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Psychologie & Parapsychologie Remote Viewing, Präkognition, aber auch Spuk und was es da noch so alles an den Grenzen der Psychologie gibt.

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Alt 09.04.2012, 17:19   #1
DHPSchuster
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Standard Quantenphysik und Bewusstsein

Hallo,

ich habe versucht, mich dem Thema Bewusstsein von der Quantenphysik aus anzunähern. Das klingt zunächst nicht neu, ist es aber doch. Denn ich habe die mutige These aufgestellt, dass wir für die Quantenphysik die falsche Mathematik verwenden. Das ist auch der Grund für das immer noch ungelöste Messproblem der Quantenphysik. Die richtige Mathematik ist vom Universum selbst geschaffene Mathematik, die ich die Quantenmathematik nenne. Es findet ständig ein Informationsfluss zwischen der Quantenmathematik und allen Atomen und Molekülen statt. Dieser Informationsfluss sorgt für die Existenz aller Atome und Moleküle und es ist daher plausibel, dass er es ist, der Bewusstsein erzeugt. Beim Andocken der Neurotransmitter an die Rezeptormoleküle im Gehirn werden Moleküle in riesiger Zahl neu erzeugt. Das sorgt für sehr viele kurzzeitige Informationsflüsse aus der Quantenmathematik und damit für sehr viele "Bewusstseinsblitze". So entsteht unser menschliches Bewusstsein.
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Geändert von Tarlanc (09.04.2012 um 18:08 Uhr).
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Alt 09.04.2012, 18:35   #2
Sakslane
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Es gibt ja schon eine ganze Menge Erweiterungen / Ersatz für den Hilbertraum-Formalismus der Quantenmechanik, um eben solche Dinge wie das Messproblem anzugehen. Nur mal ein paar Beispiele:
  • "Rigged Hilbert Spaces" / Gelfand-Tripel lösen das Problem mit Orts- und Impuls-Eigenzuständen, die formal nicht Bestandteil des Hilbertraums sind.
  • Operator-Algebren in der algebraischen Quantenfeldtheorie verallgemeinern die Observablen der Quantenmechanik. Den Hilbertraum kann man durch Wahl eines Zustand zurückgewinnen.
  • Der Topos-Ansatz geht an die Fundamente der Mathematik und ersetzt die formale Logik. Daraus gehen etwas abgewandelte Rechenregeln hervor.
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Alt 10.04.2012, 15:18   #3
Skarabäus
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Zitat:
Zitat von DHPSchuster Beitrag anzeigen
Dieser Informationsfluss sorgt für die Existenz aller Atome und Moleküle und es ist daher plausibel, dass er es ist, der Bewusstsein erzeugt. Beim Andocken der Neurotransmitter an die Rezeptormoleküle im Gehirn werden Moleküle in riesiger Zahl neu erzeugt. Das sorgt für sehr viele kurzzeitige Informationsflüsse aus der Quantenmathematik und damit für sehr viele "Bewusstseinsblitze". So entsteht unser menschliches Bewusstsein.
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Unser Dasein spielt sich genau genommen in einem undurchdringlichen Nebel von Elementarteilchen ab. Wir schwimmen eigentlich unbewusst in dieser Ursuppe. So wechselwirken wir auch mit diesem Umfeld oder man kann auch sagen wir sind das Umfeld selbst.

Bewusstsein ist ein Phänomen womit sich schon Heerscharen von Philosophen auseinandergesetzt haben dürften. Bis heute ist unklar was sich dahinter verbirgt. Es gibt zig Erklärungsversuche aber eben nur Versuche ohne ein konkretes Ergebnis.

Ich für meinen Teil betrachte es so. Unter Bewusstsein würde ich eine "Lokalität" im Hirn aller Kreaturen verstehen, welche notwendig ist, um den Organismus am Leben zu halten. Alle Informationen welche auf das Gehirn einströmen werden von dieser Lokalität untersucht ob diese gut oder schlecht für den Organismus sind. Es ist ein ständiges „ja-nein“ abchecken, was letztlich zu einem bestimmten Verhaltensmuster führt, welches in bestimmte Hirnreale abgespeichert wird, z.B. unter Motorik, Mimik, Sprache, Gefühle usw.

Dieser Prozess beginnt bereits im ungeborenen Stadium. Ein Teil des Bewusstseins dürfte schon in den vererbten Genen vorhanden sein. Dies ist auch zwingend notwendig um erste Gehversuche nach der Geburt sicher zu stellen. Diese genetische Bewusstseinsanlage ist im Tierreich am ausgeprägtesten. Der Mensch hat davon schon sehr viel verloren und ist in diesem Stadium auf fremde Hilfe angewiesen.

