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Drogen & Psychedelika Spiritualität fördern, das Bewusstsein erweitern, heilende Kräfte besitzen, in Abhängigkeit und Elend führen... Drogen haben viele Gesichter. Gibt es Zusammenhänge zwischen der heiligen Droge unserer Ahnen und dem Stoff, aus dem heutige Partyträume sind?

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Alt 16.06.2013, 14:25   #11
Skaldic
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So überzeugt mich das jetzt nicht. Ich habe mich mit der Geschichte
des historischen Materialismus ein wenig beschäftigt und kann nur
sagen das vor Marx die Philosophie von W. Bauer galt,
wonach ein "unendliches Selbstbewusstsein" epochemachender
Persönlichkeiten der spiritus rector aller Entwicklungen sei.
Marx und Engels haben nach den Bedingungen dieses Selbstbewußsteins
gefragt und behaupteten, sie müssten in der Unverhältnismäßigkeit
der materiellen Mittel gesehen werden.
Daraus kann man eigentlich nur ableiten, das ein Mensch nur
dann selbstbewusst ist, wenn er ausreichend materielle Mittel
besitzt und darüber verfügen kann. Ist das wahr ?
Man beachte auch, das hier das gleiche materialistische Weltbild
wie im Kapitalismus herrscht. Nur wer was besitzt ist auch jemand.
Charakterliche und menschliche Eigenschaften und Tugenden spielen
also keine Rolle. Das Karl Marx mit seiner Klassenkampftheorie
in erster Linie den gesellschaftlichen Konfliktstoff auf eine
gleichschaltende Weise entschärfen wollte
um die Menschheit in einer unterschiedslosen Masse zu vereinen
kann auch so gesehen werden, das damit der Anbetung des Mammons
weiterhin jeder Weg frei gemacht wurde.
Man kann Marx als ein Lamm in Wolfskleidern betrachten der
mit der von ihm verfassten Kapitaltheorie einen Teil der Arbeiterschaft
zusammen fassen wollte um desto sicherer den anderen abzustossen.
Aber im Grunde blieb alles gleich, nur die Namen waren verschieden.
Aber der Tempel des Mammons konnte durch Marx weiterhin
Bestand haben.

Gruß

Skaldic

Geändert von Skaldic (16.06.2013 um 14:30 Uhr).
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Alt 16.06.2013, 15:03   #12
aule
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Beiträge: 383
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Noch so ein Vogel!

Ohne 68er Bewegung hätten wir keinen schwulen Außenminister, keine Homo-Ehe. Die Lehrer dürften die Schüler blutig schlagen. In den Hochschulen wären die alten Nazis unbehelligt geblieben.

Wir würden uns weiter mit Polen um die verlorenen Ostgebiete kloppen, es gäbe keine taz, keine kritische Literatur, keine Umweltbewegung, keinen Umweltschutz, keine Energiewende. Die BRD wäre zugepflastert mit Kernkraftwerken.

Das war alles keimhaft in der Sozialdemokratie und ihrem Umfeld angelegt, aber es braucht immer einen Impuls von außen, daß das gesellschaftlich wirksam wird.

Die SPD ist ja nach langem Zieren nun auch für Mindestlohn und eine Rente, mit der man Auskommen kann.
Ich finde, wenn jemand das übertreiben erfunden hat, dann Du! Wahrscheinlich willst Du auch, das Schwule und Lesben Ehevorteile geniessen, diese gibt es in einem Normalen Staat nur für die Fortpflanzung! Mehr muss ich nicht sagen, aber lass Dir Dein Gras schmecken, es hilft.
aule ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2013, 15:05   #13
aule
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Du hast recht Skaldic mit Deinen Ausführungen und sich um Detais zu streiten ist nonsens.
aule ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2013, 15:40   #14
SchwarzerFuerst
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Reden

Zitat:
Zitat von aule Beitrag anzeigen
Ich finde, wenn jemand das übertreiben erfunden hat, dann Du! Wahrscheinlich willst Du auch, das Schwule und Lesben Ehevorteile geniessen, diese gibt es in einem Normalen Staat nur für die Fortpflanzung! Mehr muss ich nicht sagen, aber lass Dir Dein Gras schmecken, es hilft.
Du scheinst einer dieser "Normalos" voller Vorurteile zu sein und vor
allen Dingen läßt du es an Respekt gegenüber Andersdenkenden missen.

