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Verschwörungstheorien Bilderberger, New World Order, Schattenregierungen, Weltregierung oder gar Weltdiktatur?

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Alt 14.03.2018, 23:05   #41
Archimedes
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Einfach nur ein Stichwort in die Diskussion einbringen. Vielleicht nützt es Dir ja:
Vor allem zieht es die Texte unnötig in die Länge. Alles was auf -pathie, -phobie oder-syndrom endet sollten sich die entsprechenden Fachleute anschauen.

Damit wir hier den Überblick nicht verlieren, verkürze ich mal auf die wichtigsten Punkte.
Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Kannst Du da mal konkret werden? Ich würde solche Motive vielleicht in einer Kirche erwarten, oder in einer Philosophie-Vorlesung - nicht aber dort, wo es tatsächlich wissenschaftlich vorgehen soll.
Mal abgesehen davon, dass man bei Kirche und Philosophie tatsächlich viel Reibungsfläche findet, hast du weiter unten in deinem Beitrag selbst zwei Möglichkeiten der Eingrenzung vorgeschlagen. Zum einen die populärwissenschaftliche Kommunikation, die einen Kompromiss bzw. eine Öffnung in Richtung Alltagskommunikation/Alltagskultur seitens der entsprechenden Fachwissenschaft darstellt, und zum zweiten die Möglichkeit, "Diskussions- und Argumentationsstrukturen (autorisierter) Wissenschaftler nachzuvollziehen" Das klingt doch sehr nach der Empfehlung, diese einfach nachzuäffen. Als ob es so etwas nur dort gäbe. Logik und sprachliche Fähigkeiten sind kein Alleinstellungsmerkmal der Wissenschaften.
Iroischerweise findest du diese Strukturen vor allem dort, wo auch viel diskutiert oder argumentiert wird, nämlich in den Geisteswissenschaften, der Philosophie und Theologie. Die magst du ja ganz besonders.


Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Einig sind wir uns, dass Diskussionen am besten konzentriert und diszipliniert geführt werden sollten,
Viel lieber würde ich Versuche und Messreihen diszipliniert durchführen und die anschließende Kommunikation flexibler machen. Immerhin hat man es in Gesprächen mit Menschen zu tun. Die eigentliche Forschung ist zu dem Zeitpunkt ja längst abgeschlossen und wird auch von den denkbar emotionalsten Reaktionen nicht beeinträchtigt.
Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Das heißt doch aber nicht, dass es anders überhaupt nicht geht, oder dass wir Leute, die sich in einer bestimmten Situation nicht beherrschen können, als "unfähig zu Wissenschaft" o.Ä. titulierten sollen.
Es gab schon viel unspektakulärere Anlässe, warum Menschen hier so bezeichnet wurden.
Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Es geht bei Wissenschaft meiner Meinung nach nicht um die Frage, wer nicht dazu gehört, sondern auch darum, wie man Leute, die noch nicht so gut darin sind, dazu bringt, ihre Fähigkeiten zu verbessern.
Das verstehe ich jetzt nicht. Ein einzelner Versuch Gruppen festzulegen und gültige Sätze über sprachliche Eigenschaften zu formulieren dient doch nicht etwa dazu, allgemein gültige Aussagen über "die Wissenschaft" zu treffen.
Es geht in den Untersuchungen darum, herauszufinden wie die Menschen sind, und nicht wie sie sein sollen. Genauso, wie es in der Forensik darum geht herauszufinden, wie Menschen umgebracht wurden und nicht etwa, wie sie umzubringen sind.

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Du scheinst da etwas falsche Vorstellungen davon zu haben, was mit den unterschiedlichen Prämissen passieren sollte,
Ich bezog mich auf wissenschaftliche Texte und du auf Diskussionen.

