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Verschwörungstheorien Bilderberger, New World Order, Schattenregierungen, Weltregierung oder gar Weltdiktatur?

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Alt 11.02.2017, 17:28   #21
Lupo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Vom erkenntnistheoretischen Standpunkt ist viel erheblicher: Wie könnten wir den Unterschied erkennen? Meiner Meinung nach müsste man dazu ein Problem ausmachen, und dann erklären, wie die Verfassung in ihrer heutigen Form dieses Problem zumindest zum großen Teil verursacht. Bei Problemen wie "Ungleichheit von Einkommen und Vermögen" kann ich nicht einmal im Ansatz nachvollziehen, wie man zu diesem Schluss kommen könnte. Vielleicht fangen wir so an?
Mir fällt keine Passage des Grundgesetzes ein, die das verhindern wollte.
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"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 11.02.2017, 21:52   #22
perfidulo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Da ist überhaupt keine Furcht, wenn ich sage, auch in einem Rätesystem würde man Pappnasen in die Räte wählen. Auch in einem Rätesystem wäre "alles immer weiter wie bisher!"
Irgendwie kommt mir ziemlich konservativ vor: Nur nichts ändern an dem,was wir haben. Es könnte ja nur schlimmer werden.

Deine Ansichten über Frankreich sind gelinde gesagt merkwürdig. Ich kenne die Franzosen anders.

Abgesehen davon ging es um die Organisation von Staat, Regionen, Kommunen, Quartieren, Betrieben usw. nicht um das, was Du interpretierst.

Aber dem deutschen Biedermann war der lockere Franzose immer schon suspekt.
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Alt 12.02.2017, 13:59   #23
basti_79
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Irgendwie kommt mir ziemlich konservativ vor: Nur nichts ändern an dem,was wir haben.
Na von mir aus. Ich sehe auch definitiv nicht jede Änderung als positiv. Nenn's von mir aus "Psychotaxis".

Zitat:
Es könnte ja nur schlimmer werden.
Nein, in Bezug auf die Gesamtsituation sage ich: imperatives Mandat würde wahrscheinlich gar nichts ändern. Wahrscheinlich wäre nicht einmal irgend etwas wesentliches anders, hätte es seit 100 Jahren nur imperatives Mandat gegeben. Schlimmer wird's von sich aus.

Zitat:
Deine Ansichten über Frankreich sind gelinde gesagt merkwürdig. Ich kenne die Franzosen anders. Abgesehen davon ging es um die Organisation von Staat, Regionen, Kommunen, Quartieren, Betrieben usw. nicht um das, was Du interpretierst.
Keine Ahnung, was da der Bezug ist. Frankreich hat jetzt ebenfalls ein Zwangsarbeitsgesetz, die Faschokapitalisten sind an der Macht, mit Huntingtons Worten: die Geschichte ist beendet.

Zitat:
Aber dem deutschen Biedermann war der lockere Franzose immer schon suspekt.
Na sowas... Nationalismen, und das an diesem Ort und aus Deinem (immerhin sich zuweilen zur Linken bekennenden) Mund... Ist Dir nicht klar, dass Nationalismus und Kapitalismus (neben "der Religion" bzw. den spezifischen, neurotischen Auswüchsen, die Religion in Europa gezeigt hat) die Hauptursachen für Krieg sind?

Ich hab' nichts über Franzosen an sich gesagt, und erst recht nichts über "deren Art", sondern über das politische System der französischen Republik gesprochen. Das ist ebenfalls eines mit freiem Mandat und amtlich vorgeschriebenem Faschokapitalismus. Wenn man da Unterschiede macht, kann man auch zwischen Frankreich und Japan Unterschiede machen.
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Alt 12.02.2017, 16:30   #24
perfidulo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Ist Dir nicht klar, dass Nationalismus und Kapitalismus (neben "der Religion" bzw. den spezifischen, neurotischen Auswüchsen, die Religion in Europa gezeigt hat) die Hauptursachen für Krieg sind?
Da musst Du mich nicht agitieren.
Aber ich habe den "Nationalismus" in Frankreich immer als sehr entspannt und geradezu fröhlich erlebt. Franzose ist, wer sich zu den Grundwerten bekennt und nicht negativ auffällt, egal welche Herkunft, Hautfarbe, ja sogar Religion jemand hat.

