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Diverses Alles rund um Grenzwissenschaften, was nirgendwo anders so recht rein passt....

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Alt 10.06.2015, 18:19   #1
basti_79
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Standard Naujo(c)ks

Ist die Berufspokerspielerin Sandra Naujoks mit dem Gleiwitz-Attentäter und Terroristen Alfred Naujocks verwandt? Wäre irgendwie skurril. Der Nachname ist sehr selten, fast einzigartig. "verwandt.de" zeigt gesamt vielleicht 200 Treffer an...
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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Alt 10.06.2015, 23:29   #2
Sakslane
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Ich habe bei dem Threadtitel zuerst an den Schauspieler Ingo Naujoks gedacht (den ich ganz großartig finde).
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There's plenty of room at the bottom. (Richard Feynman)
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Alt 11.06.2015, 07:28   #3
Lupo
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Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Ich habe bei dem Threadtitel zuerst an den Schauspieler Ingo Naujoks gedacht (den ich ganz großartig finde).
Ja, ging mir auch so.
Von den beiden anderen Naujoks hingegen habe ich noch nie gehört
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"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 11.06.2015, 08:05   #4
Groschenjunge
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Mit dem Pokern habe ich es auch nicht so, aber mit ""Du Papa - wenn ich groß bin, will ich auch mal Spießer werden!" " umso mehr. Jo, der Ingo gefällt auch mir. Und er kämpft als Polizist auch gegen Straftäter in Lübeck (Morden im Norden -> http://www.daserste.de/unterhaltung/...ujoks-102.html )
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"Der frühe Vogel mag vielleicht den Wurm fressen, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse." Vince Ebert
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Alt 14.06.2015, 09:34   #5
Torsten Migge
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Ist die Berufspokerspielerin Sandra Naujoks mit dem Gleiwitz-Attentäter und Terroristen Alfred Naujocks verwandt?
Du meinst Alfred Helmut Naujocks. Aber inwiefern war er ein Terrorist?

Eidesstattliche Aussage des SD-Funktionärs Helmut Naujocks vor den westalliierten Untersuchungs-Behörden (Auszug):

"Ich, Helmut Naujocks, mache unter Eid und nach vorheriger Einschwörung folgende Erklärung:

1. Ich war von 1931 bis 19. Oktober 1944 ein Mitglied der SS und von seiner Gründung im Jahre 1934 bis Januar 1941 ein Mitglied des SD. Ich diente als Mitglied der Waffen-SS von Ferbruar 1941 bis Mitte 1942 . Später arbeitete ich in der wirtschaftlichen Abteilung der Militärverwaltung von Belgien von September 1942 bis September 1944.
Am 19. Oktober ergab ich mich den Alliierten.

2. Ungefähr am 10. August 1939 befahl mir Heydrich, der Chef der Gestapo und des SD, persönlich, einen Anschlag auf die Radiostation bei Gleiwitz der Nähe der polnischen Grenze vorzutäuschen und es so erscheinen zu lassen, als wären Polen die Angreifer gewesen. Heydrich sagte: "Ein tatsächlicher Beweis für polnische Übergriffe ist für die Auslandspresse und für die deutsche Propaganda nötig." Mir wurde befohlen, mit 5 oder 6 anderen SD-Männern nach Gleiwitz zu fahren, bis ich das Schlüsselwort von Heydrich erhielt, dass der Anschlag zu unternehmen sei. Mein Befehl lautete, mich der Radiostation zu bemächtigen und sie solange zu halten, als es nötig ist, um einen polnisch sprechenden Deutschen die Möglichkeit zu geben, eine polnische Ansprache über das Radio zu halten. Dieser polnisch sprechende Deutsche wurde mir zur Verfügung gestellt. Heydrich sagte, daß es in der Rede heißen sollte, daß die Zeit für eine Auseinandersetzung zwischen Polen und Deutsche gekommen sei und daß die Polen sich zusammentun und jeden Deutschen, der ihnen Widerstand leistet, niederschlagen sollten. Heydrich sagte mir damals auch, daß er Deutschlands Angriff auf Polen in wenigen Tagen erwartete.

3. Ich fuhr nach Gleiwitz und wartete dort 14 Tage. Dann bat ich Heydrich um Erlaubnis, nach Berlin zurückkehren zu dürfen, wurde aber angewiesen, in Gleiwitz zu bleiben. Zwischen dem 25. und 31. August suchte ich Heinrich Müller, den Chef der Gestapo, auf, der sich damals in der Nähe in Oppeln befand. In meiner Gegenwart erörterte Müller mit einem Mann namens Mehlhorn Pläne für einen Grenzfall, in dem vorgetäuscht werden sollte, daß polnische Soldaten deutsche Truppen angreifen... Deutsche in der Anzahl von ungefähr einer Kompanie sollten dazu verwendet werden. Müller sagte, er hätte ungefähr 12 oder 13 verurteilte Verbrecher, denen polnische Uniformen angezogen werden sollten und deren Leichen auf dem Schauplatz der Vorfälle liegengelassen werden sollten, um zu zeigen, daß sie im Laufe der Anschläge getötet worden seien. Für diesen Zweck war für sie eine tödliche Einspritzung vorgesehen, die von einem Doktor gemacht werden sollte, der von Heydrich eingestellt war; dann sollten ihnen auch Schußwunden zugefügt werden. Nachdem der Anschlag beendet war, sollten Mitglieder der Presse und andere Leute auf den Schauplatz geführt werden; weiter sollte ein polizeilicher Bericht angefertigt werden.

4. Müller sagte mir, daß er von Heydrich Befehl hatte, einen dieser Verbrecher mir zur Verfügung zu stellen für meine Tätigkeit in Gleiwitz. Das Kennwort, mit dem er diese Verbrechen nannte, war "Konservenz".

5. Der Vorfall in Gleiwitz, an dem ich teilnahm, wurde am Vorabend des deutschen Angriffs auf Polen ausgeführt. Soweit ich mich erinnere, brach der Krieg am 1. September 1939 aus. Am Mittag des 31. August bekam ich von Heydeich per Telefon das Schlüsselwort, daß der Anschlag um 8.00 Uhr abends desselben Tages zu erfolgen habe. Heydrich sagte: "Um diesen Anschlag auszuführen, melden Sie sich bei Müller wegen der Konserven." Ich tat dies und wies Müller an, den Mann in der Nähe der Radiostation an mich abzuliefern. Ich erhielt diesen Mann und ließ ihn am Eingang der Station hinlegen. Er war am Leben, aber nicht bei Bewußtsein. Ich versuchte, seine Augen zu öffnen. Von seinen Augen konnte ich nicht feststellen, daß er am Leben war, nur von seinem Atem. Ich sah keine Schußwunde, nur eine Menge Blut über sein ganzes Gesicht verschmiert. Er trug Zivilkleider.

6. Wir nahmen die Radiostation wie befohlen, hielten eine drei oder vier Minuten lange Rede über einen Notsender, schossen einige Pistolenschüsse ab und verließen den Platz."

Beschworen und unterschrieben vor Leutnant Martin.


Quelle: Bergschicker, Heinz: Deutsche Chronik 1933-1945. Ein Zeitbild der faschistischen Diktatur. Verlag der Nation Berlin, 1982. Seite 308.
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"Politik ist die Unterhaltungsabteilung der Rüstungsindustrie"!.
Frank Zappa
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Alt 14.06.2015, 11:41   #6
basti_79
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Den "Überfall auf den Sender Gleiwitz" würden wir heute wohl einen Terroranschlag nennen.
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