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Alt 19.02.2016, 13:40   #1
basti_79
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Beiträge: 9.154
Standard Ein paar Thesen zur Zukunft der Schulen

Ein recht interessanter Artikel in der Zeit:

http://www.zeit.de/hamburg/stadtlebe...fehler-debatte

und meine Kommentare zu den Thesen:

Zitat:
1. Politiker wollen nicht öffentlich über Probleme in den Schulen sprechen, deshalb müssen es Schulleiter, Lehrer und Eltern tun
Stimmt halbwegs. Die wirklich interessante Frage ist, wie das zustande kommt, und warum man solche Menschen überhaupt als Politiker wahrnimmt und nicht etwa als Technokraten oder Blockflöten.

Zitat:
2. Wir erreichen einen Teil unserer Schüler nicht. Wir entlassen Jugendliche ins Leben, die nicht ausreichend lesen, schreiben und rechnen können.
Eigentümlich. Da hat man schon ein totales Bildungssystem, und verortet einzig das Problem, dass da irgendjemand "nicht erreicht" wird. Warum lässt man nicht einfach die Hunde von der Kette und bläst zur Menschenhatz? Was ist denn an "ausreichend lesen, schreiben und rechnen können" so wichtig? Es gibt Leute auf der Welt, die haben noch viel größere Probleme. Von denen ist hier aber nicht die Rede.



Zitat:
3. Wir trichtern Schülern Wissen ein, geben ihnen aber kaum Chancen, es anzuwenden.
Na sowas. Ist auch nicht gerade ein neues Problem.



Zitat:
4. Lehrer müssen aufhören, sich als Einzelkämpfer zu sehen, und sollten sich in der unterrichtsfreien Zeit gemeinsam vorbereiten, statt in der Schulzeit 50 Stunden und mehr zu arbeiten.
Ist das verboten oder schlicht und einfach Versagen jedes einzelnen Lehrers?



Zitat:
5. Die Ausbildung unserer Lehrer ist praxisfern: Schüler brauchen keine Fachgenies, sondern Pädagogen, die ihre Probleme verstehen.
Naja... Neben der Tatsache, dass das ein Allgemeinplatz ist und wenigstens 75 Jahre der Fall, und mindestens ebensolange diskutiert wird: wenn man den Pädgogen nicht die Möglichkeit gibt, auf Probleme angemessen zu reagieren, ist die Forderung für die Katz.


Selbstverständlich versäumt man nicht die wirtschaftliche Betrachtung des sich betroffen gebenden Pädagogen, Gliedrigkeiten und Jährigkeiten zu ventilieren, Maße vorzugeben (Framing) und etliche andere rhetorische Manöver. Warum der Pädagoge nicht gefragt wurde, was er davon hält, dass Polizisten Kinder stehlen und ihm und seinen Kollegen zuführen, bleibt unverständlich.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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