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Asien Asien birgt noch so manches Geheimnis über unsere früheste Vorzeit, versunkene Hochkulturen...

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Alt 11.03.2017, 13:33   #11
perfidulo
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Zitat:
Zitat von ElLobo1 Beitrag anzeigen
.............. der schon immer da war. Und mit Rechtspopulismus hat das schon gar nichts zu tun.
Junge, das IST Rechtspopulismus!

Schon immer da war! Alles soll sein, wie bei den Ahnen. Wieder so sein, also ohne fremdes Volk, Frauenrechte, Gleiche Chancen......

Warum schreibst Du nicht gleich beim Kopp-Verlag?
__________________
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Alt 11.03.2017, 15:38   #12
Archimedes
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Junge, das IST Rechtspopulismus!

Schon immer da war! Alles soll sein, wie bei den Ahnen. Wieder so sein, also ohne fremdes Volk, Frauenrechte, Gleiche Chancen......
Komischerweise wird ja Geschichte so gelehrt, dass unweigerlich dieser Eindruck entsteht, es gäbe Zustände, die schon immer so gewesen seien. Dem sollte man inhaltlich beikommen, und nicht mit irgendeiner Denunziations-Keule. "Rechtspopulismus" ist als solche ja gerade "en vogue", wirkt hier aber etwas deplaziert.
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Alt 11.03.2017, 15:50   #13
Lupo
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Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Komischerweise wird ja Geschichte so gelehrt, dass unweigerlich dieser Eindruck entsteht, es gäbe Zustände, die schon immer so gewesen seien.


Hast du dafür ein oder zwei Beispiele?
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 11.03.2017, 17:22   #14
Archimedes
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen


Hast du dafür ein oder zwei Beispiele?
Die immer mal wieder auftauchenden prächtigen Herrscher, die auch Oberbefehlshaber ihrer Armeen waren, wären hier ein gutes Beispiel.
Das geht von den assyrischen Königen über die Ägypter, die alten Römer und Mittelalter fast bis an unsere Zeit heran.
Damit ich nicht faslch verstanden werde- es geht nicht um die historischen Personen an sich, sondern um ihre sie in der Regel hervorhebende Darstellung.
Da wundert es mich nicht, dass solche militaristische Propanganda, wie sie in der Geschichtsschreibung früher auftauchten, auch auf tatsächlich so funktionierende militärische Konzepte zurückgeführt werden, die dann wiederum für einen Motor der Zivilisation gehalten werden.

Die ollen Griechen hatten da noch ganz andere Vorstellungen. Die meinten, am Anfang der Menschheit hätten alle im Einklang mit der Natur gelebt und wären erst nach und nach moralisch degeneriert.
Die verschiedenen Etappen hatten sie in "Zeitalter" geordnet, angefangen vom Goldenen Zeitalter bis hin zum "eisernen Geschlecht".

Die antiken Vorstellungen haben unbestreitbar bis in die heute geläufigen Darstellungen der Ur-und Frühgeschichte überlebt.
Es wurde sogar ein nach Materialiern geordnetes chronologisches Schema übernommen, obwohl es nicht mit Gold beginnt und auch nicht beim Eisen endet.
Aber die Menschen der Frühgeschichte stellt man sich landläufig noch immer als friedlich und in Einklang mit der Natur lebend vor.
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Alt 11.03.2017, 17:41   #15
basti_79
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Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Komischerweise wird ja Geschichte so gelehrt, dass unweigerlich dieser Eindruck entsteht, es gäbe Zustände, die schon immer so gewesen seien.
Ach ernsthaft?
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
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Alt 11.03.2017, 17:49   #16
basti_79
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Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Da wundert es mich nicht, dass solche militaristische Propanganda, wie sie in der Geschichtsschreibung früher auftauchten, auch auf tatsächlich so funktionierende militärische Konzepte zurückgeführt werden, die dann wiederum für einen Motor der Zivilisation gehalten werden.
Top!

Genau so funktioniert ein großer Teil der als "Geschichtswissenschaft" verbrämten politischen Propaganda. Im Umkehrschluss ist das übrigens durchaus geläufig: Die Geschichte würden immer die Sieger schreiben, heißt es.

