:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften ::

 

Zurück   :: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften :: > Medizin & Alternative Heilverfahren > Was Oma noch wusste...

Was Oma noch wusste... Bewährte Hausmittel rund um das tägliche Leben...

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 10.04.2012, 15:11   #11
Klapauzius
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von Klapauzius
 
Registriert seit: 01.12.2008
Beiträge: 115
Standard

Zitat:
Zitat von Sakslane
Allerdings befürwortet mein Hausarzt auch eine basische Ernährung - neulich war er zum Hausbesuch bei mir, als ich gerade beim Abendessen war, und hat sich erst einmal über mein weißes Brötchen mit Leberwurst ausgelassen, weil beides sauer verstoffwechselt wird. Zur Begründung, warum eine basische Ernährung sinnvoll sein, meinte er, dass der Körper zwar eine "Pufferfunktion" besitzt, um den pH-Wert konstant zu halten, dass dies aber eine gewisse Anstrengung für die Leber darstellen würde. Mit einer basischen Ernährung würde man diese Funktion der Leber unterstützen und ihr etwas Arbeit abnehmen.
An deiner Stelle würde ich sofort den Arzt wechseln. Schon allein deswegen, weil er dir ins Essen gequatscht und an deinem Leberwurstbrötchen herumgemäkelt hat.

Was ist denn eigentlich an einem zu niedrigen pH-Wert schlimmer als an einem zu hohen pH-Wert, der dann doch logischerweise entstehen müsste, wenn man nur noch sogenannte "basische" Kost zu sich nähme?
Oder klingt Übersäuerung vielleicht einfach nur griffiger als Überalkalisierung?


Zitat:
Zitat von 3rd><eye
Wenn man +30 sauer isst sollte man noch - 30 was alkalisches dabei essen weil ich glaube daß PH neutral auch sehr gut ist.
Der pH-Wert des Blutes sollte zwischen 7,35 und 7,45 liegen.
Wie bereits erwähnt, ist ein zu hoher pH-Wert ebenfalls ungesund:
http://de.wikipedia.org/wiki/Alkalose

Eine tatsächliche Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose) ist meist ein lebensbedrohlicher Zustand, der sofortiger Behandlung bedarf. Nebenbei bemerkt kann natürlich auch der Magen oder Muskeln übersäuern. Aber das ist alles höchstens ganz am Rande gemeint, wenn in der Pseudomedizin von Übersäuerung die Rede ist. Das, was irgendwelche Quacksalber als Übersäuerung bezeichnen, ist nämlich fast ausschließlich sog. disease mongering, weil ein pH-Wert unter 7,35 ja gar nicht festgestellt wurde.
Zitat:
Unter Krankheitserfindung (engl. disease mongering oder healthism) versteht man die Neudefinition von Krankheiten, um diese gezielt Patienten zuzuordnen und an diese zu verkaufen. Auch können nicht behandlungsbedürftige oder harmlose Zustände aus gleicher Begründung zu Krankheiten aufgewertet werden.
http://www.esowatch.com/ge/index.php...heitserfindung
Klapauzius ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.04.2012, 17:42   #12
Tsunetomo
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Zitat von Manx Beitrag anzeigen
Wie lädt man da was auf? Das erkläre mir mal wer!

Ich beiß' in den Tisch....
Mit einem Frequenzladegerät?
  Mit Zitat antworten
Alt 10.04.2012, 19:28   #13
cheeby
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 08.02.2003
Beiträge: 309
Standard

zumindest beugt es einem muskelkater vor wenn man zusätzlich basische citrate zu sich nimmt.
getestet an mir selbst, vorwiegend im frühling wenns wieder an den start geht.
da wir die letzten wochen ca 10000 bäumchen in die erde gepflanzt haben und ich keinen muskelkater bekommen habe kann ichs weiterempfehlen...
cheeby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.04.2012, 21:26   #14
perfidulo
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von perfidulo
 
Registriert seit: 10.12.2005
Ort: Hauptstadt des Grauens
Beiträge: 8.697
Standard

