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Rund um Naturwissenschaft Neue Technologien, Physik, Chemie, Neue Energien, Tesla & Co ...

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Alt 03.07.2013, 14:28   #11
Llewellian
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Das tolle ist:

Nein. Es gibt nicht einmal eine "virtuelle" Geschwindigkeit.

Der Stillstehende Beobachter wird in seinem Referenzsystem messen, das sich die beiden Lichtstrahlen mit c aufeinander zubewegen. Es gibt keine additive "virtuelle" Geschwindigkeit. Das bedeutet aber nicht, das jeder Lichtstrahl einzeln für sich nur 1/2 c schnell ist.

Sasklane kann das evtl. genauer erklären, und ja, es ist verwirrend, weil es nicht unserer Alltagserfahrung entspricht, aber naja.
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Alt 04.07.2013, 11:20   #12
Skarabäus
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Zitat:
Zitat von Llewellian Beitrag anzeigen
Nein. Es gibt nicht einmal eine "virtuelle" Geschwindigkeit.
In der Annahme, dass du schon einmal zwei Photonen gesehen hast die sich begegnen, müsste dir folgendes aufgefallen sein.

Virtualität ist die Eigenschaft einer Sache, nicht in der Form zu existieren, in der sie zu existieren scheint, aber in ihrem Wesen oder ihrer Wirkung einer in dieser Form existierenden Sache zu gleichen.
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Alt 04.07.2013, 16:32   #13
Llewellian
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Nun, ich habe keine zwei Photonen gesehen, aber das war eine der Sachen die ich mir bei CERN habe erklären lassen. Und das die gesamte Mathematik genau auf Einsteins RT basiert. Um dort um aus dem ganzen Schauer an Teilchen bei einem Zusammenstoss die beteilligten Teilchen herauszurechnen. Und da ist die gesamte Geschwindigkeit beim Zusammenstoss unter c. Und nicht 2x 0.999999999 c.

Auch als Beobachter dieses Zusammenstosses sieht man beide Teilchen von links und von rechts nur mit insgesamt 0.99999 c aufeinander zurasen. Das einzige was zunimmt ist nur die Energie. Und genau das gleiche gilt auch für Lichtstrahlen.
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Alt 06.07.2013, 23:25   #14
Tarlanc
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Mal etwas zur Aufheiterung
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Alt 17.07.2013, 11:43   #15
Skarabäus
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Man liest immer öfter über Lichtspeicher. So berichtete man kürzlich im DLF über die Sendereihe "Forschung Aktuell" vom 15.07.2013 über dieses Phänomen wo man einen Laserstrahl über eine Minute "einfrieren" konnte. Nachzulesen unter http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/2178838/.

Die Darstellung das man Licht auf die Geschwindigkeit eines Radfahrers abbremsen oder sogar anhalten kann, dürfte natürlich falsche Illusionen hervorrufen. Hier müsste die Redaktion ihre Ausdrucksweise den physikalischen Gesetzmäßigkeiten anpassen um nicht die SRT zu verletzen.

Es ist schon ein kleines Wunder, mit welchen Technologien man heute in der Lage ist so einen "Reflexionsmechanismus" oder wie man das bezeichnen möchte, zu bauen.

So könnte man sich vorstellen, dass jeder Stern ein Lichtspeicher sein müsste. Denn Lichtquanten, welche im Zentrum eines Sternes entstehen, sollen ja auch längere Zeit brauchen um diesen zu verlassen.

Demzufolge müsste ein Teil der Lichtquanten, welche aus den Tiefen des Weltalls zu uns gelangen, von den dazwischen liegenden Sternen absorbiert, festgehalten und eventuell wieder verzögert freigelassen werden.

Könnte ein Stern dann nicht heller erscheinen als er in Wirklichkeit sein dürfte, da dieser ja Energiepakete von einem anderen in sich aufgenommen und zwischen gespeichert hat?

Was meinen unsere Physiker in der Runde dazu?
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Alt 18.07.2013, 00:31   #16
Llewellian
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Also Lichtgeschwindigkeit runterzubremsen ist nun wirklich nicht das Ding. Hängt ja auch nur von der Permittivität und Permeabilität des Mediums ab. Und das kann beinahe beliebig verändert werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtg...eit_in_Materie

Bezüglich deiner Frage: Nein. Ein Stern scheint deshalb nicht heller. Die Abgegebene Energiemenge ist unendlich viel höher als die durch seine Oberfläche aufgenommene durch seine Nachbarn abgestrahlte...
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Alt 18.07.2013, 11:34   #17
basti_79
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Ich würde da auch die Energieerhaltung ins Spiel bringen: Alle Sterne sind wegen dieser so hell, wie sie eben sind - einzeln oder zusammen. n Sterne sind genau so hell wie n Sterne - unabhängig davon, ob das Licht von einzelnen Sternen gestreut, reflektiert, verzögert oder sonst irgendwie umverteilt wird.
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Alt 29.10.2017, 10:05   #18
Sucher
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Standard Noch ein Gedanke zur RT

Ich habe mir ein neues Gedankenexperiment einfallen lassen, welches sicher nicht so einfach zu widerlegen ist. Der Einfachheit halber wird mit LG=300000 km/s gerechnet.
Situation:

Ein Raumschiff A befindet sich in Ruhe bezüglich eines Planeten.
Der Planet befindet sich in einer Entfernung von 10 Lichtsekunden.
Um genau 00:00:00 sendet ein Peilsender auf dem Planeten ein Signal
zum Raumschiff. Dieses Signal erreicht das Raumschiff um 00:00:10.
Soweit, so gut.

