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Alt 20.01.2018, 16:37   #31
basti_79
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Die Hetzer von der taz wollen auch, dass die offenen Brüche mit Menschenrecht (möglicherweise instabiler Link) bis in die Ewigkeit fortgesetzt werden.

Zitat:
Die Abschaffung der Schulpflicht wäre für Kinder, die den Rahmen der Institution Schule brauchen, eine Katastrophe.
Pädagogen lesen hier:

Zitat:
Jedes Kind braucht den Rahmen der Institution Schule. Um die Katastrophe zu vermeiden, muss jedes Kind mit jedem Mittel in die Schule gezwungen werden. Leute, die anders denken, sind Gesellschaftszersetzer, die mit allen Mitteln bekämpft werden müssen. Es kann alles weitergehen wie bisher.
Damit wird der Rest der Sammlung ad absurdum geführt. Es wird ein bisschen Propaganda gemacht für ein paar (als solche dargestellte) "Ausnahmeschulen" (u.A. mit dem Gesicht von Gabriele "Nena" Kerner), aber dass man da mal den Schritt geht, Menschenrechte zu fordern oder auch nur zu erwähnen, kommt den Schreiberlingen nicht in den Sinn.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
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Alt 22.01.2018, 08:16   #32
basti_79
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Jetzt haben sie auch noch herausgefunden, dass es gefährlich ist, sich während eines Orkans draußen aufzuhalten. Da muss eine Lösung her!

https://www.derwesten.de/politik/gew...213161615.html
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Alt 22.01.2018, 15:34   #33
basti_79
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Ein meiner Meinung nach wichtiger und leicht verständlicher Artikel in der "Freilerner-Zeitschrift". Wieder ein Aufruf zur Mäßigung, anstatt fundierte Argumentation gegen ein Nazi-Gesetz.

http://freilerner.de/freilernen-als-...-bildungsform/

Wichtige Passagen:

Zitat:
Hier halte ich es für weiterführend, auch das sogenannte »Flexischooling« bekannter zu machen. Dieses Konzept sieht vor, dass junge Menschen zu bestimmten Fächern in die Schule gehen und zu anderen nicht.
Halte ich im Grunde für eine gute Idee, würde allerdings in der Praxis wahrscheinlich von Pädagogen gekapert werden, die "junge Menschen" "beraten", bis sie den Eindruck haben, dass alle "Fächer" überlebensnotwendig wären. Und im Notfall mit Gewaltdrohungen "etwas nachhelfen", dass die "jungen Menschen" endlich richtig denken können.

Zitat:
Andererseits hilft es dabei, den oft sehr übergriffigen Umgang mit jungen Menschen zu hinterfragen und weiter dafür zu sensibilisieren, wann bereits physische oder psychische Gewalt stattfindet.
Anders ausgedrückt: "Wir haben kein Problem damit, wenn 11 Millionen Menschen aufgrund ihres Alters tagtäglich gefoltert werden. Wir kennen ein paar, denen das Spaß macht. Es kann erst einmal alles weitergehen wie bisher, wir können noch ein paar Jahre hinterfragen, bevor wir etwas ändern. Wir denken, Ihr seid selber Schuld, wenn ihr nicht versteht, wovon wir reden."
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Alt 23.01.2018, 15:46   #34
basti_79
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Es kam, wie es kommen musste. Entsetzlich. Mein Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen. Wie lange muss es diesmal dauern, bis die Parole "Weiter wie bisher!" ausgegeben wird?

http://www.sueddeutsche.de/panorama/...enen-1.3836989
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Alt 28.01.2018, 17:25   #35
basti_79
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Standard Arbeit und Bildung in China und Davos

Der Chef von "alibaba", ein gewisser Jack Ma, hat sich (natürlich unter Berufung auf einen Notfall) auf dem "Weltwirtschaftsgipfel" in Davos über "Fragen der Bildung und Erziehung" geäußert. Der Kontext ist folgender:
  • "Alibaba" ist eine Art Vermittlungsservice für (große) Warenkäufe, und einer der größten Konzerne von China, Jack Ma demzufolge einer der reichsten Menschen der Erde.
  • China tut sich in letzter Zeit - besonders auch beim Rohstoff "Bildung" - durch totalitäre Anwandlungen hervor
  • Insbesondere werden politische Dissidenten in China immer noch in Haft genommen und gefoltert. Ma hätte also mögliche kritische Gedanken gar nicht äußern können.

