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Ägypten Wozu dienten die Pyramiden wirklich? Wie alt ist die Sphinx? Woher stammt die Hochkultur Ägyptens?

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Alt 12.06.2002, 02:07   #1
Acolina
Hausdrachen
 
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Standard Ein uraltes Rätsel gelöst?

Mal wieder eine neue Theorie über den Bau der Pyramiden

Zitat:
Ein uraltes Rätsel gelöst? Ägyptologe der Universität Münster legte neue Theorie über den Bau der Pyramiden vor.

Es gibt kaum Bauwerke, die die Menschheit so fasziniert haben wie die Pyramiden in Ägypten. Die reine Form mag daran ebenso Anteil haben wie die Tatsache, dass sie zu einer Zeit erbaut wurden, als die ägyptische Kultur nur nur primitive Hilfsmittel kannte. Noch immer ungeklärt ist, wie allein mit reiner Muskelkraft die gewaltigen Blöcke transportiert und aufeinander geschichtet wurden. Einen neuen Erklärungsversuch hat nun Prof. Dr. Erhart Graefe vom Institut für Ägyptologie und Koptologie der Universität Münster unternommen. Dabei kann er sich nur auf theoretische Überlegungen stützen, da Bohrungen in der Außenhaut zu ungenau oder großflächige Abtragungen zu zerstörerisch wären.

Unklar ist, ob die alten Ägypter bereits Flaschenzüge kannten. Die tonnenschweren Steine, aus denen die Grabmäler auf der Hochebene von Gizeh bestehen, mussten wohl von Hand dorthin getragen oder geschleift werden. Sicher ist, dass dort kaum Wasser vorhanden ist, welches zum einen die Arbeiter benötigten, zum anderen aber zwingend notwendig ist, um die Rampen für die Schlitten zu bewässern. Damit scheidet nach Ansicht Graefes die gängigste Theorie, an den Rohbauten der großen Pyramiden seien ebendiese Rampen errichtet worden, aus. Ob gerade in einem 90-Grad-Winkel, ob schlangenförmig um den Pyramidenkern herumgelegt - all die diskutierten Lösungen hätten zu viel Material verschlungen, zu viel Arbeitskraft erfordert und wären auf Grund des knappen Wassers nicht zu realisieren gewesen.

"Bisher wurden die Rampentheorien diskutiert, weil man davon ausgegangen ist, dass die großen Pyramiden wie die des Cheops einen anderen Aufbau besitzen als die ersten wie die des Djoser, deren stufige Kernstruktur freigelegt und deutlich zu erkennen ist", so Graefe. Bisher hieß es, die bekanntesten Sinnbilder der ägyptischen Kultur seien eben nicht in Stufenform, sondern horizintol über die Fläche gemauert worden. Warum aber hätten die Bauherren bei den späteren, größeren Pyramiden den Bauplan ändern sollen, wenn sich doch durch diesen Bauplan das Transportproblem minimierte, fragt sich der Ägyptologe.

Denn in die rund zehn Meter hohen und fünf Meter breiten Stufen, wie sie ähnlich bei den ersten Pyramiden sichtbar sind, hätten kleinere Treppen gemauert werden können, über die die Steine ohne Probleme gehebelt werden konnten. Graefe beruft sich dafür auf Experimente des Amerikaners Peter Hodges, der 1989 nachgewiesen hat, dass mit dieser Methode ein Transport von Steinen ohne großen Aufwand möglich ist. "Um die Stufen zu verdecken und eine glatte Oberfläche zu erhalten, wurde anschließend eine Zwischenschicht aufgetragen, die heute für die Struktur des Kernes gehalten wird", vermutet er.

Mit seiner Theorie lassen sich fast alle Unmöglichkeiten erklären: Bei einer Rampe, die im 90-Grad-Winkel auf die Pyramide zulief, wäre zu viel Material benötigt worden, um eine menschenmögliche Steigung zu erreichen. Und die Spuren des nicht benötigten Materials müssten noch heute zu erkennen sein. Graefe aber "verbaut" in seinem Gedankenexperiment keine zusätzlichen Steine oder Lehmziegel. Für eine Rampe, die sich in jeweils rechtwinkligen Kurven um die Pyramiden gewunden hätte, benötigte man zwar weniger Material, doch wäre es bei einer Länge des Schlittengespanns von mindestens zehn Metern unmöglich gewesen, um die Ecken zu kommen. Und schließlich musste nicht von vornherein hundertprozentig präzise gearbeitet werden, da Ungenauigkeiten durch die Zwischenschicht ausgeglichen werden konnten.

