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Alternative Heilverfahren Akupunktur, Ayurveda, Bach-Blüten, Homöopathie etc.

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Alt 30.12.2015, 00:44   #1
nächstenliebe
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Frage Heilung durch Hypnose - Erfahrungen?

Liebe (Grenz)wissensdurstigen, immer wieder lese ich seit vielen Jahren von Heilung durch Hypnose. Meist bei geistigen Problemen wie Ängsten oder (Nikotin)Sucht etc.: http://www.welt.de/gesundheit/medizi...se-heilen.html

Leider übernimmt die Kasse normalerweise solch eine Therapie nicht, und bevor man mitunter viel Geld herauswirft, wäre es recht interessant zu wissen, wie man gute von schlechten Hypnotherapeuten unterscheiden kann und besser noch:

Ob hier jemand direkte Erfahrungen mit Hypnose machen konnte??

Ich bedanke mich
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Alt 30.12.2015, 15:55   #2
basti_79
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Gute Frage. Besonders gefällt mir daran, dass Du sie auf "psychische Probleme" eingeschränkt hast. Ich zweifele nicht daran, dass man diese mit Hypnose lösen kann. Die noch interessante Frage liegt in einer zweiten Ebene darunter: wenn man das kann, warum zahlen die Krankenkassen nicht? Und warum gibt es solche Probleme noch so häufig?

Könnte es sein, dass sich hinter vielen "psychischen" Problemen in Wirklichkeit eines verbirgt, dass auf politischem Wege gelöst müsste? Um das in einem Beispiel zu erklären: Die Beschaffungskriminalität und überhaupt die Assoziation mit Verbrechen, die Drogensucht innewohnt, könnte man aus der Welt schaffen, indem man meinetwegen Heroin als Medikament begreift und monopolistisch über Apotheken vertreibt. Man hätte damit die volle Kontrolle über den Preis und die abgegebenen Mengen. Guten Willen vorausgesetzt, könnte man sogar versuchen, die Süchtigen zu entwöhnen. Die Machbarkeit der Übertragung der Experimente Bruce Alexanders vorausgesetzt, ist das zuverlässig möglich. Das heißt, die Gesetzeslage scheint die Entwöhnung zu verhindern. Bei Nikotin liegt die Sache etwas anders, da dieses ja legal ist. Warum kann man Nikotinsüchtige derzeit nicht entwöhnen?
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Alt 30.12.2015, 16:27   #3
perfidulo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Bei Nikotin liegt die Sache etwas anders, da dieses ja legal ist. Warum kann man Nikotinsüchtige derzeit nicht entwöhnen?
Und bitte den Alkohol nicht vergessen.

Ich habe den Eindruck, daß es durchaus Versuche, etwa der Krankenkassen, gegen diese Süchte gibt. Allerdings dürfe die Tatsache, dass nach dem Entzug die Lebenserwartung der Betroffen steigt, bei der heutigen Situation nicht gerade zu Taten motivieren.

Es gibt auch Arbeitgeber, die ein Auge auf den Alkoholkonsum ihrer Belegschaft haben. In vielen Betrieben ist Alkohol tabu, ebenso an Bildungseinrichtungen.

Von den Moscheen mal ganz abgesehen.
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Alt 30.12.2015, 16:38   #4
Lupo
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Ich habe den Eindruck, daß es durchaus Versuche, etwa der Krankenkassen, gegen diese Süchte gibt.
Ich habe eben mal kurz die Versuche von Bruce Alexander überflogen, nachdem basti den Namen genannt hat. Fand ich einleuchtend und deckt sich mit meinen eigenen (unrepräsentativen) Beobachtungen und Gedanken zum Thema.
der
Das Hauptproblem bei Süchten ist nicht der suchterregende Stoff, sondern die gesellschaftlichen oder individuellen Probleme des Süchtigen.

Da wird es für die Kassen extrem schwer einzugreifen.
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Alt 30.12.2015, 19:54   #5
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
I
Das Hauptproblem bei Süchten ist nicht der suchterregende Stoff, sondern die gesellschaftlichen oder individuellen Probleme des Süchtigen.

Da wird es für die Kassen extrem schwer einzugreifen.
Das halte ich für eine gewagte These.

Man kann nicht alles auf die gesellschaftlichen oder individuellen Probleme des Süchtigen schieben, und jede pharmakologische Wirkung negieren.