Zitat:
Die ollen Griechen hatten da noch ganz andere Vorstellungen. Die meinten, am Anfang der Menschheit hätten alle im Einklang mit der Natur gelebt und wären erst nach und nach moralisch degeneriert.
Nicht einmal das gibt wieder, womit sich der "Durchschnittsgrieche" befasst haben mag. Überliefert sind da nämlich nur ein paar Intellektuelle.

Bring' mal den Beleg für diese Auffassung. Du wirst Dich wundern.

Zitat:
Aber die Menschen der Frühgeschichte stellt man sich landläufig noch immer als friedlich und in Einklang mit der Natur lebend vor.
Also ich habe da eine andere Vorstellung. Wahrscheinlich hat es auch schon früher bewaffnete, kollektive Auseinandersetzungen gegeben (wegen Bambi-Komplex und so: sogar Schimpansen tragen kollektive Auseinandersetzungen aus). D.h. "friedlich" kann man das nicht unbedingt nennen, und das Leben in der Wildnis war wahrscheinlich auch alles andere als langweilig.

Der "Einklang mit der Natur", den kann man ja heutzutage wieder herstellen, zumindest individuell. Nicht einfach abstellen kann man z.B. Umweltverschmutzung und gegebene politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen, aber selber kann man meiner Meinung nach so weit im Einklang mit der Natur leben, wie man es zu tun wünscht. Das wollen nur nicht besonders viele besonders weit.
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basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2017, 18:43   #17
Archimedes
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Nicht einmal das gibt wieder, womit sich der "Durchschnittsgrieche" befasst haben mag. Überliefert sind da nämlich nur ein paar Intellektuelle.
Ich wollte nur darstellen, wie sich in deren Überlieferungen die Gedanken zur frühen Menschheit gestalteten. Dass das nicht die Gedanken aller "alter Griechen" sein können, ist natürlich richtig.

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Also ich habe da eine andere Vorstellung. Wahrscheinlich hat es auch schon früher bewaffnete, kollektive Auseinandersetzungen gegeben (wegen Bambi-Komplex und so: sogar Schimpansen tragen kollektive Auseinandersetzungen aus). D.h. "friedlich" kann man das nicht unbedingt nennen, und das Leben in der Wildnis war wahrscheinlich auch alles andere als langweilig.
Daher schrieb ich "landläufig". Je genauer man hinsieht, desto mehr muss man differenzieren. Die Idealvorstellung vom "goldenen Zeitalter" trifft nicht zu.
Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Der "Einklang mit der Natur", den kann man ja heutzutage wieder herstellen, zumindest individuell.
Ob das sinnvoll ist, kann ich im Moment nicht sagen.
Manchmal hapert es ja schon am Einklang mit der unmittelbaren Umgebung.
Als Zivilisation hat der Mensch natürlich mehr Potenzial, als etwa in Einklang mit der Natur lebenden Individuen. Dieses Potenzial geht leider viel zu oft für fragwürdige Vorhaben drauf.
"Zurück zur Natur" wäre mir zu radikal. So würde ich zum Beispiel auf gemütliche Behausungen nur ungern verzichten.
__________________
Große Geister diskutieren Ideen, mittlere Geister diskutieren Ereignisse. Kleine Geister diskutieren Menschen.
(Frei nach Eleanor Roosevelt)



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Alt 11.03.2017, 19:40   #18
basti_79
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Archimedes, ich wusste ja gar nicht, dass Du das mit der Geschichtsschreibung so klar erkennst.

Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Manchmal hapert es ja schon am Einklang mit der unmittelbaren Umgebung.
Ich würde auch sagen, dass gesellschaftliche oder zwischenmenschliche Probleme den Leuten sehr viel häufiger Kummer bereiten als Fragen der Ökologie. Außerdem sind für die meisten Lösungen für ökologische Fragen immerhin denkbar.