Hier eine Transkription des Gesagten (und von Einblendungen - "E:") und die jeweilige "bildungsbürgerliche" Auslegung ("bbA"), d.h. diejenige, die bundesdeutsche Pädagogen und ihre Unterstützer verstehen müssen, damit alles weitergehen kann wie bisher. Meine Kommentare schreibe ich ohne Präfix.

Zitat:
E: Roboter übernehmen bis 2030 800 Mio. Jobs.
bbA: Unternehmen müssen mehr Arbeitsplätze bereitstellen, damit die derzeitige Vollbeschäftigung auch 2030 noch gesichert werden kann.

Zitat:
Ma: Education, it's a (good...) big challenge now.
E: Bildung ist die große Herausforderung
Erstens ist die Übersetzung zweifelhaft bis grob entstellend. Der Artikel ist im gesagten unbestimmt, zweitens fehlt in der Übersetzung der zeitliche Aspekt. Eine bessere Übersetzung wäre: "...ist zur Zeit eine große Herausforderung"
bbA: Wir haben alles richtig gemacht. Bildung ist der höchste Wert, an dem alles gemessen wird.

Zitat:
Ma [schüttelt den Kopf]: If we do not change the way we teach, thirty years later [we] will be [in] trouble.
E: Ändern wir nicht, wie wir unterrichten, dann haben wir in dreißig Jahren große Probleme
"Unterrichten" ist nicht die einzige denkbare Bedeutung von "teach", "lehren" und die "die Art und Weise, wie wir unterrichten" wäre bessere Übersetzungen des Gesagten.
bbA: Wir brauchen mehr Bildungsreformen. z.B. gerade jetzt eine massenhafte Anwerbung von Soziologen und Psychologen.

Zitat:
E: Die Art, wie wir lehren, die Dinge, die wir unseren Kindern beibringen, sie stammen aus den letzten 200 Jahren
Ma sagt eher, dass diese Dinge 200 Jahre alt sind, nicht, dass sie innerhalb der letzten 200 Jahre ersonnen wurden. Das ist erst einmal korrekt, und dann auch noch geläufig.
bbA: Was damals Recht war, kann heute kein Unrecht sein.

Zitat:
E: Sie basieren auf Wissen
Gemeint ist eher "Faktenwissen" bzw. (Pädagogenslang) "Reproduktion". An Wissen, auch an Faktenwissen, ist ja erst einmal nichts verkehrt.
bbA: Die Lehrpläne müssen geändert werden.

Zitat:
E: Wir können unseren Kindern nicht beibringen, mit Maschinen zu konkurrieren.
Das ist jetzt merkwürdig vage. Natürlich kann man das tun, zumal man ja (hier wie dort) die Mittel eines totalitären Staats zur Verfügung hat. Ma will vermutlich sagen, dass er dergleichen für unethisch hält, was man irgendwie noch nachvollziehen kann, was aber letztendlich der Lebensrealität spottet. Das Argument hätte man schon führen können, als die Industrialisierung um sich griff (niemand kann z.B. schneller laufen als ein Zug - das scheint aber auch niemand zu versuchen). Warum gerade jetzt?
bbA: Lasst uns Smartphones verbannen und Digitalisierung als Ausgeburt des Teufels darstellen. Das gibt uns einerseits die Möglichkeit, willkürlich zu strafen, andererseits sollen "unsere Kinder" ohnehin nicht von irgendwelchen Hilfsmitteln abhängig werden.

Zitat:
Ma: [macht eine wegwerfende Handbewegung und schüttelt den Kopf] [...] to compete with machines, they willl be smarter.
E: Maschinen sind schlauer
Wieder geht der zeitliche Aspekt (Ma spricht in der Zukunftsform) verloren.
bbA: Es darf nichts geben, was schlauer ist als ein Bildungsbürger. Wir müssen alle Hebel in Bewegung setzen, um zu verhindern, dass die Maschinen siegen.
Im Übrigen können Maschinen mMn nicht "schlauer" werden als Menschen, nur schneller, sorgfältiger, weniger befangen etc. - die allermeisten Fehlschlüsse ergeben sich heutzutage aufgrund von menschlicher intellektueller Arroganz.

