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Alt 14.02.2014, 13:53   #1
Acolina
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Idee Ist Religionsunterricht noch zeitgemäß?

Extra für Lawrence Ein Veranstaltungstipp, diesmal etwas mehr in deiner Nähe. Ich würde gern hin, habe aber leider Dienst. Das Thema ist auf jeden Fall interessant:

Ist Religionsunterricht noch zeitgemäß? Podiumsdiskussion am 20. Februar im Humanistischen Forum Hannover
Zitat:
In einer Expertenrunde soll der Frage nachgegangen werden, ob die derzeitige Organisation des Bekenntnisunterrichts - besonders an Grundschulen - der weltanschaulichen und religiösen Pluralität der Familien in Niedersachsen noch gerecht wird und welche Alternativen zukunftsweisend sind.

Als Experten sind eingeladen:
  • Benno Haunhorst, katholischer Religionspädagoge und Schulleiter des Josephinums, Hildesheim
  • Hans-Jürgen Rosin, Landessprecher für Niedersachsen und Bremen des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA)
  • Dr. Alexander Bischkopf, Bildungsreferent für das Schulfach Humanistische Lebenskunde beim Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg
  • Dr. Hilal Al-Fahad, Islamische Familien Hannover und muslimischer Sprecher im Rat der Religionen
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 16.02.2014, 08:50   #2
Lawrence P. W.
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Danke für den Tipp
wenn ich die Lehrpläne sehe und soweit ich dies bei meiner Kollegenschaft und mir wahrnehme, ist uns das "zeitgemäß" wichtig.
U.A. die Frage der Bedeutung von Religiösen Themen und Ritualen in der Gegenwart in der persönlichen Gegenwart.
Natürlich kann man sich über das Thema Tod mit einem Biologen und einem Chemiker wissenschaftlich korrekt unterhalten.
Aber das persönlich Wichtigere wie Trauer, Trost, Ewigkeit, Endlichkeit und Glaube ist nun mal zeitlos und zeitgemäß besser bei Religion aufgehoben.

Ich hoffe natürlich nicht, dass bei dem Podium dort Religionsunterricht mit Indoktrination verwechselt wird, wie es leicht mal in "humanistischen Kreisen" geschehen könnte.
Leider sehe ich in der HVD Veranstaltung nicht, wer die Runde leitet. Die Räumlichkeit deutet auf "Heimspielversuch".

Zitat:
Die Vermittlung demokratischer Grundwerte und Lebensauffassungen als Pflichtaufgabe der öffentlichen Schule darf nicht an den Religionsunterricht delegiert werden...
Derzeit ist das Fach Werte und Normen für Schüler ab Klasse 5 eingerichtet, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen wollen. Es ist Abiturprüfungsfach und bringt alle Voraussetzungen mit, die Funktion eines wirklich integrativen Unterrichts für alle Schüler zu erfüllen – auch in den Grundschulen. Dabei sollte auch der bereits in Kindergärten und Grundschulen bewährte pädagogische Ansatz des Philosophierens mit Kindern berücksichtigt werden....
...Gemeinsamer verpflichtender Unterricht im Fach „Werte und Normen“ ist einer Aufspaltung der Schüler nach Konfessionen vorzuziehen.
Ah ja, erst sich gleichberechtigen lassen, dann übernehmen...
und Spielen dürfen die Kinder auch nicht mehr in den KiTas?

Zitat:
Wenn die Schüler im Werte und Normen-Unterricht etwas über Religionen und Weltanschauungen erfahren, dann geschieht das nicht, wie im Religionsunterricht vorgeschrieben, innerhalb des konfessionellen Bezugsrahmens und als Unterweisung in dieser bestimmten und hiermit privilegierten Religion, sondern auf der Grundlage der Grund- und Menschenrechte. Die Forderung nach einem verpflichtenden Wertefach für alle Schüler ist das Bemühen, den Herausforderungen der pluralistischen Gesellschaft gerecht zu werden. Dies ist nur in einem gemeinsamen Unterricht ernsthaft möglich.
... und den garantiert natürlich NUR der HVB
UND erst sich anerkennen lassen und dann übernehmen.
Also wieder mal das eine streichen zugunsten des anderen.

NUN, ich unterrichte kein Chemie, das habe ich nicht studiert, kein Physik oder Französisch aus demselben Grund.
Aber der HVB möchte Religionsunterricht gestalten oder ersetzen?
Wie würde Basti sagen? Das ist Blödsinn!