Habe ich übrigens in Schottland auch so wahrgenommen, vielleicht weil es da eine historische Verbindung gibt.

Das war etwas anderes als der völkische Blut- und Boden-Nationalismus der Deutsche, der Polen und von dem ganzen Gesocks auf dem Balkan.

Mag sein, dass sich das unter dem Einfluss der Rechtspopulisten dreht.
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Alt 12.02.2017, 16:51   #25
basti_79
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Aber ich habe den "Nationalismus" in Frankreich immer als sehr entspannt und geradezu fröhlich erlebt.
Ich habe den "Nationalismus" in Deutschland auch immer als sehr entspannt und geradezu fröhlich erlebt. Vor allem Massenmedien sprechen immer wieder davon, wie spießig und langweilig "der Deutsche" sei, und wie das auch mit Hilfe eines unverkrampften und deswegen auch nützlichen Nationalismus korrigiert werden könne. Es weiß eh jeder, dass man in Deutschland überhaupt nicht feiern kann.

Zitat:
Das war etwas anderes als der völkische Blut- und Boden-Nationalismus der Deutsche, der Polen und von dem ganzen Gesocks auf dem Balkan.
Meinst Du das ironisch?

Zitat:
Mag sein, dass sich das unter dem Einfluss der Rechtspopulisten dreht.
Nationalismus ist immer dieselbe Grütze. Unabhängig vom "wie" der Durchführung gibt es keinen wahrnehmbaren Bedarf für irgendeinen Nationalismus. Dafür, dass ich deutscher Staatbürger bin, kann ich genausowenig wie dafür, dass ich ein Mann bin oder dass ich eher groß und schlank bin als klein und dick. Nationalismus ist eine der Urformen, mit denen "Wertigkeit" erzeugt wird, bzw. der Eindruck, man selber sei etwas wert und jemand anderes etwas anderes - weniger oder mehr. Hat man das einmal "gefressen", gibt es diverse Sackgassen für den aspirierenden Bürger:
  1. Ethnopluralismus
  2. nationalistisches Konkurrenzdenken, und damit z.B. Krieg und "Schutzwälle"
  3. Infragestellung des Gleichheitssatzes
usw. usf. - Selbstverständlich versuchen die rechten Populisten deswegen immer, Nationalismus zu stärken (wohlgemerkt in allen Varianten: "stolz darauf, ein Deutscher zu sein" - "schön, dass die Polen so ein großes Land/so einen tollen See haben" - "Tanzania hat auf jeden Fall ein Recht, Tanzania zu bleiben" - "Sieh mal her, wie anders die Franzosen sind"), genauso wie "positiven Sexismus" (hübschen Frauen Privilegien gewähren etc.), Vereinszugehörigkeiten (Fussball, Studentenverbindungen) - weil das halt im Kern des rechten Denkens liegt, sozusagen das eigentliche rechte Dogma ist:


Zitat:
Ich bin so, und der da ist anders. Ich bin besser, der ist schlechter.
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Alt 12.02.2017, 19:47   #26
perfidulo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Nationalismus ist immer dieselbe Grütze.
Wir sollten die Nationalismus-Diskussion vielleicht in einen speziellen Thread auslagern, denn hier geht es um die Ur-Logen.

Was man den Freimaurern permanent vorwirft ist ja gerade ihr Mangel an Nationalbewusstsein. Sie gelten mit ihren internationalistischen Ambitionen geradezu als Vaterlandsverräter.

Und in Frankreich sind die Logen - welch Zufall - sehr weit verbreitet! In Deutschland sind sie zwar verbreitet aber haben wenig Einfluss. Und Polen ist nationalistisch und katholisch. Kein gutes Klima für Freimaurer. Dafür gibt es sogar einen schottischen Ritus!

