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Alt 09.12.2017, 11:29   #11
MJ01
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Schränkt das die nicht Männlich/Weiblichen nicht irgendwie ein, oder umfasst diese Beschreibung von dir wirklich alle???
Nicht dass noch weitere Geschlechter eingeführt werden müssen..
Die Fakten, die hier angeführt werden, sind grundsätzlich die Ausnahme. Es ist nur wissenschaftliche Tatsache, dass es so etwas gibt.
XX-Mann, XY-Frau

Wie damit zu verfahren ist, ist eine Entscheidung der Gesellschaft, bzw. der Gesetzgebung. Es sind ja laut Aussagen der Ärzte/Psychologen unterschiedliche Ausprägungen der nachweisbaren Physe als auch der vermuteten Psyche möglich. Sprich, es ist jede Kombination, oft auch rein psychisch möglich (eingebildet, sozialer Druck???).

Ob man hier von einem 3. Geschlecht sprechen kann, bezweifle ich. Weil es eben eher die Ausnahme und da keine eindeutige Festlegung gibt.
Zuordnung vielleicht rein mathematisch ?? Vielleicht ein Wertigkeitssystem von 0 bis 10, nach dem Prinzip:
Wie männlich/weiblich fühlst Du dich heute?
Keine Ahnung....
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Alt 09.12.2017, 12:11   #12
Lawrence P. W.
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Wenn ich das richtig sehe gibt es doch Menschen, die

- sich als A-Sexuell verstehen

- die beide Merkmale haben und behalten wollen

- die ein Merkmal haben sich aber als das andere Geschlecht fühlen (Transgender)

- die bestimmte Chromosomensätze haben, aber sich anders fühlen

- die bestimmte Chromosomensätze haben und damit klarkommen

Habe ich was vergessen?
Wieviele Gruppen/Orientierungen gibt es da?
Sind die auch in dem Gesetzesentwurf berücksichtigt?
Wie berücksichtigt man sie in den Fragebögen?
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Alt 09.12.2017, 20:45   #13
MJ01
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Wenn ich das richtig sehe gibt es doch Menschen, die
- sich als A-Sexuell verstehen
- die beide Merkmale haben und behalten wollen
- die ein Merkmal haben sich aber als das andere Geschlecht fühlen (Transgender)
- die bestimmte Chromosomensätze haben, aber sich anders fühlen
- die bestimmte Chromosomensätze haben und damit klarkommen

Habe ich was vergessen?
Wieviele Gruppen/Orientierungen gibt es da?
Sind die auch in dem Gesetzesentwurf berücksichtigt?
Wie berücksichtigt man sie in den Fragebögen?
Exakt, m.A. zu viele Differenzierungen um ein drittes Geschlecht zu definieren. Außerdem betrifft es wenn man der folgenden Statistik glauben möchte, maximal 0,061% der Bevölkerung.
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Alt 09.12.2017, 22:46   #14
Lawrence P. W.
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Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
Exakt, m.A. zu viele Differenzierungen um ein drittes Geschlecht zu definieren. Außerdem betrifft es wenn man der folgenden Statistik glauben möchte, maximal 0,061% der Bevölkerung.
Ja, genau das sehe ich als Problem. Eigentlich soll ja die Frage nach dem Geschlecht in Ausfüllbögen ja der Präzisierung dienen...
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Alt 11.12.2017, 19:07   #15
basti_79
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Schränkt das die nicht Männlich/Weiblichen nicht irgendwie ein, oder umfasst diese Beschreibung von dir wirklich alle???
Nicht dass noch weitere Geschlechter eingeführt werden müssen..
Es dürfte sich dabei nicht um ein Argument handeln. Ich kann zumindest keinen Grund erkennen, warum man da "sparen" sollte und vor allem was.

Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Wenn ich das richtig sehe gibt es doch Menschen, die

- sich als A-Sexuell verstehen
Das ist richtig, dabei geht es allerdings mehr um die Psyche als um Biologismen.

Zitat:
- die beide Merkmale haben und behalten wollen
https://de.wikipedia.org/wiki/Hermap...In_der_Medizin

Zitat:
- die ein Merkmal haben sich aber als das andere Geschlecht fühlen (Transgender)
Das ist richtig.

