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Ökonomie - BWL & VWL Disziplinen, die große Probleme mit der wissenschaftlichen Methode haben. Banken, Geldschöpfung, Inflation, Goldstandard, Banking-Theorie

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Alt 04.06.2016, 13:56   #21
basti_79
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INSM? Ehemals HWWI, steht in der Wikipedia.

Würde aber auch für die INSM gelten. Hast aber irgendwie schon recht: eigentlich fehlt jetzt noch ein öffentliches Eingeständnis von innerer Einkehr und Läuterung, geradezu eine Nestbeschmutzung, damit die Regierung ihren Kurs fortsetzen kann. Die INSM käme da gerade gelegen. Die kann jetzt BGE vorschlagen, dann entsorgt man den Straubhaar, und dann kann die Regierung sich von der INSM lossagen. Und schon kann alles weitergehen wie bisher.
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Alt 04.06.2016, 16:04   #22
Lupo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Da die Behörden die Nazihorden an der kurzen Leine halten, dürfen "Intellektuelle" derzeit noch solche Dinge schreiben. Wahrscheinlich ist das eine Falle. Bei der nächsten "Kulturrevolution" (Neuwahlen Merkel) kann der Straubhaar dann geräuschlos "entsorgt" werden.
Was ist das Verbrechen, mit dem der Volkszorn geschürt wird?
Habe ich immer noch nicht verstanden.
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"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 05.06.2016, 13:29   #23
basti_79
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Das kannst Du Dir aussuchen. Du kannst Dich z.B. wie der albi2000 (link) darüber aufregen, dass die Regierung tatsächlich manchmal legale Dinge tut. Oder aber, Du denkst darüber nach, was die Regierung verkehrt macht, und dann kannst Du Dich auch aufregen (link). In beiden Situationen hast Du eine inzentive Begründung für einen Wertewandel unter Berufung auf Verbrechen der Regierung. Ok, da muss man dann selber urteilen, letztendlich. Man kann natürlich auch abwarten, bis irgendwelche Autoritäten den Stock aus dem Hintern nehmen, aber erfahrungsgemäß dauert das halt länger als ein Menschenleben.

Und darum geht es doch bei Politik letztendlich: Werte zu diskutieren und möglicherweise auch zu wandeln. Mein Ansatz ist halt ein innerlicher, das zu hinterfragen, was getan wurde oder wird, und der albi2000 denkt anscheinend, alle Probleme wären ausserhalb, ausserhalb seiner zumindest.

Am Umgang mit Nuit Debout in Frankreich lässt sich erkennen, welcher Volkszorn "gerecht" ist, und was einfach bloss eine "Neiddebatte". Ich gebe gerne zu, dass diese Lage etwas wenig übersichtlich ist. Aber so ist eben das "Zwielicht der Moderne" (vgl. von Oppen). Assmann erklärt mit seinem "kulturellen Gedächtnis" sehr genau, was da vonstatten geht und wie.
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Alt 07.12.2016, 13:26   #24
basti_79
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Zur Abwechslung mal eine positive Perspektive auf das bedingungslose Grundeinkommen.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaf...inen-1.3282068
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Alt 07.12.2016, 16:01   #25
perfidulo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Zur Abwechslung mal eine positive Perspektive auf das bedingungslose Grundeinkommen.
Ich weiss nicht, ob es eine positive Perspektive ist, aber man sollte wieder an

Josef Popper

erinnern. Er hatte noch vor den Ersten Weltkrieg die Idee einer "Nährarmee" mit allgemeiner Nährpflicht (Gegenstück zur Wehrpflicht).

Jeder, ob Mann oder Weib wurde verpflichtet einige Jahre in der Produktion von Lebensmitteln und anderen notwendigen Dingen zu arbeiten (7 Stunden Tag).

Er ist der Onkel des berühmten Wiener Philosophen Sir Karl Raimund Popper; aber dafür kann er nichts.