Der Mensch wird sich seiner selbst bewusst wenn er zum ersten Mal das Wort Ich benutzt. Damit ist seine Entwicklung im Bezug auf das Bewusstsein abgeschlossen. Alles danach kommende sind aufbauende Lernprozesse.

Das Bewusstsein ist die zentrale Steuerstelle welche alles überprüft bevor es ausgeführt wird. Salopp gesagt, es ist die „Software“ in unserem Gehirn welche sich mit der „Hardware“ evolutionär gebildet hat.

Das beantwortet zwar nicht wie diese Software funktioniert, muss es vielleicht auch nicht, wichtig ist doch nur das sie funktioniert.

Geändert von Skarabäus (10.04.2012 um 15:22 Uhr).
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Alt 10.04.2012, 16:53   #4
MJ01
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Zitat:
Zitat von Skarabäus Beitrag anzeigen
Bewusstsein ist ein Phänomen womit sich schon Heerscharen von Philosophen auseinandergesetzt haben dürften. Bis heute ist unklar was sich dahinter verbirgt. Es gibt zig Erklärungsversuche aber eben nur Versuche ohne ein konkretes Ergebnis.
Richtig das ist für eine klaren Definition das Problem!

Zitat:
Zitat von Skarabäus Beitrag anzeigen
Ich für meinen Teil betrachte es so. Unter Bewusstsein würde ich eine "Lokalität" im Hirn aller Kreaturen verstehen, welche notwendig ist, um den Organismus am Leben zu halten.

Dieser Prozess beginnt bereits im ungeborenen Stadium. Ein Teil des Bewusstseins dürfte schon in den vererbten Genen vorhanden sein. Dies ist auch zwingend notwendig um erste Gehversuche nach der Geburt sicher zu stellen. Diese genetische Bewusstseinsanlage ist im Tierreich am ausgeprägtesten. Der Mensch hat davon schon sehr viel verloren und ist in diesem Stadium auf fremde Hilfe angewiesen.
Bist Du dir sicher, dass das schon "Bewusstsein" ist? Hört sich eher nach AAM (Angeborenes Auslösendes Merkmal) an.
Zitat:
Zitat von Skarabäus Beitrag anzeigen
Der Mensch wird sich seiner selbst bewusst wenn er zum ersten Mal das Wort Ich benutzt. Damit ist seine Entwicklung im Bezug auf das Bewusstsein abgeschlossen. Alles danach kommende sind aufbauende Lernprozesse.

Das Bewusstsein ist die zentrale Steuerstelle welche alles überprüft bevor es ausgeführt wird. Salopp gesagt, es ist die „Software“ in unserem Gehirn welche sich mit der „Hardware“ evolutionär gebildet hat.
Das ist schon etwas gänzlich anderes, wie ich persönlich es auch so sehe.
Das Bewusstsein als Erkennung des eigenen ICH's, also einer Leistung des Intellekts. (siehe Spiegelexperiment -das dort bin ICH) Dies würde allerdings bei geringem Intellekt, z.B. bei Corda-Tierchen oder "Ein-Zeller" ein Bewusstsein ausschließen und führt zu einem reinem Reflexverhalten.

MfG

MJ
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Alt 11.04.2012, 11:27   #5
Skarabäus
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Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
Bist Du dir sicher, dass das schon "Bewusstsein" ist? Hört sich eher nach AAM (Angeborenes Auslösendes Merkmal) an.
Hier eine Grenze zu ziehen ist schon schwierig. Beim Menschen würde ich aber schon eine frühe Bewusstseinsausbildung vermuten. Sein Gehirn ist sein eigentliches Kapital und stellt ihn damit an die Spitze der Bewusstseins-Evolution.

Im ungeborenen Stadium werden schon Musik und die Sprache der Mutter klanglich wahrgenommen. Ob allerdings Bewusstsein etwas mit Intelligenz zu tun hat ist umstritten. Ich würde eher sagen, Intelligenz ist zum großen Teil genetischer Herkunft und wird vererbt. Bewusstsein ist das sich selbst erkennen um damit seine Handlungen zu steuern.

Ein schönes Beispiel zeigt die Wanderung des Monarch-Schmetterlings. Seine Wanderroute ist in den Genen festgelegt und wird von Generation zu Generation weitergegeben. Sie fliegen nicht einfach einer älteren Generation hinterher und lernen deren Route kennen, nein sie wissen bereits die Richtung und kennen ihre Futterpflanze nach der Metamorphose. Sein Bewusstsein wird sicher nur auf den Selbsterhaltungstrieb beschränkt bleiben.
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Alt 08.10.2012, 20:38   #6
pallas athene
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Standard Bewusstsein

Bewusstsein ist für mich nicht materieller sondern antimaterieller Natur.