Zitat:
E: Lehrer müssen aufhören, lediglich Wissen zu vermitteln
Erst einmal fehlt ein OT von Ma an der Stelle, und dann ist das eine systempädaogische Hohlphrase, die so oder so ähnlich seit Jahrzehnten in den Echokammern der pädagogischen Institute hin- und herschallt, und die üblicherweise die Stelle von z.B. ethischen Erwägungen einnimmt, und die keinen Wiederhall in der Realität findet.

Zitat:
Ma: [...]
E: Kinder sollten etwas einzigartiges lernen.
bbA: wir brauchen mehr AG's in den Schulen, und mehr "Begabtenförderung". Am besten Pflichtkurse "Chinesisch" schon im Kindergarten. Jack Ma kommt ja aus China.

Zitat:
Ma: [...]
Dann können Maschinen sie nicht einholen.
bbA: das Leben ist ein ständiger Kampf um die eigene Existenz. Der neue Konkurrent "Maschine" muss mit aller Macht verdrängt werden, am Besten durch Intensivierung aller Bemühungen um Bildung und Erziehung der nachwachsenden Generationen, d.h. mehr Geld für Lehrer.

Zitat:
Diese Dinge sollten wir den Kindern beibringen.
Wieder fehlt der OT von Ma.

Zitat:
Ma: Value[s?]
E: Werte
es fehlt ein Hinweis darauf, dass Ma andere Werte meinen könnte, als der durchschnittliche Tagesschau-Konsument unter dem Wort "Werte" versteht. Möglicherweise versteht er "westliche Werte", d.h. Ausbeutung, Rassismus, Diskriminierung, Ökonomisierung des gesamten Lebens, Krieg.
bbA: Unsere Werte sind in Gefahr!

Zitat:
Ma: Believing
E: Überzeugung
Diese Übersetzung ist wieder fragwürdig bis grob verzerrend. "Überzeugung" hatten auch die Nazis (und, ja, auch die Stalinisten). "Glaube" wäre die bessere Übersetzung, würde aber für die Zuschauer religiös wirken, was Ma vermutlich nicht gemeint hat.
bbA: Es gibt gute Gründe dafür, irgendeine Überzeugung, so sinnlos sie auch sein mag, in alle Menschen hineinzuprügeln, solange sie sich nicht wehren können. Gut geeignet ist z.B. quasireligiöse Verehrung des hiesigen "Bildungsgedankens". So würden auch die für Pädagogen lebensnotwendige narzisstische Zufuhr sichergestellt werden können.

Zitat:
Ma: independent thinking
E: unabhängiges Denken
bbA: Wir müssen gegen Ketzer mit aller Härte vorgehen.

Zitat:
Ma: teamwork
E: teamwork
Eigentümlich, dass es keine Übersetzung für dieses Wort zu geben scheint.

bbA: Team = Toll, ein Anderer macht's

Zitat:
Ma: care for others
E: Mitgefühl
Da kann man nicht ausmachen, wie der Fehler entstanden ist. Ma hatte vermutlich die konfuzianische Variante von Mitgefühl im Sinn. "Compassion" wäre die direkte Übersetzung von "Mitgefühl", Mas Formulierung könnte man wohl besser mit "Rücksichtnahme auf Andere" übersetzen, und vermutlich begreift er das als Bestandteil von "Teamwork".
bbA: Das heutige System von Pflege und Bildung ist perfekt, bis auf, dass die ausführenden Kräfte zu wenig Geld verdienen. Bildung in der heutigen Form ist Ausdruck höchsten Mitgefühls.

Zitat:
Ma: These are the soft parts, the knowledge we not teach you there [?]
E: Das alles kann nicht durch reines Wissen erlernt werden.
Die Übersetzung ist wieder völlig daneben, "soft parts" (etwa: "weiche Teile", vgl. z.B. "soft skills") sind auch ein Klischee, das der Kapitalismus längst übernommen hat (vgl. Link).
bbA: Der Lehrplan ist unvollständig und muss überarbeitet werden, am besten noch vor der nächsten Bildungsreform.

