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Alt 30.08.2011, 13:10   #1
Atlantologe
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Standard ISS wird wohl evakuiert

Bald kein Mensch mehr im All?

http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...783250,00.html

Der Mensch ist halt ein Krabbeltier auf der Erde.
Wäre er für die Luft geschaffen, hätte er Flügel.
Wäre er fürs All geschaffen, besäße er einen flexibleren Körperbau und ne flexiblere Körperchemie.

Wahrscheinlich werden wir nie zu anderen Sternen fliegen, auch in 100 Millionen Jahren nicht, und auch nie einen "Besuch" erhalten.

Wir sind also darauf angewiesen, unsere Erde nicht zu zerstören, und in spätestens 2 Milliarden Jahren geht sowieso das Licht aus. (Für mich wohl eher in 2 Jahrzehnten...)
.
Atlantologe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2011, 13:43   #2
MJ01
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Stimmt irgendwie.
Wenn es keine Motivation für eine Species gibt ins All vorzudringen, wird sie es auch nicht tun.

Wie kam es also zu Eroberung der "Neuen Welt"?
  1. durch religiösen Fanatismus und Sendungsbewußtsein
  2. durch Gier nach Gold und schnellem Reichtum
  3. durch die schlechten sozialen Verhältnissen des Einzelnen in der alten Welt
  4. durch Flucht vor Strafverfolgungen
  5. durch Überbevölkerung
  6. durch Versprechen von gratis Land
  7. durch den Wunsch von Freiheit und Unabhängigkeit

Wenn nicht einige dieser Motivatoren vorhanden sind, wird es wohl auch nicht klappen.

MfG

MJ
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Alt 30.08.2011, 18:19   #3
Skarabäus
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Der Rückschlag mit dem Versorgungsmodul ist zwar nicht zu hoch zu bewerten, zeigt aber wie sensibel die gesamte Raumfahrt nach 50 Jahren noch ist und das nur im Erdorbit, geschweige denn weiter draußen. Die bemannte Raumfahrt ist und bleibt auch weiterhin ein Risikofaktor wenn es auch nach außen aussieht wie das normalste auf der Welt.

Die Frage ist nur, lohnt sich der ganze Aufwand? Sollte man nicht lieber diese horrenden Mittel dazu verwenden um die Erde am Boden in Schuss zu halten, sie zu Bewässern, dadurch Hungersnöte in Schach zu halten und und und.

Die Planetenforschung ist zwar sehr interessant und stimuliert die angeborene Neugier des Menschen, aber bis auf ein paar dadurch entstandene Technologieabfälle für die Industrie bringt es wenig für die gesamte Menschheit. Der einzige vernünftige Sinn der Raumfahrt müsste darin liegen eine Technologie zu schaffen welche uns vor eventuellen gefährlichen Himmelskörpern schützen könnte und die Suche nach weiteren Möglichkeiten der Energiegewinnung aus dem All um die Ressourcen der Erde zu schonen.

Die Bodenschätze des Mondes oder des Mars sich nutze zu machen dürfte vielleicht das Endergebnis allen Aufwandes sein den man in die gesamte Planetenforschung investiert hat. Die Menschheit auf andere Himmelskörper umzusiedeln bleibt wohl immer eine Illusion.
Skarabäus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2011, 01:13   #4
Imperator
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Zitat
"Die Menschheit auf andere Himmelskörper umzusiedeln bleibt wohl immer eine Illusion."
Zitat

Hmmm. Also... Ich glaube... War Jules Verne mit seinem Kanonenschuß auf den Mond nicht auch eine Illusion?
Imperator ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2011, 10:25   #5
Skarabäus
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@ Imperator:

Man darf Träume nicht mit der Realität verwechseln. Das der Mensch seinen Fuß auf den Mond gesetzt hat ist noch lange kein Verdienst von Jules Verne. Das gleiche trifft auf die Erforschung der Tiefsee zu wofür sich Auguste Piccard einen Namen machte. Jules Verne‘s technologische Erklärungsversuche für die Durchführung dieser Unternehmungen gingen aber alle in die Hose. Also bitte immer auf dem Boden der Realität bleiben. Die Eroberung des Weltraumes hängt immer noch von den zur Verfügung stehenden Ressourcen der Erde ab und diese sind begrenzt. Fantasieren kann jeder, er darf dabei allerdings nicht die Gesetze der Physik außer Acht lassen.
Skarabäus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2011, 10:40   #6
Groschenjunge
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Hi,

Zitat:
Zitat von Skarabäus Beitrag anzeigen
Die Eroberung des Weltraumes hängt immer noch von den zur Verfügung stehenden Ressourcen der Erde ab und diese sind begrenzt.
Wenn ich dazu noch anmerken darf: Die jeweilige politische Situation des Landes spielt eine ebenso große Rolle. Ohne den damaligen kalten Krieg gäbe es IMHO keine Mondlandungen.


