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Religion Von Animismus bis Zen...

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Alt 14.04.2018, 13:04   #1
basti_79
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Standard Theologische Fragen

In einem anderen Thread sind einige, scheinbar theologische Fragen aufgetaucht, die ich erst einmal ohne Antwort hier wiedergeben möchte:

Zitat:
Zitat von manden1804 Beitrag anzeigen
[Titel: Was will ich von uns ?]

Wir müssen hier lernen , wirklich harmonisch mit unserem Gott und seinem

Sohn Jesus und deren Schöpfung zusammenzuleben .

Glaubt ihr nicht , dass das der richtige Einstieg zu dem ist , was mein Freund ,

der liebe Gott und sein Sohn Jesus , unser Herr , von uns wollen ?
Zitat:
Zitat von Venkman Beitrag anzeigen
Klingt ja so als würde das bedeuten, diejenigen welche nicht an Gott glauben, denen geschieht auch nichts, weder im negativen noch im positiven Sinne [gemeint sind wohl "übernatürliche Belohnungen oder Bestrafungen"]?

Und die Menschen die Gläubig sind bekommen jedesmal vom "großen Boss die Rechnung präsentiert"...?

Würde ja bedeuten das sich die Menschen schleunigst von Gott abwenden sollten und somit nichts zu befürchten hätten... Oder? (Das wiederum müßte aber "Sodom und Gomorra" nach sich ziehen...)

Warum laufen aber so viele "Arschlöcher" auf der Welt rum und dürfen ungestraft "Scheiße" bauen ohne dafür bestraft zu werden...?

Würden also alle an "Gott" glauben, gäbe es nur Frieden auf Erden? Weil ja ein jeder im Falle einer Verfehlung von Gott bestraft würde?
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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Alt 14.04.2018, 14:27   #2
Venkman
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Mein Zitat bezog sich nicht auf "mandens", welches du oben verlinkt hast sondern auf dieses:

Zitat:
Zitat von manden1804 Beitrag anzeigen
Du kannst beruhigt sein . Wer nicht will , dass Gott sich ihm offenbart , dem
offenbart er sich auch nicht .
Einfach mal richtig lesen und Zusammenhänge erkennen!
__________________
"Es ist eine ewige Erfahrung, daß jeder Mensch, der Macht in Händen hat, geneigt ist, sie zu mißbrauchen. Er geht soweit, bis er Schranken findet."
- Charles Baron de Montesquieu -
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Alt 14.04.2018, 14:36   #3
basti_79
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Ja ok, da hatte ich tatsächlich nur eine Frage kopiert und scheinbar in einen Zusammenhang gestellt, in den sie nicht gehört hatte.. Mein Fehler, tut mir leid.

Ändert nichts daran, dass die Fragen noch offen sind.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
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Alt 14.04.2018, 17:51   #4
Lawrence P. W.
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Zitat:
Wir müssen hier lernen , wirklich harmonisch mit unserem Gott und seinem Sohn Jesus und deren Schöpfung zusammenzuleben .
Glaubt ihr nicht , dass das der richtige Einstieg zu dem ist , was mein Freund ,
der liebe Gott und sein Sohn Jesus , unser Herr , von uns wollen ?
Darin sehe ich jetzt weniger eine Frage, als mandens Vorstellung dazu.
Meine theologische Antwort darauf, wenn ich mich als Geschöpf Gottes verstehe und meine Mitgeschöpflichkeit ebenfalls, liegt der Gedanke von Verantwortung füreinander/für die Schöpfung nahe.
Ausgehend von dem Bibelbild aus Genesis 1:
Gott setzte den Menschen in den Garten Eden, damit er ihn bebaut und bewahrt.
und dem Gebot der Nächstenliebe aus dem Neuen Testament.

Ohne mich dabei dem hiesig sehr verbreiteten Selbstbild der Selbstvergöttlichung zu verfallen, wie bildhaft in Genesis 3 beschrieben.

Zitat:
Warum laufen aber so viele "Arschlöcher" auf der Welt rum und dürfen ungestraft "Scheiße" bauen ohne dafür bestraft zu werden...?
Bin ich deren Richter und deren Henker, wenn ich nach Rache mich verzehre, verzehrt sie mich selbst und wenn ich Wut und Zorn allein Raum gebe, handel ich dann wirklich verantwortlich, angemessen im Dienst der Nächstenliebe?
An mir ist es nicht sie zu bestrafen, die meisten scheitern an ihren Taten selbst - vielleicht ist es ja das Bibelwort: "Mein ist die Rache, ich will vergelten" wie Gott zu den seinen sagte.

Waren das jetzt die von dir wahrgenommenen Fragen?
__________________
Letztendlich muss jeder Atheist dran glauben
Der Glaube ist eine Realität von den Dingen, die wir hoffen.
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Alt 14.04.2018, 18:14   #5
Venkman
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
An mir ist es nicht sie zu bestrafen, die meisten scheitern an ihren Taten selbst - vielleicht ist es ja das Bibelwort: "Mein ist die Rache, ich will vergelten" wie Gott zu den seinen sagte.
Wann will Gott die Schuldigen richten?

