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Astronomie Hier geht's nicht nur um Astronomie im klassischen Sinne, sondern auch um all die Mythen, Geschichten und Prophezeiungen, die sich rund um Sterne, Kometen und andere Himmelskörper ranken.

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Alt 19.06.2013, 18:41   #1
Skarabäus
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Standard Mondkrater

In Betrachtung des Mondes stellt sich die Frage, wieso dieser mit unzähligen und teilweise auch riesigen Kratern übersät ist. Es muss doch ein gewaltiges Bombardement über mehre Jahrmillionen gewesen sein.

Wenn die Theorie richtig ist, dass der Mond ein "abgesprengtes" Teil der Erde ist, dann müssten doch beide Himmelskörper gleich alt sein.

Die Gravitation der Erde ist ein vielfaches größer als die des Mondes. Demnach hätten doch noch viel mehr Meteoriten aller Größenordnungen auf der Erde einschlagen müssen als auf dem Mond. Meteoriten Krater auf der Erde muss man jedoch suchen. Die Krater kann man an allen zehn Fingern abzählen.

Ja könnte man jetzt sagen, die Erde hat ja auch eine Atmosphäre wo die Asteroiden verdampft sind. Gemessen an der Größe der Krater auf dem Mond, müssen diese Geschosse doch gewaltige Ausmaße gehabt haben. Die Erdatmosphäre hätte doch dem gegenüber kaum etwas bewirken können.

Sind denn diese prähistorischen Narben alle durch die Plattentektonik verschwunden, oder wie kann man sich das erklären?
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Alt 19.06.2013, 21:17   #2
Durga
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In etwa so muss man sich das tatsächlich vorstellen. Pro Tag erreicht eine meteoritische Gesamtmasse von 1000 bis 10 000 t die Erde, wobei der größte Teil auf unsichtbare Mikrometeoriten fällt. Größere Meteoriten sind selten.
Es gibt auf der Erde eine Anzahl beachtlicher Meteoritenkrater (z.B. Nördlinger Ries). Im Gegensatz zum Mond, auf dem es weder Regen noch Wind gibt, werden auf der Erde durch Erosion die Krater abgetragen, sie werden von Pflanzen überwuchert oder befinden sich in den Ozeanen.
Plattentetonik trägt sicher wesentlich dazu bei. Ehemalige Meeresböden bilden die heutigen Alpen, da wäre ein Krater gewiss verschwunden.
Irgendwo habe ich gelesen, dass Satelliten inzwischen viele alte Meteoriteneinschläge auf der Erde entdeckt haben sollen, in tieferen Erdschichten und Ozeanböden.
Der Mond, der in frühester Zeit aufgrund einer Kollosion der jungen, noch nicht ausgekühlten Erdoberfläche mit einem grösseren Objekt aus ihr entstanden ist, kühlte schneller aus und war dem damaligen Bombardement ausgesetzt, wir die Erde auch. Nur hat sich beim Mond die Oberfläche seither kaum verändert, alle Einschläge sind seit Beginn seiner Tage erhalten geblieben, während die Erde ihr Aussehen sehr stark verändert hat. Aus einem einzigen Grosskontinent entstanden die heutigen Kontinente mitsamt den Gebirgen.

Geändert von Durga (19.06.2013 um 21:20 Uhr).
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Alt 20.06.2013, 10:00   #3
Llewellian
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Das nennt sich schlicht und einfach Verwitterung.

Viele Krater sind einfach zugeschüttet, erodiert, mit Wasser gefüllt oder überwachsen. Nur bei wenigen jüngeren Beispielen in der Wüste sieht ein Krater auch noch aus wie ein "Krater"TM

Der hier wurde nur vom Satelliten entdeckt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Manicouagan-Krater

Gleiches hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Chesapeake-Bay-Krater

Oder hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lac_%C3...0%99Eau_Claire

Oder in Afrika:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gweni-Fada

Im Gegensatz zum Mond haben wir Tektonik, Vulkanismus, Atmosphäre, Regen, Wind... etc. Bei uns hält sich das nicht so lange. Siehe auch die Venus. Ja sogar der Mars hat nicht so viele sichtbare Krater wie die meisten atmosphärenlosen Monde.
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Alt 21.06.2013, 16:32   #4
Skarabäus
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Es kann eigentlich auch nicht anders sein, im übertragenen Sinne lässt die Atmosphäre neben anderen Naturerscheinungen, die Krater verschwinden. Denn ohne dieser gäbe es kein Wetter und damit auch keine Korrosion. Es gäbe weder Pflanzen noch Tiere welche die Umwelt verändern usw.