Jetzt ist es ja sogar so, dass die Fragestellungen der Gesellschaft oder des Zwischenmenschlichen erstmal sehr viel älter sind, und dann auch sehr viel geläufiger als solche der Ökologie. Das heißt, die Leute scheinen mehr darüber zu wissen, wie sie Probleme lösen, als darüber, wie sie mit ihrer sozialem Umgebung umgehen sollten.

Zitat:
ls Zivilisation hat der Mensch natürlich mehr Potenzial, als etwa in Einklang mit der Natur lebenden Individuen.
Das kommt darauf an, worauf man "Potential" bezieht.

Zitat:
Dieses Potenzial geht leider viel zu oft für fragwürdige Vorhaben drauf.
Richtig.

Zitat:
"Zurück zur Natur" wäre mir zu radikal. So würde ich zum Beispiel auf gemütliche Behausungen nur ungern verzichten.
Also, die meisten Leute, die versuchen, "im Einklang mit der Natur zu leben", sehen das auch nicht ein. Die verzichten z.B. auf Autos, beziehen ihren Strom von Öko-anbietern, bauen sich Gemüse selber an oder kaufen es direkt beim Bauern oder so...

"Zurück zur Natur" heißt ja nicht "zurück auf die Bäume", oder so. Obwohl, im Sinne der Freizeitgestaltung kommt auch das durchaus vor.
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basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2017, 21:09   #19
Archimedes
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Archimedes, ich wusste ja gar nicht, dass Du das mit der Geschichtsschreibung so klar erkennst.
Ich hatte mir auch lange genug Gedanken dazu gemacht.

Ein anderes fähiges Beispiel wäre Religiosität in der Geschichtsschreibung gewesen. Als möglicher "Motor der Zivilisation" ebenso überbewertet.
Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Das heißt, die Leute scheinen mehr darüber zu wissen, wie sie Probleme lösen, als darüber, wie sie mit ihrer sozialem Umgebung umgehen sollten.
Sie werden von dem bunt leuchtenden Manipulator, der in jeder Wohnung steht ja auch nicht an ihren Nachbarn herangeführt, sondern in der Regel mit erfundenen Lebenswelten beschäftigt, in denen kaum jemand arbeitet und anscheinend niemand aufs Klo muss.
Wenn die realen Probleme darin nicht auftauchen, werden sie dadurch auch nicht wahrgenommen.

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Also, die meisten Leute, die versuchen, "im Einklang mit der Natur zu leben", sehen das auch nicht ein. Die verzichten z.B. auf Autos, beziehen ihren Strom von Öko-anbietern, bauen sich Gemüse selber an oder kaufen es direkt beim Bauern oder so...

"Zurück zur Natur" heißt ja nicht "zurück auf die Bäume", oder so.
Na da bin ich aber froh, dass nicht Letzteres gemeint war.
Was die vorangegangenen Punkte betrifft, erkenne ich mich gewissermaßen darin wieder.
Da bin ich also ein Öko, ohne das gewußt zu haben.
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Alt 11.03.2017, 22:56   #20
Spöckenkieker
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Zitat:
Es gibt Archäologen, die streiten sich darüber, ob Kriege oder Ackerbau der Auslöser für die Sesshaftigkeit waren
Welche Archäologen sollen das denn bitte sein?

Zitat:
Doch die Tatsache, dass sie hier kaum fündig werden, zeigt nur, dass die richtigen Weltkriege bereits in einer früheren Phase stattgefunden haben.
Es könnte auch daran liegen, dass du dir diese Archäologen einfach ausgedacht hast.

Zitat:
Hier eine gute Doku über die alte Zeit in Südamerika über Saccsayhuaman, das ohne Beweise ja so leichtfertig den Inkas in die Schuhe geschoben wird
Du weißt schon, dass es Beweise für die Datierung der Mauern von Saccsayhuaman gibt, du willst sie nur nicht wahrhaben. Btw, die Doku ist der übliche Trash ohne große Berührung zur Realität.

Zitat:
oftmals aufgestellten Behauptung, all dies wäre innerhalb eines Jahrhunderts gebaut worden...
Wer behauptet denn das außer dir?
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