:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften ::

 

Zurück   :: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften :: > Erde, Weltraum & Forschung > Rund um Naturwissenschaft

Rund um Naturwissenschaft Neue Technologien, Physik, Chemie, Neue Energien, Tesla & Co ...

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 13.09.2012, 19:32   #1
MiBeX
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Strings vorstellen?

Ich weiß nicht, wie ich mir die Strings vorstellen soll. Sind diese im Calabi-Yau-Raum, oder in unserem (3 dimensionalen Raum)?

(Bild: das schwarze soll den String darstellen. Das rote ist die Form wie er schwingt, (falls das erste zutrifft (er befinde sich IM calabi-yau-raum)))

In seinem Buch "das elegante Universum" hat Greene erklärt, dass diese Räume großen Einfluss auf die Möglichen Schwingungsmuster hat.

Denn diese Eigenschaft könnte benutzt werden, um folgendes Problem zu lösen: Wie der Autor zuvor erklärt hat, ist ein String sehr stark gespannt. Dies hat zur Folge, dass er mit einer höheren Energie schwingt, also ein energiereicheres Schwingungsmuster besitzt. Wenn ein String ein energiereiches Muster besitzt, dann heißt es, dass die Wellenlänge klein ist, und die Amplitude zwischen Wellenhöhe und Wellentiefe sehr groß ist. Aber dies führt dazu, dass wir Teilchen sehen, (eigentlich gibt es ja den Begriff "Teilchen" nicht. Je nachdem wie der String schwingt, interpretieren WIR ein Teilchen) die eine immense Masse besitzen (weil Energie zur Masse äquivalent ist). Dieses Problem kann man aber lösen, da auch ein String Quantenfluktuationen unterworfen ist. Somit heben sich die Energien der Quantenfluktuationen und der Stringschwingung auf, und es bleibt eine geringere Energie zurück, welche den Massen der entsprechenden Teilchen entspricht.

Wüde meine Interpretation stimmen (der String schwinge IM calabi-yau-raum), so würden seine Schwingungen begrenzt sein. Denn der String würde ja an "Grenzen stoßen), und nicht so stark schwingen (siehe Bild). Folglich kämen nicht solche großen Teilchenmassen raus.

Meine Fragen also:

1. Stimmt meine Interpretation? (Wenn nicht, wie muss man es sich richtig vorstellen)?

2. Stimmt der letzte Absatz?
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg i-c102e8db58b9dd070b30f8535494bbb2-Quintic_1.jpg (12,5 KB, 7x aufgerufen)
  Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2012, 20:11   #2
Sakslane
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Sakslane
 
Registriert seit: 27.11.2006
Ort: Tartu, Estland
Beiträge: 2.781
Standard

Eigentlich sollte man sich einen String gar nicht so anschaulich vorstellen. Strings sind keine klassischen Objekte, die schwingen wie eine Saite - auch wenn das gerne so dargestellt wird. Stattdessen genügen sie den Gesetzen der Quantenmechanik und auch diese "Schwingungen" sind Quanteneffekte.

Um deine Frage(n) zumindest zum Teil zu beantworten, hilft vielleicht eine Analogie. Wenn man sich Teilchen in der Quantenmechanik anschaut, beginnt man mit klassischen Teilchen, die sich in 3 räumlichen Dimensionen bewegen können. Wenn man das ganze noch relativistisch macht, hat man es mit der 4-dimensionalen Raumzeit zu tun. Analog dazu beginnt man in der Stringtheorie klassisch mit einem String, der sich in 10 Raumzeit-Dimensionen bewegt, und zwar zunächst einmal völlig unbegrenzt. Die Aufteilung in sichtbare Raumdimensionen und einen kompakten Raum (typischerweise eben eine Calabi-Yau-Mannigfaltigkeit) kommt erst einen Schritt später. Prinzipiell kann sich der String aber in allen Dimensionen bewegen, egal ob kompakt oder nicht.

Dieses "an Grenzen stoßen" kommt bei Strings allerdings nicht so vor, wie es die klassische Vorstellung nahe legt. An dieser Stelle funktioniert die Anschauung nicht mehr, man braucht die Quantenmechanik. Tatsächlich muss man sich den String hier eher als eine Welle vorstellen. Wenn eine solche Welle sich in einer Raumzeit befindet, die zum Teil kompakt ist (siehe Calabi-Yau), dann bedeutet das eine Einschränkung an die "Randbedingungen" der Welle, d.h. wenn sie sich selbst einholt, darf sie sich nicht auslöschen - dadurch sind nur noch bestimmte Wellen erlaubt und das gibt dann Einschränkungen an die erlaubten "Schwingungsmoden" und Energien.
Sakslane ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Stichworte
calabi-yau-raum, dimensionen, physik, stringtheorie

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Peitschende Strings knallen nicht, sondern erzeugen Gravitationswellen Desert Rose Rund um Naturwissenschaft 0 16.06.2004 10:22


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 12:59 Uhr.


Powered by vBulletin® ~ Copyright ©2000 - 2017 ~ Jelsoft Enterprises Ltd.


Das forum.grenzwissen.de unterliegt der Creative Common Lizenz, die Sie hier nachlesen können.
Wir bitten um Benachrichtigung, falls Sie Inhalte von uns verwenden.