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Naher Osten Archäologische Funde & News aus Israel, Jordanien, Irak, Iran...

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Alt 24.06.2013, 20:12   #1
Cleo
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Standard Göbekli Tepe

Göbekli Tepe wurde bereits in vielen Threads erwähnt. Da es sich aber um das (bisher) älteste Bauwerk der gesamten Menschheit handelt, hat es diese interessante archäologische Fundstätte verdient, einen eigenen Faden zu erhalten.

Göbekli Tepe liegt im Südosten der Türkei, zwischen Euphrat und Tigris, und soll an die 12.000 Jahre alt sein. Die Kultstätte(?) besteht hauptsächlich aus bis zu 15 Tonnen schweren Monolithen mit sehr gut erhaltenen Reliefs und Hochreliefs von Tieren.

Das Deutsche Archäologische Institut gräbt dort.

Diese Terra X Dokumentation gibt einen guten Überblick über den Fundort.


Was ich bemerkenswert finde ist, dass Menschen in der Steinzeit (die Archäologen billigen den Erbauern Steinwerkzeuge, jedoch keine Metallwerkzeuge zu), höchstwahrscheinlich an der Schwelle vom Nomadentum (Jäger und Sammler) zur Sesshaftigkeit (Ackerbauern und Viehzüchter) Ihren Glauben auszudrücken versuchten, indem tonnenschwere Monolithen am Stück aus dem Fels gehauen, an den Kultort gebracht und dort aufgerichtet wurden. Wie haben die das gemacht? Das Monumentale dieser Kultstätte weist ja schon auf eine hohe Entwicklung hin, die zeitlich wesentlich vor Göbekli Tepe begonnen haben muss. Und warum wurde die Kultstätte bewusst wieder verschüttet, so gegen 8000 v.Chr.?
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Alt 24.06.2013, 20:19   #2
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Cleo Beitrag anzeigen
..... indem tonnenschwere Monolithen am Stück aus dem Fels gehauen, an den Kultort gebracht und dort aufgerichtet wurden. Wie haben die das gemacht?
Das selbe Problem stellt sich in den Anden.

Aber die experimentelle Archäologie kommt den Tricks der Erbauer auf die Schliche. Es ist oft banaler, als man glauben mag.
__________________
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Alt 24.06.2013, 21:41   #3
Cleo
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Aber die experimentelle Archäologie kommt den Tricks der Erbauer auf die Schliche. Es ist oft banaler, als man glauben mag.
Ist es nicht bezeichnend, dass wir nicht auf Anhieb nachvollziehen können, wie monumentale Steine an vielen Orten in der Welt vor Jahrtausenden bewegt/verbaut wurden? Was sagt das über die Menschen vor Jahrtausenden aus?

Easter Island statues 'walked' out of quarry
Sollte ich mir das so ähnlich mit dreimal so schweren Monolithen in der Steinzeit vorstellen?
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Alt 25.06.2013, 09:35   #4
Groschenjunge
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Hi,

Zitat:
Zitat von Cleo Beitrag anzeigen
Ist es nicht bezeichnend, dass wir nicht auf Anhieb nachvollziehen können, wie monumentale Steine an vielen Orten in der Welt vor Jahrtausenden bewegt/verbaut wurden?
Was genau sagt das denn nun aus?


Zitat:
Zitat von Cleo Beitrag anzeigen
Was sagt das über die Menschen vor Jahrtausenden aus?
aus http://www.clavius.info/technasa.html
Zitat:
Nur weil wir heute auf die eine oder andere spezielle Technik angewiesen sind, um anspruchsvolle Aufgaben zu erledigen, bedeutet das nicht, dass es unmöglich war, diese Aufgabe zu erfüllen, bevor unsere moderne Technik erfunden wurde. Zum Beispiel nutzen fast alle modernen Uhren einen integrierten Echtzeituhrenschaltkreis, der alle Zeitmessungen erledigt. In den 70er Jahren besaßen wir analoge Uhren, die elektrische Synchronmotoren benutzten, um präzise ein mechanisches Getriebe zu betätigen. Wäre es richtig, wenn wir sagen würden, dass eine korrekte Zeitmessung unmöglich war, bevor es diese integrierten Schaltungen gab? Sicherlich nicht. Gleichermaßen nutzten alte mechanische Uhren ein Pendel und die Federkraft, um überraschend genau die Zeit anzuzeigen.
Was lernen wir daraus? Nur weil wir heute eine spezielle Technik wählen, um ein Problem zu lösen, heißt das noch lange nicht, dass das Problem unlösbar war, bevor wir die heutige Technik besaßen. Die Apollo-Ingenieure verfügten nicht über transportable Hochgeschwindigkeits-Computer, um ein vollständiges Steuerungssytem zu bauen. Somit mußten sie die Steuerung anders aufbauen. Der Computer war nur ein Teil des Steuerungssystemes. Als John Glenn in der Mercury Kapsel die Erde umrundete, stand ihm kein Computer zur Verfügung. Dennoch arbeitet seine Kapsel vollautomatisch.
Die Moral der Geschichte ist, dass Menschen sehr erfindungsreich sein können, wenn sie über eine begrenzte Anzahl von Werkzeugen verfügen.
-gj
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"Der frühe Vogel mag vielleicht den Wurm fressen, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse." Vince Ebert
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Alt 25.06.2013, 11:10   #5
Tarlanc
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Zitat:
Zitat von Cleo Beitrag anzeigen
Was sagt das über die Menschen vor Jahrtausenden aus?
Dass sie über Generationen die Bearbeitung und den Transport von Materialien perfektioniert haben, die ihnen zur Verfügung standen. Nicht nur antike Steinmetze, sondern alle Meisterberufe bauen auf dem Wissen von Generationen auf. Wissen, das verloren geht, wenn der letzte seiner Zunft stirbt, ohne Aufzeichnungen zu hinterlassen.
Um das Wissen zu rekonstruieren braucht auch der moderne Mensch wieder Generationen von Forschern.
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Even people who are a pain in the arse can stimulate new thinking.
Vaughan Bell, Institute of Psychiatry, London
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Alt 25.06.2013, 23:04   #6
Cleo
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Was ich meine ist Folgendes:

