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Unsere Erde - Beobachtungen, Bedrohungen & Katastrophen Vulkane, Erdbeben, Tsunamis, Wetteranomalien und -katastrophen...

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Alt 07.07.2014, 13:28   #1
Valentina
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Standard Masterarbeit Naturkatastrophen

allo zusammen,

Nach dem schlimmen Unwetter vor einigen Wochen im Rheinland, habe ich mich entschieden, meine Masterarbeit über das Thema Naturkatastrophen und (Social Media) Kommunikation zu schreiben, da mich das Thema doch sehr berührt hat.
Daher versuche ich Teilnehmer und Interessierte zu finden, die selber Erfahrungen mit Katastrophen haben oder Interessiert an dem Thema sind, um herauszufinden, wie man diese Kommunikation noch verbessern kann. Ich würde euch gerne bitten, meine Umfrage auszufüllen und bei Interesse auch vielleicht zu teilen. Die Umfrage dauert nur ca. 10 Minuten und die Ergebnisse werde ich euch natürlich im Anschluss zur Verfügung stellen.
Hier der Link zur Umfrage:

https://qtrial2014.az1.qualtrics.com...mH7tgNwTtI32mh

Liebste Grüße,
Valentina
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Alt 07.07.2014, 15:43   #2
Llewellian
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Beiträge: 4.313
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Habs mal ausgefüllt. Fand die Fragen allerdings komisch... als ob sie auf ein spezielles Ergebnis hin hinauszielen sollen... dazu fehlten dann aber die Gegenfragen zur Ergebnisabsicherung.


Eine Anmerkung noch von jemandem, der schon in so einigen Naturkatastrophen drin war:

Egal ob ich auf einem ausbrechenden Vulkan stand, mitten in der Arschlochpampa von Hurrikanes beim Wandern erwischt wurde, während Erdbeben oder bei Erdrutschen, bzw. Lawinenabgängen oder Stürmen wie Lothar, Kyrill oder Daria... oder die kaputten Hochspannungsleitungen durch Blitzeis.... oder die Erdbeben hier im Alpenraum... oder die Donau-Hochwasser....

....Soziale Netzwerke haben mir WÄHREND der Katastrophe nicht geholfen. Ausser das soziale Offline netzwerk namens Freunde und Verwandte.

Dazu auch das während der meisten Katastropen kein Internet und Strom vorhanden war.

Und ich auch besseres zu tun habe als zu twittern wärend ich grade vor Lavabomben weglaufe oder der Fluss durch meinen Flur fliesst.

Soziale Netzwerke habe ich immer nur in dem Sinne erlebt, das sie für Katastrophentouristen zur Befriedigung der Schadensgeilheit dienten.
Llewellian ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.07.2014, 15:49   #3
Valentina
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Hallo Llewellian,

Danke fuer die Teilnahme Ich habe keine Gegenfragen eingefuegt, da die Skalen die ich verwende schon auf ihre Reliabilitaet und Validitaet geprueft sind. Es geht bei der Befragung um Social Media Kommunikation, da z.B. Polizei und Feuerwehr inzwischen Twitter und Facebook als Haupt-Medium waehrend Katastrophen nutzen. Ein sehr bekanntes Beispiel dafuer ist die Flut in Ost-Deutschland letztes Jahr. Und auch bei Orkan Ela vor einigen Wochen wurde Social Media haeufig genutzt. Auch um z.B. den Wiederaufbau zu organisieren etc. Der Fragebogen soll dazu beitragen herauszufinden, in wie weit Menschen sich sicher oder vorbereitet fuehlen und ob eventuell ein Zusammenhang mit der Information ueber Soziale Netwerke besteht (das heisst, ob Menschen sich z.B. durch bessere/mehr Information sicherer fuehlen). Das heisst aber natuerlich nicht, das ich davon ausgehe, das jeder in solch einer Situation Internet hat oder benutzt, dieses Thema werde ich dann in der Auswertung genauer betrachten. Ich hoffe der Fragebogen ergibt jetzt mehr Sinn fuer dich.

Danke dir noch einmal und noch einen schoenen Tag,
Valentina
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Alt 07.07.2014, 15:56   #4
Groschenjunge
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Hi,

Zitat:
Zitat von Valentina Beitrag anzeigen
Es geht bei der Befragung um Social Media Kommunikation, da z.B. Polizei und Feuerwehr inzwischen Twitter und Facebook als Haupt-Medium waehrend Katastrophen nutzen.
Dazu hätte ich gerne nähere Informationen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass interne Informationen so breit gestreut werden. Es sei denn, die vorhandene Infrastruktur wurde zerstört und solche Netze als Backup-System benutzt wurden, um z.B. die Bevölkerung zu erreichen oder Dinge zu organisieren, die mit dem BOS Funk nicht möglich sind.
-gj
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"Der frühe Vogel mag vielleicht den Wurm fressen, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse." Vince Ebert
Groschenjunge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.07.2014, 16:00   #5
Valentina
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Hier nur auf die schnelle einige Links dazu:

http://webmagazin.de/social/Social-M...ilfe-beitragen

http://www.flurfunk-dresden.de/2013/...en-was-bleibt/

http://sozialmarketing.de/hochwasser...nter-der-lupe/
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Alt 07.07.2014, 16:18   #6
Groschenjunge
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Hi,

Zitat:
Zitat von Valentina Beitrag anzeigen
Hier nur auf die schnelle einige Links dazu:
Danke. Aber wie ich schrieb, " Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass interne Informationen so breit gestreut werden." Aus meiner Sicht ist das die Schnittstelle zur Bevölkerung, aber es sind keine internen Dinge gewesen.
Bei uns im Dorf funktioniert das allerdings noch ohne solchen neumodischen Krams
-gj
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Groschenjunge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.07.2014, 16:21   #7
Valentina
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Ach so sorry, das war ein Missverstaendnis. Aber ich meinte auch nicht, dass interne Informationen ueber Social Media geteilt werden, mir geht es um Kommunikation mit den Betroffenen.

