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Diverses Alles rund um Grenzwissenschaften, was nirgendwo anders so recht rein passt....

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Alt 01.02.2018, 01:15   #21
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Ja, okey, aber bei deinem obigen Kommentar ging es um verschiedene technische Lösungen (Abwasser, Strom). Mal darüber nachgedacht, dass die bösen Elektriker und Abwasseringenieure schuld sind, dass niemand von diesen verschiedenen Möglichkeiten weiß? Deshalb an genau der Stelle, die Frage, was haben Sozialwissenschaftler damit zu tun?
Die Techniker sind betriebsblind.

Bewegung kommt nur durch interdisziplinäres arbeiten in die Sache.

Das ist die Grundlage des Wandels, der mit der Umweltbewegung eingesetzt hat, aber im Moment eher stagniert. Die neuen Akteure sind inzwischen genauso borniert auf ihre Weise, wie die alten.
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Alt 01.02.2018, 02:10   #22
HaraldL
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Das mit den HGÜ-gekoppelten Inselnetzen ist schon realisiert, allerdings sind die "Inselnetze" länderübergreifend. In Europa sind es das UCTE-Netz ( Kontinentaleuropa außer Skandinavien und ehemalige Sowjetunion), das Nordel-Netz ( Skandinavien), das Stromnetz der einstigen Sowjetunion, an dem auch die baltischen Staaten hängen und die Stromnetze von Irland und Großbritannien. Diese Verbundsysteme sind miteinander durch diverse HGÜ-Anlagen miteinander verbunden. Die Anlagen, die an das Stromnetz der ehemaligen Sowjetunion koppeln, sind als HGÜ-Kurzkopplungen, die anderen als Leitungsanlagen mit Seekabelabschnitten ausgeführt.
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Alt 01.02.2018, 08:10   #23
Groschenjunge
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
So gaga, wie die Elektrotechniker die darüber diskutieren.
ja, wie gaga diskutieren sie denn nun?

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Ihr könnt gerne Eure 50 Hz Wechselstrom bei 230 V haben, aber nicht in einem transkontinentalen Verbundnetz mit hunderten Einspeisepunkten.
Warum nicht? Haben wir doch schon alles.

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Und mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien werden es 10.000 oder noch mehr Einspeisepunkte, die mit klassischen Methoden nicht mehr zu beherrschen sind.
Alleine nur Niedersachsen hatte 2015 grob 145000 PV Anlagen: https://www.foederal-erneuerbar.de/l...photovoltaika/ Und in D sind insgesamt 61 Gigawatt PV installiert, die haben in 2016 36 Terawattstunden Strom erzeugt.
Dazu kommen noch einmal 27000 Windkraftanlagen. Die Volatilität der erneuerbaren Energien ist bekannt und liegt in der Natur der Sache.

Was also soll daran aktuell nicht beherrschbar sein aufgrund unseres 50 Hz Wechselspannungsnetzes?
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Alt 01.02.2018, 09:28   #24
basti_79
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Deshalb an genau der Stelle, die Frage, was haben Sozialwissenschaftler damit zu tun?
"Sozialwissenschaftler" erfüllen häufig einzig die Funktion eines Erklärbärs. Ein Soziologe kann genau erklären, wie es kommt, dass es ein 50-Hz-Stromnetz gibt und warum die Leute daran festhalten. Wie man es jetzt aber meinetwegen umstellen könnte auf 60 Hz, d.h. wie man die gesellschaftlichen Voraussetzungen schafft, die den Schritt für alle Beteiligten sinnvoll erscheinen lassen, kann er nicht erklären.

Das hat strukturelle Gründe. Im politischen Konzept dieses Staats ist nicht vorgesehen, dass Soziologen Normen erschaffen. Das bleibt Juristen, Pädagogen etc. vorbehalten. Natürlich gibt es da den Sonderfall des "Sozialpädagogen", der allen Leuten zu erklären hat, warum alles weitergehen muss wie bisher...

https://de.wikipedia.org/wiki/Normative_Wissenschaft
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Alt 01.02.2018, 10:12   #25
perfidulo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Ein Soziologe kann genau erklären, wie es kommt, dass es ein 50-Hz-Stromnetz gibt und warum die Leute daran festhalten.
Das wäre ja völlig ausreichend.

Im Moment beharren die Techniker darauf, dass das existierende System das beste aller möglichen ist. Das Beste setzt sich durch.

Dasss sich Rahmenbedingungen ändern und dementspechend reagiert werden muss, ist schwer vermittelbar.

Ein gutes Beispiel ist die Ablösung der Gasbeleuchtung durch elektisches Licht. Das war eben nicht so, dass alle mit fliegenden Fahnen zum Strom übergelaufen sind.

In Berlin gibt es heute noch Gaslaternen und seit angedroht wurde, diese durch LED zu ersetzen, formiert sich der Widerstand der Gasfreunde.