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Es ist auch nicht nötig, Fakten neu zu betrachten, um eine Diskussion anders aufzulösen als bisher. Es würde reichen, andere Schlüsse zu ziehen.
Will man methodisch sauber arbeiten, sollte man das Material bis auf die einzelnen Fakten herunterbrechen können. Ich sprach auch nicht von Diskussionen, sondern von einer Analyse.
Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Also ich lege zumindest grundlegende Ansprüche bezüglich der Wissenschaftlichkeit an dieses Forum an. Ich denke, die anderen Moderatoren halten es genauso. Das scheint auch gelegentlich Wirkung zu zeigen.
"Gelegentlich" ist stark übertrieben. Gerade hast du erklärt:
Ich denke, viele Diskussionen hier sind weit entfernt davon, dass man auch nur ein Ergebnis erklären könnte.
Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Nicht für das Ganze, und Verwechslungsgefahr ergibt sich auch nicht, aber Diskussion ist "seit Ewigkeiten" ein Standard sowohl der "offiziellen Wissenschaft" als auch von "Laien".
Standard von Laien... naja, klingt wie ´das Schnitzel der Vegetarier´
Hier mal ein Leitfaden zu wissenschaftlichen Arbeiten.
Punkt 3.4 erklärt, was "Diskussion" ist.
Was du meinst, ist die Kommunikation abgeschlossener oder nicht abgeschlossener Projekte mit Unbeteiligten. Das findet am Rande bis ausserhalb der wissenschaftlichen Arbeit statt und ersetzt sie weder noch ist sie mit ihr identisch.
Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Archimedes ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.2018, 09:37   #42
basti_79
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Benutzerbild von basti_79
 
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Beiträge: 10.647
Standard

Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Vor allem zieht es die Texte unnötig in die Länge. Alles was auf -pathie, -phobie oder-syndrom endet sollten sich die entsprechenden Fachleute anschauen.
Hmm... Angst [wovor?] oder eine Art von Autoritätsgläubigkeit? Eine Art von Redeverbot? Ich wüsste nicht, was z.B. an psychiatrischen Erscheinungen so außergewöhnlich wäre, dass man sie nicht auch unter Gesunden diskutieren könnte.

Zitat:
Zum einen die populärwissenschaftliche Kommunikation, die einen Kompromiss bzw. eine Öffnung in Richtung Alltagskommunikation/Alltagskultur seitens der entsprechenden Fachwissenschaft darstellt, und zum zweiten die Möglichkeit, "Diskussions- und Argumentationsstrukturen (autorisierter) Wissenschaftler nachzuvollziehen" Das klingt doch sehr nach der Empfehlung, diese einfach nachzuäffen.
Ganz und gar nicht. Im Gegenteil. Ich gehe davon aus, dass man Fehler in Argumentationen sehr viel einfacher findet, wenn man den Empfängerkreis (und damit den Diskutantenkreis) vergrößert. Keinesfalls würde ich das Wesentliche (wo auch immer) in einen Elfenbeinturm verschieben. Das wäre ja die Logik der Kirche: "Außerhalb der Kirche kein Heil". Wie wäre es stattdessen mit Fehlerkultur?

Zitat:
Als ob es so etwas nur dort gäbe. Logik und sprachliche Fähigkeiten sind kein Alleinstellungsmerkmal der Wissenschaften.
Eben deshalb.

Zitat:
Iroischerweise findest du diese Strukturen vor allem dort, wo auch viel diskutiert oder argumentiert wird, nämlich in den Geisteswissenschaften, der Philosophie und Theologie. Die magst du ja ganz besonders.
Aber auch in den Strukturwissenschaften Mathematik und Informatik. Die Geisterwissenschaften halte ich für unnütz, weil die am Ende das getan haben, was Du bemängelst: Argumente (!) ohne ausführliche Prüfung zugelassen. Mir geht es da nicht einmal um die Personen, die diese Argumente vortragen, sondern um die Inhalte. Ein ähnliches Problem hat die Politik befallen (um mal wieder auf das Thema zurückzukommen).

Zitat:
Viel lieber würde ich Versuche und Messreihen diszipliniert durchführen und die anschließende Kommunikation flexibler machen. Immerhin hat man es in Gesprächen mit Menschen zu tun.
Was denn nun? Populärwissenschaft oder nicht?

Denkst Du etwa, die Interpretation von Messungen ist ein einfaches Geschäft?

Zitat:
Die eigentliche Forschung ist zu dem Zeitpunkt ja längst abgeschlossen und wird auch von den denkbar emotionalsten Reaktionen nicht beeinträchtigt.
Und immer wieder diese Dichtomie "richtige Forschung" und "Erklärungen für die breite Masse". Die sollte es meiner Meinung nach gar nicht geben.