Ob Prof. Graefe tatsächlich das Rätsel um den Bau der Pyramiden gelöst hat, wird wohl noch lange Zeit ein ebensolches bleiben: Zu groß sind die Vorbehalte der ägyptischen Regierung, den notwendigen tiefen Abbau des heutigen sichtbaren Pyramidenmauerwerks zuzulassen.


[Quelle: Informationsdienst Wissenschaft ]
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 12.06.2002, 09:49   #2
Dragonhoard
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Standard RE: Ein uraltes Rätsel gelöst?

Ja klingt interessant und einleuchtend.
Hat der Herr Professor vielleicht "Pharao" gespielt? Dort sieht man nämlich auch eine ähnliche Methode.

Ein Frage bleibt für mich allerdings noch offen: Wie bekommt man die äußere Schicht auf die Pyramide? Da kann man ja keine Stufen mehr machen, weil ja die Außenhaut glatt ist!?
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Alt 12.06.2002, 15:01   #3
Acolina
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Standard RE: Ein uraltes Rätsel gelöst?

Zitat:
Original von Dragonhoard
Ja klingt interessant und einleuchtend.
Hat der Herr Professor vielleicht "Pharao" gespielt? Dort sieht man nämlich auch eine ähnliche Methode. ?
Jetzt weiß ich endlich, woher mir das Ganze so bekannt vorkommt! Ich sag ja immer, PC-Spiele machen klug!! Wenn ich nur bedenke, was ich schon beim alten Indiana Jones so alles gelernt habe....

Zitat:
Original von Dragonhoard
Ein Frage bleibt für mich allerdings noch offen: Wie bekommt man die äußere Schicht auf die Pyramide? Da kann man ja keine Stufen mehr machen, weil ja die Außenhaut glatt ist!?
Mhmm... An der Spitze anfangen und abschnittsweise Zwischenschicht und Steine auftragen? Bleibt aber die Frage, wie man das abstützt, damit der ganze Schlamassel nicht wieder abrutscht. Oder von unten nach oben? Das Baumaterial auf den einzelnen Ebenen deponieren (wäre da genug Platz für da?) und sich dann von unten nach oben mit dem Aufbau der Zwischenschicht und der Abdeckung vorarbeiten? ... und dann als Belohnung, wenn man oben angekommen ist, schwuppdiwupps die schön glatte Pyramidenwand herunterrutschen!
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Alt 14.04.2004, 19:24   #4
Tim
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Beiträge: 704
Standard

Ich weis ja nicht ob jemand am Montag im Ersten den Bericht über die Pyramiden gesehen hat. Wenn nicht auch nicht schlimm, ich habe es auch nicht gesehen. Aber heute und am Freitag kommen noch je ein Teil. Von meinem Kollegen habe ich es heut erfahren was in der erste Folge zu sehen war.

Darin kam vor das man die Originalen Papyrus -Rollen (Baupläne der Pyramiden) entdeckt hat.

Darin steht auch wie man die Cheops-Pyramide gebaut hat, wie lange es dauerte und wer an ihr baute.
Die Bauzeit bertug 60 Jahre und nicht wie bisher angenommen 25-30 Jahre.
Es sollen auch keine Sklaven gezwungen worden sein, sondern es waren Erfahrene Baumeister seiner Zeit. Und nun kommt der hammer was mich aufhorchen ließ.
Man hatte die Pyramide von oben nach unten gebaut.
Erst wurde ein riesiger Berg Sand aufgeschüttet. Während der Aufschüttung wurden auch schon in den Steinbrüchen die ersten Quader bearbeitet und Richtung Bauplatz geschaft. Man schleppte den obersten Quader den Berg hinauf und setzte ihn. Dann kammen die nächsten, usw.Natürlich waren die Quater für die außenhaut auch mit dabei. Nachdem die Pyramide ihre vorgegebene Größe erreicht hatte, waren laut der Rollen 30 Jahre vergangen. Man fing an Geheime kammern usw. zu Bauen.
Man buddelte sich vom Fuss der Pyramide wo man einige Quader weg gelassen hatte, ins innere der Pyramide. Da lief es ab wie in einem Berkwerk. Es war ja noch genug Holz vorhanden um alles abzustützen.
Der rest stimmt ungefähr mit der gängigsten Meinung überein. Steinbruch und dort bearbeitete man die Quader. Ab zum Nil und mit schiffen in richtung Bauplatz. Dann über Rollen, aber nicht gerollt sondern gezogen, zum Bauplatz.

