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Science Fiction & Fantasy Alle Weltraum-Spezies sind eingeladen über die täglichen Probleme im Orbit zu berichten. Klingonisch bitte übersetzen ;-) Auch alle Waldelfen und Magier sind in diesem Forum herzlich willkommen!

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Alt 09.09.2011, 11:10   #11
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
OK, hier mal die ersten Seiten des Buchs, damit ihr ne ungefähre Vorstellung davon kriegt, worum's u.a. geht.....
Da kann ich nur mit dem uralten Rezensentenspruch antworten

Das ist kein Buch, das man mit leichter Hand auf die Seite legt.....

...........man muß es schon mit aller Kraft in die Ecke feuern.

Der Text ist ungeheuer geschwätzig, kokettiert mit einem Detailwissen, das nicht unbedingt für die Handlung relevant scheint. Es ist nun wirklich nicht wichtig, daß Rettungsboote mit Blaulicht über den Neckar brettern, außer man wohnt da und hat das mal gesehen. Aber das können eigentlich nur die Schlauchboote der DLRG sein.

Der Anfang des Buches weckt kein Interesse für den weiteren Fortgang.

Als Lektor würde ich es zurückgehen lassen oder - falls der Plot doch kühn sein sollte - von jemand umschreiben lassen, der sein Handwerk versteht.
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Geändert von perfidulo (09.09.2011 um 11:46 Uhr).
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Alt 09.09.2011, 11:31   #12
Lupo
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Atlantologe, ich habe es mir anders überlegt. Eigentlich wollte ich dir mit meinem Fachwissen (bin auch gelernter Verlagskaufmann)wirklich helfen, aber nach deinem Gepöbel habe ich keine Lust mehr. Ein paar Anmerkungen dennoch:


Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
@Moderator Lupo

Was interessiert dich denn überhaupt? Interessiert mich zwar nicht, was dich interessiert,
Dann frag nicht!

Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
@Daher vermute ich hier unfreundliche Methode.
Danke!

Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
@Du kannst mich gerne fertich machen,
Brauch ich doch gar nicht, machst du selbst viel gründlicher.

Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
@solltest aber besser bei meinen Versuchen hier im Gespräch zu erfahren, welches wohl der passendste Klappentext ist, nicht ausschließlich foulen.
Wo bitte habe ich gefoult?

Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
@Man macht das bei Literatur (Romanen) im allgemeinen so.
Falsch! Richtig ist: Man macht das AUCH so. Habe gerade mal eine Stichprobe in meinem Bücherregal gemacht. Die Mehrheit der Bücher(ist allerdings kaum Genreliteratur dabei) hat eine Inhaltsangabe als Klappentext, manchmal garniert mit Auszügen aus positiven Rezensionen.


Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
@Man kann den "Plot" des Buchs schlecht auf einer Seite zusammenfassen,
Doch kann man - man darf halt nur nicht den Anspruch haben, ALLES darin abzuhandeln. Es geht um eine (fragmentarische ) Zusammenfassung und nicht um eine Nacherzählung.
Guckst du hier:
Klappentext des Buches von Jan Brandt - Gegen die Welt (immerhin 920 Seiten): "Gegen die Welt ist ein großer Roman: Über die Wende in Westdeutschland, über Popkultur in der Provinz und über Freundschaften, die nie zu Ende gehen."

DER Klapppentext hat mich zum Bestellen eines Rezensionsexemplares animiert.


Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
@Es werden eigentlich alle Fragen zu grenzwissenschaftlichen Themen angesprochen, wonach sich dieses Forum benennt. daher verstehe ich nicht, Lupo, was du hier überhaupt willst,wenn's doch nicht interessiert,
Ich habe lediglich gesagt, dass mich keiner deiner Klappentexte zum Kauf deines Buches animieren würde, NICHT dass mich sämtliche angesprochenen Thematiken nicht interessieren. Und auch nicht, dass dein Buch schlecht ist.

Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
@ob du nur hier bist um Moderator werden zu können, damit du anderen mal richtig zeigen kannst, was Sache ist
Was denn sonst? GIbt es einen anderen Grund Moderator zu werden?

Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
@was dir im normalen Leben gottlob wohl verwehrt ist?
Genau, im richtigen Leben bin ich eine ganz arme Sau.

Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
@Und wenn's dich nicht interessiert - warum hältst du dann nicht einfach endlich mal die Klappe?
Ich habe keine Ahnung wie du darauf kommst, dass mich das Thema (richtiger Klappentext) nicht interessiert. Wie gesagt, hätte gerne mein Fachwissen an den Mann gebracht, aber nach deinen ganzen Unterstellungen kannst du mich mal.

@MJ01
Das mit den langen Sätzen stimmt so nicht, wie du es formuliert hast (siehe Thomas Mann oder ganz fantastisch bei Frank Schulz Morbus Fonticulli. ). Allerdings weiß ich was du meinst, und da hast du dann doch wieder recht.
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"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)

Geändert von Lupo (09.09.2011 um 21:15 Uhr).
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Alt 09.09.2011, 12:08   #13
Atlantologe
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Man freut sich ja schon über ein bisschen Resonanz.

Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
Also ich würde den letzten (Nr 6) Klappentext nehmen, allerdings lediglich den letzten Absatz.
Tja, ich werde wohl auch #6 nehmen, aber ganz. Da ist dein Vorschlag bzw. deine Kritik genau andersrum von Lupos, der auf einer Seite wissen will, worum es in dem Buch geht, und das ist aus den 4 Zeilen des letzten Abschnitts nun mal nicht erkenntlich. Es geht halt um den Spannungsbogen zwischen unserer potenziellen ("vorsintflutlichen") Kulturgeschichte und potenziellen "Mehrwissern" − Bürgern oder Agenten einer älteren, größeren Zivilisation, die nicht auf der Erde beheimatet ist, die aber ein Auge auf die Erde und unsere Zivilisation halten, ohne sich aber zu erkennen zu geben, und die dennoch Hominide sind, ja sogar ununterscheidbar von Erdenmenschen, weil sie eine gemeinsame Herkunftsquelle haben, die nicht auf der Erde liegt. Um das anzudeuten, habe ich die Perspektive mit den Ufos im Klappentext einfließen lassen, und eben den letzten Absatz.

Zitat:
Allerdings für einen Roman, insbesonders für ein SiFi-Roman gelten andere Stilmittel. Nämlich Spannung, Aktion und der Sense of Wonder.
Nun ja, ich habe in meinem Leben (sagen wir in 3 Jahrzehnten) ungefähr 30.000 Seiten "Romane" geschrieben, da ich eigentlich nur Schriftsteller bin, die meisten allerdings noch unvollendet, auch wenn ich perverserweise so gut wie nie was veröffentlicht habe, weil ich davon nicht leben kann, da ich für die meisten Verlage "zu schwer" bin. Also hab ich immer von anderen Sachen gelebt (Soziologe, Unternehmer, Ghostwriter, Spekulant), so dass ich beim Schreiben keine großen Rücksichten nehmen muss und damit eher das treffen kann, was ich sagen will, als was ich glaube, dass der Leser es goutiert oder lesen will. Wenn ich mich hinsetze und mir sage: "So, ich mach jetzt mal einen auf Robert Ludlum, Philip K. Dick oder Dan Brown", bin ich schon verloren, weil es nicht mein Stil wäre. Jeder Schriftsteller hat seinen eigenen Stil, hat seine eigenen Aussagen, für die er das adäquate Stilmittel sucht und (hoffentlich) findet. Was ist Spannung? Ich finde Kafka wesentlich spannender als jeden Thriller-Autor, obwohl da eigentlich gar nichts passiert. Auch Science Fiction ist für mich Literatur, warum sollte man da keine literarischen Stilmittel einsetzen? Spannung ergibt sich daraus, wie Stück für Stück was von dem großen Ganzen präsentiert wird, das die Neugier des Lesers anfacht und aufrecht erhält und von Seite zu Seite steigert. "Action"? Action ist sogar in dem knappen 1. Kapitel, das ich vorgestellt habe: ein ominöser Flugzeugabsturz, exotisches Material, das definitiv nicht aus einem normalen Flugzeug stammt, ein Augenzeuge, verdeckte Operationen, und ein Mord. Aber das ist nur das Vordergründige. Mit "Action" meine ich was anderes, nämlich eben da, was jenseits der Randbereiche unseres Wissens geschieht, und das eine ganz andere Erklärung für unser Hiersein anbietet.