Das mit der Einspeisung von Solarstrom funktioniert nur, weil in jeder Solaranlage ein kleiner Computer sitzt, der die Anpassung vornimmt. Das wird von den Netzbetreibern ausdrücklich verlangt. Es ist eben die Fortschreibung der alten Technik. Das geht eine Zeitlang, aber der Aufwand wird immer grösser.

Techniker haben Schwierigkeiten, das zu akzeptieren."Was wollt ihr denn, geht doch alles" Ja, aber wie lange noch und mit welchem Aufwand? Siehe Klärwerke, Autobahnen, Öl
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Alt 01.02.2018, 11:06   #26
Groschenjunge
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
In Berlin gibt es heute noch Gaslaternen und seit angedroht wurde, diese durch LED zu ersetzen, formiert sich der Widerstand der Gasfreunde.
Sollen wir somit flächendeckend wieder die Gasbeleuchtung einführen?


Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Das mit der Einspeisung von Solarstrom funktioniert nur, weil in jeder Solaranlage ein kleiner Computer sitzt, der die Anpassung vornimmt. Das wird von den Netzbetreibern ausdrücklich verlangt. Es ist eben die Fortschreibung der alten Technik. Das geht eine Zeitlang, aber der Aufwand wird immer grösser.
Würden wir überall Gleichstromnetze haben, gäbe es keinen technischen Aufwand?
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Alt 01.02.2018, 11:20   #27
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Groschenjunge Beitrag anzeigen
Sollen wir somit flächendeckend wieder die Gasbeleuchtung einführen? Würden wir überall Gleichstromnetze haben, gäbe es keinen technischen Aufwand?
Das ist irgendwie typisch für destruktive Diskussion. Ich wäre der letzte der Gasbeleuchtung will. Der Wirkunsgrad ist katastrophal, die Wartung aufwändig, usw. Aber es gibt Nostalgiker.....

Es ist lediglich ein Beispiel, wie sich Technik durchsetzt. Als Strom aufkam, gabe es fast 100 Jahre Gasbeleuchtung. Alle grossen Stadte, selbst Kleine und einzelne Industrieanlagen hatten sie.

Elektrische Beleuchtung war nicht unbedingt ein Vorteil. Komplett neues System, inkompatibel, gefährlich. Aber irgendwie faszinierend. Es ging auch nicht in Privathaushalten los, sondern in Theatern, Hotels oder Luxusdampfern.

Niemand fordert Gleichstromnetze, weil diese physikalisch Unsinn sind. Es geht um Wechselspannung-Inselnetze, die mit Gleichstrom verbindungen gekoppelt werden. Die Gleichstromstecke kann, wegen der hohen Ströme durchaus kurz sein. Nicht zu vergleichen mit den bekannten HGÜ-Leitungen, etwa von Deutschland nach Skandinavien oder von den Off-Shore Windparks ans Festland.
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Alt 01.02.2018, 14:57   #28
HaraldL
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Wie ich schon angedeutet habe, ist das mit der kurzen Gleichstromstrecke nicht sinnvoll, weil Stromrichter einen Eigenbedarf haben und auch nicht verlustfrei arbeiten. Außerdem sind sie nur gering überlastbar, man muß sie also so auslegen, daß sie die mögliche Maximallast im Dauerbetrieb übertragen können, was die Anlage verteuert.

Direkte Kopplung ist, sofern technisch möglich, deshalb grundsätzlich vorzuziehen. Warum hat man denn die HGÜ-Kurzkupplung in Wolmirstedt ( https://de.wikipedia.org/wiki/Umspannwerk_Wolmirstedt ) nicht fertig gestellt und die HGÜ-Kurzkupplungen in Etzenricht ( https://de.wikipedia.org/wiki/GKK_Etzenricht ), Dürnrohr ( https://de.wikipedia.org/wiki/GK_D%C3%BCrnrohr ) und Wien-Südost ( https://de.wikipedia.org/wiki/GK_Wien-S%C3%BCdost ) stillgelegt, obwohl erstere und letztere Anlage nur wenige Jahre in Betrieb waren?
Weil sie einen Engpass im Übertragungsnetz darstellten und Übertragungsverluste bewirkten.

Was stört eigentlich perfidulo, daß in jeder Solaranlage ein kleiner Computer sitzt? Viele schleppen heute einen fast überall mit sich herum. Zur Steuerung des Stromnetzes gibt es übrigens sehr mächtige Werkzeuge, wie die Funkrundsteuerung.
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Alt 01.02.2018, 15:19   #29
perfidulo
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Zur Steuerung des Stromnetzes gibt es übrigens sehr mächtige Werkzeuge, wie die Funkrundsteuerung.
Jetzt kommst Du mit der Technik des letzten Jahrhunderts!
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Alt 01.02.2018, 16:15   #30
basti_79
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Vor allem scheint das hier eine soziologische und deskriptive Debatte zu werden. Das ist völlig nutzlos beim - zu unterstellenden - Versuch, solche Vorgänge zu beeinflussen.
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