Nun kommt aber das Raumschiff B angeflogen, welches exakt knapp neben
der Position des Raumschiffs A ankommt und zwar exakt um 00:00:00.
Das Raumschiff B ist mit 10% LG unterwegs. Die Geschwindigkeit von B ist gleichförmig.
Das Signal vom Peilsender ist 10 sec unterwegs um die Position von Raumschiff A
zu erreichen. In diesen 10 sec fliegt Raumschiff B aber 300000 km in Richtung
Planet/Peilsender. Das heisst, das Signal muss Raumschiff B dann aber am Punkt
x = 2,7 x 1o^6 km erreichen. Dafür braucht das Signal aber nur 9 s!

Das heißt doch dann aber auch, dass man eben doch Einfluss auf die Signalankunft hat.
Die Relativitätstheorie behauptet das Gegenteil.

Bevor man dies alles verwirft, stelle man sich einen stillstehenden Felsbrocken vor, der exakt 2,7 x 10^6 km vom Planeten entfernt in Ruhe steht und natürlich eine Empfangseinrichtung auf seiner Oberfläche hat. Nun erzähle mir doch bitte keiner, dass das Peilsignal den Felsbrocken und das Raumschiff A gleichzeitig erreicht!

Natürlich nicht, wird vermutlich gesagt, aber was ist dann der Unterschied zum Raumschiff B, das sich in exakt der gleichen Entfernung befindet wie der Felsbrocken, aber das Signal gleichzeitig mit dem Raumschiff A erhalten soll, wohingegen der Felsbrocken das Signal früher erhält, obwohl er doch exakt die gleiche Entfernung zum Planeten hat wie das Raumschiff B?

Sucher
















Ich habe mir ein neues Gedankenexperiment einfallen lassen, welches sicher nicht so einfach
zu widerlegen ist. Der Einfachheit halber wird mit LG=300000 km/s gerechnet.
Situation:

Ein Raumschiff A befindet sich in Ruhe bezüglich eines Planeten.
Der Planet befindet sich in einer Entfernung von 10 Lichtsekunden.
Um genau 00:00:00 sendet ein Peilsender auf dem Planeten ein Signal
zum Raumschiff. Dieses Signal erreicht das Raumschiff um 00:00:10.
Soweit, so gut.

Nun kommt aber das Raumschiff B angeflogen, welches exakt knapp neben
der Position des Raumschiffs A ankommt und zwar exakt um 00:00:00.
Das Raumschiff B ist mit 10% LG unterwegs. Die Geschwindigkeit von B ist gleichförmig.
Das Signal vom Peilsender ist 10 sec unterwegs um die Position von Raumschiff A
zu erreichen. In diesen 10 sec fliegt Raumschiff B aber 300000 km in Richtung
Planet/Peilsender. Das heisst, das Signal muss Raumschiff B dann aber am Punkt
x = 2,7 x 1o^6 km erreichen. Dafür braucht das Signal aber nur 9 s!

Das heisst doch dann aber auch, dass man eben doch Einfluss auf die Signalankuft hat.
Die Relativitätstheorie behauptet das Gegenteil.

Bevor man dies alles verwirft, stelle man sich einen stillstehenden Felbrocken vor,
der exakt 2,7 x 10^6 km vom Planeten entfernt in Ruhe steht und natürlich eine Em-
pfangseinrchtung auf seiner Oberfäche hat. Nun erzähle mir doch bitte keiner, dass
das Peilsignal den Felsbrocken und das Raumschiff A gleichzeitig erreicht!

Natürlich nicht, wird vermutlich gesagt, aber was ist dann der Unterschied zum Raumschiff B,
das sich in exakt der gleichen Entfernung befindet wie der Felsbrocken, aber das Signal
gleichzeitig mit dem Raumschiff A erhält, wohingegen der Felsbrocken das Signal früher
erhält, obwohl er doch exakt die gleiche Entfernung zum Planeten hat wie das Raumschiff B?



















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Alt 30.10.2017, 02:17   #19
derwestermann
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Zitat:
Zitat von Sucher Beitrag anzeigen
Das heisst doch dann aber auch, dass man eben doch Einfluss auf die Signalankuft hat. Die Relativitätstheorie behauptet das Gegenteil.
Nö, wo denn? Zudem wird das Signal in Raumschiff B nur eine zehntel Sekunde früher empfangen, da es ja nur c/10 schnell ist. Also 2,97 *10^6km vom Sender entfernt. Du meinst sicher die Effekte der Zeitdilatation, die entstehen aber erst bei realativistischen Geschwindigkeiten oberhalb von 90% der Lichtgeschwindigkeit. Das ergibt sich aus der Relation: t' = t/Quadratwurzel(1-c²/v²).
__________________
Der sicherste Beweis für Ausserirdisches Leben ist, daß noch niemand versucht hat mit uns Kontakt aufzunehmen....

Geändert von derwestermann (30.10.2017 um 02:27 Uhr). Grund: 1- in der Formel vergessen
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Alt 30.10.2017, 02:23   #20
derwestermann
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Zitat:
Zitat von Skarabäus Beitrag anzeigen
Demzufolge müsste ein Teil der Lichtquanten, welche aus den Tiefen des Weltalls zu uns gelangen, von den dazwischen liegenden Sternen absorbiert, festgehalten und eventuell wieder verzögert freigelassen werden.
Dafür ist der interstellare Raum zu leer. Würde das hier angekommene Licht mit irgendetwas gewechselwirkt haben, wären die Bilder der Teleskope nicht so gestochen scharf, wie sie es sind.
Das widerlegte auch, unter anderem, die Anhänger der "Steady state theorie", die die Ausbremsung des Lichtes auf seinem Weg zu uns, für die Rotverschiebung verantwortlich machen wollten.
__________________
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