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Das Philadelphia-Experiment Gelang es 1943 der US-Marine tatsächlich im Hafen von Philadelphia ein Schiff mittels gewaltiger Magnetfelder unsichtbar zu machen und nach Norfolk zu teleportieren?

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Alt 15.09.2002, 11:23   #11
NOOS
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Standard RE: Film zum Thema

Und noch etwas zum Nachdenken:
Aufgrund des - fehlgeschlagenen - Experimentes und der dabei freigesetzten Energien (Strahlung? Welche?) sollen die Amerikaner von Außerirdischen kontaktiert worden sein.
???
Gruß
NOOS
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Alt 18.09.2002, 17:24   #12
Lazarus
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@ Torsten:
Zitat:
Inwiefern ist da Unsichtbarkeit für Magnetminen (technisch) zu verstehen?
Das Bauprinzip der deutschen Magnetminen beruht auf dem Effekt der magnetischen Polarisierung von Schiffshüllen aus Metall.

Der Auslöser der Mine besitzt einen Permanentmagneten, der so ausgerichtet war, dass sein Südpol von einem Metallkörper, dessen Rumpf nördliche Polarität besitzt angezogen wurde und die Mine zündete. (Bildlich soll man sich das so vorzustellen: Alle Schiffe, die auf der nördlichen Hemisphäre der Erde gebaut werden, haben ihren "Nordpol" im Wasser und den "Südpol" am oberen Ende. Schiffe, die in der südlichen Hemisphäre gebaut werden sind genau andersherum gepolt). Schiffe aus südlichen Hemisphäre konnten solche Minen passieren. (Zur magnetischen Polarität von Schiffen fehlen mir aber noch handfeste Daten). Zur Funktionsweise dieser Minen habe ich auch nur eine Website gefunden. 1939 wurde aber die Förster-Sonde entwickelt, die die Veränderung des Erdmagentfeldes durch Metallteile erfassen konnte. Im Zweifelsfall wurde also eher nicht die Polarität der Schiffe gemessen, sondern nur die Magnetfeldänderung und die konnte mit einem entmagnetisierten Schiff unterbunden werden.


Die Idee war jetzt, die Schiffe zu entmagnetisieren und damit "unsichtbar" für deutsche Magnetminen zu machen. Das Prinzip hat sich bis heute nicht geändert und jeder kennt das "Plong-Geräusch, dass sein Monitor beim einschalten macht. Auch hier wird die Bildschirmmaske durch einen starken Strompuls entmagnetisiert (Degaussing).
Bei ersten Experimenten der britischen Marine vergrößerte man das elektromagnetische Feld von Minenräumbooten, so dass die Magnetminen bereits in größerer Entfernung (100 bis 200 Meter) davon entfernt explodierten. Der Materialstresss war aber trotzdem so hoch, dass die Minenräumboote dies nicht lange mitmachten (H.M.S Borde - erster Magnetminenräumer).


Zitat:
Zitat:
Orginal: DarkSunshine
Die USS Eldridge verschwand tatsächlich im St. Elmos-Fire (grüner Nebel) vor der Küste von Philadelphia und tauchte zeitgleich an einem Hafendock in Norfolk, Virginia auf

Zitat:
Original: Torsten Migge
Also das mit dem Zeitgleich ist nicht korrekt. Es gibt lediglich Zeugen, die die Eldridge in Norfolk gesehen haben wollen. Zitierte Website ist da sehr oberflächlich.
Warum wurde die USS Eldrigde eigendlich gerade in Norfolk gesehen? Zufall?
Ein interessanter Punkt ist hierbei, dass die U.S.S. Eldridge laut der Logbücher zu keinem Zeitpunkt in den Naval Yards Philadelphia war. Richtig ist, dass sie sich in Norfolk befand, damit sie dort Munition aufnehmen konnte. Allerdings war die Eldridge nie zeitgleich mit der S.S. Andrew Furuseth in Norfolk, wo der Augenzeuge Carlos Miguel Allende aka Carl M. Allen das plötzliche auftauchen der Eldridge beobachtet haben will.