Zitat:
Ma: [...]
E: Stattdessen sollten die Kinder das lernen: Sport,
Ma: (Entertainm...) Music [...]
E: Musik, Malerei, Kunst
bbA: Der Lehrplan ist unvollständig und muss überarbeitet werden, am besten noch vor der nächsten Bildungsreform.

Zitat:
Ma: [...]
E: so stellen wir sicher, dass Menschen anders sind... Alles, was wir lehren, sollte sich von Maschinen unterscheiden.
Das ist nun das erste offensichtliche Paradoxon. Schulen sind offensichtlich nach dem Vorbild der Fabriken in der Frühzeit der Industrialisierung gestaltet, als Menschen vor allem wie Maschinen funktionieren sollten. Zudem fehlt eine Definition dessen, wie Maschinen wären, so dass man an der Stelle gar nicht erkennen kann, wie man anders sein sollte.
bbA: Wir müssen den Angriff der Maschinen in den Griff bekommen. Wir sollten Maschinen verbieten und vor allem an den Schulen nichts, aber auch gar nichts ändern.

Zitat:
Ma: [...]
E: Wenn die Maschinen es besser können, müssen wir noch mal darüber nachdenken.
Ma's Worte in die Gehörgänge der "Kultusminister" (Bildungsverweser?). Hätte irgendjemand das in den letzten 150 Jahren ernst genommen, wären die Schulen gar nicht bis zum heutigen Elend degeneriert.
bbA: Der Fehler liegt darin, dass wir zulassen, dass es Maschinen gibt, die etwas besser können als wir. An den Schulen kann und wird sich nichts ändern.

Also: einer der reichsten Menschen der Welt äußert sich zur (offensichtlichen) "Bildungs"-Misere, die tagesschau entschärft und entstellt das, was er sagt, durch schlampige Übersetzung, kommentiert nicht den Kontext, die (zuständigen) Landesregierungen zeigen keine Reaktion, und niemand mag zugeben, sich jemals in irgendeiner Hinsicht geirrt zu haben. Wird schon seine Gründe haben, dass die ARD - wie die Systemschulen und ihre Inspektoren - von Abgaben finanziert wird.

https://www.facebook.com/tagesschau/...6239703019407/
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Alt 30.01.2018, 22:33   #36
basti_79
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Achja, das hier hatte ich damals mal aufgeschnappt, aber jahrelang nicht wiedergefunden. Da hat man eine Lehrerin gemobbt, weil sie zu wenige schlechte "Noten" gegeben hat. Typisches Beispiel für den Wahnsinn im Schulunwesen.

Dass irgendeine bizarre Sekte ihr dann prompt eine Gedenkmedaille für Zivilcourage in den Hintern geschoben hat, um die ewige Wiederkunft des Alten anzupreisen, macht die Sache auch nicht besser.

http://www.spiegel.de/lebenundlernen...-a-628411.html
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Alt 11.06.2018, 18:11   #37
basti_79
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Sogar Nazis wenden sich jetzt gegen eines der wenigen verbleibenden Nazigesetze.

Zitat:
Anders in Deutschland – hier gilt ein rigoroses Schulzwang-Gesetz, das zur Folge hat, daß immer wieder Eltern nicht nur zu Geldbußen, sondern sogar zu Gefängnisstrafen verurteilt werden, wenn sie ihre Kinder zuhause selber unterrichten, nicht zuletzt, um ihnen gewisse Probleme des Schullebens zu ersparen, etwa die staatliche Sexualkunde mit ihrer häufigen Frühsexualisierung und Gender-Beeinflussung, sodann die Gefahren von Drogen, ungesunden Fremdeinflüssen, Mobbing, Markenklamotten, Gruppendruck etc.
Übersetzung in die Umgangssprache:

