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Alt 10.10.2011, 11:04   #11
Atlantologe
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Und wieder mal daneben. Ich hab außer dem Spiegel-Link kein Wort zur Partei die Linke gesagt und sie schon mal gar nicht als Kriegspartei hingestellt. Du musst schon lesen können, bevor du rumspuckst.

Es ging ausschließlich um dein Zitat, mit dem du vom Thema abgerückt bist und einen neuen Kriegsschauplatz aufgemacht hast mit den Worten: "Der Kapitalismus bedeutet immer auch Krieg", woraufhin ich dir demonstriert hatte, dass es sich beim Kommunismus, so wie wir ihn über 70 Jahre, also ein Menschenleben lang, auf Staatenebene kannten, auch nicht gerade um Friedenstauben handelte.
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Alt 10.10.2011, 17:30   #12
colo
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Die übliche Liste halt. Kenne ich seit 30 Jahren von Diskussionen mit Revisionisten und Ewig-Gestrigen.
Du solltest das in einen geschichtlichen Zusammenhang stellen.

Hitler-Stalin-Pakt als Aufschub vor dem von den Nazis angekündigten Überfall auf die Sowjetunion.

Das Vorgehen gegen innere Unruhen (DDR, Ungarn, CSSR) wird nie als "Krieg" gelistet. Allenfalls als Bürgerkrieg. Soll ich mal auflisten, wo die USA und der Westen überall einmarschiert sind oder sich eingemischt haben? Vietnam vergessen? Aber das war ja immer nur um die bösen Kommies zu vertreiben.
Ach , geschichtliche Wahrheiten zu veröffentlichen, bekanntzumachen oder nur zu erwähnen bedeutet Revisionist oder Ewig-Gestriger zu sein?
Tja, das sind genau die Argumente der DDR Geschichtsschreibung (was war die eigentlich? ), die arme UdSSR wurde vom übergroßen Nachbarstaat Finnland überfallen und das Proletariat der Baltikumstaaten wollten unbedingt Sowjetstaaten werden ,weil es Ihnen bestimmt besser gefiel im "Arbeiterparadies". Der Hitler-Stalinpakt war selbstverständlich nur ein Aufschub, damit die Armee sich auf den faschistischen Überfall noch besser vorbereiten konnte (das Verhältnis war ja damals 1940 schon eine große Überlegenheit gegenüber den deutschen Kräften), dabei war er nichts anderes als die lokale Aufteilung von Machtzonen und Verhältnissen der jeweiligen Vertragspartner , genannt Diktatoren. Das geheime Zusatzprotokoll wurde dementsprechend in der DDR auch nicht veröffentlicht und lange geleugnet. Erst die Prestroika öffnete die Akten und alles ist sehr gut nachzuvollziehen , wenn man die stalinistische Brille abnimmt.
Krieg hat mit Kapitalismus nichts zu tun , sondern immer mit Macht ! Da der komministische Staat UdSSR ein diktatorischer Machtstaat war, hat er zur Ausbreitung seiner Macht Kriege geführt, manche nannten es auch den Weg zur Weltrevolution oder gar eine "Gesetzmäßigkeit".
@Cathetel, ich glaube noch ein Aderlass von ca. 100 Millionen Menschen weltweit , um mit verschiedenen Wegen zum "wirklichen Kommunismus " zu gelangen kann sich die Menschheit nicht leisten.
Natürlich ist die jetzige "Die Linke" die einzige Antikriegspartei in Deutschland, das ist unbestritten, die Schlußfolgerungen einer Sarah Wagenknecht sind wie immer glänzend dogmatisch.
@perfidolo und noch eins, Rosa Luxenburg und Karl Liebknecht haben eine sozialistische Republik im Sinne der gerade entstandenen Sowjet-Republik auf russischen Boden ausgerufen. Freie Wahlen, die von Prinz v. Baden eingesetzten Übergangsregierung angekündigt waren, wollten sie nicht abwarten, sondern riefen eben selber ein Staatswesen aus. Wie nennt man diesen Vorgang, wenn man mal das Wort Deutschland außer acht lassen würde, und ein völlig anderen Staat nehmen würde (rein gedanklich) ?
colo
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Alt 10.10.2011, 18:06   #13
perfidulo
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Zitat:
Zitat von colo Beitrag anzeigen
@perfidolo und noch eins, Rosa Luxenburg und Karl Liebknecht haben eine sozialistische Republik im Sinne der gerade entstandenen Sowjet-Republik auf russischen Boden ausgerufen.
Haben sie nicht.
Zitat:
Zitat von colo Beitrag anzeigen
Freie Wahlen, die von Prinz v. Baden eingesetzten Übergangsregierung angekündigt waren, wollten sie nicht abwarten, sondern riefen eben selber ein Staatswesen aus. Wie nennt man diesen Vorgang, wenn man mal das Wort Deutschland außer acht lassen würde, und ein völlig anderen Staat nehmen würde (rein gedanklich) ?
colo
Die sog. Übergangsregierung wollte die Kungelei mit den alten Strukturen, die nach den Analysen von Liebknecht und Luxemburg für den Krieg verantwortlich waren, fortsetzen. Bzw. hat sie ja auch fortgesetzt und damit letztlich den Weg in den Faschismus vorberereitet.