Einige Webseiten (ich vermeide das Wort "Quelle" sagen aus, dass die Logbücher der Eldridge und der Furuseth über den Zeitraum vom 27.August 1943 bis 1. Dezember 1943 "Auf offizielle Anordnung hin" entfernt wurden. Dennoch befinden sich genaue Aufzeichungen über den jeweiligen Aufenthaltsort beider Schiffe in den Archiven der 10ten Flotte (Modern Military Branch, National Archives and Records Admnistration).

Hier steht folgendes:
U.S.S. Eldridge:
In Dienststellung: 27.8.1943 - New York Navy Yard
Abfahrt von Long Island: 16.9.1943 Richtung Bermuda.
Ab dem 18.9.1943 stationiert in der Näher der Bermuda-Inseln für Trainingszwecke bis zu 15. Oktober.
Verließ die Bermudas am 15. Oktober mit einem Konvoy Richtung New-York, wo dieser am 18.Oktober ankam. Die Eldridge blieb dort bis zum 1. November und ging dann mit einem Konvoy nach Casablanca, wo sie am 22. November ankam. Rückkehr nach New-York am 17. Dezember mit einem weiteren Konvoy. Verließ New York am 31. Dezember mit vier weiteren Schiffen Richtung Norfolk.

- Kein Wort von Philadalphia -


Logbuch SS Andrew Furuseth:
SS Andrew Furuseth verließ Norfolk mit einem Konvoy Richtung Casablanca am 16. August und kam dort am 2. September an.
Abfahrt Casablanca am 19. September und Ankunft Cape Henry (Norfolk) am 4. Oktober. Verließ Norfolk am 25. Oktober in Richtung Oran (Algerien, Mittelmeer) und am dort am 12. November an.
Rückkehr aus Oran am 17. Januar 1944 nach Hampton Roads (Norfolk).

Anhand dieser Daten habe ich Probleme, den Ausführungen eines Mister Allen zu folgen, wie er die Eldridge gesehen haben will.
ganz übel wird es mit den Augenzeugen, die sich an den Vorfall des Philadelphia-Experimentes erst erinnerten, nachdem sie den gleichnamigen Film von John Carpenter gesehen hatten ( Herr Alfred Bielek - nein, nicht Biolek ist so jemand).

Mir scheint da wieder einmal (leider, leider) pure Geldmacherei und Wichtigtuerei am Werk zu sein.
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Alt 22.09.2002, 00:31   #13
Torsten Migge
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Zitat:
Orginal: Lazarus
U.S.S. Eldridge:
In Dienststellung: 27.8.1943 - New York Navy Yard
Laut offiziellen Unterlagen des Marineministeriums war der Stapellauf der Eldridge am 25. Juli 1943, die in Dienststellung am 27. Juli.
Nach dem Krieg wurde die DE 173 - U.S.S. Eldridge 1951 an Griechenland verkauft.
Und jetzt das seltsame: Laut den Papieren der Griechen, die sie beim Kauf des Schiffes von den Amerikanern erhielten, war der Stapellauf bereits am 25. Juni 1943, also volle 4 Wochen früher!
Aussagen damaliger hoher Marineangestellter zur Folge wäre es nur möglich, ein Kriegsschiff für etwaige Versuche oder Experimente zu erhalten, indem man es für den Zeitpunkt zwischen Stapellauf und offizieller in Diensstellung abzweigt.
Nach Recherchen verschiedener Forscher kann das Philadelphia Experiment - sofern es denn tatsächlich in irgendeiner Form statt fand - lediglich in den letzten drei Juli Wochen stattgefunden haben, - würde sich also mit den Angaben in den griechischen Papieren decken.

Laut diesen griechischen Papieren hatte die Eldridge eine Standartverdrängung von 1.240 Tonnen und eine Ladeverdrängung von 1.900 Tonnen.
Amerikanische Papiere weisen aber dagegen eine Ladeverdrängung von 1.520 Tonnen aus - das sind 380 Tonnen Unterschied.
Die einzige Möglichkeit, so Marineangehörige, wie ein Schiff 380 Tonnen an Auftrieb dazugewinnen kann, ist, dass etwas mit diesem Gewicht aus dem Schiff entfernt wurde. Elektronische Geräte beispielsweise?

