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Alt 03.01.2014, 19:16   #11
Der Phoenizier
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Irrtum. Sie bieten die besten Informationen dazu, wie sich die Bautechnik von Fehler zu Fehler entwickelt hat und wie durch Innovationen die anfängliche Vision doch noch Wirklichkeit wurde.

Bestes Beispiel: Die Auflösung der massiven Wände in ein filigranes Strebwerk, das von außen überhaupt nicht mehr wie ein Gebäude aussieht. Viele fanden das häßlich und haben versucht, es durch den Begriff "gotisch" abzuqualifizieren. Nur Barbaren konnten etwas bauen!

Dahinter steckte aber ein eingespieltes System der Vorfertigung, wie später beim Eifelturm (den auch viele häßlich fanden).

Es gab einen regelrechten Wettstreit um den höchsten und schönsten Turm. Oft konnte sich der Sieger nicht lange an seinem Triumpf erfreuen.
Nur will ich auf etwas anderes hinaus. Ich halte es für ziemlich trivial, zu behaupten, dass die filigrane Technik des späten Mittelalters den Streubomben des 20. Jahrhunderts nicht gewachsen war. Dafür waren die Kathedralen nicht gedacht, und es ist wohl verständlich, dass auch Baumeister des Mittelalters darauf nicht eingestellt waren.

In diesem Thread diskutiere ich über den Bauund nicht über die Zerstörung! Mich bewegt eine andere Frage: Wie konnte dieser Bau gelingen? Zur Beweisführung brauche ich erhaltene Kathedralen, und schon eine einzige Kathedrale würde mir genügen.

Zu "schön" oder "häßlich" äußere ich auch eine Meinung. Ich bin kein Katholik und lange Zeit habe ich Kathedralen links liegen lassen. Die religiöse Symbolik sagt mir rein gar nichts! Erst als ich mich mit Bautechniken des Mittelalters befasste, ging mir ein Licht auf. Aha - wie konnten die das überhaupt schaffen? Selbst der Eifelturm ist nicht ganz verkehrt. Mit den Mitteln der damaligen Zeit war auch das ein technisches Wunder. Das interessiert mich und darüber möchte ich diskutieren.
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Alt 08.02.2014, 08:12   #12
querdenkerSZ
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Der Phoenizier,

Zitat:
Zum Beweis genügt mir genau eine Kathedrale, deren Bau nachweislich vor dem 19. Jh. fertiggestellt wurde.
sieh doch einfach mal bei Wiki oder Google nach .
Abgesehen davon muss es ja auch keine Kathedrale sein , jeder Kirchturm oder jede Burg hatte ja das gleiche Problem mit dem Baumaterial .

Apropo Burg , hier kann man sehen wie es funktioniert.....

http://de.wikipedia.org/wiki/Gu%C3%A9delon
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Alt 08.02.2014, 17:36   #13
Der Phoenizier
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Zitat:
Zitat von querdenkerSZ Beitrag anzeigen
Der Phoenizier,



sieh doch einfach mal bei Wiki oder Google nach .
Abgesehen davon muss es ja auch keine Kathedrale sein , jeder Kirchturm oder jede Burg hatte ja das gleiche Problem mit dem Baumaterial .

Apropo Burg , hier kann man sehen wie es funktioniert.....

http://de.wikipedia.org/wiki/Gu%C3%A9delon
Wiki / Google. Dort habe ich bereits nachgeschaut. Allerdings will ich auf etwas anderes hinaus. Hier diskutiere ich nicht über Zerstörungen des 20. Jahrhunderts, sondern über Bauten aus dem 12. Jahrhundert. Es fasziniert mich, wie Menschen ohne Erfindung des Motors Probleme lösten, die mit einem Motor kein Problem mehr wären. Folglich wollte ich nur klarstellen, dass kriegerische Zerstörungen kein Argument sind. Ein modernes Hochhaus, das mit modernen Baukränen errichtet wurde, kann auch durch einen Bombenangriff zerstört werden. Das ist nicht die Besonderheit gothischer Kathedralen.

Die Besonderheit bestand darin, dass man zum Bau Spezialisten brauchte. Die mussten ungefähr die Eigenschaften von Seiltänzern und Zimmerleuten kombinieren. Solche Spezialisten konnte man nicht nach der Religion aussuchen und damit erklären Freimaurer noch heute das Geheimnis der Bauhütten. Vermutlich waren auch Nichtchristen beschäftigt. Und ausgerechnet die sollten am heiligsten Bauwerk an der empfindlichsten Stelle Hand anlegen.
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Alt 08.02.2014, 21:05   #14
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Der Phoenizier Beitrag anzeigen
Es fasziniert mich, wie Menschen ohne Erfindung des Motors Probleme lösten, die mit einem Motor kein Problem mehr wären.
Das senkrechte Heben von Steinen war in der gesamten Transportkette das unbedeutendste Problem. Kräne mit Treträdern sind schon von den Römern eingesetzt worden. In der Regel wurden in Kathedralen keine so spektakulären Kräne eingesetzt, wie auf dem Kölner Dom jahrhundertlang zu sehen. Das Heben erfolgte innerhalb der Mauern.