Es wird dir sicher bekannt sein, daß sich die rechten Sozialdemokraten über eine geheime Telefonleitung mit der alten Regierung abgestimmt haben. Sie wollten eine Monarchie, aber ohne den allzusehr in Mißkredit geratenen Kaiser Wilhelm.

Aber nur keine Revolution.
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Alt 10.10.2011, 18:56   #14
SchwarzerFuerst
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Zitat:
Zitat von Torsten Migge Beitrag anzeigen
Es muss vor allem mal gesagt werden, dass Kapitalismus und Kommunismus/Sozialismus letztendlich gleichermassen Krieg bedeutet - da brauchst Du gar nicht drum herum reden/schreiben
Zwei unterschiedliche Welt- u. Wirtschaftsideologien mit ein und dem selben Ziel, nix weiter ...



Saludos!
Dazu fällt mir nur ein: Der gleiche Kack im andren Frack.
Traurig, aber wahr...
__________________
AMEN
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Alt 10.10.2011, 21:05   #15
colo
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@perfidolo, am Mittag des 9.11.1918 befand sich Berlin in den Händen der "revolutionären Arbeiter und Soldaten" unter Mitführung der Spartakusgruppe, daraufhin verkündete Karl Liebknecht vom Balkon des Berliner Schlosses die "freie sozialistische Republik Deutschland". Quelle:Kleine Enzyklopädie der Weltgeschichte Band I,bibliographisches Institut Leipzig, 1979. Bilder von diesen Vorgang kannst Du Dir auch ergoogeln.
Den Unsinn von rechten Sozialdemokraten als Wegbereiter des Faschismus ist völlig an den Haaren herbeigezogen und paßt gut zur stalinistischen Doktrin des Sozialfaschismuses der ausgehenden '20iger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Die Weimarer Republik wankte durch die weltweite Wirtschaftskrise, die Auswirkungen des Versailler Verträge und ihrer nachträglichen Zusatzvereinbarungen und die Erstarkung republikfeindlicher Kräfte von ultrarechts bis ultralinks und da sind vorrangig die Faschisten und Kommunisten zu nennen. Selbstverständlich wollten die Sozialdemokraten keine Revolution, das Schlimmste was dem deutschen Volk damals passieren konnte nach dem Waffenstillstand mit der Entente, eine Revolution mit Bürgerkrieg wie in Rußland , nur aber beschränkt auf engsten Raum und Bedrohungen gegen das eigene Land von Außen !
colo
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Alt 10.10.2011, 23:25   #16
perfidulo
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Zitat:
Zitat von colo Beitrag anzeigen
Den Unsinn von rechten Sozialdemokraten als Wegbereiter des Faschismus ist völlig an den Haaren herbeigezogen und paßt gut zur stalinistischen Doktrin des Sozialfaschismuses der ausgehenden '20iger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Die Weimarer Republik wankte durch die weltweite Wirtschaftskrise, die Auswirkungen des Versailler Verträge und ihrer nachträglichen Zusatzvereinbarungen und die Erstarkung republikfeindlicher Kräfte von ultrarechts bis ultralinks und da sind vorrangig die Faschisten und Kommunisten zu nennen.
Da würfelst Du einiges durcheinander, aber das ist man bei Vertretern der Totalitarismusdokrin gewohnt. Von den Versailler Verträgen und den Folgen war 1918 nichts zu ahnen.
Aber egal, Du willst keine Fakten, Du willst Deinen Glauben behalten.
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Alt 11.10.2011, 17:22   #17
colo
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Komischerweise bedienst Du hier keine Fakten und stellst Behauptungen auf die längst wiederlegt sind. Nicht Militaristen (was das auch sein mögen) haben die Weimarer Republik in den Abgrund geführt ( wie Du behauptet hast)sondern meine o.g. Fakten. Ich nehme eher an das Du noch einen Glauben hast, der aber schon längst das Zeitliche gesegnet hat. Die Fakten stehen für alle Historiker fest.
colo
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Alt 11.10.2011, 18:46   #18
Atlantologe
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Ich glaube du verstehst hier was falsch. Die Rede war davon, dass der spätere Faschismus bereits in den Gründungsakten der Weimarer Republik angelegt war (eben weil die Linke, nicht die SPD, ausgegrenzt wurde) und dass man bereits 1918/19 ahnen konnte, dass es sich bei der Republik um ein totgeborenes Baby handeln würde. Zwar wurde sie zunächst von der SPD regiert, im Hintergrund zogen aber stets die militärisch-nationalistischen revanchistischen Militärköpfe ("Dolchstoßlegende") die Fäden und sorgten dafür, dass die Republik niemals richtig zu sich kam. Daher konnte ja auch ein Gefreiter namens Adolf Hitler, der den Umsturz versuchte, in einem Schloss ("Festungshaft") mit allem Luxus überwintern, um schon im nächsten Jahr, als der Frühling ins Land kam, ein freier Mann zu sein, dem von allen Seiten, die politisch das Sagen hatten, ein ausnehmend guter Charakter und eine "rechte" Gesinnung bescheinigt wurde.