Eigentlich liegt es mir
auf der Zunge zu sagen: "Bestimmt trinkst du gerade
dein drittes Bier...", aber ich will mich nicht auf dein Niveau herab lassen,
schließlich bist du ja NORMAL............

Habe zwar dein Buch vom Sinn des Lebens nicht gelesen,
aber da kommt bestimmt auch das Wort "normal" vor und wer diese
Kriterien nicht erfüllt, steht dem Sinn des Lebens sicher im Weg....
__________________
AMEN

Geändert von SchwarzerFuerst (16.06.2013 um 15:50 Uhr).
SchwarzerFuerst ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2013, 15:44   #15
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Skaldic Beitrag anzeigen
So überzeugt mich das jetzt nicht.
Das hat auch niemand erwartet.
Zitat:
Zitat von Skaldic Beitrag anzeigen
Ich habe mich mit der Geschichte des historischen Materialismus ein wenig beschäftigt......
Vermutlich durch die Lektüre von Sekundärquellen, nicht von Orginalschriften. Sonst würdest Du nicht so einen Schwachsinn verbreiten.

Als Marx und Engels anfingen zu veröffentlichen, hatten 90% der Bevölkerung kaum die Mittel zum nackten Überleben. Ein wenig Materialismus ist da durchaus am Platz. Ich empfehle "Die Lage der arbeitenden Klasse in England" von 1845.

Schon einige Jahrzehnte später konnten die sozialdemokratisch organisierten Arbeiter einen bescheidenen Wohlstand geniessen. Marxisten gehen davon aus, daß dies nicht aufgrund der Wohltätigkeit der Fabrikherren, sondern durch Arbeitskämpfe zustandekam.

Gerade die Sozialdemokratie hat sich intensiv um Bildung, Kultur, Frauen-Emanzipation und Körperertüchtigung gekümmert. "Charakterliche und menschliche Eigenschaften und Tugenden " - wie Du es nennst - spielten sehr wohl eine Rolle. Schau mal, was die "andere Seite" so zu bieten hatte!

Vieles kam erst nach dem Ersten Weltkrieg zum Tragen, als die alten Hemmnnisse zeitweise kaltgestellt werden konnten. Aber leider nicht konsequent genug. 1933 waren sie wieder schlimmer als je zuvor am Werk.

Marx wollte alle erreichen, die Proletarier im Sinne der Definition waren : keine Besitzer von Produktionsmitteln. Leider haben noch nicht alle verstanden, auf welche Seite sie gehören.

Was ist den ein Bauer heute, der auf gepachteten Felder mit geliehenen Maschinen arbeitet? Kommunisten haben immer gesagt: Das Land soll denen gehören, die es bebauen! (Natürlich werden jetzt die verstaatlichten Betriebe und Kolchosen kommen. Alles gaga!)

Es gibt köstliche Traktate über den Kommunismus, Marx und Engels für den Schulgebrauch oder von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildung. Daraus scheinst Du Deine Weisheiten zu beziehen.
__________________
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Alt 16.06.2013, 15:57   #16
Skaldic
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Nun, privates Eigentum macht auch unabhängig. Wen man den
Boden verstaatlicht dann ist niemand mehr unabhängig und kann
darauf anbauen was er will.
Das schlagen marxistische Quellen selbst vor.
Und was die Armut vor 1914 angeht kann ich nur sagen:
Damals waren die Menschen im Durchschnitt sehr viel reicher als heute.
Jeder konnte mit seinen Banknoten zur nächsten Hauptkasse der
Reichsbank gehen und das Geld in einen entsprechenden Wert an
Gold oder Silber eintauschen. 1913 hat man für 1000 Reichsmark
55 Unzen Gold bekommen, heute musst du vom wertlosen
Euro-Monopoly-Geld zirka 55.000 hin blättern um so viele Unzen
Gold zu bekommen. Mein Urgroßvater hat im Jahr 1913 etwa
20 Reichsmark Steuern als Gasthausbesitzer und Ladenbesitzer
an den Staat an die pösen pösen ausbeuterischen
Monarchisten bezahlt. Scheiße, was ?
Da wünscht man sich doch lieber die DDR-Aluminummark als Währung,
die überhaupt keinen Gegenwert besitzt und die gar keinen Wert hat.
Oder noch besser: bargeldlosen Zahlungsverkehr einführen, damit
auch ja niemand unkontrolliert Geld ausgibt.
Das wird uns auf dem Marsch in den Überwachungsstaat noch bevor
stehen.