Mich bringt zum Grübeln, wie Massen von Steinen oft über längere Strecken ebenerdig transportiert wurden. Aber gerade bei den Kathedralen in Nordfrankreich ist meist leicht bearbeitbarer Kalkstein in der Nähe. Für Notre Dame de Paris mußte man gerade mal über die Seine. Die Steinbrüche für den Kölner Dom sind ausgesprochen gut dokumentiert, da sich die Steine durch die Umweltverschmutzung in den 1970er Jahren aufgelöst haben. Da brauchte man identischen Ersatz.

Und die Freimaurer kannst Du Dir auch knicken.

Niemand käme auf die Idee heute eine Kathedrale mit Strebwerk zu bauen, da sich mit Spannbeton viel elegantere Effekte erreichen lassen. Das selbe gilt für den Eiffelturm.
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Geändert von perfidulo (08.02.2014 um 21:11 Uhr).
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Alt 09.02.2014, 06:54   #15
querdenkerSZ
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Der Phoenizier,

Zitat:
Wiki / Google. Dort habe ich bereits nachgeschaut.
dann verstehe ich deine Frage aber nicht :

Zitat:
Zum Beweis genügt mir genau eine Kathedrale, deren Bau nachweislich vor dem 19. Jh. fertiggestellt wurde.
denn bei Google oder Wiki findest du massenweise Kathedralen auf die das zutrifft .

Zitat:
Hier diskutiere ich nicht über Zerstörungen des 20. Jahrhunderts
wo habe ich dazu was erwähnt ?

Zitat:
Vermutlich waren auch Nichtchristen beschäftigt. Und ausgerechnet die sollten am heiligsten Bauwerk an der empfindlichsten Stelle Hand anlegen
Erst eine Vermutung aufstellen und die dann sofort selbst anzweifeln ?
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Alt 09.02.2014, 23:16   #16
Der Phoenizier
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen

Und die Freimaurer kannst Du Dir auch knicken.
Da bin ich anderer Meinung. Zwar habe ich keinen Einzelnachweis, denn das darf man von Freimaurern nicht erwarten. Doch die Sache entbehrt nicht einer gewissen Logik. (Deshalb hatte ich ja ein Video an den Anfang gesetzt). Jedenfalls waren das hochbegabte Spezialisten, denen Gottvertrauen allein nicht weitergeholfen hätte. Die Pikanterie besteht darin, dass an einem hochchristlichen Bauwerk vermutlich Handwerker mitgeholfen hatten, die selbst gar keine Christen waren. Und das auch noch an den schwierigsten Stellen...
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Alt 09.02.2014, 23:20   #17
Der Phoenizier
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Zitat:
Zitat von querdenkerSZ Beitrag anzeigen
wo habe ich dazu was erwähnt ?
Du nicht, aber es funkte jemand dazwischen


Zitat:
Erst eine Vermutung aufstellen und die dann sofort selbst anzweifeln ?
In einer guten Diskussion sind Zweifel wie das Salz in der Suppe.
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Alt 10.02.2014, 04:37   #18
querdenkerSZ
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Der Phoenizier,

Zitat:
Du nicht, aber es funkte jemand dazwischen

und warum kommt das dann in einem Beitrag der mich persönlich anspricht ?

Zitat:
In einer guten Diskussion sind Zweifel wie das Salz in der Suppe.
aber nicht die an den eigenen Vermutungen oder Behauptungen .....
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Alt 10.02.2014, 14:00   #19
Der Phoenizier
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Zitat:
Zitat von querdenkerSZ Beitrag anzeigen
Der Phoenizier,




und warum kommt das dann in einem Beitrag der mich persönlich anspricht ?
Verzeihung - da ist mir etwas durcheinander geraten.


Zitat:
aber nicht die an den eigenen Vermutungen oder Behauptungen .....
Gerade da wäre etwas mehr Selbstkritik angeraten. Ich weiß selbst am besten, aus welcher Quelle ich die Information habe. Da stecke ich manchmal in der Zwickmühle. Das wären besonders spannende Informationen aus einer sehr unsicheren Quelle. Soll ich die für mich behalten?
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Alt 10.02.2014, 18:15   #20
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Der Phoenizier Beitrag anzeigen
Da bin ich anderer Meinung. Zwar habe ich keinen Einzelnachweis, denn das darf man von Freimaurern nicht erwarten. Doch die Sache entbehrt nicht einer gewissen Logik.
Das ist Verschwörungstheorie vom Feinsten. Du hast keinen Beweis, aber du bist fest im Glauben.

Es gibt öffentliche Bibliotheken der Freimaurer und ich kenne mindestens zwei spezielle Museen. Es gibt sogar ehemalige Freimaurer (Und die leben sogar noch!)

Aber warum soll man sich sachkundig machen? Die Freimaurer deckeln doch nur ihr dunkles Geheimnis.

Der Bezug der Freimaurer auf die mythischen Bauhütten ist deren eigener Gründunsmythos. Ebenso die ganze Symbolik. Eine historische Verbindung gibt es nicht.
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