Zitat:
Hitler stand ab Frühjahr 1924 unter Hochverratsanklage vor dem Volksgericht in München. Allerdings gelang es ihm, sich im Laufe des folgenden „Hitler-Prozesses“ aufgrund seiner rhetorischen Fähigkeiten vom Angeklagten zum Ankläger hochzustilisieren. Dabei deutete er unter anderem das Ereignis und Gedenken der Kriegsniederlage zum „eigentlichen Hochverrat“ um, und instrumentalisierte es in seinem Sinn als „Aufruf zum Putsch und Auflehnung gegen die Landesverräter“.

Mit der Begründung, dass bei einem Mann, „der so deutsch denkt und fühlt wie Hitler“ und der sich durch „rein vaterländischen Geist und edelsten Willen“ auszeichne, das Motiv des Verrats nicht aufrechterhalten werden könne, wurde es vom Gericht ausdrücklich abgelehnt, Hitler als verurteilten Ausländer nach Verbüßung seiner Haftstrafe aus Deutschland auszuweisen, wie es § 9 des Republikschutzgesetzes zwingend vorsah. Hitler wurde zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt, mit der Möglichkeit der vorzeitigen Entlassung schon nach sechs Monaten.

In einem Gutachten war der Münchner Vize-Polizeipräsident Friedrich Tenner zur folgenden, vom Gericht nicht berücksichtigten Einschätzung gelangt: „Hitler […] ist heute die Seele der ganzen völkischen Bewegung. Er wird grosse Massen […] seiner Idee der NSDAP zuführen.“

Ludendorff stand ebenfalls in München vor Gericht, wurde jedoch (aufgrund seiner Verdienste im Ersten Weltkrieg) freigesprochen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerp...ess_und_Urteil

Selbst die Justiz war also durchgehend nationalrevanchistisch und hatte mit einem Begriff von Rechtsstaatlichkeit, wie wir ihn heute kennen und für selbstverstädlich halten, nichts zu tun. Und so gibt es eigentlich, auf der Machtebene, eine durchgehende Linie vom Kaiserreich über die Weimarer Republik bis zum Ende des "Dritten Reichs". Deshalb sprechen ja auch manche Historiker von nur einem Weltkrieg 19141945. Die Weimarer Republik war kaum mehr als eine Waffenpause im großen Krieg jetzt nicht bezogen auf die Dauer, sondern auf den fehlenden "inneren Frieden".
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Alt 12.10.2011, 12:30   #19
-CC-
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Ha, da fällt mir ein Sprichwort ein:

Kommunismus und Kapitalismus standen einst einen Schritt vor einem großen Abgrund. Der Kommunismus ist jetzt schon einen Schritt weiter....

...heutzutage drängen sich einem Ideen zu einem weitere Anschlusssatz auf...

-CC-
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Alt 11.09.2018, 11:31   #20
perfidulo
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Standard Linke Moralkritik

Da gibt es wieder was zum Aufregen in der Zeit über die Sammlungsbewegung und die Moral
Zitat:
Die eigenen Privilegien stressfreier genießen

Auch die Linken kritisieren eine angebliche "Hypermoral" der Mitte und der Eliten. "Aufstehen" und seine Unterstützerinnen kopieren rechtspopulistische Sprechmuster.


[.....]

Gegen eine linke Kritik am liberalen Moralismus ist a priori nichts einzuwenden, es kommt nur darauf an, wie sie im Detail argumentiert. Linke Moralkritik zielt darauf, das gute Gewissen der Mächtigen zu stören, sie will die Selbstzufriedenheit der Privilegierten infrage stellen. "Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral", dieser berühmte Satz aus Brechts Dreigroschenoper will nicht das unmoralische Verhalten der Armen und Unterdrückten entschuldigen, er ist vielmehr ein Vorwurf an die Mächtigen. Diese könnten sich ihre tugendhaften Predigten nur deshalb leisten, weil sie von einer zutiefst ungerechten Gesellschaftsordnung profitierten. "Ihr Herrn, die ihr uns lehrt, wie man brav leben / Und Sünd und Missetat vermeiden kann / Zuerst müßt ihr uns was zu fressen geben / Dann könnt ihr reden: Damit fängt es an."
__________________
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