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Alt 27.06.2003, 13:57   #1
Zwirni
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Beiträge: 3.540
Standard Die Reise zum Merkur

Zitat:
Japaner und Europäer wollen in sieben Jahren die erste Sonde zum Planeten Merkur schicken. Die Landung ist für das Jafr 2011 vorgesehen.

Wenn alles klappt, könnte das unbemannte Raumschiff nach vierjähriger Reise 2011 auf der Oberfläche des Merkurs niedergehen, wie Masahiko Sawabe vom Wissenschaftsministerium in Tokio am Mittwoch mitteilte.

Die Pläne mit der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA sehen vor, dass neben dem Landungsraumschiff zwei Sonden den Planeten umkreisen sollen. Alle drei Sonden sollen 2010 mit russischen Sojus-Raketen ins All gebracht werden. Bisher hat sich erst einmal eine Sonde dem Merkur genähert: 1974/75 passierte die amerikanische Mariner 10 drei Mal den der Sonne am nächsten stehenden Planeten. Eine weitere Sonde, die Messenger, soll 2004 auf die Reise zum Merkur geschickt werden - eine Landung plant die NASA bislang aber nicht.

Auf der felsigen Oberfläche des Merkurs herrschen Temperaturen von 467 Grad. Um diese zu vermeiden, soll die europäisch-japanische Sonde auf der dunklen Nachtseite des Planeten landen. Dort wird es minus 183 Grad kalt. Und weil sich der Merkur sehr langsam um seine eigene Achse dreht, dauert ein Tag dort ganze 176 Erdtage.
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/5242981
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Alt 17.07.2004, 10:38   #2
Desert Rose
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Der Countdown von "Messenger" läuft. Der Start ist geplant am
2. August um 8.16 Uhr MEZ.

Zitat:
Freitag 16. Juli 2004, 14:52 Uhr

NASA schickt Sonde zum Planeten Merkur

Washington (dpa) - Countdown für die Sonde «Messenger»: Erstmals seit 30 Jahren will die NASA wieder eine Raumsonde zum Planeten Merkur schicken. «Messenger» soll am 2. August um 8.16 Uhr mitteleuropäischer Zeit mit Hilfe einer Delta-Rakete von Cape Canaveral in Florida starten und wird sich erstmals im Jahr 2008 dem Merkur nähern.

Wie die US-Weltraumbehörde am Donnerstag (Ortszeit) in Washington mitteilte, sind zunächst mehrere Vorbeiflüge geplant, bevor die Sonde dann im März 2011 in eine Umlaufbahn um Merkur eintreten wird. Die Mission kostet rund 426 Millionen Dollar (etwa 345 Millionen Euro).

«Messenger» wird erst der zweite Besucher von der Erde beim sonnennächsten Planeten sein: 1974 und 1975 war die Sonde «Mariner 10» drei Mal nahe am Merkur vorbei geflogen und hatte knapp die Hälfte der Oberfläche des Planeten erfasst. «Messenger» (übersetzt: Bote oder Kurier) soll nach den Hoffnungen der NASA erste Bilder des gesamten Planeten liefern und mit seinen hochmodernen Instrumenten wertvolle Informationen über die Struktur der Kruste, die Magnetfelder und die dünne Atmosphäre liefern.

Vor allem erhoffen sich die Wissenschaftler Aufschlüsse darüber, warum Merkur hauptsächlich - nach Vermutungen zu zwei Drittel - aus Eisen besteht und ob es gefrorenes Wasser in seinen im Schatten liegenden polaren Kratern gibt, obwohl die Temperaturen auf dem Planeten auf den Sonnenseiten tagsüber 450 Grad Celsius erreichen können. Zum Schutz gegen die Hitze ist «Messenger» mit einem «Sonnenschirm» aus einer Spezialkeramik ausgestattet.

Der NASA zufolge wird das mit Solarkraft angetriebene Raumfahrzeug eine rund 7,9 Milliarden Kilometer lange Reise zurücklegen und dabei 15 Mal die Sonne umrunden. Ein Jahr nach dem Start fliegt das Raumfahrzeug an der Erde vorbei, dann 2006 und 2007 an der Venus und 2008 und 2009 insgesamt drei Mal am Merkur. Mit Hilfe der Anziehungskraft der Planeten soll «Messenger» in die Umlaufbahn um Merkur gelenkt werden.
Quelle
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Alt 17.07.2004, 12:20   #3
Katsumoto
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Was man wohl für 426 Millionen Doller auf der Erde gutes tun könnte.
Für das Geld könnte man verdammt vielen Menschen helfen.
Sollten wir nicht erst zusehen, dass es auf unserem Planeten genug zu essen gibt, anstatt Millionen von Dollar zu verschwenden um unsere Neugier zu stillen?
Katsumoto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2004, 16:45   #4
Nameless23
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Und wieviel Menschen man mit der Hälfte der US-Militär-Ausgaben helfen könnte...

Warum immer nur die NASA kritisieren, die andere Planeten erforscht?
Wieso nicht mal das US-Militär, dass viel mehr Geld zur Verfügung hat und dafür Bomben, Marschflugkörper, Stealth-Bomber, Kampfjets,... kauft?
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Alt 18.07.2004, 17:50   #5
Katsumoto
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Ja da hast du schon recht.
Eigentlich könnte man Menschen mit sehr vielen überflüssigen Ausgaben helfen.
Katsumoto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2004, 21:41   #6
Nameless23
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Aber die Raumfahrt ist im Gegensatz zum Militär eine sinnvollere Investition. Die Hauptaufgabe des Militärs ist töten und Zerstörung!