Ich finde die Freimaurer wegen dieser über-nationalen Sichtweise sympathisch. Viele Esperantisten waren vor 100 Jahren bei den Freimaurern, darunter der Nobelpreisträger Alfred Hermann Fried, Mitarbeiter von Bertha von Suttner. Und ich glaube auch sein französicher Kumpel Gaston Moch, der für Dreyfus eingetreten ist. Und da haben wir wieder die Juden im Boot. Alles was die Nazis hassen und das ist gut so!
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Alt 13.02.2017, 15:34   #27
basti_79
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Einverstanden wegen neuem Thread "Nationalismus". Die Freimaurer bilden historisch einen der Grundsteine des politischen Liberalismus (Liberalismus im Sinne des Wortes, nicht im Sinne der FDP), allerdings stagniert die Entwicklung derer Ideologie auch seit wenigstens 1870. Unabhängig davon, welcher Erfinder oder welcher Politiker bei denen alles so Mitglied war.

Das mit der Freimaurerei ist wie mit den Kirchen: Hätt's tatsächlich geholfen, gäb's heut keinen Bedarf mehr dafür...
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Alt 13.02.2017, 16:05   #28
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
.......Hätt's tatsächlich geholfen, gäb's heut keinen Bedarf mehr dafür...
Woher willst Du das wissen?

Eine Menge Leute, die etwas zum Positiven bewegt haben, waren Freimaurer.

Bei der Religion (ich nehme an, du gehst nur von der Dir bekannten christlichen aus), bin ich mir beim Positiven weniger sicher.

http://freimaurer-wiki.de/index.php/...er-Wiki:Portal

Zitat:
Vorangestellt sei die Erinnerung an die tiefgreifende Rede Helmut Schmidts vor Freimaurern am 22.10.2000, in der er die Brüder zu mehr Öffentlichkeitsarbeit aufforderte: »Ihr Freimaurer tut so viel Gutes, ihr müsst auch darüber reden.«
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Alt 13.02.2017, 16:19   #29
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Na ok, man kann unterstellen, dass Freimaurerei nicht allen helfen soll, sondern z.B. nur denen, die sie Praktizieren. Dann müsste man aber immer noch sagen, dass der Erfolg ziemlich bescheiden erscheint.

Ich denke nicht, dass man die Überzeugung, dass "etwas wie die Freimaurerei" (religiöse oder weltanschauliche, mystische, ritualistische, hierarchische "Gemeinschaft") überhaupt bei irgend etwas helfen könnte, noch guten Gewissens vertreten kann. Das ist zwar das Klischee, in der Realität verwandeln sich solche Vereine aber recht schnell in Institutionen, diese verkrusten dann, das Resultat ist ideologischer Stillstand und Hermetik, im schlimmsten Fall Pervertierung.

Witzigerweise kommen die Leute immer wieder auf den Gedanken, dass es so etwas bräuchte. Und genauso "witzigerweise" vergessen sie immer wieder, dass anscheinend einzig demokratische und rechtsstaatliche Methoden geeignet sind, die oben genannte Degeneration aufzuhalten. Dasselbe passiert - genauso zuverlässig - mit "Nationen" bzw. mit deren Vertretern, also im Fall der BRD heute mit den "Körperschaften öffentlichen Rechts". Und genauso zuverlässig wird dann jede Gegenbewegung gegen die Degeneration als "Ketzerei" und "Nestbeschmutzung" dargestellt, und von den "Mindguards" energisch bekämpft, und genauso zuverlässig tauchen irgendwelche Leute auf, die sagen: "Das System ist total degeneriert, wir brauchen Party-Nationalismus/mehr Autorität/Sekundärtugenden/Reformstau/alternative Fakten/Identität".

Historisch betrachtet könnte man sagen: Deutschland ist dort, wo es vor 100 Jahren schon einmal war. Bloss, das es heute irgendwie als schick gilt, so zu tun, als hätte man kein Gedächtnis.
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Alt 13.02.2017, 17:02   #30
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Das ist zwar das Klischee, in der Realität verwandeln sich solche Vereine aber recht schnell in Institutionen, diese verkrusten dann, das Resultat ist ideologischer Stillstand und Hermetik, im schlimmsten Fall Pervertierung.
Naja, Du faselst wieder allgemeines Zeug. Von Freimaurerei hast Du offensichtlich keine Ahnung. Vermutlich willst Du auch nichts darüber wissen. Aber so ist das eben mit Vorurteilen.

Irgenwie tuts Du mir leid mit Deiner total negativen Sicht von allem und der permanenten Hoffnungslosigkeit allen Tuns.
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