Zitat:
Erzählt den Kindern nix vom Ficken! Wir sind alle gleich! Nüchterne Schule ist gute Schule! Alle müssen gleich denken! Was wir machen ist kein Mobbing! Schuluniformen! Alle müssen freiwillig und glücklich jederzeit absolut gleich denken und für alle Ewigkeit dasselbe machen!
Zitat:
Verstaatlichung der Erziehung damals und heute
Zitat:
Der Staat ist ein Dieb! Imperatives Mandat und dann endlich immer weiter wie bisher!
Zitat:
Doch selbst unter Christen kann man staatsfixierte, rechtspositivistische Stimmen vernehen, die den Eindruck erwecken, als sei der Schulzwang deutscher Art bzw Abart ein Ergebnis höherer Weisheit, mindestens aber unantastbar und indiskutabel.
  1. Es ist kein "Rechtspostivismus", ein einfaches Gesetz über die Verfassung zu stellen. Eher das Gegenteil davon.
  2. "Christen" und Mitglieder anderer bizarrer Sekten haben keinen besonderen Zugang zur Wahrheit.
  3. Das geschriebene Bedeutet: "Der Staat ist ein Dieb! Imperatives Mandat und dann endlich immer alles weiter wie bisher!"

Zitat:
Dabei hat die katholische Kirche stets betont, daß das Naturrecht im Zweifelsfall höher steht als staatliche Gesetze und Regelungen.
Das bedeutet bekanntermaßen, dass alles weitergehen muss wie bisher, und dass derjenige, der die meisten Priester festnehmen kann oder ermorden kann, damit im Recht ist und anordnen kann, dass alles weitergehen muss wie bisher. In anderen Worten: "Naturrecht" bedeutet das, was der Redner will, nicht irgend etwas sinnvolles.

Zitat:
Das natürliche Erziehungsrecht der Eltern ist gottgegeben, es ist in der Schöpfungsordnung verankert, indirekt auch aus dem 4. Gebot abzuleiten: „Du sollst Vater und Mutter ehren!“
Zitat:
Jesus 4tw! Weiter wie bisher!
Zitat:
Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland kennt demgegenüber keinen Schulzwang.
Spielt keine Rolle. Wo schon in Frage steht, ob ein einfaches Gesetz über einer Landesverfassung stehen darf, darf man auch das Grundgesetz offenkundig brechen und ins Gegenteil verkehren. Es muss ja alles weitergehen wie bisher.

Zitat:
Während neuere Urteile des Bundesverfassungsgerichts immer stärker vom grundgesetzlich garantierten Elternrecht abrücken und von einem „staatlichen Erziehungsauftrag“ fabulieren, der nirgendwo im GG zu finden ist, hatten sich die Karlsruher Richter noch bis vor wenigen Jahren klar im Sinne des Elternrechts positioniert. Man erinnere sich etwa an das Grundsatzurteil des BVG vom 16.1.2003 (AZ: 2 BvR 716/01):
Das ist in mehrfacher Hinsicht falsch. Zum einen wird einfach die Abwägung anders getroffen: "Staatlicher Erziehungsauftrag" überwiegt jedes andere Recht. Dass dieser durch "richterliche Rechtsfortbildung" entstanden ist, spielt keine Rolle, da Entscheidungen des Volksgerichtshofs bindend sind. Die genannte Entscheidung bedeutete auch: "Weiter wie bisher, alles, was der Staat tut, ist legal". Nur Idioten lesen etwas anderes in so ein Gewöll hinein.

Zitat:
Eine öffentliche Debatte in Deutschland über den Schulzwang als einem unheimlichen Erbe der braunen Diktatur ist überfällig.
Das ist inhaltlich richtig, wird aber jetzt vermutlich wegen der Jesusfärbung für mehrere Jahrzehnte unmöglich.

Es sei denn, irgendwelche Kirchenbonzen stehen auf und sagen so etwas wie:

Zitat:
Hosianna! Naturrecht! Alles weiter wie bisher, wegen Jesus! Wir haben es euch gesagt!
Danach geht dann noch einmal ein paar Jahrzehnte alles weiter wie bisher, und dann stellt der Volksgerichtshof fest, dass alles weitergehen muss wie bisher, weil schon immer alles weitergegangen wäre wie bisher. Die Kirchenbonzen jubeln dann, und singen Hosianna.

