennen) einen Artikel veröffentlichen (also zu dem "normalen" Volk sprechen) und kein anderer Wissenschaftler wird sich daran (grundsätzlich) stören.

Wenn aber eine Zeitschrift suggeriert eine wissenschaftliche Publikation zu sein und kein peer review hat, dann ist das einfach Etikettenschwindel.
Das ist, als wenn du dir im Laden ein Glas Nutella kaufst und dich auf Nuss Nougat Creme freust und dann ist Orangenmarmelade drin....
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)

Geändert von Lupo (19.07.2018 um 22:10 Uhr).
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Alt 20.07.2018, 01:13   #5
ElLobo1
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Das ist, als wenn du dir im Laden ein Glas Nutella kaufst und dich auf Nuss Nougat Creme freust und dann ist Orangenmarmelade drin....
Schon klar.
Aber diese "Qualitätssicherungsmassnahme" kommt mir trotzdem wie eine Zensur vor!
Nur wenn ein Dreierkollegium befindet, dass eine Info "genehm" ist, soll sie sich wissenschaftlich nennen dürfen? Das soll also die moderne Wissenschaft nach Ansicht dieser verantwortlichen bedeuten?
Ich freue mich immer, wenn jemand den Mut hat, eine offensichtliche Zensur zu umgehen. Nur ein Vortragender oder Autor ist für den Inhalt verantwortlich. Und wenn er guten Gewissens sagen kann, dass er den Inhalt wissenschaftlich vertreten kann, dann soll er das ruhig tun, auch wenn gewisse Wissenschaftler eine andere offizielle Meinung dazu haben. Verschiedene Meinungen müssen erlaubt sein. Soll ja als Konkurrenz auch ganz nützlich sein!
Gemein ist nur derjenige, der hergeht, und absichtlich Falschmeldungen auf diese Art publizieren will, und dann auch noch der Plattform die schuld geben will, die diesen menschen die Möglichkeit bieten, ihre Sicht der Dinge zu erklären. Damit meine ich natürlich diese Journalisten, die das letztlich offensichtlich absichtlich getan haben...

Und was dein Vergleich mit dem Glas Nutella betrifft ...
Jeder Konsument ist und soll selbstverantwortlich sein. Wenn ich ein solches Glas kaufe, und bin mit dem Inhalt nicht zufrieden, werde ich es wegwerfen und nicht konsumieren. Das gleiche gilt für Vorträge und Zeitungsartikel.
Man muss selbst entscheiden, ob etwas brauchbaren dran ist für einen selbst. Wenn man sich für eine Sache interessiert, dann kann man das auch. Und dann kann man falsche Dinge auch sehr schnell selber erkennen, und eben verwerfen.
Niemand braucht dafür eine Kommission, die für einen entscheidet, was zulässig ist, und was nicht.

Da reicht mir schon etwa der orf, wenn er filme nach belieben schneidet und kürzt.(Natürlich ist er nicht alleine damit)
Nein Danke zu solchen Kommissionen sag ich da nur, und weiß, dass viele meiner Meinung sind.

Geändert von ElLobo1 (20.07.2018 um 01:18 Uhr).
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Alt 20.07.2018, 09:30   #6
Lupo
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O man.....es ist als rede man gegen eine Wand, du hast aber auch gar nichts verstanden....
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Alt 20.07.2018, 10:40   #7
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Die peer review ist eine Qualitätssicherungsmaßnahme.........Das ist, als wenn du dir im Laden ein Glas Nutella kaufst und dich auf Nuss Nougat Creme freust und dann ist Orangenmarmelade drin....
Das ist die schöne Theorie dahinter. Die schnöde Wirklichkeit sieht anders aus, wie man in den Diskussionen zu dem Beitrag nachvollziehen kann.
Querdenker werden eher unterdrückt.
Ich sehe doch, wie konservativ meine Kollegen denken.
Im 19. Jahrhundert ging es auch ohne peer-review.