Zitat:
Orginal: Lazarus
...dass die U.S.S. Eldridge laut der Logbücher zu keinem Zeitpunkt in den Naval Yards Philadelphia war. Richtig ist, dass sie sich in Norfolk befand, damit sie dort Munition aufnehmen konnte.
Es ist richtig, dass sich in Norfolk das Marine-Munitionslager befand. Dort wurden alle Schiffe mit Munition beladen. Die Marine belud rund um die Uhr. Für einen Zerstörer der Eldridge-Grösse brauchten sie nicht mal vier Stunden.
In der Marinewerft von Philadelphia hingegen gab es eine sogen. Entmagnetisierungsschleifer, wo alle Schiffe entmagnetisiert wurden, um deutschen U-Boot-Torpedos zu entgehen. Mitunter wurde auch auf See entmagnetisiert, war aber sehr kompliziert, u.a. wurden dicke Kabel um das Schiff gelegt...
Für die Verbindung Philadelphia - Norfolk benutzte die Marine einen besonderen Inlandkanal, den Chesapeake-Delaware-Kanal, der damals der Marine vorbehalten war. Dieser Weg war deutlich schneller, als über See.
DAS erklärt auch, warum die Eldridge in Norfolk und in relativ kurzer Zeit in Philadelphia gesehen worden sein könnte.

Ürigens: Meine Homepage beinhaltet nicht nur Themen der Grenzwissenschaften, sondern auch Themen zur Geschichte, und hier insbesondere der Geschichte des Zweiten Weltkrieges. Unter der "Geschichte der deutschen Kriegsmarine" gibt es eine Untersite über die deutschen Torpedos: Funktionsweise der deutschen Torpedos.
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Alt 22.09.2002, 05:23   #14
Torsten Migge
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Standard RE: Film zum Thema

Zitat:
Orginal: Mephisto
Ja, das kann gut sein, an den genauen Titel des Filmes erinnere ich mich nicht mehr!! War aber ein guter Film, habe ihn aber seither nicht mehr in der Fernsehzeitung gesehen, sonst hätte ich ihn aufgenommen!
Ist gerade neu auf DVD erschienen, hab's gerade eben an der Tankstelle gesehen, da gibs den Film auch...
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Alt 22.09.2002, 14:01   #15
Lazarus
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@Torsten:
Die Sache mit dem Kanal habe ich auch gefunden. Würde Sinn machen, wenn die Eldridge in Philadelphia gewesen ist. Aufgrund der Unstimmigkeiten mit dem Datum der In-Dienststellung hätte die Möglichkeit bestanden. Vielleicht wurde bei Experimenten mit der Entmagnetisierung eine schiffsgebundene Version ausprobiert, wobei eine Ionisierungswolke (Elms-Feuer) ausgelöst wurde. Als dann die Eldridge nach Norfolk fuhr (Erste Waffenbeladung?) war sie dort bereits nach 6 Stunden und nicht erst nach zwei Tagen, wenn sie "außenherum" gefahren wäre. Aus solchen Ereignissen kann man sich schon ein mysteriöses Ereignis zussammenreimen. Apropos "Gleichzeitigkeit": Woher wollen z.B. die sogenannten Augenzeugen in Norfolk wissen, wann genau die Eldridge in Philadelphia verschwunden sein soll ?

Das fehlende Gewicht kann natürlich auch normale elektronische Ausrüstung gewesen sein, die allerdings "classified" war. Die USA werden mit Sicherheit allen Kram herausgeholt haben, der z.B. für die Soviets interessant hätte werden können.
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Alt 22.09.2002, 15:21   #16
Dragonhoard
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Die Geschichte mit dem Inlandskanal hab ich noch nie gehört. Wenn man dank ihm die fahrtzeit von 2 Tagen auf 6 Stunden reduzieren könnte, dann wäre das wirklich ein gutes Argument für das "Auftauchen" der Eldridge in Norfolk. Habt ihr vielleicht Quellen im Netz zu diesem Hinweis?
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Alt 22.09.2002, 17:43   #17
Torsten Migge
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Die Geschichte um das Philadelphia Experiment könnte sich Teilweise auf Tatsachen beziehen. Entweder - wie auch Lazarus schrieb - experimentierte die Marine an der Entmagnetisierungsmethode herum, um sie zu verbessern oder andere Möglichkeiten zu erforschen, oder in Philadelphia wurde NUR entmagnetisiert. Wie auch immer, es könnte von Allende beobachtet worden sein, oder er hatte davon gehört, und hat dann eine wüste Story erfunden.
Allende sagte ja auch, dass um das Schiff dicke Kabel gelegt wurden. Nun, eine Abwehrmethode gegen deutsche Torpedos oder Minen bestand darin, dass man um den Schiffskörper eine Kabelspule legte und durch elektrischen Strom ein Magnetfeld erzeugte. Magnetgezündete Sprengmittel wurden damit weit vom Schiff entfernt gezündet. Damit wurden die deutschen U-Boot-Torpedos mit ihren magnetisch zündenden Abstandspistolen wirkungslos (Funktion der Torpedos hier klicken. Site meiner HP.).