Was noch dazukommt, ist der Nazispleen, zu denken, wenn man die derzeitige Form der Schulpflicht "Schulgebäude-Anwesenheitszwang" nennt, würde sich etwas ändern. Das ist nicht der Fall. Diesen Scheiß haben die Nazis schon vor 10 Jahren gefaselt, damit alles weitergehen kann wie bisher. Weil es ja irgendwie unhöflich wäre, z.B. "Gestapo" zu sagen oder "Nazi". Zur Gleichschaltung muss man schon andere Dinge sagen. "Naturrecht" taugt auch.

https://conservo.wordpress.com/2016/...rbe-der-nazis/
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Alt 09.07.2018, 18:13   #38
basti_79
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"Ruth" erklärt uns, anonymerweise, warum sie noch mehrere Jahrzehnte lang Parteien wählen wird, die Menschenrechte missachten, um den Profit einer bestimmen Kaste zu sichern. Übersetzungshilfen:

Zitat:
Die Idee, Orte der Anregung und Beziehung zu schaffen, finde ich toll. Die Idee, mehr Menschen für unsere von der Kleinfamilie verkrüppelte Gesellschaft zur Verfügung zu stellen, die Bildung und Beziehung in den Mittelpunkt stellt, finde ich auch toll.
"Der Zweck heiligt die Mittel. Was der Pädagoge sagt, glaube ich. Die Leute sind doch pervers, warum sollten Kinder Menschenrechte haben? Es muss alles weitergehen wie bisher."

Zitat:
(edit: Ich wurde darauf hingewiesen, dass diese Darstellung verkürzt ist – richtig, dass Schule Kinder vor Kinderarbeit schützt, ist ein Gerücht, die Gesetzgebung war eindeutig auf Erziehung hinzielend und wurde im dritten Reicht entsprechend verstärkt).
"Dass die Nazis die Gesetze geschrieben haben, ist eigentlich kein Problem. Wenn alle Kinder in Arbeit inkludiert werden, sind alle Probleme gelöst. Das einzige Problem sind Nazis, die ihre Kinder nicht in die Schule sperren."

Zitat:
Ich brauche keine Schule mehr, um Bücher zu erleben, ich brauche keine Schule mehr, um frei spielen zu dürfen und nicht arbeiten zu müssen.
"Ich habe noch nicht verstanden, dass es 'bei Schule' um nichts geht, was man Bildung nennen könnte. Wenn man Kinder mit vorgehaltener Waffe dazu zwingt, zu lesen, zu spielen, oder zu arbeiten, gibt es keine Probleme. Es kann alles weitergehen wie bisher."

Zitat:
Dazu kommt, dass Lernen nur in sicheren Umgebungen funktioniert. Das, was wir heute über das Lernen wissen, ist weit von dem entfernt, was in Schule passiert (und wird flächendeckend und relativ erfolglos kritisiert): Lernen braucht vor allem Zeit, Gelegenheit, Beziehung und liebevolle Begleitung.
"Es gibt keine Probleme, wenn man Menschen mit Waffengewalt dazu zwingt, sich 'liebevoller Begleitung' durch Systempädagogen zu unterwerfen. Das ist Gelegenheit, in Beziehung zu lernen. Wir alle wissen, dass wir nur Fehler machen können, und brauchen pädagogische Gewalt, um diese Fehler beheben zu können."

Zitat:
Während man noch mit Fug und Recht behaupten kann, dass Schule versucht Gelegenheit zu bieten, zeigen die zahlreichen Gespräche, die ich mit Menschen rund um Schule hatte, wie wenig Möglichkeiten und Bereitschaft es für individuelle Begleitung und Beziehung gibt – der Schulzwangrahmen erschafft eine Situation, in der eine Person sich nicht freiwillig auf Beziehung einlässt.
"Ich habe nicht verstanden, dass Pädagogen davon Leben, die Illusion von Freiwilligkeit zu erschaffen, während sie davon profitieren, die Seelen ihrer Opfer zu zerstören."

Zitat:
Und unfreiwillige Beziehungen sind Gewalt gegen eine Person – eine Tatsache, die auf Erwachsene bezogen völlig klar zu sein scheint.
"Ich verstehe, dass Vergewaltigung schlecht ist. Pädagogen haben einen Blankoscheck für Übergriffe, und ich bin zu dumm, zu verstehen, dass das der Fall ist. Deswegen kann und muss alles weitergehen wie bisher."

