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Mission Mars Das größte Raumfahrtprojekt unseres Jahrhunderts - Wann werden die ersten Menschen auf dem Mars landen? Was erwartet sie dort? Wird man den Mars mittels Terraforming in einen blühenden Planeten verwandeln?

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Alt 22.08.2003, 12:33   #1
Dragonhoard
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Standard Anscheinend doch kein "Second Earth" zu Urzeiten

Der urzeitliche Mars wird gerne als ein feuchter Planet beschrieben, auf dem Wasser durch riesige Canyons in einen Ozean fließt. In dieser Umgebung, so die Vermutung, könnte sich Leben entwickelt haben, von dem es unter der Oberfläche noch immer Spuren gibt. Neue Forschungsergebnisse allerdings stören dieses Szenario: Danach war der Mars schon immer eine kalte gefrorene Welt.

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Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt. Albert Einstein
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Alt 22.08.2003, 14:52   #2
HaraldL
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Vielleicht gab es damals an manchen Stellen flüssiges Wasser, weil es im Uranerz zu Kettenreaktionen kommen konnte, wie vor 3 Milliarden Jahren auch in Oklo in Afrika, siehe http://www.forum.grenzwissen.de/thre...?threadid=1051
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Alt 23.08.2003, 00:09   #3
Sereck
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das könnte sehr wohl sein.natürliche reaktoren scheinen ja in der frühzeit der planeten keine seltenheit gewesen zu sein.
warum also sollte es nicht auch auf dem mars einen gegeben haben.
nun müsste man nur noch wissen ob es heute noch spuren von uran auf dem mars gibt.
naja schweift etwas ab vom thema.
alllerdings wird in diesem artikel von vieleicht und wahrscheinlich gesprochen.vieleicht gab es einst ja doch kleine flüsse auf dem mars.
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Alt 24.08.2003, 17:56   #4
Dragonhoard
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Nun diese Argumentation kann ich nicht wirklich gelten lassen, weil es sich dabei um einen Zirkelschluß handelt.

Zu einer Kettenreaktion im Uranerz kann es nur kommen, wenn flüssiges Wasser als Moderator zur Verfügung steht. Wenn das Wasser aber erst durch den Kernprozess zu schmelzen gebracht wird, woher kommt dann das flüssige Wasser für diese Reaktion?

Außerdem glaube ich nicht, dass es dadurch zu größeren Auftauen von Eisflächen kommt. Was noch negativ wirkt: Das Eis würde nur in der Nähe der Uranerzvorkommen schmelzen, dort wo auch die höchste Strahlung herrscht. Keine gute Voraussetzungen für Leben in unserem Sinn.
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Alt 25.05.2004, 10:32   #5
Desert Rose
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Beiträge: n/a
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Eine neue Theorie. Wohlgemerkt, das gezeigte Foto ist das ergebnis eines Versuches, und KEINE Aufnahme vom Mars!

Zitat:
25. Mai 2004

Marsforschung


Ein trockener Rutsch

Sind die "Flüsse" auf dem Mars ohne Wasser entstanden?


Einst bedeckte ein gewaltiger Ozean den Mars, gespeist von zahlreichen Strömen. Die Spuren, so glauben manche Wissenschaftler, sind noch heute deutlich zu erkennen: ausgetrocknete Flusstäler und erodierte Uferzonen. Das alles kennt man ja von der Erde - nur ist der Mars eigentlich eine ganz andere Welt.
Auch Wissenschaftler sind nur Menschen und können sich irren. So veröffentlichte der Direktor der Mailänder Sternwarte Schiaparelli im Jahre 1878 seine Beobachtungen der Marskanäle, die er und zahlreiche Nachfolger für künstliche Bewässerungssysteme auf dem Roten Planeten hielten. Ganz klar also: Auf dem Mars gibt es Leben. Kaum ein Astronom, der nicht selbst einmal deutlich die Kanäle gesehen haben wollte, eben weil er sie hatte sehen wollen. Erst 1911 läuten die gründlichen Untersuchungen von Barnard das Ende dieses populären Irrglaubens ein. Und die Besuche der verschiedenen automatischen Sonden auf dem Planeten ließen die kleinen grünen Männchen vollständig aussterben.

Doch so schnell gibt sich die Hoffnung auf lebendige Nachbarn im Weltall nicht geschlagen. Allerdings kommt sie nun schrittchenweise daher: Zunächst geht es nur um die Existenz von Wasser. Ohne dieses Molekül kann das Leben - auf der Erde - nicht, und darum suchen und finden Forscher flüssiges oder gefrorenes Wasser im Sonnensystem. Natürlich auch auf dem Mars, denn der liegt schließlich fast in Besucherreichweite.