Kein Wissenschaftler vermochte es bis jetzt, komplexe Gedankenmuster bzw. -abläufe zu manifestieren, bzw. auf irgendeinem High Tech Gerät aufzuzeichnen. Wie gesagt, ich spreche nicht von der elektromagnetischen Aufzeichnung der Hirnströme.

Die Autoren der Veden, ihrer Zeit weit voraus, nahmen sogar an, dass selbst unsere materielle Natur (z.B. Gehirn, Körper) eigentlich eine Manifestation antimaterieller Teile sei (Teil der Quantenphysik).

Ist eigentlich eine ziemlich neue wissenschaftliche Ausrichtung, die sich mit Antimatierie auseinandersetzt. Hochinteressant und hochkomplex das Thema.
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Der Mensch ist beschränkt in seinem Wissen, darum hat er die Wissenschaft erfunden. Wir sind in erster Linie Lernende nicht Wissende. Durch das Lernen und Entdecken schaffen wir Wissen.
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Alt 08.10.2012, 20:45   #7
Lupo
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Zitat:
Zitat von pallas athene Beitrag anzeigen
Bewusstsein ist für mich nicht materieller sondern antimateriellerNatur.


Ist eigentlich eine ziemlich neue wissenschaftliche Ausrichtung, die sich mit Antimatierie auseinandersetzt. Hochinteressant und hochkomplex das Thema.
Kann es sein, dass du eher "nicht-materieller Natur" meinst?

Meinst du, wenn du von Antimaterie sprichst, das gleiche wie ein Physiker, oder gehört deine Antimaterie eher zu der oberen Kategorie?
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"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 08.10.2012, 21:30   #8
pallas athene
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Standard Rw: Lupo

Hallo, Lupo.

Ich habe das Wort anti-materiell bewusst im Sinne der Quantenphysik gewählt.

Ich räume allerdings ein, dass man eher das Wort nicht-materiell benutzt, wenn es um den Geist des Menschen geht.

Die Frage stelle ich allerdings hier offen zur Diskussion:

Ist Antimaterie gleichzusetzen mit "Nicht-Materie"?

Gebrauchen die Physiker ihrer wissenschaftlichen Sprache gemäß das Wort Antimaterie und Geisteswissenschaftler in ihrer Sprache das Wort nichtmateriell? Meinen die unterschiedlichen Sprachanwendungen eventuell dasselbe?

athene
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Geändert von pallas athene (08.10.2012 um 21:33 Uhr).
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Alt 13.10.2012, 19:30   #9
Lupo
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Zitat:
Zitat von pallas athene Beitrag anzeigen
Hallo, Lupo.
Ist Antimaterie gleichzusetzen mit "Nicht-Materie"?
Meinen die unterschiedlichen Sprachanwendungen eventuell dasselbe?
Nein, soweit mir bekannt, sind das zwei verschiedene Dinge, deshalb ja auch meine obige Nachfrage.
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Alt 14.10.2012, 12:18   #10
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Zitat:
Zitat von pallas athene Beitrag anzeigen
Hallo, Lupo.
Ich habe das Wort anti-materiell bewusst im Sinne der Quantenphysik gewählt.
Ich räume allerdings ein, dass man eher das Wort nicht-materiell benutzt, wenn es um den Geist des Menschen geht.
Die Frage stelle ich allerdings hier offen zur Diskussion:
Ist Antimaterie gleichzusetzen mit "Nicht-Materie"?
Gebrauchen die Physiker ihrer wissenschaftlichen Sprache gemäß das Wort Antimaterie und Geisteswissenschaftler in ihrer Sprache das Wort nichtmateriell? Meinen die unterschiedlichen Sprachanwendungen eventuell dasselbe?
Also ich muss dich da leider enttäuschen.
Der Begriff "Antimaterie" ist in der Physik aber auch im normalen Sprachgebrauch mit einer ganz bestimmten Art der Materie bereits belegt.
Nämlich von Teilchen, die unserer Materie gleich sind, die jedoch eine exakt umgekehrte elektrische Ladung besitzen. (siehe auch Antiteilchen) Teilchen mit unterschiedlichen Ladungen, also Materie-Antimaterie, annihilieren sich bei Berührung gegenseitig.

Der Einwand von Lupo war daher mehr als gerechtfertigt!

Somit hat auch Antimaterie nichts mit Quantenphysik zu tun (ist eine andere Baustelle).

Aber man kann sich sicherlich zu Materie andere, gegensätzliche Arten von Materie vorstellen, (beispielsweise Materien, die eine negative Masse besitzen, die antigravitativ wirken wie z.B. die Dunkle Energie,...). Dabei sind wir aber immer noch im Bereich des "Materiellen"!
Nur diese Teilchen müssen alle mit einer anderen Bezeichnung versehen werden, da der Begriff "Antimaterie", wie bereits erwähnt, mit einer bestimmten Art der Materie belegt ist!

MfG

MJ
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