Nochmal: Warum gibt es dann soviele Menschen die Unrecht tun und nicht die Strafe Gottes fürchten müssen?

Weil sie nicht an ihn(Gott) glauben? Das war auch der Ansatz in meinem obigen Zitat!

Wir Menschen sind leider nicht alle in der Lage zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden.(Kriminalität/Kriege usw.)

Wie hilft mir Gott z.B. wiederfahrenes Unrecht zu akzeptieren? Und derjenige welcher mir Unrecht getan hat zu bestrafen oder zu läutern?
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Geändert von Venkman (14.04.2018 um 18:20 Uhr).
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Alt 14.04.2018, 19:47   #6
Acolina
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
An mir ist es nicht sie zu bestrafen
Nein, in der Tat. Weder an dir, noch an mir, noch sonst wem. Und schon gar nicht an einem Gott, der sie genau so geschaffen hat, wie sie sind. Der sollte ganz vorneweg die Klappe halten und sich an seine eigene Nase packen. Aber da es den mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht gibt, müssen wir uns um den auch nicht kümmern. Menschen gibt es hingegen.

Aber an uns allen ist es, andere vor ihnen zu beschützen und so gut es in unserer Macht steht zu verhindern, dass sie anderen schaden.

Und des Weiteren herauszufinden, warum sie tun, was sie tun, um zukünftig zu verhindern, dass andere Menschen in ihre Situation geraten und auch so gut es geht, ihnen selbst damit einen Weg aus ihrer Situation heraus zu zeigen. Gehen müssen sie ihn natürlich selbst. Wie wir alle.

Wie auch immer, sie bleiben Menschen und es liegt an uns, einen Weg zu finden, dass sie ein möglichst menschenwürdiges Leben leben können, ohne anderen zu schaden.

Jeder von uns kann jederzeit in Situationen geraten, in denen er keinen anderen Weg sieht (oder es ihm egal wird), anderen zu schaden. Und jeder von uns wird sich dann sicher eine menschenwürdige Behandlung und keine Rache etc. wünschen.
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 14.04.2018, 20:17   #7
Lupo
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen

Bin ich deren Richter [...]?

Also hier im Forum trittst du recht oft als "Richter" auf....
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"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 14.04.2018, 21:50   #8
Lawrence P. W.
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Also hier im Forum trittst du recht oft als "Richter" auf....
Sorry, DU bist hier Richter, Geschworener und auch Henker...
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Alt 14.04.2018, 21:55   #9
Lawrence P. W.
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Zitat:
Zitat von Venkman Beitrag anzeigen
Wann will Gott die Schuldigen richten?

Nochmal: Warum gibt es dann soviele Menschen die Unrecht tun und nicht die Strafe Gottes fürchten müssen?

Weil sie nicht an ihn(Gott) glauben? Das war auch der Ansatz in meinem obigen Zitat!

Wir Menschen sind leider nicht alle in der Lage zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden.(Kriminalität/Kriege usw.)

Wie hilft mir Gott z.B. wiederfahrenes Unrecht zu akzeptieren? Und derjenige welcher mir Unrecht getan hat zu bestrafen oder zu läutern?
Weil die Frage nach Gott- und was für unser Leben dadurch wichtig sein kann - sich ihnen gar nicht stellt, jedoch fürchten diese vieles anderes, von dem sie oft auch "gefressen" werden.
Der Glaube kann helfen, das Unrecht auszuhalten, wenn man nichts ändern kann und sich davon nicht besiegen zu lassen.
Der Mensch möchte sein wie Gott und er weiß um gut und böse, leider kann er damit nicht um oder oft nur selbstherrlich um. Wie in Genesis 3 wie ich fnde sehr anschaulich bildhaft dargestellt.
Bestrafung und Rache sind nicht meine Option.
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Geändert von Lawrence P. W. (14.04.2018 um 21:59 Uhr).
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Alt 14.04.2018, 23:14   #10
Acolina
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Der Glaube kann helfen, das Unrecht auszuhalten
Mit anderen Worten, der Glaube lässt hoffen, dass Gott ihr Tun rächt und sie bestraft. Das ist nur eine Verschiebung der Rache von mir bzw. anderen Menschen auf Gott. Nicht gerade nett. Auch nicht gerade reif, erwachsen.

Unrecht kann man auch ohne Glauben aushalten. Spornt dabei noch an, etwas dagegen zu unternehmen, frei nach Hillel: Wer, wenn nicht ich? Wann, wenn nicht jetzt?

Und fördert nebenbei die Selbsterkenntnis, dass man eben "nur" ein Mensch ist und die eigenen Möglichkeiten begrenzt sind, zusammen mit anderen man aber durchaus Vieles ändern kann.
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