Vielleicht solltet ihr nochmal die Verfassung unseres Landes lesen, da ist Religion als Unterrichtsfach nicht ohne Grund aufgeführt!

Eure Bewegung ist damit gegen unsere Verfassung. Religiöse Bildung soll "ersetzt" werden!!!

Soll dies eine "feindliche Übernahme" werden?!

Wie heißt dieses Fach an der Uni, wo es hoffentlich akademisch fundiert unterrichtet wird?

komisch, dass in meinem / bzw. unserem Unterricht hier nicht nur Evangelische sind sondern auch Katholiken, Freikirchkirchliche, viele Muslime und Atheisten?
Dieses Spektrum wird bereits gemeisam unterrichtet, nach den Lehrplänen und auch Vorschlägen von den Schülern.
Häufig haben bei mir die Muslime die besten Noten!

Bei dem oben erwähnten Thema Tod hatten wir auch aus aktuellem Anlass mehrere Doppelstunden sehr intensiv miteinander gesprochen uns kulturell ausgetauscht.
Und es war ausgerechnet eine atheistisch erzogene junge Frau, die sehr bedauerte, dass ihre Eltern aus - in diesem Forum wertgeschätzten - pädagogischen Erwägungen in Fragen des Glaubens völlig alleine gelassen haben und sie mit dem aktuellem Anlass ebenso hilflos und unbegleitet ist.
Und es war die Katholikin, die aufstand und für sie anfing zu beten, es standen alle auf, zuerst die Muslime, dann die Atheisten.

Wir nahmen uns viel Zeit darüber zu sprechen und es war gut.


PS:
Ah jetzt sehe ich auch:

Jugendweihe - Grüße aus der Ostzone!!
fand ich schon damals reichlich daneben, ich ließ mich konfirmieren und nahm die "gesellschaftlichen Nachteile" in Kauf!
Und mit denen, die 40 Jahre das Volk unterdrückten, Andersdenkende entrechteten, überwachten und einsperrten - die bis in die 80er Jahre hinrichteten, hunderte Mauertote zu verantworten haben wollt ihr also ein Religionsunterricht ersetzendes Unterrichtsfach etablieren?
- Schämt euch -
__________________
Letztendlich muss jeder Atheist dran glauben
Der Glaube ist eine Realität von den Dingen, die wir hoffen.
"Gott ist tot" Nietzsche ............................................ "Nietzsche ist tot" Gott

Geändert von Lawrence P. W. (16.02.2014 um 09:00 Uhr).
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Alt 16.02.2014, 08:58   #3
Groschenjunge
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Hi,

Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Eure Bewegung ist damit gegen unsere Verfassung.
Unser Grundgesetz sagt:
aus http://dejure.org/gesetze/GG/4.html
Zitat:
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
Dazu gehört auch die Freiheit unseres Unglaubens und das unserer Kinder. -gj
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"Der frühe Vogel mag vielleicht den Wurm fressen, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse." Vince Ebert
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Alt 16.02.2014, 09:41   #4
basti_79
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Das Grundgesetz gilt längst nicht mehr, erst recht nicht in der Schule.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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Alt 16.02.2014, 12:59   #5
Lawrence P. W.
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Zitat:
Zitat von Groschenjunge Beitrag anzeigen
Hi,


Unser Grundgesetz sagt:
aus http://dejure.org/gesetze/GG/4.html


Dazu gehört auch die Freiheit unseres Unglaubens und das unserer Kinder. -gj
Ja, die gehört dazu, genauso wie Artikel 7, den du ja nur zu gerne streichen würdest! Vor allem Artikel 3.
Dazu noch die Auflösung als Institution öffentlichen Rechtes.

Zitat:
Artikel 7

(1) Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates.

(2) Die Erziehungsberechtigten haben das Recht, über die Teilnahme des Kindes am Religionsunterricht zu bestimmen.

(3) Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt. Kein Lehrer darf gegen seinen Willen verpflichtet werden, Religionsunterricht zu erteilen.
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"Gott ist tot" Nietzsche ............................................ "Nietzsche ist tot" Gott
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Alt 16.02.2014, 13:02   #6
basti_79
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Wie funktioniert das mit der Versammlungsfreiheit denn eigentlich?
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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Alt 16.02.2014, 13:17   #7
Groschenjunge
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Hi,

Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Ja, die gehört dazu, genauso wie Artikel 7, den du ja nur zu gerne streichen würdest! Vor allem Artikel 3.
Ja, würde ich. Er beißt sich übrigens mit dem ordentlichen Lehrfach, denn welches Gut wiegt höher? Wohl das meiner Freiheit und nicht der Indoktrination von religiösen Menschen.
Wie auch immer: Daher habe ich meinen Reli-Unterricht abgewählt, sobald es mir möglich war (damals fast schon strafbar), unsere Kinder auch, die gottseidank nicht getauft sind und es auch nicht vorhaben.