Was den Inlandkanal, den Chesapeake-Delaware-Kanal, betrifft, so sagte dies unteranderem Edward Dudgeon, ein ehemaliger Matrose, aus, was später von hohen Marineoffizieren bestätigt wurde und der heutigen Geschichtsschreibung bekannt ist.

Die Marinewerft in Philadelphia wurde nicht nur zur Entmagnetisierung genutzt, sondern hier wurden auch während des Zweiten Weltkrieges Schiffe ausgerüstet und umgebaut.
Ab 1942/43 wurden die alliierten Schiffe mit neuartigen Techniken ausgerüstet. Unter anderem wurden neue Schrauben für hohe Drehzahlen eingebaut, die ein Geräusch mit anderen Tönen als die bisherigen Schrauben abgaben, um es deutschen U-Booten schwerer zu machen, das Schiff zu hören. Desweiteren wurde ein neues Sonar zur Unterwassererkennung installiert. Bei Zerstörern wurde eine Vorrichtung, dem sogen. 'Igel', vor dem vorderen Geschützturm am Bug eigebaut, wodurch Tiefenladungen (Wasserbomben gegen deutsche U-Boote) in Batterien von 24 Stück auf einmal abgefeuert werden konnten und man konnte dabei eine Fläche von 180º auf einer Entfernung von bis zu einer Meile abdecken.
Ein weiteres Gerät welches ab 1942 Anwendung fand, war der sogen. 'Foxer' oder auch 'Klappe', der eine halbe Meile hinter dem Heck hergezogen wurde und Signale abgab, die denen der Schrauben eines Handelsschiffes ähnelten. Diese Signal lockten deutsche U-Boote an, die dann ihre Torpedos darauf ab feuerten und dadurch ihre Position verrieten.
Diese angewandten Techniken und Geräte, die teilweiser Geheimhaltung unterlagen, sind der allgemeinen Geschichtsschreibung des Zweiten Weltkrieges bekannt (auch auf meiner HP unter "Geschichte der deutschen Kriegsmarine" zu lesen).

Mit solchen Geräten wurden nach Edward Dudgeons Angaben zur selben Zeit im Juli 1943 in Philadelphia die Schiffe DE 48, 49, 50 und die Eldridge ausgerüstet.
Dudgeon diente von 1942 bis 1945 in der Marine und befand sich nach eigenen Aussagen mit seinem Schiff, der DE 50 USS Engstrom, zur selben Zeit wie die DE 173 Eldridge in Philadelphia. Er war Elektromaat, die USS Engstrom wurde dieselelektrisch angetrieben.
Das National Bureau of Standards brachte auch in einem Kasten einen Eichkompass an Bord, mit dem der Schiffskompass wärend Probefahrten quasi geeicht wurde.

Edward Dudgeon sagte allerdings auch, dass die Fahrt von Philadelphia nach Norfolk durch den Chesapeake-Delaware-Kanal nur 6 Stunden dauerte.
Das kann aber unmöglich stimmen, denn schon die Luftlinie zwischen Norfolk und dem Hafen von Philadelphia beträgt gute 400 Kilometer! Für diese Verbindung muss man einen Bogen durch die Bucht von Chesapeake fahren; rechnen wir also nochmal 50 km dazu.
Die bestmotorisierten Kriegsschiffe brachten es damals auf 50km/h (Schlachtschiffe auch mehr). Das bedeutet, dass man 9 Stunden unterwegs wäre, wenn man Unwahrscheinlicherweise annimmt, dass man kontinuierlich mit Volldampf fahren konnte. Rechnet man dann noch mit Bugsieren und Anlegen in zwei Häfen, langsame Fahrt in den Schiffahrtsbereichen vorm Potomak und der Chesapeak Bay, sollte man noch mehr Zeit einplanen.
Ob der Weg durch den Kanal wirklich eine Zeitersparnis war, bleibt zweifelhaft. Möglicherweise benutzte man den Kanal, um vor deutschen U-Booten geschützt zu sein.