Betrachtet man nur allein unser Sonnensystem mit seinen Planeten und zahlreichen Monden. Welche speziellen Voraussetzungen mussten auf unserer Erde erfüllt sein dass sich eine Atmosphäre ausbilden und halten konnte unter deren Obhut Leben gedeihen kann. Es ist schwer vorstellbar das es noch einmal im Universum die gleichen Voraussetzungen gegeben hat um ein Äquivalent zu unserer Erde zu erschaffen.

Damit stellt sich immer wieder die Frage, sind wir als Hominiden allein im All?

Geändert von Skarabäus (21.06.2013 um 16:36 Uhr).
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Alt 21.06.2013, 18:54   #5
Durga
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Die wichtigste Voraussetzung eines Planeten, um eine Atmosphäre festzuhalten, ist seine Masse. Diese muss ausreichend groß sein, so dass die Gravitation die Atmosphärenmoleküle am Entweichen ins All hindern kann.

Daneben ist die Wärme des Planeten entscheidend. Je heißer desto größer ist die Wärmeenergie der Atmosphärenmoleküle, umso schneller erreichen sie eine Geschwindigkeit, mit der sie die Anziehungskraft des Planeten überwinden.
Beim Merkur, der nur fünf Prozent der Erdmasse hat, dafür Temperaturen bis zu 400 Kelvin, kann keine Atmosphäre vorhanden sein.

Ob es nun weitere Planeten im fernen Universum gibt, die Leben hervorgebracht haben könnten, lässt sich schwer abschätzen. Unmöglich ist es sicher nicht, irgendeine Art Leben kann sehr wohl irgendwo existieren. Selbst die Möglichkeit von intelligentem Leben schließen optimistische Wissenschaftler nicht aus, doch im günstigsten Fall halten sie aufgrund der riesigen Entfernungen höchstens eine Kommunikation für möglich, aber keinesfalls einen Besuch.
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Alt 21.06.2013, 20:29   #6
Skarabäus
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Zitat:
Zitat von Durga Beitrag anzeigen
Ob es nun weitere Planeten im fernen Universum gibt, die Leben hervorgebracht haben könnten, lässt sich schwer abschätzen. Unmöglich ist es sicher nicht, irgendeine Art Leben kann sehr wohl irgendwo existieren. Selbst die Möglichkeit von intelligentem Leben schließen optimistische Wissenschaftler nicht aus, doch im günstigsten Fall halten sie aufgrund der riesigen Entfernungen höchstens eine Kommunikation für möglich, aber keinesfalls einen Besuch.
SETI ist immer wieder ein sehr interessantes Thema. Man hat es bis heute noch nicht aufgegeben diese Suche fortzusetzen. Ich für meinen Teil denke dass alles nur ein unerfüllter Menschheitstraum ist bei allen Investitionen die gemacht wurden. Z.Zt. soll ja das amerikanische ATA in Betrieb sein welches neben wissenschaftlichen Forschungsarbeiten parallel auch SETI weiterbetreibt.

Selbst eine Kommunikation würde sich bestimmt als sehr schwierig erweisen, wenn man bedenkt das schon ein Signal innerhalb unseres Sonnensystems z.B. bis zum Pluto mehrere Stunden benötigt. Wie soll das dann erst gehen wenn Lichtjahre überbrückt werden müssen.

Selbst dann müssten es Wesen sein die in etwa dem Menschen ähnlich sind und Apparate bauen können, welche einer ähnlichen wenn nicht gar gleichen Technologie wie der unsrigen entspricht.

Dann muss man auch das richtige Zeitfenster haben, das auch eine intelligente Lebensform zur gleichen Zeit Hochtechnologie betreibt und an uns interessiert ist und diese darf nicht zu weit entfernt sein, und und und.

Ich sehe extragalaktische Zivilisationen, wenn es diese geben sollte, wie ein "Feuerwerk" am riesigen Firmament. Es ist ein aufblitzen und vergehen, denn Zivilisationen sind kein Produkt der Ewigkeit.

Selbst auf unserer Erde wird die Luft bald knapp wenn man an die kommende Überbevölkerung in spätestens zweihundert Jahren denkt. Was soll da ein Signalaustausch welcher mindestens mehrere tausend Jahre dauern würde, wenn es dann die Menschheit schon lange nicht mehr gibt.