Außerdem: Bei der Raumfahrt wird kein Unbeteiligter (außer manchmal Astronauten) getötet und wem es nicht interessiert kann ja einfach weghören. Wenn das Militär in das Land des Feindes einmarschiert kann man es nicht einfach ignorieren, wenn man im Kriegsgebiet wohnt.


MfG
Nameless
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Alt 31.07.2004, 10:56   #7
Desert Rose
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Ja, vielleicht könnte man die Gelder wirklich anders machen.


Aber zurück zur eigentlicher Threadthema....

Zitat:
MESSENGER

Start frei zur Erforschung des Merkur

von Rainer Kayser
29. Juli 2004


Am kommenden Montag, den 2. August, soll sich die amerikanische Raumsonde Messenger auf den Weg zum Merkur machen. Es ist erst der zweite Besuch, den der Planet von der Menschheit erhält. Messenger soll unter anderem herausfinden, ob Merkur noch einen glutflüssigen Kern besitzt, und ob es an den Polen des glühend heißen Planeten gefrorenes Wasser gibt.

Dreieinhalb Jahre dauert der Flug, dann fliegt Messenger zunächst dreimal am Merkur vorbei, bis sich die Bahn der Sonde jener des Planeten weit genug angeglichen hat, um im März 2011 das Einschwenken in eine Umlaufbahn zu erlauben. In den Jahren 1974 und 1975 flog die Sonde Mariner 10 ebenfalls dreimal am Merkur vorbei - ohne allerdings in eine Umlaufbahn einzuschwenken - und fotografierte dabei knapp die Hälfte der Planetenoberfläche. Entsprechend lückenhaft sind auch heute noch die Kenntnisse der Astronomen über den sonnennächsten Planeten.

Merkur ist eine kleine Welt: Mit einem Durchmesser von knapp 4.900 Kilometern ist er nach Pluto der zweitkleinste Planet des Sonnensystems. In der glühenden Strahlung der nahen Sonne - der Abstand des Merkur von der Sonne beträgt mit 58 Millionen Kilometern nur etwa ein Drittel der Entfernung Erde-Sonne - heizt sich die Oberfläche des Planeten tagsüber auf über 400 Grad auf. Doch keine schützende Atmosphäre hält die glühende Hitze fest: Nachts kühlt der Merkurboden auf unter minus 200 Grad ab.

Radaruntersuchungen zeigten 1991 ungewöhnlich helle Flecken an den Polen des Merkur. Die starke Reflektion sprach für eine Substanz, die die Planetenforscher in der Gluthölle des Merkur als letztes erwartet hatten: Wassereis. Einfallende Meteoriten und Kometen könnten über die Jahrmilliarden Wasser zum Merkur transportiert haben, das sich in vor dem Sonnenlicht geschützten Regionen innerhalb großer Krater niederschlagen und gefrieren konnte. Ähnliche Regionen, in denen Wassereis vermutet wird, finden sich auch an den Polen des Erdmonds. Messenger ist mit mehreren Detektoren ausgestattet, mit denen die Sonde die chemische Beschaffenheit des Merkurbodens untersuchen soll. Damit ließe sich auch Wasser auf oder nahe der Oberfläche nachweisen.
Quelle


Nur noch zwei Tage.
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Alt 01.08.2004, 01:41   #8
da kami
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Zitat:
Original von Nameless23
Aber die Raumfahrt ist im Gegensatz zum Militär eine sinnvollere Investition. Die Hauptaufgabe des Militärs ist töten und Zerstörung!
oder schützen und verteidigen...bla
__________________
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Ron Paul Revolution
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Alt 01.08.2004, 02:05   #9
Alhym
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Beziehungsweise bietet das Militär in Österreich (weiß nicht, ob auch in Deutschland) bei Katastrophenfällen Hilfe an (wie in Galtür mal bei dem Lawinenabgang)
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Alt 04.08.2004, 12:31   #10
Desert Rose
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Beiträge: n/a
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Bin mal gespannt was für neue Erkenntnisse sie daraus ziehen.

Zitat:
NASA will nächstgelegenen Planeten der Sonne erkunden

US-Sonde "Messenger" zum Merkur gestartet

veröffentlicht: 03.08.04 - 09:09

Washington (rpo). Am Dientsgamorgen hat die US-Raumfahrtbehörde NASA die Sonde "Messenger" Richtung Merkur geschickt. Vor 30 Jahren wurde die erste Merkur-Mission gestartet.

Die Sonde "Messenger" startete am frühen Dienstagmorgen von Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus ins All. Sie soll Informationen unter anderem über die Oberfläche, die Atmosphäre und die geologische Geschichte des Merkur liefern. Dazu soll die "Messenger" den Planeten in den Jahren 2008 und 2009 dreimal umkreisen und im Jahr 2011 auf seine Umlaufbahn einschwenken.

Der Merkur ist der nächstgelegene Planet zur Sonne und 91 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Ursprünglich hätte die "Messenger"-Mission bereits am Montag beginnen sollen. Der Start wurde wegen ungünstiger Wetterbedingungen jedoch verschoben.
Quelle
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