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Astronomie Hier geht's nicht nur um Astronomie im klassischen Sinne, sondern auch um all die Mythen, Geschichten und Prophezeiungen, die sich rund um Sterne, Kometen und andere Himmelskörper ranken.

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Alt 03.01.2004, 18:55   #1
Desert Rose
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Standard "Stardust"-Mission erfolgreich verlaufen

Zitat:
NASA-Sonde soll in der Nacht zum Sonntag auf dem Mars landen

Sternenstaub mit Kurs auf Utah

veröffentlicht: 03.01.04 -12:07 Uhr

Pasadena (rpo). Wärend die Europäer weiter auf ein Lebenszeichen der Marssonde Beagle 2 hoffen, vermeldet die amerikanische Weltraumbehörde NASA einen Erfolg in Fingerhutgröße: Die unbemannte Sonde "Stardust" hat Sternenstaub an Bord. Der nächste Coup könnte schon in der Nacht auf Sonntag gelingen.
Die Stardust-Mission verlief bereits in der Nacht zum Samstag erfolgreich. Die unbemannte Sonde "Stardust" flog durch die Gaswolke um den Kometen "Wild 2" und sammelte Staubpartikel des Himmelskörpers ein. Von den Partikeln erhoffen sich die Forscher Aufschluss über den Beginn unseres Sonnensystems.

"Stardust" durchquerte die Gaswolke um 19.44 Uhr MEZ und näherte sich dem Kometen dabei auf eine Entfernung von 230 Kilometern an. Dabei machte die Sonde auch 72 Bilder vom Kern des Kometen. "Wir haben erfolgreich Proben eines Kometen gesammelt und bringen sie jetzt nach Hause", sagte der leitende Wissenschaftler der Mission, Don Brownlee. Vom ersten Foto, das auf der Erde eintraf, zeigte sich Brownlee begeistert. "Wir wussten sofort, das ist ein Juwel", erklärte er.

Riskantes Manöver

Das Manöver fünf Jahre nach dem Start 1999 galt als riskant, weil die Partikel aus Staub und Steinchen die Sonde hätten beschädigen können. Nach ersten Erkenntnissen sei jedoch nichts passiert, teilte die NASA am Freitagabend mit.

Wissenschaftler glauben, dass der Kometenstaub organische Moleküle enthält, mit deren Hilfe das Leben auf der Erde begann. "Stardust" soll im Januar 2006 wieder an der Erde vorbeifliegen und einen Behälter mit den gesammelten Staubproben über dem US-Staat Utah fallen lassen, der von dem begehrten Staub nicht mehr als das Volumen eines Fingerhuts beherbergt.

"Wild 2" wurde 1978 von einem Schweizer Astronom entdeckt. Der Komet ist mit einem Teleskop von der Erde aus sichtbar.

Samstagnacht soll US-Marssonde landen

Die amerikanische Weltraumbehörde NASA unternimmt indes einen weiteren Versuch zur Landung auf dem Mars: Eine Sonde mit dem Landegerät "Spirit" näherte sich am Samstag dem Roten Planeten. Die Landeeinheit sollte in der Nacht zum Sonntag in einem Krater südlich des Mars-Äquators aufsetzen und dann Verbindung mit der Bodenkontrolle aufnehmen. Das europäische Marslandegerät Beagle 2 ist seit seiner vermuteten Landung auf dem Planeten am 25. Dezember stumm.

"Wir haben alles getan, um den Erfolg dieser Mission sicherzustellen", sagte NASA-Direktor Charles Elachi. Eine Garantie gebe es jedoch nicht. Andere Mitarbeiter der Mission sagten, eine sichere Landung hänge allein von den Bedingungen auf dem Mars ab. "Ein Windstoß oder ein spitzer Stein könnte uns einen schlechten Abend bescheren", erklärte der leitende Wissenschaftler der Mission, Steve Squyres. Die NASA könnte schon zehn Minuten nach der Landung von "Spirit" hören. Probleme bei der Übertragung könnten die Kontaktaufnahme jedoch auch um bis zu 24 Stunden verzögern. Wenn die NASA bis Sonntagabend nichts von "Spirit" höre, "dann haben wir ein ernsthaftes Problem", sagte Projektleiter Pete Theisinger.

Zu dem 820 Millionen Dollar teuren Projekt gehört auch eine weitere, baugleiche Landeeinheit, "Opportunity", die am 24. Januar auf dem Mars landen soll. Die beiden Rover sollen 90 Tage im Mars-Gestein und in Bodenproben nach Hinweisen auf Wasser suchen. "Wir sehen Hinweise, dass der Mars vielleicht einmal ein ganz anderer Ort war", sagte Squyres.