Zitat:
In einem Roman sollte man relativ kurze, prägnannte Sätze verwenden, die ohne Schachtelungen und Nebensätze das Wesentliche darlegen.
Da sind wir eben verschiedener Meinung. Manchmal muss man lange Sätze schreiben, rein aus Atemlosigkeit. In dem ersten Kapitel, das ich vorgestellt habe, sind aber doch nicht zu viele lange Sätze drin? Vielleicht hätte ich eine Leerzeile zwischen den Absätzen machen sollen (weil die Forum-Software Absatzeinschübe wie im Buch nicht berücksichtigt), aber damit hätte ich wahrscheinlich wieder das Maximum der zulässigen Länge für ein Posting gesprengt und wollte das auch nicht aufteilen in Teil I und II. Aber für mich ist Science Fiction eben nicht nur "leichte Kost", sondern kann auch Literatur sein. Dass es kaum Science Fiction Romane gibt, die als Literatur durchgehen können, soll das Genre nicht abwerten; ich finde aber da ist noch Optimierungspotenzial.


Zitat:
Zugegeben, auch ich liebe Schachtelsätze, weil alle Informationen, in einem Satz, im richtigen Zusammehang komptimiert dargelegt werden können (Darum schriebe ich auch keine Romane). Nur hat dieses Stilmittel, welches man in einem Forum gut verwenden kann, in einem Roman nichts zu suchen.
da bin ich völlig anderer Ansicht. Einige Autoren (wie Goetz, Pynchon oder Joyce) schreiben Sätze, die sich über 20–30 Seiten erstrecken, ehe du den ersten Punkt findest. – Warum darf ich vom Leser keine Arbeit im Sinn von geistiger Anstrengung erwarten? Ich schreibe nicht unbedingt für Kaminsesselschmökerer. Wenn mich der Leser dann mit Käuferstreik bestraft, weil mir der Ruf eines Schachtelsatzschreibers vorauseilt, hab ich halt Pech gehabt. Ich sehe es also genau andersrum wie du: Schachtelsätze haben in einem Sachbuch nix zu suchen, da muss jeder Satz klar und unzweideutig sein; in einem Roman als Stilmittel hingegen sehr wohl; darf nur nicht zu häufig vorkommen und muss sich abwechseln mit kurzen, prägnanten Sätzen.

Zitat:
Dort kommt es darauf an, dass man z.B. in Form von kurzen Dialogen Spannung aufbaut, sie immer mehr steigert, bis es der Leser nicht mehr aushält, und dann einen Schnitt macht und meinetwegen einen historischen Wissensinput liefert.
Gibt’s bei mir teilweise sogar auch.


Zitat:
Auch ist es ratsam, einen roten Faden, der den gesamten Roman durchzieht zu generieren.
Das ist eine berechtigte Kritik. Mein Roman besteht aus mehreren Strängen, die erst im Prozess vereint werden, so dass man den roten Faden erst zum Ende hin erkennt. Das hat aber auch wiederum was mit dem zu tun, was du Spannungsaufbau nennst, denn es gibt mehrere Ebenen von Spannung(saufbau); du meist die vordergründigen, Seite für Seite; der Spannungsbogen, den ich meine, erstreckt sich über die Geschichte als Ganze und liegt eher in der Art, wie ich Informationen Stück für Stück aus ganz verschiedenen Ecken, zwischen denen es scheinbar keine Zusammenhänge gibt, präsentiere, eher wie Puzzleteile, so dass man das ganze Bild erst am Schluss sieht.


Zitat:
Beispielsweis durch einen Helden, mit dem sichde Leser identifizieren kann und der ihn ins Boot holt.
Davon gibt es drei: Ra'am alias Dr. Colombo ("ich"), Irayaya alias Dr. Iris Montana, und Usugo.