Das Problem ist eng verbunden mit dem "Publish or Perish-Druck" der US-amerikanischen Universitäten, der auch in Deutschland unheilvolle Wirkung zeigt. Nicht der Inhalt zählt, sondern die Menge von in "rennomierten" Zeitschriften erschienenen Veröffentlichungen. Die Fähigkeit zur Lehre oder die Lust dazu, spielen keine Rolle usw.

Aber es ist ähnlich wie bei der Schulreform. Die Probleme liegen auf dem Tisch aber keiner tut etwas.
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Alt 20.07.2018, 11:28   #8
basti_79
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Aber es ist ähnlich wie bei der Schulreform. Die Probleme liegen auf dem Tisch aber keiner tut etwas.
Du scheinst zu unterstellen, dass Institutionen Probleme lösen wollen, bzw. dass deren Sklaven Probleme lösen wollen. Gibt man diese (leichtfertig aufgestellte) Hypothese auf, erklärt sich der Rest von selber. In Wirklichkeit erzeugt man Institutionen, um jede Veränderung zu vermeiden. Man kann sogar den Eindruck erzeugen, man würde Probleme bearbeiten, ohne, dass jemandem auffällt, dass sich da überhaupt nichts tut. Institutionen sind schon sehr praktisch.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
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Alt 20.07.2018, 11:31   #9
Lupo
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Das ist die schöne Theorie dahinter. Die schnöde Wirklichkeit sieht anders aus, wie man in den Diskussionen zu dem Beitrag nachvollziehen kann.
Ich habe nach dem vierten Beitrag aufgehört zu lesen, da es zu sehr nach El Lobo klang.
Als Beleg für deine Behauptung bräuchte es schon ein wenig mehr Substanz.
Oder werden die Kommentare nach dem 5. besser?

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Im 19. Jahrhundert ging es auch ohne peer-review.
Klar und im MIttelalter ging es ja auch ohne Arbeitnehmerrechte....
WTF?

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Die Fähigkeit zur Lehre oder die Lust dazu, spielen keine Rolle usw.
Richtig, die spielen für die Qualität einer wissenschaftlichen Arbeit keine Rolle

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Aber es ist ähnlich wie bei der Schulreform. Die Probleme liegen auf dem Tisch aber keiner tut etwas.
Grüß mir den basti, wenn du ihn siehst.
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Alt 20.07.2018, 12:30   #10
perfidulo
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Zitat:
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Richtig, die spielen für die Qualität einer wissenschaftlichen Arbeit keine Rolle
Das ist ja das Problem: Die Reduktion auf vermeintlich wertvolle Veröffentlichungen.
Aber so funktioniert Wissenschaft im Kontext mit Weitergabe des Wissens eben nicht.
Das kann ein Kriterium für abgeschottete Forschungseinrichtungen sein, wie einst die Kernforschungszenten (davor die Atombomben- und Raumfahrt-Entwicklung)
Aber denen wurde seit Jahrzehnten auch die Lehre durch die Ankopplung an Hochschulen aufgedrückt.
Und mit friedlich und gut bezahlt forschen ist es ohnehin nichts. Er müssen Drittmittel beschaftt werden und man muss in internationalen Kooperationen mitmischen.
Das erfordert soziale Kompetenzen, die durch noch so gut geprüfte Veröffentlichungen nicht abgebildet werden.
Früher (erste in paar Jahrzehnte) hatte eine Uni oder ein Institut eine gewisse Reputation. Das war reine vage Vorstellung, in die auch die ganze Geschichte der Institution, ehemalige Wissenschaftler usw. einflossen.
Heute muss alles quantifiziert werden und da ist das Zählen von Veröffentlichungen der einfachste Ansatz. Und damit nicht Veröffentlichungen in der "Bäckerblume" mitgezählt werden (habe ich in Berufsverfahren erlebt) wird eben das Peer-Review als vermeintliche Qualitätskontrolle eingeschaltet.

Die Folge sind eine Flut von voluminösen Texten mit geringem Neuheitswert.
Das System der wissenschaftlichen Publikation muss grundsätzlich reformiert werden. Aber da ist es eben wie in der Schule.....
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