Zitat:
Zitat von cheeby Beitrag anzeigen
zumindest beugt es einem muskelkater vor wenn man zusätzlich basische citrate zu sich nimmt.
Könnte stimmen

http://www.arbeitskreis-citratforsch...sgebiete/sport

Zitat:
  • Eine Supplementation mit Natriumcitrat führte zu einer signifikanten Reduzierung der sportlich-bedingten Säurebelastung im Muskel (Street et al., Metabolic alkalosis reduces exercise-induced acidosis and potassium accumulation in human skeletal muscle interstitium. J Physiol 566.2 (2005) pp 481–489).
  • Natriumcitrat-Supplementation führte zu einer signifikant schnelleren Laufzeit bei einem 3000-Meter Lauf (Shave et al., The effect of sodium citrate ingestion on 3000-meter time-trial performance. Journal of Strength and Conditioning Research, 2001, 15(2), 230-234).
  • Natriumcitrat-Supplementation führte zu einer signifikant schnelleren Laufzeit bei einem 5km Lauf (Oöpik et al., Effects of sodium citrate ingestion before exercise on endurance performance in well trained college runners. Brit J Sports Med 2003;37:485-489).
Ebenfalls relativ seriös erscheint das Säure-Base-Forum

Zitat:
Wie weist man eine Übersäuerung nach?
Am leichtesten zugänglich ist der Urin-pH. Durch die Bestimmung eines Tagesprofils (Sander-Methode) anhand sog. Aziditätsquotienten läßt sich eine Aussage über den aktuellen Säure-Basen-Status treffen. Die Methode verlangt allerdings aufgrund der starren Urinsammelzeiten einige Disziplin und muß von einem Speziallabor ausgewertet werden. Besonders aussagekräftig ist die Bestimmung der Pufferkapazität der Erythrozyten nach der Methode von Jörgensen, bei der eine entsprechend vorbehandelte Blutprobe einer Säure-Basen-Titration unterworfen wird. Die ermittelte Pufferkapazität erlaubt einen Rückschluß auf die Basenreserven des Körpers.
Also nichts mit Indikatorpapier in den Urin halten......
__________________
Vor jeder Antwort beachten: Ich bin kein Adept der Fantomzeit!

Geändert von perfidulo (10.04.2012 um 22:54 Uhr).
perfidulo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.04.2012, 00:32   #15
Klapauzius
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von Klapauzius
 
Registriert seit: 01.12.2008
Beiträge: 115
Standard

Zitat:
Zitat von perfidulo
Also nichts mit Indikatorpapier in den Urin halten......
Ja, aber die Methoden aus deinem Zitat sind auch eher Käse.

Um verlässliche Aussagen über den Säure-Basen-Haushalt treffen zu können, ist stattdessen eine Blutgasanalyse alltäglicher Laborstandard. Mit ihr werden sämtliche relevanten Parameter erfasst:
http://de.wikipedia.org/wiki/Blutgasanalyse

Geändert von Klapauzius (11.04.2012 um 00:36 Uhr).
Klapauzius ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.06.2012, 22:45   #16
JamesBolivar
Foren-As
 
Registriert seit: 01.11.2010
Ort: Erkelenz
Beiträge: 960
Standard

Als Ex-Krebskranker - ich hatte mit 46 Jahren Darmkrebs - trag ich dazu mal bei, daß der Körper selbst seinen PH-Wert wohl stabil halten wird, aber nicht im Bereich der Schleimhäute.

Mein Onkologe meinte, daß ein relativ hoher Zuckeranteil in der Ernährung und damit die sattsam bekannten Auswirkungen auf die Darmflora ihren Anteil an der Entstehung meines Blinddarmkrebs hatten. Andere Risikofaktoren gab es in meinem Falle nicht, und die statistische Korrelation sei gesichert.

Auch der Zustand von Zähnen, Zahnfleisch und Mundschleimhäuten wird über die Jahre deutlich beeinflusst.
__________________
Wo Worte keine Evidenz mehr haben, ist jede Diskussion Zeitverschwendung
JamesBolivar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2012, 10:11   #17
Lupo
Super-Moderator
 
Benutzerbild von Lupo
 
Registriert seit: 19.10.2007
Beiträge: 6.378
Standard

Hast du denn überdurchschnittlich viel Zukerhaltiges gegessen?

Frag ich mal so als Zuckerjunkie bei dem Darmkrebs in der Famillie umgeht.


Beim Zahnarzt war ich übrigens seit 18 Jahren nicht mehr.
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
Lupo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2012, 10:34   #18
JamesBolivar
Foren-As
 
Registriert seit: 01.11.2010
Ort: Erkelenz
Beiträge: 960
Standard

Von Kindesbeinen an Haribo-Zeugs ohne Ende, reichlich Cola und täglich ein bis zwei Liter Kaffee mit recht viel Zucker drin. Ich hatte den Doc gefragt, ob die Raucherei Einfluss hätte, und er meinte, da gäb's keine Relation, aber bei Zucker gäb's eine. Ich hatte meinen Zuckerkonsum nicht erwähnt, und da sein Studium nicht allzulange her ist, denk ich mal, das war kein Herumraten von ihm.