Zitat:
In der Volkswehrzeit von 1918-20 wurde die Idee Poppers von der "Nährpflicht" , allerdings nur teilweise, nämlich auschließlich im militärischen Bereich, durch Staatssekretär Dr. Julius Deutsch aufgegriffen. So waren etwa das südböhmische und das südmährische Bataillon reine Flüchtlingsbattaillone, die nicht zu Kampfzwecken, sondern um eine Hungersnot und Flüchtlings-Unruhen zu vermeiden, formiert wurden. Darüber hinaus verfügte die Volkswehr über eine sehr hohe Anzahl sogenannter "Relutanten", die keine Soldaten waren, sondern die Kasernen lediglich für die Einnahme des Mittagessens aufsuchten.
Details und genaue Verpflegslisten mit den ausgewiesenen Verpflegungsständen auch der Relutanten bei Glaubauf: Die Volkswehr und die Gründung der Republik, Wien 1993. Ein weiterer Teil der Bevölkerung wurde damals durch die hohe Kosten verursachenden Reste der Habsburgerarmee ernährt, die immerhin bis 1933 "liquidierte", also fünfzehn Jahre bis zu ihrer endgültigen Auflösung benötigte, was natürlich kein Zufall war. Auch die neue Mindestsicherung beruht auf dem Grundgedanken Poppers...
Auch der Generalmobilmachung der Schweizer Armee in den beiden Weltkriegen lag unter anderem Poppers "Nährpflicht" zugrunde. Die vorhandenen Lebensmittel konnten so besser verteilt werden, die Armee, die ja nicht im Kampfeinsatz stand, leistete ihrer der Landwirtschaft massive Hilfe, sodass Hungersnöte wie in der Donaumonarchie zwar nicht nur und ausschließlich, aber zu einem guten Teil auch dadurch verhindert werden konnten.
--Glaubauf Karl, Sonntag, 24. Oktober 2010, 16:10
Es ist natürlich kein bedingungsloses Grundeinkommen, sondern man muss schon was tun für die Gesellschaft.
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Alt 07.12.2016, 19:59   #26
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Es ist natürlich kein bedingungsloses Grundeinkommen, sondern man muss schon was tun für die Gesellschaft.
Selbstverständlich gab es schon immer auch solche Ideen. Sie kranken daran, dass das Grundgesetz nur eine "herkömmliche allgemeine, für alle gleiche öffentliche Dienstleistungspflicht" zulässt.

Und selbstverständlich muss man die Arbeitszeiten reduzieren, nicht nur die Löhne...
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Alt 07.12.2016, 20:57   #27
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Selbstverständlich gab es schon immer auch solche Ideen. Sie kranken daran, dass das Grundgesetz nur eine "herkömmliche allgemeine, für alle gleiche öffentliche Dienstleistungspflicht" zulässt.
Das Grundgesetz kann man ändern!

Die Wehrpflicht stand anfangs auch nicht drin. Also könnte man auch eine Nährpflicht hineinschreiben.
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Alt 08.12.2016, 14:51   #28
basti_79
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Die Wehrpflicht stand anfangs auch nicht drin. Also könnte man auch eine Nährpflicht hineinschreiben.
Befürchtest Du ernsthaft, dass die Versorgung mit Nahrungsmitteln sich zu einem Problem entwickeln könnte?
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Alt 08.12.2016, 16:43   #29
Lupo
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Ich weiss nicht, ob es eine positive Perspektive ist, aber man sollte wieder an

Josef Popper

erinnern. Er hatte noch vor den Ersten Weltkrieg die Idee einer "Nährarmee" mit allgemeiner Nährpflicht (Gegenstück zur Wehrpflicht).

Jeder, ob Mann oder Weib wurde verpflichtet einige Jahre in der Produktion von Lebensmitteln und anderen notwendigen Dingen zu arbeiten (7 Stunden Tag).
Wo ist da der Unterschied zu Hartz IV?
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Alt 08.12.2016, 18:59   #30
perfidulo
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Befürchtest Du ernsthaft, dass die Versorgung mit Nahrungsmitteln sich zu einem Problem entwickeln könnte?
Du hast wie immer nur einen Teil begriffen.

Es geht darum die Grundversorgung ausserhalb des Marktes abzusichern. Dazu gehören heute auch Strom- und Wasserversorgung (Anfang des 20. Jahrhunderts nur rudimentär als Netz vorhanden).
Aber auch bei der Nahrung kann es eng werden. Heute wird das auf freiwilliger Basis gemacht (z.B. Tafeln), aber das ist eine wenig nachhaltige Lösung.
Warum soll man nicht auf öffentlichen Flächen Gemüse anbauen und das im Rahmen der Nährpflicht organisieren?
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