Die letzte Mars-Mission schlug 1999 fehl. Damals stürzte der "Polar Lander" wegen eines Software-Fehlers über dem Mars ab.

© RP Online, AFP, ap, ddp, dpa, sid, teleschau-der Mediendienst
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Alt 04.01.2004, 17:30   #2
Desert Rose
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Darf ich vorstellen, Komet "Wild 2".


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Alt 04.01.2004, 18:14   #3
Sereck
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Beiträge: 2.496
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sehr erfreut dich kennen zu lernen.

aber ich denke das war ja inetwa das was man erwarten konnte.ein brocken aus staub und eis.
ich bin nun mal gespannt ob man in den staubpartikeln organische molekühle vorhanden sind.wenn ja wäre die theorie der pansbermie wieder etwqas aktueller.
Sereck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2004, 07:53   #4
Desert Rose
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Hier ein kleiner update.

Neues vom Kometen Wild 2


Und hier die offizielle Hompage von "Stardust":
http://stardust.jpl.nasa.gov/
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Alt 21.06.2004, 18:58   #5
Desert Rose
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Zitat:
20. Juni 2004

KOMETEN-BILDER


"Wild 2" ist ein harter Brocken

Der Komet "Wild 2", im Januar von der Staubsaugersonde "Stardust" besucht, ist alles andere als gewöhnlich. Jetzt ausgewertete Bilder zeigen einen überraschend soliden Dreckbrocken, dessen Oberfläche mit Kratern, Bergen und steilen Schluchten übersät ist.

Kometen - für Astronomen waren das lange Zeit nur lose verklumpte Stein- oder Eishaufen, die unspektakulär durchs Weltall fliegen und bei der kleinsten Kollision zerfallen. Und so erwarteten sich Forscher von den Aufnahmen, die die Sonde "Stardust" im Januar vom Kometen "Wild 2" schoss, auch kaum Spektakuläres: Bilder eines unscheinbaren Fels- und Eisklumpens, wahrscheinlich bedeckt von einer dicken Staubschicht, die alle halbwegs interessanten Strukturen verdeckt. Doch es kam ganz anders, wie die beteiligten Astronomen jetzt im Fachmagazin "Science" berichten.

Die Bilder, in einer Höhe von 236 Kilometern aufgenommen, zeigen eine ungeahnte Vielfalt an geologischen Strukturen: breite Tafelberge, Krater, Gipfel, Schluchten mit steilen Wänden und flachen Tälern - verteilt über die gesamte, rund 50 Quadratkilometer große Oberfläche. "Das kommt völlig überraschend", sagt Donald Brownlee von der University of Washington, der wissenschaftliche Leiter der "Stardust"-Mission. "Wir hatten erwartet auf eine Oberfläche zu stoßen, die unter einer dicken Schicht aus Kohlenstaub versteckt ist." Dabei sind die Bilder nur das Nebenprodukt einer bislang einmaligen Mission. Denn eigentlich ist "Stardust" viel mehr als ein fliegender Fotoapparat. Während des Rendezvous mit dem Kometen hat die Sonde Tausende kleiner Staubteilchen aus dessen Schweif aufgesammelt. Derzeit ist der Staubfänger auf dem Weg zurück zur Erde. Planmäßige Ankunft: Januar 2006.

Breite Berge, steile Schluchten

In der Zwischenzeit dürften die Daten, die die Sonde bereits zur Erde gefunkt hat, Astronomen auf Trab halten. Was die Forscher nun erstmals in ungeahnt hoher Qualität erblicken konnten, ist wahrscheinlich größtenteils vor mehreren Milliarden Jahren entstanden - ungefähr zu der Zeit, als sich auch das Leben auf der Erde entwickelt hat. Die Forscher hoffen daher, in der Zusammensetzung des Kometen Hinweise darauf zu finden, welche Bedingungen zu jener Zeit im Sonnensystem vorherrschten.

Offensichtlich entstanden die auf den Fotos erkennbaren Strukturen, als andere Himmelskörper mit dem Kern des Kometen kollidierten. Die Einschläge weisen teils senkrechte Wände auf, andere Hänge sind eher flach - Zeichen dafür, dass beim Zusammenstoß Materie aus dem Kometen herausgeschleudert wurde.
....
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