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Rund um Naturwissenschaft Neue Technologien, Physik, Chemie, Neue Energien, Tesla & Co ...

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Alt 08.05.2002, 15:29   #1
Maniac
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Ausrufezeichen Unbekannte Energie

Hi Leute!!!!

Bereits vor Jahren wurde die Wissenschaft durch die Tatsache verunsichert, dass sich die Expansion unseres Weltalls beschleunigt und nicht etwa verlangsamt. Und auch die NASA rätselt seit geraumer Zeit, warum ihre fernsten Sonden abgebremst werden. Welche unbekannte Kraft mag hinter diesen Phänomenen stecken? Nun wurde das Konzept einer zusätzlichen Energie im Kosmos bereits von Albert Einstein im Rahmen seiner Allgemeinen Relativitätstheorie in Erwägung gezogen. Später verwarf er die Idee allerdings und erachtete eine zusätzliche Energie als überflüssig.

"Es scheint, als würden sich die Sonden nicht nach den bekannten Gesetzen der Gravitation richten", berichtet Nasa-Forscher John Anderson, der die Analysen der Flugabweichungen geleitet hat. Das Phänomen der Verlangsamung konnte beispielsweise bei "Pioneer 10" beobachtet werden, die 1972 zu den äußeren Planeten des Sonnensystems geschickt wurde und erst kürzlich - nach monatelangem Schweigen - wieder Kontakt mit der Nasa aufgenommen hatte. Aber auch die Schwestersonde "Pioneer 11" wird von dieser seltsamen Kraft gebremst.
Geringe Bremswirkung - großes theoretisches Problem: Da beide Sonden mit einer Geschwindigkeit von rund 43.000 Kilometern in der Stunde durch das All jagen, fällt die unbekannte bremsende Kraft kaum ins Gewicht. "Wenn sich der Effekt aber als real erweist, hätte das große Auswirkungen auf die Kosmologie und die Steuerung von Raumschiffen", erläutert Philip Laing von der Aerospace Corporation in einem Interview mit der britischen Zeitung "Sunday Telegraph".

Zunächst vermutete die Nasa, dass ein Gasleck oder gar ein unbekanntes Objekt für die Abweichungen verantwortlich sei. Doch "Pioneer 11", die 1973 in die entgegengesetzte Richtung ins Sonnensystem geschickt wurde, wurde auf ihrer Flugbahn ebenfalls abgebremst - von eben dieser mysteriösen Kraft. Schließlich fand man nach eingehender Kontrolle die Verzögerungen auch noch bei der Jupitersonde Galilieo und bei Ulysses, die die Sonne umrundet.

Was meint ihr dazu???? Gibt es so eine Art "Äther", oder warum werden die Sonden langsamer????

Quelle "www.freenet.de"
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Alt 09.05.2002, 21:35   #2
Dragonhoard
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Standard RE: Unbekannte Energie

Zitat:
Original von Maniac
Was meint ihr dazu???? Gibt es so eine Art "Äther", oder warum werden die Sonden langsamer????
Das dafür der Äther zuständig ist, glaube ich nicht. Man kann mit einem einfachen Experiment (Michelson-Interferometer) nachweisen, dass es einen solchen Äther nicht geben kann.

Was die Sonden abbremst könnte allerdings für die Raumfahrt und die Physik/Astronomie sehr wichtig sein. Vielleicht ist es ein Einfluß der "dunklen Materie".
__________________
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt. Albert Einstein
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Alt 12.05.2002, 13:34   #3
Sensorium
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Es könnte die Gravitation unseres Sonnensystems sein. Diese hier beschriebene Sonde befindet sich kurz vor dem Austritt aus unserem Sonnensystem. Man benötigt dafür eine gewisse Geschwindigkeit, so wie eine Rakete eine gewisse Geschwindigkeit braucht, um von der Erde ins All zu gelangen.

Auch könnte man Einsteins Relativitätstheorie ins Spiel bringen. Bei dieser hohen Geschwindigkeit entsteht eine nicht zu nachlässigende Zeitdehnung die sich über die Jahrzehnte deutlich in Form von einer "anscheinend" langsameren Geschwindigkeit bemerkbar macht. Die Erde ruht im Vergleich zur Sonde. Und die Sonde bewegt sich mit 40000 km/h. Für die Erde vergeht die Zeit schneller und die Zeit der Sonde vergeht aus Sicht der Erde langsamer, nämlich um den Faktor: 1,000.000.0334. Das heißt auf auf der Erde vergeht 1 s und auf der Sonde in dieser Zeit 1,0000000334 s. Das bedeutet ihre Geschwindigkeit wird auch um diesen Faktor weniger als die Startgeschwindigkeit von 1972.