Wenn man einer Arbeitsgruppe, bestehend aus den entsprechenden Fachleuten, Zeit und finanzielle Mittel zur Verfügung stellen würde, bin ich davon überzeugt, dass diese, meinetwegen nach dem Trial-and-Error-Prinzip, ein … sagen wir mal… echtes, mittelalterliches Fachwerkhaus oder ein römisches Aquädukt mit der damaligen Zeit entsprechenden Konstruktionsmaterialien und –methoden in Originalgröße zustande bekommen würde. Auch wenn die Techniken/Bauweisen heutzutage nicht mehr üblich sind, können diese mit Sicherheit wiederbelebt werden.

Das würde ich nicht sagen zum Beispiel von den folgenden Bauten: Baalbek (speziell die Fundamente) oder Ollchantitambo. In absehbarer Zeit würde eine solche Arbeitsgruppe keine auch nur annähernd ähnlichen Ergebnisse liefern, weder mit den zur angenommenen Entstehungszeit vermuteten Mitteln noch mit den heute üblichen Großgeräten.

Das führt zu der Frage: Müssen wir an diesem Punkt nicht anerkennen, dass Methoden und Techniken in der Vergangenheit angewandt wurden, von denen wir heute nichts mehr wissen, die wir einfach nicht nachahmen und nachvollziehen können? Es ist ja richtig, dass Wissen und Fertigkeiten im Lauf der Geschichte ersetzt werden oder verlorengehen können, weil sie bedeutungslos werden. Aber wann sonst kann man von einer höheren Zivilisation in der Vergangenheit sprechen, wenn nicht an dem Punkt, an dem niemand heutzutage eine konstruktive Idee hat, wie objektiv existierende Bauten entstanden sein könnten?
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Alt 17.08.2013, 13:51   #7
basti_79
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Beiträge: 9.257
Standard Der Tempel von Göbekli Tepe

Ein 11.000 Jahre alter Tempel könnte dazu gedient haben, den Stern Sirius zu verehren.

http://www.newscientist.com/article/...-dog-star.html
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2013, 19:08   #8
kfir007
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Tja, ärgerlich, wenn man nicht englisch kann ist man aufgeschmissen.

Aber vielleicht, könnte auch der Herr basti sich mehr um die deutsche Sprache bemühen

Wäre sehr nett

Geändert von kfir007 (17.08.2013 um 19:11 Uhr).
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Alt 17.08.2013, 19:39   #9
Acolina
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Beiträge: 10.890
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Du lebst ja auch noch

Soweit ich das gerade überblicke, gibt es dazu noch nichts in Deutsch, aber mit etwas gutem Willen kann man der Googleübersetzung das Wichtigste entnehmen. Mit etwas Glück taucht diese Meldung aber auch noch in deutschsprachigen Publikationen auf.

Basti hat es aber in seinem einleitenden Satz sehr gut zusammen gefasst: Göbekli Tepe diente evtl. (auch) der Beobachtung Sirius, der ca. 9300 BC als sehr heller Stern über dem Horizont auftauchte und wohl von daher die Leute damals faszinierte. (Auch im alten ägyptischen Kalender spielte Auf- und Untergang von Sirius eine Rolle.) Herausgefunden hat das der Archäoastronom Giulio Magli von der Uni in Milan (vllt. findest du da ja was in italienisch zu, falls du das kannst) mit Hilfe einer Simulation des Himmels zu der Zeit, als Göbekli Tepe erbaut wurde, und genauen Karten dieser Anlage.

Ist übrigens ein beeindruckender Ort, ich war schon da und kann es nur empfehlen
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 25.08.2013, 12:18   #10
RolandHorn
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http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...bekli.html

Gruß
Roland
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