Selbst der so harmlos erscheinende Zucker macht süchtig.
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Alt 30.12.2015, 20:06   #6
Lupo
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Das halte ich für eine gewagte These.
Danke, wer nicht wagt, der nicht gewinnt.


Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Man kann nicht alles auf die gesellschaftlichen oder individuellen Probleme des Süchtigen schieben, und jede pharmakologische Wirkung negieren.
Nein, die wollte ich auch nicht negieren, ich wollte sie relativieren, weswegen ich "Hauptproblem" schrieb und nicht "das Problem", oder gar "das einzige Problem".
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Alt 30.12.2015, 21:29   #7
Acolina
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Zitat:
Zitat von nächstenliebe Beitrag anzeigen
Ob hier jemand direkte Erfahrungen mit Hypnose machen konnte??
Bei diversen psychischen Erkrankungen ist die Wirksamkeit von Hypnotherapie durchaus belegt. Siehe auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Hypnotherapie#Indikation

Meine persönlichen Erfahrungen sind schon ein paar Jahrzehnte her, ich persönlich spreche nicht so gut auf Hypnose an, habe aber damals in einer Praxis gearbeitet, die das anbot und nach entsprechender Ausbildung auch selbst hypnotisiert, die meisten Leute dort waren mit den Erfolgen zufrieden

Aber Menschen sind verschieden, muss man ausprobieren, ob das etwas für einen ist.

Wo ich u.a. sehr vorsichtig wäre, ist die Anwendung beim Thema Missbrauch. Hier ist die Gefahr von Pseudoerinnerungen sehr groß. Das betrifft natürlich allgemein alles, wo es um Erinnerungen geht, da sollte man zumindest sehr mit großer Vorsicht vorgehen.

Warum die gesetzlichen Krankenkassen das nicht finanzieren (obwohl sie ja oft nachgewiesen Unwirksames wie Homöopathie oder diverse Knie-OPs etc. finanzieren), kann ich dir leider auch nicht sagen.
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 30.12.2015, 21:39   #8
basti_79
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Oberflächlich ähnelt Hypnose da dem Prinzip Autorität: Hypnotiseur sugerriert, Patient führt aus. Dass man Hypnose nachsagt, Gedanken formen zu können oder sogar sozusagen perfide Befehle, die dem Patienten zu Schaden gereichen zu ermöglichen, liegt auf der Hand. Das wäre die Funktionsweise von Autorität.

Da ergibt sich dann die Frage, ob das überhaupt etwas neues ist, etwas, auf das man neugierig sein sollte. Meines Erachtens nicht. Für alle Belange dieses Forums können wir "funktionierende Hypnose" wohl mit einem ausgeführten Befehl gleichsetzen, "fehlgeschlagene Hypnose" mit einem verweigerten.

Das ermöglicht es, z.B. die Frage zu stellen, warum Suchtentwöhnung durch einen Befehl zu erreichen ist. Vielleicht findet sich da auch ein letzter Rest lang kultiviertes Aufbegehren gegen das Autoritätsprinzip. Ich kenne einen überzeugten Raucher, der sich bei Bedarf sehr schön über Gesetze zum Nichtraucherschutz aufregen kann. Die seien ja so eine große Bevormundung. Ebenso kenne ich jemanden, der großen Wert darauf legt, nur (!) vorzugeben, einen Sicherheitsgurt anzulegen. Der Mensch ist etwas älter. Anscheinend bleiben manche solcher Befehle auf die eine oder andere Art im Gedächtnis.
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Alt 30.12.2015, 22:02   #9
Acolina
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Ja, das sehe ich durchaus auch kritisch.

Wir sind umgeben von Suggestion, Framing, Nudging & Co - muss man sich das dann auch noch zusätzlich geben?

Hier noch ein interessanter Artikel, auch zum Thema Empfänglichkeit für Hypnose: http://www.spektrum.de/magazin/unter-hypnose/828206

Ich suche gern bei Gelegenheit und Bedarf noch ein paar Sachen raus.
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Alt 30.12.2015, 22:42   #10
basti_79
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Man sollte endlich einmal nach den genetischen Grundlagen von Gehorsam suchen... Wieviel gutes man mit solchem Wissen erreichen könnte...
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