Zitat:
- die bestimmte Chromosomensätze haben, aber sich anders fühlen
Bei den oben erwähnten "anatomischen" Transmenschen handelt es sich meistens um eine Abweichung des (wohl autosomal vererbten) Rezeptors. Ansonsten kann man von einer Entsprechung Genotyp = Phänotyp ausgehen.

Zitat:
- die bestimmte Chromosomensätze haben und damit klarkommen
Mit seinem oder ihrem Erbgut muss eh jeder Mensch klarkommen.

Zitat:
Habe ich was vergessen?
Ja, dass Wahrnehmung/Psyche ("Gefühl") vielleicht unabhängig von der Anatomie ("Chromosomensatz", mit Einschränkungen, s.o..) ist.

Zitat:
Wieviele Gruppen/Orientierungen gibt es da?
Schwer zu zählen?

Zitat:
Sind die auch in dem Gesetzesentwurf berücksichtigt?
Offenbar nicht, darum auch meine Kritik.

Zitat:
Wie berücksichtigt man sie in den Fragebögen?
Notfalls könnte man ja den Eintrag leer lassen. Wie es scheint, hat das größte und weiseste aller Gerichte diese Möglichkeit jedoch in Frage gestellt.

Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Ja, genau das sehe ich als Problem. Eigentlich soll ja die Frage nach dem Geschlecht in Ausfüllbögen ja der Präzisierung dienen...
Ernsthaft? Wo war diese "Präzisierung" denn jemals nützlich, und nicht nur einfach vorgegeben?
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Alt 12.12.2017, 13:42   #16
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Ernsthaft? Wo war diese "Präzisierung" denn jemals nützlich, und nicht nur einfach vorgegeben?
Wir haben in unserem Aufgabengebiet eine Vorgabe (vom Parlament angeblich so vorgegeben), dass jede Ausgaben-Position in Hinblick auf den Gender Mainstream hin zu untersuchen ist. Wegen der Gleichberechtigung der ääh ... Frauen. Somit sind Daten bezüglich jeder Ausgabe in Hinblick auf die männlichen und die weiblichen Ausprägungen zu untersuchen. Sprich wie viele Männer und wie viele Frauen sind von den Ausgaben begünstigt und was kann man dafür unternehmen, um einen Ausgleich in Richtung Weiblichkeit herzustellen.
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Alt 12.12.2017, 15:24   #17
Lawrence P. W.
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Wobei die Quotenregelung letzenendes doch sexistisch ist, weil es nicht nach Qualifikation, sondern nach Geschlecht geht...

Interessant in dem Zusammenhang die Frage, wie sieht das eigentlich mit der Quotenbeteiligung jedwelchen dritten Geschlechtes aus?
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Alt 12.12.2017, 20:40   #18
Acolina
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Grundsätzlich sollte man zwischen Sex und Gender unterscheiden.

Und auch rein genetisch gibt es da ziemlich viel mehr als nur zwei: http://www.spektrum.de/news/die-neud...lechts/1335086

Ich verstehe auch nicht, warum man überhaupt ein Geschlecht angeben muss? Wofür soll das erheblich sein?

Die einzig sinnvolle Frage ist imho, wie man angeredet werden möchte, welches Pronomen man bevorzugt. Das gebietet imho die Höflichkeit und der Respekt vor dem anderen.

Aber wofür braucht es mehr?
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 12.12.2017, 22:05   #19
Lawrence P. W.
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Ich sehe es auch eher als ein Merkmal im Fragebogen und wenn die staatlich verbindlich sind, wie z.B. Ausweise, will der Staat das wohl eindeutig haben.
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Alt 22.12.2017, 17:51   #20
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Es macht unter Anderem auch für den medizinischen Bereich Sinn, die binären Geschlechtszuordnungen zu verlassen und sich der Realität zu öffnen, die aus einer Vielfalt an Sex und Gender besteht.

Beispiel: Ein Trans*Mann hat zwar einen Personenstandsänderung durchgeführt, aber keine Geschlechtsangleichung. Nun hat er* weibliche Geschlechtsmerkmale, die Krankenkassen zahlen aber den Besuch bei dem*der Gynäkolog*in nach der Personenstandsänderung aber nicht mehr. Nur ein Beispiel dafür, wie wenig Sinn das binäre Denken in männlich/weiblich macht.
Es ist notwendig, die Vielfalt an Geschlechtern anzuerkennen.
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