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Alt 09.01.2004, 14:04   #1
Desert Rose
Gast
 
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RSS-Feed Aspirin begüntigt Krebs oder beugt vor? Was den nun?

Zitat:
Begünstigt Aspirin Krebs?

Der Kassenschlager des Bayer-Konzerns gerät in die Schlagzeilen: Aspirin steht im Verdacht, Bauchspeicheldrüsenkrebs zu begünstigen.

Dies geht aus einer 18 Jahre dauernden Studie der Harvard Medical School mit 88 000 Frauen in den USA hervor, die in der britischen Fachzeitschrift „Journal of the National Cancer Institute“ erschienen ist.

Bislang gab es Hinweise darauf, dass die regelmäßige Einnahme von Acetylsalicylsäure, dem Wirkstoff von Aspirin das Risiko senkt, an bestimmten Krebsarten zu erkranken. Das galt zum Beispiel für Darmkrebs oder Eierstockkrebs, aber auch für Tumore der Bauchspeicheldrüse. Diese Anhaltspunkte stammen aber zum Teil aus Untersuchungen an Zellkulturen oder Tieren.

Bei Patienten kamen die Forscher allerdings zu anderen Ergebnissen: Frauen, die regelmäßig zwei oder mehr Tabletten pro Woche einnahmen, hatten ein um 58 Prozent höheres Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken . Versuchsteilnehmerinnen, die 20 Jahre lang 14 oder mehr Schmerztabletten pro Woche schluckten, stieg die Wahrscheinlichkeit, an dieser Krebsform zu erkranken, sogar um 86 Prozent.

„Unsere Ergebnisse müssen allerdings noch durch weitere groß angelegte Untersuchungen bestätigt werden, bevor Ärzte ihre Aspirin-Empfehlungen in Frage stellen“, sagte Eva Schernhammer, eine der Autorinnen der Studie, dem britischen Sender BBC.

Warum das beliebte Schmerzmittel das Krebsrisiko erhöhe, könnten sich die Wissenschaftler noch nicht erklären. Möglicherweise löse es Entzündungen in der Bauchspeicheldrüse aus.

08.01.04
(Quelle: dpa)
Focus
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Alt 09.01.2004, 18:16   #2
Amorph
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 17.09.2002
Beiträge: 323
Standard

Gibt es denn wirklich Menschen, die solche Massen an Aspirin über einem so großen Zeitraum einnehmen?
ist ja wirklich viel. 20 Jahre, jedes Jahr 52 Wochen, jede Woche 14 Tabletten, das macht ganze 14560 Tabletten, jedes Jahr über tausend.
Amorph ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2004, 03:03   #3
Cormac
Benutzer
 
Registriert seit: 12.08.2002
Beiträge: 52
Standard

Viele nehmen Aspirin um das Blut zu verdünnen.
Teilweise wird das sogar vom Arzt verschrieben weil es
"bekömmlicher" ist bzw. weniger Nebenwirkungen als andere mittel hat
(eins davon nennt sich makromar.... oder so).

Ich persönlich kannte jemanden der hat deshalb jeden Morgen
eine genommen, weil er dachte so würde er keinen Herzinfarkt bekommen.
Ich kann aber nicht sagen wie es ihm jetzt geht oder ob es geholfen hat.


cu
Cormac
Cormac ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.05.2004, 12:00   #4
Desert Rose
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
24.05.2004 - Medizin

Aspirin beeinflusst das Sexualverhalten von Ratten

Unklar ist, ob Ergebnisse auch auf den Menschen übertragbar sind


Junge Ratten zeigen ein verändertes Sexualverhalten, wenn ihren Müttern während der Schwangerschaft Aspirin verabreicht wurde. Das Schmerzmittel bremst die Aktivierung eines Enzyms, das indirekt die Gehirnentwicklung der Rattenbabys steuert. Das entdeckten Wissenschaftler um Stuart Amateau von der Universität in Baltimore(USA). Sie berichten über ihre Experimente in der Fachzeitschrift Nature Neuroscience (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1038/nn1254).

Das Sexualverhalten bei männlichen Ratten wird im Gehirn durch das so genannte präoptische Areal gesteuert. Die Entwicklung dieser Hirnregion wird durch das Zusammenspiel mehrerer Stoffe kurz vor und nach der Geburt ausgelöst. Das Hormon Östradiol aktiviert ein Enzym namens Cyclooxygenase 2 (COX-2), welches seinerseits die Synthese des Hormons Prostaglandin bewirkt. Prostaglandin wirkt mit bei der Ausbildung des männlichen Sexualverhaltens im präoptischen Areal.

Die Forscher verabreichten schwangeren Ratten über das Trinkwasser regelmäßig Aspirin, um den Einfluss des Wirkstoffs auf die Entwicklung des präoptischen Areals zu untersuchen. Die Wirkungsweise einiger weit verbreiteter Medikamente wie Aspirin und Paracetamol beruht auf der Blockade der Cyclooxygenase. Diese Medikamente können so die Reaktionskette während der entscheidenden Entwicklungsphase des Gehirns beeinflussen und die Herstellung von Prostaglandin stören.

Als die Rattenbabys erwachsen waren, reagierten die Männchen nur zögerlich auf die Reize des anderen Geschlechts: Sie bestiegen die Weibchen seltener und brauchten länger bis zur Ejakulation als ihre unbehandelten Artgenossen. Ihre Gehirne ähnelten in ihrem Aufbau denen der weiblichen Ratten. Rattenweibchen, denen unmittelbar nach der Geburt künstlich Prostaglandin injiziert wurde, zeigten dagegen verstärkt männliches Sexualverhalten und versuchten eifrig, andere Ratten zu besteigen.

Ob sich die an den Ratten gewonnenen Erkenntnisse auch auf Menschen übertragen lassen, ist noch nicht bekannt. In Großbritannien wird nun eine Untersuchung durchgeführt, die diese Frage klären soll.

ddp/bdw – Oliver Schmid
Quelle



Aspirin robs males of libido
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