Ich möchte hier nicht weiter damit ausholen.

Ich schreibe gerade eine Arbeit über "Auswirkungen des Zeitdehnungfaktor über einen längeren Zeitraum". In dieser Arbeit erkläre ich, warum vor 65 000 000 Jahre ein Jahr 400 Tage hatte und heute nur noch 365 Tage.

Ich werde euch demnächst diesen Thema posten.

Und ich bin kein Professor, sondern nur ein 17-jähriger Elftsklässler, der sich ein bischen für sowas interessiert.

Bis dann !!!
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Alt 12.05.2002, 14:26   #4
Inquisitor
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Zitat:
Das heißt auf auf der Erde vergeht 1 s und auf der Sonde in dieser Zeit 1,0000000334 s
Müßte es nicht eigentlich umgekehrt sein?
Weiß jemand, seit wann sich die Geschwindigkeit der Sonden verringert? Wenn es ein relativ junges Phänomen ist, können wir diese Theorie wohl ohnehin ausschließen.

Gruß
Inquisitor
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Alt 12.05.2002, 19:37   #5
Sensorium
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Ja, war mein Fehler. Auf der Sonde 1 s und auf der Erde 1,0000000334 s, weil wir ruhen (erde) und die Zeit schneller vergeht.
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Alt 12.05.2002, 20:15   #6
Dragonhoard
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Der Ansatz ist interessant, aber ich glaube nicht, dass er für die Verlangsamung verantwortlich ist. (zumindest nicht zur Gänze)

Man muß aufpassen um nicht von falschen Annahmen auszugehen. So steht z.b die Erde im Verhältnis zur Sonde nicht still, sondern dreht sich mit immerhin 30 km/s! um die Sonne.
Bei den Betrachtungen in relativstischer Sicht ist es ja nicht wichtig in welche Richtung die Bewegung stattfindet, sondern nur die Geschwindigkeit spielt eine Rolle.
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Alt 26.06.2002, 12:54   #7
Lazarus
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Standard Zusatz zu Zeitdehnungsfaktoren

Hallo Sensorium,
ich weiss, ich lenke ab, aber ....

nur ein kurzer Zusatz zu deinem Hinweis, dass vor 65 Mio. Jahren das Jahr 400 Tage hatte.
Mit Zeitdilatation hat es rein gar nichts zu tun.
Bisher geht man davon aus, dass der anfangs vorhandene Drehimpuls des Erde-Mond Systems durch Gezeitenreibung verringert wurde. Der Mond war vor milliarden Jahren auch bedeutend näher an der Erde. Dadurch, dass der Mond nicht nur das Wasser sondern auch die kompletten tektonischen Platten hebt und senkt ( etwa 30 cm pro Tag) verliert das Erde - Mond System Energie. Die Erdrotation verlangsamt sich und wird irgendwann (hunderte Mio. Jahren) mit dem Mond synchron laufen

Gruss, Lazarus
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Alt 02.07.2002, 13:31   #8
Lazarus
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Standard Effekt ist sehr klein

Die Verlangsamung der Sonden ist ziemlich klein.

Pioneer 10 und 11 fliegen derzeit mit 43000 Stundenkilometern durchs All. Der verlangsamende Effekt wird sie in
100 Jahren um 10 Stundenkilometer bremsen.