Die juristische Struktur der Institution ist mir schnuppe, wenn sie ihre eigenen Belange aus sich heraus finanzieren würde, was ja, wie Aco deutlich zeigte, durchaus auf christliche Gegenliebe in christlichen Reihen stößt.

Nachtrag:
Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Wie funktioniert das mit der Versammlungsfreiheit denn eigentlich?
In Kirchen funktioniert das gut.

-gj
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Geändert von Groschenjunge (16.02.2014 um 13:19 Uhr).
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Alt 16.02.2014, 14:56   #8
Acolina
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Natürlich kann man sich über das Thema Tod mit einem Biologen und einem Chemiker wissenschaftlich korrekt unterhalten.
Aber das persönlich Wichtigere wie Trauer, Trost, Ewigkeit, Endlichkeit und Glaube ist nun mal zeitlos und zeitgemäß besser bei Religion aufgehoben.
Für Religiöse vielleicht. Für Nichtreligiöse ganz sicher nicht. Ich habe im Laufe meines Lebens schon viele Verluste erfahren, zuletzt ist meine Mutter vor einigen Monaten in meinen Armen gestorben, und ich habe schon so einige Menschen beim Sterben als auch Trauern begleitet, Religion war weder mir noch ihnen eine Hilfe. Im Gegenteil.

Bei Trauer und Tod helfen ein(e) liebevolle(r) Partner(in), gute Freunde, mitfühlende Mitmenschen, in manchen Fällen sicher auch ein guter Therapeut. Kunst (gute Mucke ) und Philosophie durchaus auch. Aber nicht irgendwelche bronzezeitlichen/frühgeschichtlichen Fantasien über ein Leben nach dem Tod, Söhne opfernde Götter etc. (Das ist für solche Menschen wie mich nichts anderes, als an Walhalla oder Donar zu glauben, der Blitze schleudert, Regengötter & Co.)

Auch für das "persönlich Wichtigere wie Trauer, Trost, Ewigkeit, Endlichkeit" braucht es keine Religion, auch da gibt es jenseits des Religiösen genug Wertvolles, Tröstendes usw. Aber wer da Religion möchte, bitte gern. Aber es sollte klar sein, dass dies nur ein Weg von vielen ist.

Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Ah ja, erst sich gleichberechtigen lassen, dann übernehmen...
und Spielen dürfen die Kinder auch nicht mehr in den KiTas?
Du wirkst echt getrieben von der Angst, andere könnten die gleichen Rechte wie du bekommen Halleluja!

Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Aber der HVB möchte Religionsunterricht gestalten oder ersetzen?
Wer ist der HVB?

Wie auch immer. Der HVD (falls du den meintest) möchte nicht den Religionsunterricht gestalten oder ersetzen.

Das beste Konzept, das ich kenne, lehnt sich an das Berliner Modell an. Es gibt einen für alle verbindlichen Ethikunterricht auf der Grundlage der Grund- und Menschenrechte, der in Zusammenarbeit mit allen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften auch über Religionen informiert, die ja nun mal auch Bestandteil unserer Kultur sind; das Wissen um sie gehört ja schließlich auch zu einer umfassenden Allgemeinbildung und ist wichtig für ein gutes und friedvolles Zusammenleben.

Und dann gibt es ein Wahlfach Religion-/Weltanschauung, in dem der jeweilige konfessionelle oder weltanschauliche Unterricht, den der Schüler wünscht, statt findet. Da darf dann auch gern der HVD seine Humanistische Lebenskunde anbieten, so wie die ev. Kirche ev. Religionsunterricht oder die katholische katholischen oder die Muslime muslimischen...
Zitat:
Das vom Humanistischen Verband verantwortete weltliche Wertefach „Humanistische Lebenskunde“ ist parallel und gleichberechtigt zu konfessionellem Religionsunterricht zuzulassen.
(Quelle)

http://www.lebenskunde.de/ - Da kann man sich über die Inhalte informieren.


Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Eure Bewegung ist damit gegen unsere Verfassung. Religiöse Bildung soll "ersetzt" werden!!!
Dass das Blödsinn ist, hat dir oben schon Groschenjunge erklärt.

Dass Religionsunterricht "ersetzt" werden soll, ist dein Strohmann. Er soll nicht ersetzt, sondern ergänzt werden. Durch einen Ethikunterricht für alle, auch nicht religiöse Schüler. Siehe oben.

Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Und es war ausgerechnet eine atheistisch erzogene junge Frau, die sehr bedauerte, dass ihre Eltern aus - in diesem Forum wertgeschätzten - pädagogischen Erwägungen in Fragen des Glaubens völlig alleine gelassen haben und sie mit dem aktuellem Anlass ebenso hilflos und unbegleitet ist.
Das ist sehr schlimm, dass ihre Eltern sie da allein gelassen haben. (Das ist aber keine Besonderheit nur atheistischer Eltern.) Das war natürlich deine Chance, sie zu missionieren Wie sagte der olle Papa Bodelschwingh so schön treffend? Missioniert die Einsamen, Kranken, Schwachen, die können nicht so schnell weglaufen

Da siehst du, wie wichtig es ist, dass flächendeckend auch für nicht religiöse Kinder ein entsprechender Unterricht angeboten wird: Damit sie nicht euch in die Fänge geraten Deshalb willst du da also keine Konkurrenz

Mal im Ernst, Law, welche anderen Möglichkeiten hätte dieses Mädchen denn gehabt?

Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Soll dies eine "feindliche Übernahme" werden?! [...]

Jugendweihe - Grüße aus der Ostzone!!
fand ich schon damals reichlich daneben, ich ließ mich konfirmieren und nahm die "gesellschaftlichen Nachteile" in Kauf!
Und mit denen, die 40 Jahre das Volk unterdrückten, Andersdenkende entrechteten, überwachten und einsperrten - die bis in die 80er Jahre hinrichteten, hunderte Mauertote zu verantworten haben wollt ihr also ein Religionsunterricht ersetzendes Unterrichtsfach etablieren?
- Schämt euch -
Law, du solltest dir wirklich mal einen guten Psychologen suchen und mit ihm deine DDR-Zeit aufarbeiten. Sehr dringend.

Den HVD, mich, mit den Verbrechen und Verbrechern in der DDR auf eine Stufe zu stellen: Jetzt solltest du dich schämen. Dolle. Ich sehe dir das nach, weil ich denke, dass du da echt ein dickes Problem mit dir rumschleppst, dass dringend der Aufarbeitung bedarf.


Zur Jugendfeier: Auch wenn du eine "Jugendweihe" aus der DDR kennst, hat die humanistische Jugendfeier mit dieser Jugenweihe mindestens genauso wenig zu tun, wie eure Konfirmation mit der Jugendweihe. Die DDR hat sich diesen Namen nur geklaut. Die Feier selbst ist viel älter als die DDR, so wie Initiationsriten beim Eintritt in das Erwachsenenleben keine christliche Erfindung sind, sondern in allen Kulturen vorkommen.
Zitat:
Feier statt Weihe

Die Jugendfeier setzt eine in Niedersachsen über 125 Jahre alte Tradition fort: bereits 1886 gab es in Hannover die erste "Jugendweihe". Europaweit gibt es seit über 160 Jahren Feiern freigeistiger Organisationen, die an Traditionen der europäischen Aufklärung, des Liberalismus und der deutschen Arbeiterbewegung anknüpfen. So sollte der Humanismus als lebendige gesellschaftliche Kraft bewahrt und etabliert werden. Die Jugendfeier ist jedoch keine Unterweisung in Form einer „Weihe", die mit einem Gelöbnis oder in anderer Form kollektive Bekenntnisse zu einem Staat, einem Glauben oder einer Ideologie fordert. Sie versteht sich vielmehr als ein Orientierungsangebot, das hilft, politische Kultur, humanen Umgang mit Menschen und deren Problemen, sowie kreative, selbstbestimmte Lebensgestaltung zu entwickeln. Um das zu verdeutlichen, wurde sie bereits 1989 in „Humanistische Jugendfeier" umbenannt.
Mehr dazu hier: http://www.hvd-niedersachsen.de/angebote/jugendfeier

Law, hast du einmal eine humanistische Jugendfeier miterlebt? Dich mit den Jugendlichen dort unterhalten?
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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