Zitat:
Und damit kommen wir in einen Bereich, der mir bisher in der Diskussion rund um Schule und Schulpflicht völlig außer Acht zu sein scheint: Schule ermöglicht systematisch Gewalt.
"Im Prinzip könnte man etwas gegen Schulpflicht haben, würde sie nicht Inklusion und Qualifikation erst möglich machen. Pädagogen sind höhere Wesen."

Zitat:
Systemische Gewalt zeichnet sich dadurch aus, dass niemand sie will. Sie ist nicht intendiert.
"Ich habe nicht verstanden, dass Lehrer einen Blankoscheck erworben haben. Ich falle auf jede Lüge herein, die ein Lehrer äußert, hauptsache, sie hat zum Ziel, dass alles weitergehen kann wie bisher."

Zitat:
In meiner soziologischen Arbeit über Gewalt und Macht ist mir in meinem Studium wieder und wieder der Begriff der totalen Institution begegnet.
"Ich habe Soziologie studiert, um jetzt zu fordern, dass alles weitergehen muss wie bisher."

Zitat:
Das Problem an totalen Institutionen ist, dass sie nicht funktionieren. Gefängnisse machen, normalerweise, Menschen nicht sozial, obwohl sie den Anspruch an Resozialisierung haben. Klöster machen Menschen nur kurzfristig friedlicher.
"Ich denke immer noch, dass Schulen irgendeinen Sinn zu haben, und bin zu der Überzeugung gelangt, der Zweck heiligt die Mittel. Deswegen kann und muss alles weitergehen wie bisher."

Zitat:
Und dann wäre da noch der Punkt, an dem Schule so wertvoll werden kann: Als Schutz für die Kinder, deren Elternhäuser keinen mehr bieten.
"Ich bin bereit, 11 Millionen Menschenrechtsbrüche zu dulden, wenn auch nur ein Mensch vor unfähigen Eltern, die die Nazis ins Gas geschickt hätten, gerettet wird."

Zitat:
Und sie [die Schule] würde sehr schnell herausfinden, für wen das Elternhaus nicht reicht.
"Wenn die Schulpflicht abgeschafft wäre, wüssten wir sehr schnell, wer sich nicht freiwillig und glücklich inkludiert, da könnten wir dann die Gestapo schicken, dann wäre aber Schluss mit lustig."

Zitat:
Sie [die Schule] könnte aus Menschen bestehen, die Angebote machen, die nach Hause kommen und da sind für das Kind.
"Wir wollen in Zukunft Türen eintreten und Kinder entführen, um dem edlen Zweck der Bildung zu frönen."

Zitat:
Schulpflicht an sich kann diese Dinge nicht sicherstellen. Im Gegenteil, durch die systemische Gewalt sind Kinder, die zu Hause Gewalt erfahren, tendenziell mehr Gewalt in der Schule ausgesetzt.
"Es gibt keine gewaltfreien Elternhäuser, deswegen müssen wir Gewalt anwenden, um Kinder an der Flucht zu hindern."

Zitat:
Und ersetzt durch ein Recht auf Bildung für junge Menschen. Etwas, was nur Umstände braucht, keine Inhalte.
"Der einzige Weg, ein Recht auf Bildung zu gewährleisten, ist totale Gewalt und die Aberkennung aller anderen Rechte. Der einzig wahre Umstand ist die Anwesenheit in der Schule. Es ist völlig scheißegal, was die Lehrer sabbeln, solange nur alle Kinder in der Schule sind. Dann können sie auch nicht von ihren Eltern missbraucht werden."

Zitat:
Nicht die Eigenbeweihräucherung durch Schulpflicht, die das Problem bei Lehrer*innen lässt, die die systemische Gewalt entweder missbrauchen oder an ihr verzweifeln.
"Das eigentliche Problem machen Lehrer, die Einknicken, anstatt jedes Mittel einzusetzen, um den Zweck der Bildung zu heiligen."

https://derkompass.org/2018/07/05/wa...-ist-ein-rant/
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