Da sehe ich noch keine dramatische Auswirkung auf die zukünftige Weltraumfahrt.
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Alt 02.07.2002, 16:24   #9
Zwirni
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Registriert seit: 20.04.2002
Beiträge: 3.540
Standard RE: Zusatz zu Zeitdehnungsfaktoren

Zitat:
Original von Lazarus
nur ein kurzer Zusatz zu deinem Hinweis, dass vor 65 Mio. Jahren das Jahr 400 Tage hatte.
Mit Zeitdilatation hat es rein gar nichts zu tun.
Geb ich dir Recht

Zitat:
Bisher geht man davon aus, dass der anfangs vorhandene Drehimpuls des Erde-Mond Systems durch Gezeitenreibung verringert wurde. Der Mond war vor milliarden Jahren auch bedeutend näher an der Erde. Dadurch, dass der Mond nicht nur das Wasser sondern auch die kompletten tektonischen Platten hebt und senkt ( etwa 30 cm pro Tag) verliert das Erde - Mond System Energie. Die Erdrotation verlangsamt sich und wird irgendwann (hunderte Mio. Jahren) mit dem Mond synchron laufen
Wenn du von Erdrotation sprichst meinst du doch sicher die Drehung unseres wunderbaren Planeten um die eigene (mehr oder weniger stabile) Achse oder? Gut, da geb ich dir wieder Recht Nur dass die tektonischen Platten täglich 30cm angehoben werden glaub ich irgendwie nicht. Hab davon bisher nie was gelesen. Wo haste das her?

Ich sehe da noch weitere Möglichkeiten wieso es zu dieser Differenz von 400 vor 65 Mio Jahren zu 365 Tagen heute kommt. Wäre es nicht auch möglich, dass sich die Geschwindigkeit der Erde, wie sie sich um die Sonne bewegt verlangsamt hat? Oder das sie in einer geringeren Umlaufbahn ist? Hab mich nie mit dem Thema beschäftigt, aber fängt an interessant zu werden *g*
Zwirni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.07.2002, 19:36   #10
Lazarus
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Standard RE: Zusatz zu Zeitdehnungsfaktoren

[quote]Original von Zwirni

Zitat:
Wenn du von Erdrotation sprichst meinst du doch sicher die Drehung unseres wunderbaren Planeten um die eigene (mehr oder weniger stabile) Achse oder? Gut, da geb ich dir wieder Recht Nur dass die tektonischen Platten täglich 30cm angehoben werden glaub ich irgendwie nicht. Hab davon bisher nie was gelesen. Wo haste das her?
Habe ich jetzt mehrfach im Fernsehen gesehen. (Okay, schlechte Quelle)
Aber ich habe auch genauere Daten:
Aufgrund der Gezeitenreibung entfernt sich der Mond pro Jahr um 3.8 cm. Das hat man mit den Laserreflektoren gemessen, die die Astronauten auf dem Mond hinterlassen haben, gemessen.
http://www.fesg.tu-muenchen.de/fesg/llr.html
Der Energieverbrauch liegt für den Tidenhub dabei für die Ozeane bei 4x10Hoch12 Watt und für die Kontinente bei 2x10Hoch11 Watt, da kommt alerdings noch ein Anteil durch die Sonne hinzu.
(Beim Jupitermond Io ist die planetare Gezeitenreibung so hoch ~ 10Hoch14 Watt, dass sein Inneres glutflüssig bleibt und für Vulkanismus sorgt)
)
Hier gibts eine Hausarbeit zum Thema Mond:
http://www.hausarbeiten.de/rd/archiv...ro-text4.shtml

Zitat:
Ich sehe da noch weitere Möglichkeiten wieso es zu dieser Differenz von 400 vor 65 Mio Jahren zu 365 Tagen heute kommt. Wäre es nicht auch möglich, dass sich die Geschwindigkeit der Erde, wie sie sich um die Sonne bewegt verlangsamt hat? Oder das sie in einer geringeren Umlaufbahn ist? Hab mich nie mit dem Thema beschäftigt, aber fängt an interessant zu werden *g*
Wenn wir früher 400 Tage für einen Umlauf brauchten und jetzt nur noch 365 - dann müsste die Erde schneller geworden sein. Wenn das Erde-Mond System schneller wird, dann wird auch seine Umlaufbahn um die Sonne enger. Also hätten wir weiter weg sein müssen. Abgesehen davon gibts in der Himmelsmechanik soweit ich weiss keinen Mechanismus, der den Drehimpuls eines Systems auf klassische Weise erhöhen kann. (Drehimpulserhaltungssatz)
Ein paar gute Formeln gibts hier:
http://www.maa.mhn.de/AAL/Phenom/mph...ode48_ct.html.
Da ist sind die Berechungen schlüssiger (und auch mittels Atomuhren messbar), dass die Tageslänge von 22 Stunden auf rund 24 Stunden zugenommen hat.
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