Zitat:
Zitat von Skarabäus Beitrag anzeigen
Fantasieren kann jeder, er darf dabei allerdings nicht die Gesetze der Physik außer Acht lassen.
Psstt, verrate doch nicht alles.

Aus einem alten Spiegel: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46275221.html

Zitat:
Eine zweite, noch 30 Zentimeter längere Raumkanone wird derzeit auf dem Armeeschießplatz in Yuma (US-Staat Arizona) installiert. Mitte des Monats begann ein drittes (Test-) Geschütz (Rohrlänge: 18 Meter) mit Probeschüssen an der kanadisch-amerikanischen Grenze in der Provinz Quebec. In vier Monaten sollen die ersten, bis zu 25 Kilogramm schweren Kanonen-Satelliten ins All abgefeuert werden
Es scheint aber nicht gereicht zu haben: http://de.wikipedia.org/wiki/Gerald_...inaus_mit_HARP

Zitat:
Man erreichte damit eine Mündungsgeschwindigkeit von 3600 m/s, gegenüber ca. 825 m/s der Originalgeschosse. Mit der Kanone wurde fast senkrecht nach oben geschossen, mit leicht östlicher Richtung auf das Meer hinaus. Die erreichte Schusshöhe betrug schließlich 100 Kilometer. Diese Steigerung der Geschützleistung gegenüber der Originaltechnik wurde von Bull mit nur 10 Mio. Dollar erreicht – im Vergleich zur Raketenentwicklung ein sehr kleines Budget.
Die erreichten Geschwindigkeiten waren jedoch zu gering, um einen Orbit zu ermöglichen, denn hierfür ist die erste kosmische Geschwindigkeit von 7.900 m/s notwendig.
-gj

ps: (Achtung, VTler. HARP mit einem "A", nicht verwechseln mit HAARP)
__________________
"Der frühe Vogel mag vielleicht den Wurm fressen, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse." Vince Ebert
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Alt 07.09.2011, 11:24   #7
Sakslane
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Zitat:
Zitat von Skarabäus Beitrag anzeigen
Die Eroberung des Weltraumes hängt immer noch von den zur Verfügung stehenden Ressourcen der Erde ab und diese sind begrenzt.
Die Ressourcen der Erde sind nicht unbedingt der limitierende Faktor. Zumindest prinzipiell gibt es die Möglichkeit, weitere Ressourcen wie die des Mars oder von Asteroiden zu nutzen - und damit meine ich nicht, dass da ein bemanntes oder unbemanntes Raumschiff hinfliegen und das Zeug zur Erde holen sollte. Ich habe da mal von einem anderen Ansatz gelesen, vielleicht finde ich den Originaltext noch wieder... Die Idee bestand darin, kleine Roboter / Sonden zu basteln, die in der Lage sind, Metallerze zu verarbeiten und eine Kopie von sich selbst herzustellen. Die müssen natürlich weltraumtauglich sein und über einen geeigneten Antrieb verfügen. Man baut ein paar davon auf der Erde, schickt sie zum Asteroidengürtel oder zum Mars und lässt sie dort solange replizieren, bis man genug davon hat, um irgendwas sinnvolles zu machen. Man kann dann durchaus auch ein paar davon zu anderen Sonnensystemen schicken - prinzipiell könnten die eine Galaxie "besiedeln", indem sie ständig neue Ressourcen erschließen. Es würde nur sehr lange dauern, und da liegt das eigentliche Problem für uns Menschen. Die Entfernungen zwischen den Sternen und die damit verbundenen Reisezeiten sind viel zu groß verglichen mit unserer kurzen Lebenserwartung und der Zeit, die wir bislang ohne ständige Versorgung von der Erde überleben können.
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Alt 07.09.2011, 13:45   #8
fridolin
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Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
...

Ich habe da mal von einem anderen Ansatz gelesen, vielleicht finde ich den Originaltext noch wieder... Die Idee bestand darin, kleine Roboter / Sonden zu basteln, die in der Lage sind, Metallerze zu verarbeiten und eine Kopie von sich selbst herzustellen. Die müssen natürlich weltraumtauglich sein und über einen geeigneten Antrieb verfügen. Man baut ein paar davon auf der Erde, schickt sie zum Asteroidengürtel oder zum Mars und lässt sie dort solange replizieren, bis man genug davon hat, um irgendwas sinnvolles zu machen. Man kann dann durchaus auch ein paar davon zu anderen Sonnensystemen schicken - prinzipiell könnten die eine Galaxie "besiedeln", indem sie ständig neue Ressourcen erschließen.


...

http://de.wikipedia.org/wiki/Von-Neumann-Sonde
__________________
So it goes.

Kurt Vonnegut
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Alt 07.09.2011, 14:19   #9
basti_79
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Gerade mal wieder gelesen und dringende Empfehlung: "Necroville" von Ian McDonald. Befaßt sich mit einem ähnlichen Szenario.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2011, 18:01   #10
Sakslane
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Danke, genau das war's.
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