Ich glaube man macht sich hier falsche Hoffnungen und will einfach nicht wahrhaben dass wir die einzigen im All sind. Was nützen mathematische Hochrechnungen, um zu beweisen, dass es nur so um uns herum von intelligenten Wesen wimmelt. Es wird zu keinem Kontakt kommen weder funktechnischer noch visueller Art, davon bin ich felsenfest überzeugt.

Also bleiben wir auf unserer guten alten Erde und entwickeln Technologien zur Abwehr von Asteroiden damit kein neuer Krater unser aller noch verbleibendes Leben in Gefahr bringen kann.
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Alt 21.06.2013, 20:52   #7
Durga
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Nun, das sehe ich ähnlich. Eine Kommunikation mit einer, sagen wir mal 10 Lichtjahre entfernten Zivilisation, falls es eine solche in einer fast schon extremen Nähe gäbe, würde also doch mindestens 20 Jahre benötigen, bis auf eine Frage eine Antwort käme. Persönlich halte ich Kontakt zu außerirdischen intelligenten Lebensformen für unrealistisch, aber ihre mögliche Existenz möchte ich nicht grundlegend verneinen, dafür ist dieses Weltall schlicht zu groß und unerforscht.
Wurde das SETI Projekt eigentlich nicht unlängst eingestellt?
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Alt 22.06.2013, 10:23   #8
Skarabäus
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Zitat:
Zitat von Durga Beitrag anzeigen
Wurde das SETI Projekt eigentlich nicht unlängst eingestellt?
Das SETI-Programm läuft z.Zt. weiter, siehe mal unter wikipedia nach mit folgendem Link:

http://de.wikipedia.org/wiki/SETI@home

Es wäre schon eine Sensation wenn man etwas unnatürliches empfangen würde was auf eine künstlich erzeugte Quelle zurückführbar wäre.
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Alt 22.06.2013, 18:27   #9
Durga
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Ja, danke, interessanter Link. Die Forschung geht also weiter.
Zweifelsohne wäre es eine Sensation, wenn wirklich Signale empfangen würden, die unmöglich einer natürlichen Quelle zuzuordnen wären.
Allerdings wüsste man dann immer noch nicht, ob es diese Zivilsation noch gibt, wenn sie aus sehr weiten Entfernungen stammten.
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Alt 23.06.2013, 14:51   #10
Skarabäus
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Ich weiß nicht, macht es eigentlich Sinn, diesen Zweig der "Wissenschaft" noch weiter zu betreiben. Das bringt doch alles nichts. Selbst wenn man irgendwelche Signale empfangen würde, dann hätte man zwar seine Neugier gestillt aber mehr auch nicht. Zum anderen würde man noch lange nicht wissen ob der Absender überhaupt noch existiert, von einer Entschlüsselung der Signale ganz zu schweigen.

Aber so ist nun mal die Natur des Menschen. Auch ich war einmal ein starker Verfechter der Raumfahrt und komme immer mehr zur Überzeugung dass die Forschungen, welche über unser Sonnensystem hinausgehen eigentlich so gut wie gar keinen Sinn machen. Enorme Summen werden dafür ausgegeben, welche man woanders sinnvoller einsetzen könnte.

Man kann doch sowieso nichts ändern wenn eine Supernova einen Gammablitz in den Raum schickt oder ein schwarzes Loch uns besuchen kommt. Wir wissen vielleicht einmal wann so ein Ereignis eintreten könnte, retten kann uns diese Entdeckung jedoch nicht.

Mit Raumschiffen die Erde zu verlassen und in den Weiten unserer Galaxis neuen Lebensraum zu finden ist das blauäugiste was man sich nur vorstellen kann.

Eine viel größere und wichtigere Aufgabe dürfte vor uns liegen, nämlich die Menschheit in Zukunft zu ernähren und vor einer Überbevölkerung zu bewahren. Hier dürfte man sich hundertmal mehr Gedanken machen, als dem dubiosen Urknall und anderen sinnlosen Forschungen nachzugehen.

Das über allen stehende Ziel müsste sein, die Erde bewohnbar zu erhalten und gegen alle inneren und äußeren schädlichen Einflüsse zu schützen, welche durch die Menschheit abgewendet werden könnten.
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