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Religion Von Animismus bis Zen...

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Alt 10.12.2014, 19:14   #1
Acolina
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Standard Atheisten und Konfessionsfreie weltweit verfolgt

IHEU-Bericht: Atheisten und Konfessionsfreie weltweit verfolgt und benachteiligt

Zitat:
Todesstrafe, Gefängnis, systematische Benachteiligung: In fast allen Ländern der Erde werden Menschen diskriminiert und teils extrem bestraft, weil sie nicht an einen Gott glauben. Das zeigt ein aktueller IHEU-Bericht, welcher zum Tag der Menschenrechte vorgestellt wurde. Auch der Bundesrepublik Deutschland werden eklatante Missstände attestiert.

Der im Jahr 2012 erstmals veröffentlichte Bericht der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU) mit dem Titel Freiheit des Denkens: Ein globaler Bericht zu den Rechten, gesetzlichem Status und der Diskriminierung von Humanisten, Atheisten und den Nicht-Religiösen sei grundlegend überarbeitet und stark erweitert worden, teilte die IHEU zur Vorstellung des Berichts am Mittwoch in London mit. Der Bericht dokumentiert auf mehr als 500 Seiten die Verletzung der Rechte von Atheisten und Konfessionsfreien auf Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie die Formen ihrer systematischen Benachteiligung. Besonders schlecht sieht es in islamischen Ländern aus: In 19 Staaten wird die Abkehr vom islamischen Glauben (Apostasie) gesetzlich bestraft, in 12 davon droht dafür sogar das Todesurteil. Nur neun der insgesamt mehr als 160 untersuchten Länder erhielten die beste der fünf Bewertungsstufen, darunter Belgien und die Niederlande.

Der Bundesrepublik Deutschland attestiert der aktuelle Bericht eine „schwere Benachteiligung“ von nichtreligiösen und konfessionsfreien Menschen. Als Gründe werden unter anderem der Fortbestand des Paragraphen 166 Strafgesetzbuch („Blasphemie“-Paragraph) und die gesetzlichen Privilegien für die großen Kirchen im Arbeitsrecht, die den Ausschluss konfessionsfreier Arbeitnehmer von der Beschäftigung in den überwiegend oder ganz von der Allgemeinheit finanzierten Sozial-, Gesundheits-, Kultur- und Bildungseinrichtungen erlauben, genannt. Auch die erheblichen Missstände im staatlichen Bildungssystem sind ein Thema: Die schlechte Bewertung führt der IHEU-Bericht ebenfalls auf die staatliche Finanzierung von Konfessionsschulen und anderen kirchlichen Bildungseinrichtungen sowie dem Fehlen einer nichtreligiösen und wertebildenden Alternative zum ab der ersten Klasse gelehrten Religionsunterricht in vielen Bundesländern zurück. Die Privilegierung religiöser Gemeinschaften durch Steuer- und Abgabenbefreiungen, besondere Sendeplätze im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sowie in der seelsorgerischen Betreuung von Angehörigen der Bundeswehr kommen ebenfalls zur Sprache. Im internationalen Vergleich besonders obskur erscheint der staatlich verantwortete Einzug der Mitgliedsbeiträge für die großen christlichen Religionsgemeinschaften in Deutschland: dies führt nicht nur dazu, dass es eine amtliche Registrierung (Lohnsteuerkarte) der Konfession bzw. das Fehlen davon bei der gesamten Bevölkerung gibt. Auch die Kündigung der Mitgliedschaft erfordert den Gang zur Behörde und die Zahlung einer Gebühr zwischen 30 und 60 Euro. „Es ist nicht möglich, eine offiziell registrierte Religion zu verlassen und die Beitragspflicht zu beenden, in dem man dies einfach gegenüber dieser Religionsgemeinschaft erklärt“, stellt der Bericht hier fest. Die amtliche Registrierung der Konfession erleichtert zudem die Diskriminierung konfessionsfreier Arbeitnehmer durch die Sonderregelungen zugunsten der kirchlich getragenen Einrichtungen im Bildungswesen und der freien Wohlfahrtspflege.
Mehr dazu unter obigem Link.
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Alt 10.12.2014, 20:30   #2
alarich
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Der Artikel ist etwas tendenziös geschrieben. Es werden ja nicht grundsätzlich die Atheisten verfolgt, sondern in den entsprechenden Gebieten jeder der die falsche Konfession hat. Wenn man also meinetwegen in manchen Ländern vom Islam zum Christentum konvertiert, hat man ähnlich schlechte Karten wie jemand der einfach nur Atheist wird. Gleicherdings hat ein Moslem genauso schlechte Chancen auf einen Arbeitsplatz bei der katholischen Kirche wie ein Atheist.
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Alt 11.12.2014, 01:08   #3
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Nun, Artikel über Christenverfolgung (da gibt es ja auch so einige) erwähnen im Normalfall auch nicht die Verfolgung von Nichtchristen etc.pp.

Die IHEU untersucht logischerweise die Verfolgung von Atheisten, nicht Christen oder Muslimen oder Juden oder .... Dafür gibt es dann ja wieder jeweils andere Organisationen.

Natürlich ist es meist so, dass wo Atheisten verfolgt werden, es grundsätzlich auch Andersgläubige trifft.
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Alt 11.12.2014, 01:38   #4
Lawrence P. W.
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Und wo Atheisten verfolgen trifft es grundsätzlich Glaubende und andere Andersdenkende...
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Alt 11.12.2014, 03:49   #5
Acolina
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Wo verfolgen denn Atheisten zur Zeit Gläubige und andere Andersdenkende (das sind?)?
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Alt 11.12.2014, 09:54   #6
Lawrence P. W.
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Ach Aco, muss ich dir das wirklich erzählen, du bist doch ... klug.
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Alt 11.12.2014, 15:14   #7
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Zitat:
Wo verfolgen denn Atheisten zur Zeit Gläubige und andere Andersdenkende (das sind?)?
Ich gebe dir nen Tipp. Da ist ein Mann an der Macht der 2012 von the Onion zum "sexiest man alive" gewählt wurde. Aber lass mich raten, der Personenkult ist sicherlich auch nur Religion.
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Alt 11.12.2014, 17:21   #8
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Ja, dabei handelt es sich eindeutig um einen quasireligiösen Personenkult.

Dies und alles Weitere hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Religion_in_Nordkorea

Billy Graham war da auch schon zu Besuch...
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Alt 11.12.2014, 18:15   #9
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So gesehen kannst du dann alles zur Religion erklären. In der DDR wurden religiöse Menschen auch benachteiligt, dann kann man auch sagen das der Sozialismus quasi eine Ersatzreligion ist.
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Alt 11.12.2014, 19:18   #10
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Alles nicht. Aber der dort betriebene (auch in der Sowjetunion) "Sozialismus" hat tatsächlich deutliche Merkmale einer Ersatzreligion bzw. war quasireligiös.

Mit aufgeklärtem, säkularem Humanismus hatte es auf jeden Fall eher wenig zu tun. Und Atheismus geht - zumindest für mich - auch nicht mit quasireligiösem Personenkult unter einen Hut.
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