Zitat:
Sinnvoll wäre es weiters diesen Helden in den ersten Kapiteln einzuführen und ihn näher, inklusive seiner Stärken und Schwächen, vorzustellen.
Naja, gleich im 1. Absatz des 1.Kapitels tauche "ich" (Ra'am) auf, nur um dann erst mal wieder abzutauchen und den Vorfall zu schildern. Dafür bin "ich" dann im 2. Kapitel umso präsenter. Die persönlichen "Stärken und Schwächen" ergeben sich dann wohl aus der Handlung selbst.


Zitat:
Es macht aber wenig Sinn, einen Helden im ersten Kapitel aufzubauen und ihn im zweiten bereits wieder "abzuservieren".
Tu ich das? Eher andersrum. Er kommt im 2.Kapitel erst richtig zur Geltung. (Das 1. Kapitel ist eher ne Art Prolog, so wie das letzte Kapitel – Epilog – der Versuch einer kurzen wissenschaftlichen Erklärung dessen ist, was da passiert ist.)


Zitat:
Das frustiert den Leser nämlich. Auch sollten die Dialoge, so wie im richtigen Leben kurz und prägnannt sein. Dialoge über drei Sätze sind ermüdend und unrealistisch.
Naja, im 1.Kapitel gibt es ja nur ganz wenige, sehr kurze Dialoge. Außerdem wende ich da andere Stilmittel an. Weite Passagen meines Romans sind vordergründig wörtliche Rede, in die wiederum Dialoge eingebaut sind, so dass ich mich mit "…" und '…' -Zeichen behelfen muss. Ist eben alles etwas schwieriger und verlangt vom Leser Mitdenken bzw. geistige Anstrengung. Nicht so leicht verdaulich. Bin da eher Picasso denn Salvador Dali oder Andy Warhol.

Zitat:
Ist allerdings nur meine persönliche Meinung.
Dafür danke ich dir ausdrücklich.

.
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Alt 09.09.2011, 12:42   #14
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Der Text ist ungeheuer geschwätzig, kokettiert mit einem Detailwissen, das nicht unbedingt für die Handlung relevant scheint. Es ist nun wirklich nicht wichtig, daß Rettungsboote mit Blaulicht über den Neckar brettern, außer man wohnt da und hat das mal gesehen. Aber das können eigentlich nur die Schlauchboote der DLRG sein.

Der Anfang des Buches weckt kein Interesse für den weiteren Fortgang.
Gut formulierte Kritik, muss ich akzeptieren.Endlich mal ein Posting von dir, das auf den Punkt kommt und nicht daneben zielt. Das gilt allerdings nicht für deinen letzten Satz.

Zitat:
Als Lektor würde ich es zurückgehen lassen oder - falls der Plot doch kühn sein sollte - von jemand umschreiben lassen, der sein Handwerk versteht.
Und weil du kein Lektor bist, glaube ich nicht, das du das mit dem "Handwerk" beurteilen kannst. Man sollte die Kritik den Kritikern überlassen, die was von ihrem Metier verstehen. Begründungen hingegen (wie von dir und Lupo), das es dich nicht interessiert, sind hingegen akzeptabel, weil das was mit persönlichem Geschmack und Widerwillen zu tun hat. Das muss man natürlich gelten lassen.
.
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Alt 09.09.2011, 13:21   #15
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
Und weil du kein Lektor bist, glaube ich nicht, das du das mit dem "Handwerk" beurteilen kannst.
Nein, ich bin auf der anderen Seite des Gatters, also Opfer von Lektoren, deren Arbeit ich sehr schätze.

Immerhin habe ich es auf mehrere Dutzend Fachveröffentlichungen gebracht. Dazu hunderte Presseerklärungen, die man auf Wirkung schreibt. Das ist eine wundervolle Form um zu lernen, wie man auf den Punkt kommt.

Und natürlich die Einträge in diesem Forum als Spielwiese.
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Alt 09.09.2011, 13:24   #16
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Ähm... es geht hier nicht um eine Fachpublikation, sondern um einen Roman, der will nicht auf den Punkt kommen, sondern ihn in immer engeren Spiralen einkreisen..
.
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Alt 09.09.2011, 13:51   #17
Groschenjunge
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Hi,

Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
Ähm... es geht hier nicht um eine Fachpublikation, sondern ...
auch um Presserklärungen.