Gruß

Skaldic

Geändert von Skaldic (16.06.2013 um 16:00 Uhr).
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Alt 16.06.2013, 16:23   #17
Frederuna
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Zitat:
Zitat von Skaldic Beitrag anzeigen
Und was die Armut vor 1914 angeht kann ich nur sagen:
Damals waren die Menschen im Durchschnitt sehr viel reicher als heute.
Jeder konnte mit seinen Banknoten zur nächsten Hauptkasse der
Reichsbank gehen und das Geld in einen entsprechenden Wert an
Gold oder Silber eintauschen. 1913 hat man für 1000 Reichsmark
55 Unzen Gold bekommen, heute musst du vom wertlosen
Euro-Monopoly-Geld zirka 55.000 hin blättern um so viele Unzen
Gold zu bekommen. Mein Urgroßvater hat im Jahr 1913 etwa
20 Reichsmark Steuern als Gasthausbesitzer und Ladenbesitzer
an den Staat an die pösen pösen ausbeuterischen
Monarchisten bezahlt. Scheiße, was ?
Im Jahre 1913 betrug das durchschnittliche Pro-Kopf-Jahreseinkommen 700 Mark. Davon konnte man kein Gold kaufen, sondern musste erstmal für Essen, Kleidung und Wohnung sorgen. Bei der Masse der Bevölkerung blieb dann nichts mehr übrig.
LG
Frederuna
__________________
Quod licet Iovi, non licet bovi.

Geändert von Frederuna (16.06.2013 um 16:25 Uhr).
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Alt 16.06.2013, 16:28   #18
Skaldic
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Wären Kapitalismus und Kommunismus wirtschaftlich betrachtet zwei
diametral entgegen gesetzte Systeme, dann wären von den führenden
Kapitalisten der westlichen Welt wohl kaum in den letzten dreissig
Jahren Sonderwirtschaftszonen im kommunistischen China eingerichtet
worden und ohne Unterlass nahezu die gesamte Produktivkraft der
westlichen Welt dorthin ausgelagert worden.
Geh mal in den nächsten Laden und schau dir mal an was alles
"Made in China" ist. Die Frage ist doch: Warum wird fast
die gesamte Produktivkraft der kapitalistischen Länder
in ein kommunistisches Land ausgelagert ?
Was zur Folge hat, das hier Preise ansteigen, Firmen schliessen
und ein sozialer und wirtschaftlicher Niedergang sich immer mehr
in vielen Schichten der Bevölkerung breit macht.
Wäre es da nicht viel besser chinesische Produkte zu boykottieren
und Produkte zu konsumieren, die wenn möglich in der unmittelbaren
Nähe produziert werden, anstatt irgendwelche Klassenkampfaufstände
anzuzetteln, die sowieso nicht die Ursache der Probleme beheben ?
Das wäre viel weiser.

Gruß

Skaldic
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Alt 16.06.2013, 16:30   #19
Skaldic
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@ Frederuna

man konnte es jederzeit ohne Legitmationsprüfung
eintauschen und musste es nicht mal kaufen.

Gruß

Skaldic
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Alt 16.06.2013, 16:31   #20
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Skaldic Beitrag anzeigen
Nun, privates Eigentum macht auch unabhängig. Wen man den Boden verstaatlicht dann ist niemand mehr unabhängig und kann
darauf anbauen was er will.
Das schlagen marxistische Quellen selbst vor.
Genau diesen Einwand hatte ich erwartet.

Antikommunismus macht eben blind! Da kommt immer das selbe Bla Bla.

Der Boden wird eben NICHT verstaatlicht, sondern gehört den Genossenschaften. Sie sind in den Plan eingebunden und müssen die Versorgung der Bevölkerung absichern. Insofern können sie nicht einfach anbauen, was sie wollen und was am meisten Profit bringt.

Innerhalb ihres Territoriums sind sie frei, was wo angebaut wird. Es sind schließlich Fruchtfolgen zu beachten, es muß Futter produziert werden, der Treibstoff muß ökonomisch eingesetzt werden, die Auslastung der Arbeitskräfte ist zu beachten, die langfristige Humusreproduktion muß garantiert werden.

Das alles kann der Pachtbauer vergessen. Schlimmstes Beispiel ist die Landwirtschaft der USA. Wenn man gerne Gentechnik und Pestizide im Essen hat, wird man diese gerne über den grünen Klee loben. Der Boden gehört der Bank oder neuerdings institutionellen Investoren. Wer seine Hypothek nicht bedient, kann sein Bündel schnüren.
__________________
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