Ich habe noch relativ viel Glück gehabt, zwar erst im letzten Stadium entdeckt, aber eben "nur" am Blinddarm und vollständig entfernbar ohne daß es mich irgendwie einschränken würde. Ist jetzt fast sechs Jahre her und es kam ausser einem Infarkt während der Chemotherapie nichts mehr hinterher. Ich hab während der Behandlung andere kennengelernt, die weniger Glück hatten, und würde jedem raten, spätestens bei zwo Risikofaktoren den Zuckerkonsum runterzuschrauben.

Bei mir ist ausser extremem Stress über etliche Jahre kein weiterer Risikofaktor auszumachen. Ich bin sonst regelrecht krankheitsresistent und hab in jeder Hinsicht Bilderbuchwerte vorzuweisen. Deswegen geh ich davon aus, daß an der Bewertung meines Onkologen was dran ist.
__________________
Wo Worte keine Evidenz mehr haben, ist jede Diskussion Zeitverschwendung
JamesBolivar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2012, 11:37   #19
Lupo
Super-Moderator
 
Benutzerbild von Lupo
 
Registriert seit: 19.10.2007
Beiträge: 6.378
Standard

Zitat:
Zitat von JamesBolivar Beitrag anzeigen
und würde jedem raten, spätestens bei zwo Risikofaktoren den Zuckerkonsum runterzuschrauben.
Wollte meinen übermäßigen Zuckerkonsum sowieso (aus anderen Gründen) drastisch einschränken - ich nehme das mal als zusätzliche Motivation.
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
Lupo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2012, 07:33   #20
Torsten Migge
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Torsten Migge
 
Registriert seit: 24.03.2002
Ort: "Mainhattan" Westend (Frankfurt a.M.) & Cali, Colombia (Kolumbien)
Beiträge: 2.117
Standard

Zitat:
Zitat von JamesBolivar Beitrag anzeigen
Bei mir ist ausser extremem Stress über etliche Jahre kein weiterer Risikofaktor auszumachen. Ich bin sonst regelrecht krankheitsresistent und hab in jeder Hinsicht Bilderbuchwerte vorzuweisen.
Ob Stress oder andere Risikofaktoren die Hauptmöglichkeiten sind, an Krebs zu erkranken, glaub ich nicht unbedingt, dazu kenne ich zu viele Leute, die ihren Krebs quasi von ihren Vorfahren geerbt haben - das liegt da sozusagen in der Familie. Da kannst'e dich noch so vorbildlich Ernähren, Sport treiben, nicht Rauchen etc.

Mein Grossvater (Mütterlicherseits) ist an Prostatakrebs gestorben, mein Vater hatte mit 81 Jahren Prostatakrebs im Anfangsstadium, nach drei Chemotherapien aber geheilt. Ich bin also vorgewarnt, obwohl auch ich ansonsten Krankheitsresistent bin, werde quasi nie krank - ausser zwei mal Leistenbruch (zugezogen beim Karatetraining, explizit beim Bruchtest [Bretter u./o. Steine zerschlagen/zertreten]) war ich die letzten 30 Jahre praktisch nie ernsthaft krank, weder Erkältung oder Grippe, noch sonst welche üblichen Wehweh'chen



Saludos!
__________________
"Politik ist die Unterhaltungsabteilung der Rüstungsindustrie"
Frank Zappa

Geändert von Torsten Migge (03.06.2012 um 09:05 Uhr).
Torsten Migge ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Frag astronews.com: Stimmt es, dass das Immunsystem des Körpers durch Schwerelosigkei Zeitungsjunge astronews.com 0 04.08.2010 13:22
Energieumsatz des menschlichen Körpers MajorTom Rund um Naturwissenschaft 7 04.01.2010 10:59
Diagnose der Heilpraktiker - Übersäuerung! Pilot Alternative Heilverfahren 15 13.10.2007 20:33
Die Entsäuerung des Körpers Jens Alternative Heilverfahren 36 03.02.2007 18:40


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 05:52 Uhr.


Powered by vBulletin® ~ Copyright ©2000 - 2017 ~ Jelsoft Enterprises Ltd.


Das forum.grenzwissen.de unterliegt der Creative Common Lizenz, die Sie hier nachlesen können.
Wir bitten um Benachrichtigung, falls Sie Inhalte von uns verwenden.