Eines verstehe ich nicht an deiner Art, deinen Roman zu verteidigen. Du versuchst nach meinem Gefühl ständig, dich irgendwie zu rechtfertigen oder auch Fehler bei anderen zu finden.
Bist du im Umgang mit Kunden wirklich geübt? Egal, ob sie Recht haben oder nicht. Primär hört man denen gut zu und versucht heraus zu finden, wie deren Sicht aussieht. Denn die kaufen dein Produkt. Du willst deren Geld. Fertig. Oder willst du jetzt mit einer Message kommen? Auch die will gut verpackt und häufig verkauft werden.

Denen - ja, welche Zielgruppe möchtest du eigentlich ansprechen - muss es doch gefallen.

Ich bin/war lange Jahre eifriger Leser von SciFi Literatur, aber eher die "Konsumware" von Heyne oder den Perry. Deine ersten Klappentexte sind leider auch für mich kein Anreiz, dein Buch zu kaufen.
Und nein, ich bin sicherlich weder ein guter Lektor noch ein guter Kritiker. Aber egal, auch Harry Potter gefiel der Legende nach anfangs durch.

-gj
__________________
"Der frühe Vogel mag vielleicht den Wurm fressen, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse." Vince Ebert
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Alt 09.09.2011, 14:18   #18
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Zitat:
Zitat von Groschenjunge Beitrag anzeigen
Bist du im Umgang mit Kunden wirklich geübt?
Überhaupt nicht. Wenn ich versuche wollte einen Staubsauger zu verkaufen, müsste ich ihn wohl verschenken und dem Kunden aus Dankbarkeit, dass er ihn nimmt, noch ein Schmerzensgeld drauflegen.

Zitat:
Egal, ob sie Recht haben oder nicht. Primär hört man denen gut zu und versucht heraus zu finden, wie deren Sicht aussieht.
Natürlich. Ich glaube, ich bin auf die Anmerkungen von MJ01 ausführlich und ohne Vorbehalte eingegangen, habe aber auch meine Perspektive als Schreiber darzulegen versucht.

Zitat:
Du versuchst nach meinem Gefühl ständig, dich irgendwie zu rechtfertigen oder auch Fehler bei anderen zu finden.
Das hab ich bei meinen Spezis Lupo, perfidulo und James Bolivar aus Erfahrung so gelernt - ist wohl schon ein Reflex draus geworden, denn es geht ja nur darum, weniger das Buch des Autors zu verreißen, sondern den Autor zu zerreißen. Ich könnte ihnen unter meinem Namen das Buch eines Nobelpreisträgers vorlegen, sie würden es scheiße finden, weil mein Name draufsteht.

Zitat:
Oder willst du jetzt mit einer Message kommen? Auch die will gut verpackt und häufig verkauft werden.
Denen - ja, welche Zielgruppe möchtest du eigentlich ansprechen - muss es doch gefallen.
Was motiviert einen zu einer Geschichte? Ein Ufo stürzt ab, dessen Zentralteil ein extrem fortgeschrittener Computer ist, der sich aber einer Schrift bedient, die es eigentlich gar nicht gibt. Der berühmteste Kryptologe wird herangezogen, um diese Schrift zu entziffern, damit man den Apparat zu verstehen lernt. Im Golf von Oman ereignet sich ein schweres Seebeben mit einem Megatsunami, vor dessen Auftauchen alles Küstengewässer abgesogen wird. Dabei taucht die Spitze einer schwarzen Pyramide auf, die auf ein Alter von 15.000 Jahren geschätzt wird. Sie enthält eine undefinierbare Schrift, die jener aus dem Ufo-Computer stark ähnelt, jedenfalls so stark, dass Zufall ausgeschlossen ist.

Zitat:
Ich bin/war lange Jahre eifriger Leser von SciFi Literatur, aber eher die "Konsumware" von Heyne oder den Perry. Deine ersten Klappentexte sind leider auch für mich kein Anreiz, dein Buch zu kaufen.
Och wie schade. Vielleicht schreib ich mal was ganz plattes Spannendes. Ich muss halt nur versuchen mich dumm zustellen und mich auf das Niveau.. nein, das sach ich lieber nicht.