Dummerweise ist der Mars aber, wie wir ihn kennen, ein ziemlich trockener Ort. Einzig an den Polen erstrecken sich weiße Kappen, die jedoch zum Teil aus Kohlendioxideis bestehen. Aber was nicht ist, das kann ja mal gewesen sein und seine Spuren hinterlassen haben. Und tatsächlich zeigen einige Bilder, die von der Raumsonde Mars Global Surveyor aufgenommen wurden, Strukturen, wie sie auf der Erde praktisch nur durch fließendes Wasser geschaffen werden. Legen die erodierten Steilhänge und Abflusskanäle somit ein Zeugnis für die feuchte Vergangenheit des Planeten ab? Manche Forscher sind weiterhin skeptisch, denn in jenen Regionen steigt die Oberflächentemperatur selten oder gar nicht über minus 50 Grad Celsius. Selbst wenn es Wasser gegeben hätte, wäre es dort wohl kaum geflossen, geben sie zu bedenken.


Mit trockenen Körnchen lassen sich Strukturen erzielen, die verdächtig an Erosionskanäle und ähnliches erinnern, wie dieses Falschfarbenbild von den Experimenten der Wissenschaftler zeigt. Könnte unser trockener roter Nachbar also auch auf anderem Wege zu einigen seiner typischen Oberflächenformen gekommen sein?
© Troy Shinbrot



Es drängt sich die Frage auf, woher die Strukturen dann stammen, wenn sie nicht auf Flüsse zurückgehen sollen. Eine denkbare Antwort dazu geben Wissenschaftler der Rutgers-Universität. Mit ausgesprochen einfachen Experimenten schuf das Team um Troy Shinbrot im Kleinen, was der Mars im Großen zeigt. Alles, was dazu nötig war, sind winzige Hohlkügelchen aus Keramik mit Durchmessern zwischen 4 und 90 Mikrometern und eine Plastikwanne. Die Kügelchen kippten die Forscher an einer Seite in die Wanne und klopften dann gegen die Wand, bis das Ganze ins Rutschen kam. Im richtigen Ausschnitt fotografiert ergeben sich Miniaturstrukturen, die den Vorbildern auf dem Mars zum Verwechseln ähnlich sehen. Abrutschkanten, kleine Bächlein, tiefere Rillen, reflektierte Wellen - alles ist auch im Zentimetermaßstab zu finden.

Natürlich haben die Sandkastenspiele der Wissenschaftler auch einen theoretischen Hintergrund. Mag der Mars in einiger Hinsicht auch der Erde ähneln, so muss man bei seiner Erforschung nämlich auch die Unterschiede berücksichtigen. In diesem speziellen Fall kommt es auf die unterschiedliche Schwerkraft an, die auf dem Mars nur 38 Prozent des Erdwertes beträgt. Was einem zukünftigen Raumfahrer große Sprünge erlaubt, wirkt sich auch auf das Fließverhalten trockener Substanzen aus: Einmal in Bewegung geraten, rutschen sie deutlich schneller und setzen sich viel langsamer wieder ab. Genau jene Eigenschaften ließen sich mit den Hohlkügelchen in der Wanne gut simulieren. Und baut man die Versuche noch ein wenig aus, nähern sich die Bedingungen zusätzlich der dünnen Atmosphäre und den starken Winden auf dem Mars an. Die Strukturen werden den vermeintlichen ausgetrockneten Flüssen dadurch noch ähnlicher - ohne einen Tropfen Wasser.

Shinbrot und seine Kollegen sind sehr vorsichtig bei der Interpretation ihrer Ergebnisse. Sie zweifeln nicht die Anwesenheit von Wasser auf dem Mars an - dafür gibt es inzwischen weitere gute Hinweise aus ganz verschiedenen Messungen. Auch behaupten die Forscher nicht, alle vermeintlichen Flussstrukturen seien in Wirklichkeit auf trockenem Wege entstanden. Aber sie regen dazu an, zunächst auch andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, bevor jemand aufgrund von Marsbildern laut "Wasser" schreit. Manchmal könnte eine nachdenkliche Runde im Sandkasten zum nötigen wissenschaftlichen Abstand verhelfen.

Olaf Fritsche
Freier Journalist www.wissenschaftwissen.de

© spektrumdirekt
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