Insofern diskreditiert sich Dudgeon mit seiner Angabe von 6 Stunden möglicherweise selbst...
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Alt 23.09.2002, 14:01   #18
Lazarus
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Zitat:
Original von Torsten Migge
Ob der Weg durch den Kanal wirklich eine Zeitersparnis war, bleibt zweifelhaft. Möglicherweise benutzte man den Kanal, um vor deutschen U-Booten geschützt zu sein.
Die Abkürzung war wohl aus dem Grund zeitsparend, weil die Küste vor Philadelphia und Norfolk mit Minen-Netzen und U-Boot Sperren belegt war. Die Navigation durch diese Gewässer ging damals nur mit Lotsen und war ziemlich zeitaufwendig. Die Handelsmarine durfte den Kanal wohl nicht benutzen und kannte nur die lange Strecke.
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Alt 24.09.2002, 06:23   #19
Torsten Migge
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Übrigens hatte ich in meinem letztem Posting etwas vergessen zu erläutern, warum das sogenannte Philadelphia Experiment im Jahre 1943 für mich völlig unlogisch erscheint und auch deshalb unglaubwürdig ist:

Und zwar experimentierte die US-Marine (das Militär auch) während des Zweiten Weltkrieges gern an neuen Technologien, um die militärische Abwehr und die Schlagkraft zu verbessern und effizienter gestalten zu können. Allerdings verabschiedete sich die Marine sehr schnell wieder von Forschungen, welche zu keinen Resultaten führten. Sie ließ ganz schnell wieder die Finger von Experimenten, die in absehbarer Zeit keinen Erfolg versprachen und die deshalb unnütz erschienen. Solche Forschung verschob man mindestens bis nach dem Krieg, denn zunächst hatte die praxisorientierte Verbesserung der Waffen Priorität. Und dabei wollte man keine Zeit und finanzielle Mittel mit unkalkulierbaren Experimenten vergeuden.
Das Philadelphia Experiment wäre solch eine unkalkulierbare Vergeudung. Es wäre weder praxisorientiert, noch hätte es irgendeinen militärischen Sinn ergeben, zum Zeitpunkt 1943 ein Schlachtschiff Radarunsichbar machen zu wollen. DENN: die Gegner der USA im Zweiten Weltkrieg, Deutschland und Japan, hatten noch garkein Radar, jedenfalls kein taktisch einsetzbares. Allenfalls landstationierte Radaranlagen kannten die Deutschen, und diese wurden fast ausschließlich zur Erkennung und Aufspührung alliierter Bomber benutzt.
Die Deutschen und die Japaner hatten kein Radar an Bord ihrer Flugzeuge, U-Boote und Schiffe, um den Feind aufzuspühren. Amerikaner und Briten rüsteten fast alle Flugzeuge und Schiffe mit Radar aus. Deshalb hatten ja die deutsche U-Boote ab 1942/43 hohe Verluste bei äusserst geringen eigenen Erfolgen.
Radartaktische Jägerleitung kannten nur die Briten, in der Luftschlacht um England. Die Deutschen hatten zwar ungleich mehr Flugzeuge, aber gegen die vom Boden geleiteten Briten hatten sie ohne Radar keine Chance. Deshalb verloren ja die Deutschen eben jene Luftschlacht um England, wodurch es nie eine deutsche Invasion auf der britischen Insel gegeben hat. Denn Grundvoraussetzung für eine Invasion war die Erringung der Lufthoheit. Als die nicht erreicht werden konnte, kam die Akte "Seelöwe" in's Schubfach, um nie wieder hervor geholt zu werden.

Es wäre also Unsinn und Verschwendung von Potential gewesen, an Abwehrtechniken zu experimentieren gegen Waffen, die der Gegner überhaupt noch nicht hatte! Man hätte solch ein Experiment auf die Zeit nach dem Krieg verschoben.
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Alt 01.10.2002, 07:00   #20
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So!
Und nun das ganze Thema auch auf meiner Homepage Science Explorer, direkt unter: Das Philadelphia Experiment, auch optisch entsprechend gestaltet!
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