Zitat:
Und nein, ich bin sicherlich weder ein guter Lektor noch ein guter Kritiker. Aber egal, auch Harry Potter gefiel der Legende nach anfangs durch.
Muss eigentlich jeder Science Fiction unterirdisch sein? Darf man an den Leser keine Ansprüche stellen? Kann sein, dass vor einem halben Jahrhundert das Niveau der SF einiges höher warals heute. Heute würde ein Philip K. Dick, aber auch ein Stanislaw Lem, wohl kläglich scheitern.
.
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Alt 09.09.2011, 14:37   #19
Groschenjunge
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Hi,

Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
Och wie schade. Vielleicht schreib ich mal was ganz plattes Spannendes. Ich muss halt nur versuchen mich dumm zustellen und mich auf das Niveau.. nein, das sach ich lieber nicht.
Zügele deine Reflexe (und ja, auch ich habe welche), du willst Tips, möglichst gute und ohne zu bezahlen. Ich habe nie geschrieben, nur und ausschließlich ...


Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
Muss eigentlich jeder Science Fiction unterirdisch sein? Darf man an den Leser keine Ansprüche stellen?
Nur solltest du niemals vergessen, dass dein Anspruch und der deiner Leser nie deckungsgleich sind, und wenn sie das nicht sind, du dich einer Wertung zu enthalten hast.
Ein guter Außendienstler handelt nach dem Motto: "Beim NEIN fängt das Verkaufen erst richtig an." Du mußt Kunden überzeugen, nicht erschlagen.

Du hast oben mit "Ich muss halt nur versuchen mich dumm zustellen und mich auf das Niveau.. nein, das sach ich lieber nicht." dein Problem nach meiner Ansicht gut beschrieben, auch wenn du es mit Smileys abgefedert hast. Du versuchst, einen hohen Anspruch zu befriedigen. Wobei es so aussieht, als ob es dein eigener wäre, an dem du die Messlatte anlegst und dir wenig überlegst, was deinem Leser gefallen könnte.



Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
Kann sein, dass vor einem halben Jahrhundert das Niveau der SF einiges höher warals heute. Heute würde ein Philip K. Dick, aber auch ein Stanislaw Lem, wohl kläglich scheitern.
.
Aus meiner Sicht ja, denn ich lese kaum noch SciFi. Lem, Asimov, Dick, Brunner ... gibt es heute nicht mehr, *SCHNÜFF*
Ich habe auch Herbert W. Franke geliebt mit seinen Kurzgeschichten "Der grüne Komet". Einfach nur prächtig, auf ganz wenigen Seiten konnte er ganze Universen entstehen lassen.

Heute dominieren die Bücher so wie "der 47. Zyklus aus der Reiher der..." und wenn man nicht 300 Bände kauft, ist man "verloren". Wobei ja der Urtrieb nicht mehr existiert, die Technik, die man in die Zukunft projizierte. Alles da.

-gj
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"Der frühe Vogel mag vielleicht den Wurm fressen, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse." Vince Ebert
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Alt 09.09.2011, 15:04   #20
Lupo
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Zitat:
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Das hab ich bei meinen Spezis Lupo, perfidulo und James Bolivar aus Erfahrung so gelernt - ist wohl schon ein Reflex draus geworden, denn es geht ja nur darum, weniger das Buch des Autors zu verreißen, sondern den Autor zu zerreißen. .
Heilige Scheiße Ich habe darüber gesprochen, dass ich deinen Klappentext nicht zweckdienlich finde.
Ich habe kein Wort über dich oder dein Buch verloren!
Hör also auf mit diesen haltlosen Unterstellungen.
Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
Ich könnte ihnen unter meinem Namen das Buch eines Nobelpreisträgers vorlegen, sie würden es scheiße finden, weil mein Name draufsteht.
Es ist sogar durchaus möglich, dass ich ein Buch eines Nobelpreisträgers scheiße finde, auch wenn du es mir unter seinem richtigen Namen gibst.
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"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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