Zitat:
Das verstehe ich jetzt nicht. Ein einzelner Versuch Gruppen festzulegen und gültige Sätze über sprachliche Eigenschaften zu formulieren dient doch nicht etwa dazu, allgemein gültige Aussagen über "die Wissenschaft" zu treffen.
Das scheinst Du aber zu versuchen, etwa, wo du zwischen "eigentlicher Forschung" und "emotionalen Reaktionen" sprichst...

Zitat:
Es geht in den Untersuchungen darum, herauszufinden wie die Menschen sind, und nicht wie sie sein sollen. Genauso, wie es in der Forensik darum geht herauszufinden, wie Menschen umgebracht wurden und nicht etwa, wie sie umzubringen sind.


Erstaunlich. Das ist ja Objektivismus. Ich würde allerdings Einwände erheben, wo Du versuchst, das Objekt der Wissenschaft auf "die Menschen" einzugrenzen. Tatsächlich würde ich Sachen, da nicht leidensfähig, als Beispiel bevorzugen.

Zitat:
Will man methodisch sauber arbeiten, sollte man das Material bis auf die einzelnen Fakten herunterbrechen können.


Das wird allerhöchstens davon erschwert, dass sich jemand weigert, die Fakten zur Kenntnis zu nehmen, oder aber davon, dass es sich bei einem Text um Bullshit handelt, der gar keine Fakten enthält.

Zitat:
Ich sprach auch nicht von Diskussionen, sondern von einer Analyse.
Eine "Analyse" ist immer eine sprachliche Äußerung, die man in meinem Sinne als Beitrag zu einer Diskussion verstehen kann. Möglicherweise ist die Diskussion nach einer tiefen Analyse schon beendet, dann ist das ein besonderer Fall.

Zitat:
Zitat:
Also ich lege zumindest grundlegende Ansprüche bezüglich der Wissenschaftlichkeit an dieses Forum an. Ich denke, die anderen Moderatoren halten es genauso. Das scheint auch gelegentlich Wirkung zu zeigen.
"Gelegentlich" ist stark übertrieben. Gerade hast du erklärt:
Ich denke, viele Diskussionen hier sind weit entfernt davon, dass man auch nur ein Ergebnis erklären könnte.
Auch offene Fragen sollte man diskutieren können. Wenn nicht "in der Wissenschaft", dann eben hier im Forum.

Zitat:
Was du meinst, ist die Kommunikation abgeschlossener oder nicht abgeschlossener Projekte mit Unbeteiligten. Das findet am Rande bis ausserhalb der wissenschaftlichen Arbeit statt und ersetzt sie weder noch ist sie mit ihr identisch.
Vielleicht das nicht, aber vielleicht gibt es eine Möglichkeit, dass man da - wie auch immer - kooperiert.

Ich werde den Eindruck nicht los, dass Du uns versuchst, zu erklären, was Wissenschaft wäre.
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Alt 09.04.2018, 00:47   #43
basti_79
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Alt 09.04.2018, 02:33   #44
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Na, geht doch. Sehr schön.
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 09.04.2018, 10:14   #45
Nobby Nobbs
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Zitat:
Kreis erklärt, weshalb Ganser in der Wissenschaft auf Ablehnung stösst: «Wissenschaft setzt Selbstreflexion voraus. Man muss immer wissen, wie dick das Eis ist, auf dem man sich bewegt.»
Zitat:
Markus Linden, Politologe der Universität Trier [sagt] man könne ihn nicht knacken, wenn man ihn pauschal als Verschwörungstheoretiker verunglimpfe, sondern indem man einzelne Aspekte widerlege.
Zwei Zitate aus Bastis Link, die ich persönlich als bedeutsam empfand, nicht nur in der Causa Ganser.
Selbstreflexion stünde so manchem gut zu Gesicht. Wissenschaftlern und allen anderen auch. Und pauschale Abfertigung gegenläufiger Argumentationen oder pauschale Angriffe der Person, die sie vertritt, sind keine Bestandteile einer sachlichen Auseinandersetzung.
So was sollte man sich immer wieder mal sagen.
Nobby Nobbs ist offline   Mit Zitat antworten
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