Haha schoen wenn das im Dorf noch so geht Vor allem wenn Strom ausfaellt etc. Danke uebrigens fuer die ganzen Anmerkungen, wenn man seit Wochen an einem Thema arbeitet verliert man irgendwann den Ueberblick
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Alt 07.07.2014, 16:21   #8
basti_79
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Ich denke, "social networks" sind für den Notfall eher hinderlich als nützlich
  1. Muss es sich um ein plötzliches und trotzdem vorhersehbares Ereignis handeln, damit der Zeitvorteil "etwas bringt"
  2. Wird ihre Bedienung Zeit fressen, die anders besser investiert wäre
  3. Ist die Penetranz der Nachricht nicht besonders groß (bestenfalls Prozente) - das ist besonders bei sehr dringlichen Botschaften hinderlich
  4. Betreffen vieler solche Naturereignisse tatsächlich nur wenige Leute (Überflutungen nur welche, die in der Nähe von Flüssen wohnen, z.B.) - was die Penetranz dann nochmal reduziert.
  5. oder lassen sich sogar manchmal ignorieren (Orkane etwa, hierzulande wohl die größte und häufigste Gefahr, kann man innerhalb von Gebäuden fast sicher überleben)
In Japan gibt es ein System, das auf die (ungefährlichen) Skalarwellen eines Erdbebens reagiert, und so wenige Sekunden, bevor die (gefährlichen) Transversalwellen eintreffen, in alle Fernsehkanäle eine Warnung einblendet und einen Ton. Gerüchtehalber hat sich deswegen manch einer rechtzeitig unter einen Türsturz gestellt oder ist unter einen Tisch gekrochen.


Es fällt mir schwer, mir in Deutschland eine Naturkatstrophe vorzustellen, die sowohl vorhersehbar ist, als auch hinreichend treffsicher über Social Media vorwarnbar ist. Wir haben einfach Glück: Erdbeben gibt es nur milde, Vulkane habe wir keine (und wir wissen auch nicht, wann sie ausbrechen), wir bauen Häuser stabil genug und sägen auch Bäume ab, die umfallen könnten.


Ich kann mir sinnvolle Nutzung des Internet für den Katastrophenschutz vorstellen, keine Frage. Aber doch nicht, indem man die Benachrichtigung der Bevölkerung beschleunigt. Eigentlich gibt es nur eine Art von Gefahr, vor der man schnell alle warnen muss, und an diese mag ich nicht denken. Zumal wir dafür überall noch Sirenen haben. Vielleicht solltet ihr die lieber ölen, statt eine "Strategie der Spannung" anzuwenden.


Auf einem Festival habe ich mal erlebt, wie bei einer anziehenden Gewitterfront die gesamte Beleuchtung auf Rot geschaltet wurde und eine Durchsage über alle Lautsprecher ging. Man verkrümelte sich in seine Zelte und wartete in der Stille ab, bis das Unwetter vorüber war. Ging. Einige Pavillons sind geflogen und so. Aber danach kam die Sonne wieder hervor, ging unter, die Musik wurde wieder angestellt und die Nacht wurde bombastisch. Ganz ohne social media.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.07.2014, 19:12   #9
Nobby Nobbs
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Hallo!

Ich hab's auch mal ausgefüllt.
Ein Aspekt, mit dem diese ganze Kommunikation steigt und fällt, mal abgesehen von der Sinnhaftigkeit, ist meiner Meinung nach, ob denn die veröffentlichten Nachrichten, Mitteilungen und Warnungen von denen, die es betrifft, auch wahrgenommen werden. Bei Radio oder Fernsehen geht das. Aber bei Facebook und Twitter? Es müßte ja sicher gestellt werden, daß die Betroffenen entsprechende "Sender" abonniert haben. Es dürfte unmöglich sein, alle Nachrichtenverbreiter dazu zu bringen, nötige Warnungen etc. weiter zu leiten, die dann ja nur einen lokal begrenzten Bereich betreffen.
Gezielte Verbindungsaufnahme der Betroffenen mit zuständigen Stellen wäre in jedem Falle nötig.
Nobby Nobbs ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.07.2014, 19:27   #10
Valentina
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Hey Nobby,

Da stimme ich dir zu. Was du ansprichst ist auch etwas, das ich in meiner Thesis anspreche und diskutiere. Es ist nur nicht Teil des Fragebogens, da es ja "nur" eine Masterthesis ist und etwas zu weit geht. Ich muss ja irgendwann auch einmal fertig werden mit der Arbeit Es gibt natürlich noch ganz viele interessante weitere Aspekte die untersucht werden sollten. Das könnte ja dann ein weiterführendes Projekt werden.

Danke fürs Ausfüllen!
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Stichworte
masterarbeit, naturkatastrophen

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