Ich fragte ihn auch wie sie nach unseren heutigen Stand so eine exate Ausrichtung hinbekommen haben vom Fundament ganz zu schweigen.
Das ganze ist nur nach der Sonne ausgerichtet worden. Und das hat für mich schon immer einen Sinn gemacht. Denn, wenn man in einem bestimmten Winkel zur Pyramide steht dann geht die Sonne an der linken Seite auf und an der rechten unter.
Mit dem Fundament und dessen Stabilität ist es eigentlich auch logisch. Je mehr von oben nach unten untergebaut wurde, um so dichter wurde der Sand.

Nun weis ich nicht ob die Serie nur von einer neuen Theorie handelt, oder ob man wirklich die echten Baupläne entdeckt bzw. freigegeben hat. Auf jeden Fall schau ich mir die restlichen 2 Teile an.

( Übrigens ist mein Kollege nicht so Interessiert wie wir. ) Er akzepiert alles was er im Fernsehen usw. sieht. Deshalb weiss ich auch nicht, ob er den ersten Bericht nicht zu seiner vorherrschenden Meinung ausgeschmückt hat.
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Tim ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2004, 19:50   #5
Zwirni
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welche Doku
welche Baupläne

Über möglicherweise entdeckte Baupläne gibt es bereits seit der semi-öffentlichen Öffnung des Gantenbringschachts Gerüchte. Dort soll eine Kammer gefunden worden sein in dem eben jene Pläne lagen - aber das ist doch eher Wunschdenken. Hören-Sagen und Weitersagen vermittelt nicht immer die Wahrheit
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Alt 14.04.2004, 20:29   #6
The shadow
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Beiträge: 206
Standard

@Tim

Zitat:
Ich weis ja nicht ob jemand am Montag im Ersten den Bericht über die Pyramiden gesehen hat. Wenn nicht auch nicht schlimm, ich habe es auch nicht gesehen. Aber heute und am Freitag kommen noch je ein Teil. Von meinem Kollegen habe ich es heut erfahren was in der erste Folge zu sehen war.Darin kam vor das man die Originalen Papyrus -Rollen (Baupläne der Pyramiden) entdeckt hat.
So ein Quatsch ,

also erstens zur Information , es ist eine
4 Teilige Dokumentation über die alten Ägypter , am Sonntag
kam der erste , am Montag der zweite , heute ( Mittwoch um 21.45 Uhr auf ARD) kommt der 3 und am Freitag um 21.40 Uhr auf ARD kommt der 4 Teil. Habe bis jetzt alle auf Video .
In dieser Dokumentation geht es darum , zu zeigen wie die alten Ägypter gelebt haben, und nicht um neue Erkenntnisse
der Pyramiden.
The shadow ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2004, 20:57   #7
Tim
Foren-As
 
Registriert seit: 17.06.2002
Beiträge: 704
Standard

@The shadow

Hast Du eigentlich meinen Beitrag richtig gelesen oder nur überflogen?

Zitat vom Ende des Beitrages:

( Übrigens ist mein Kollege nicht so Interessiert wie wir. ) Er akzepiert alles was er im Fernsehen usw. sieht. Deshalb weiss ich auch nicht, ob er den ersten Bericht nicht zu seiner vorherrschenden Meinung ausgeschmückt hat.
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Tim ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2004, 21:14   #8
Sereck
Lebendes Foren-Inventar
 
Registriert seit: 25.09.2002
Beiträge: 2.496
Standard

@tim

ich habe die doku gesehen und bei dem ganzen bin ich doch mehr als skeptisch.wenn man sich die inschrifften in den entlastungskammern ansieht erkennt man das einige von ihnen hinter anderen blöcken verschwinden.hat sich was mit gegraben.die dinger müssen vorher eingesetzt worden sein.ausserdem würde das bergbauprinzip den sinn der inschrifften in frage stellen die ja als makierungen galten.
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