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Atlantis Gab es dies sagenumwobene Reich? Wo lag es? Gibt es Auswirkungen bis zum heutigen Tag? Wie beeinflusste es unsere Entwicklung?

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Alt 03.12.2010, 21:37   #11
Atlantologe
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Ach ja, jetzt erinnere ich mich wieder an den Zusammenhang. "10000 Jahre" heißt in dem Fall nicht "mehr als 9999", sondern einfach nur "unheimlich viele Jahre".
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Alt 03.12.2010, 23:16   #12
lego
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@Restitutus:

WO steht bezüglich Atlantis etwas von "Myriaden von Jahren" ????

Äussere dich lieber mal zu meiner Rechnung?

Nach dieser sind sowohl die Zeiten in den Dialogen (Gründung von Sais und Athen) als auch die Geschichte eines ägyptischen Staates +/- 100 Jahre einigermasen zu beweisen.

Bitte um eine Gegendarstellung.

Schöne Grüße
Thomas
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Alt 03.12.2010, 23:32   #13
lego
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Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
- ein Mindestanspruch an eine Zivilisation namens Atlantis - und ersten historischen Hochkulturen beträgt die Spannweite "nur" 5000, max. 6000 Jahre.
UUps,

gehe ich Recht in der Annahme daß du den historischen Beginn eines Atlantis, wenn es es jemals gegeben hat, auf ca. 4000 bis 3000 v.Chr. setzen würdest?

Du weißt daß ich bereits vieles spekuliert habe (mit manchem war ich wirklich auf der falschen Fährte und ich weiß nicht ob ich nochmal auf einer sein werde).

Aber eins verwundert mich. Und zwar daß sich diese von dir genannte Zeit mit meiner Rechnung in Einklang bringen würde.

Zumindest hierbei sind wir anscheinend einer Meinung (nur die Zeit wann Atlantis existieren haben könnte), oder?

Was hältst du eigentlich von meiner Rechnung?

Schöne Grüße
Thomas
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Alt 04.12.2010, 00:12   #14
Atlantologe
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Äh... ich kann jetzt das Ursprungszitat nicht mehr finden, das in einem anderen Thread war, und den Satz, der ja auch noch einen Anfang hatte. Also du solltest schon ganze Sätze zitieren. Aber hier hast du mich irgendwie missverstanden, Lego, denn ich antwortete auf die Behauptung eines anderen, dass es eine Kultur wie Atlantis auch schon vor 50.000 Jahren gegeben haben könnte, dass er da getrost eine Null abstreichen kann, denn die Zeitspanne zwischen der frühesten Möglichkeit einer Kultur vom Kaliber Atlantis' und den frühesten Hochkulturen beträgt 5000, maximal 6000 Jahre - und damit wären wir dann wieder bei 9000 Jahren vor Platon oder Solon, wenn man den Beginn der sumerischen und ägyptischen Hochkulturen auf ca. 3500 BC veranschlagt. Ich hatte das aber aus einem anderen Grund gesagt, weil eine Hochkultur in der Eiszeit schwer vorstellbar ist, und 9000 Jahre vor Platon bzw. Solon war gerade erst das Ende der Eiszeit.

Übrigens ist mein Buch jetzt fertig - du hattest doch mal Interesse daran bekundet. Alles weitere unter Werbung.
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Alt 04.12.2010, 18:43   #15
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Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
Ach ja, jetzt erinnere ich mich wieder an den Zusammenhang. "10000 Jahre" heißt in dem Fall nicht "mehr als 9999", sondern einfach nur "unheimlich viele Jahre".
Genau andersherum. Platon betont, dass er eben nicht "unheimlich viele Jahre" meint, sondern tatsächlich zehn Jahrtausende Weltgeschichte. Das hat offensichtlich für Atlantis & Urathen zu gelten. Damit sind die Rechenkunststückchen dieses Threads aber reines Gebremer.
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"Radiokommunikation entstand nicht aus einer Weiterentwicklung der Brieftaube."
(André Brahic, französischer Astronom, zum Nutzen der Grundlagenforschung)
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Alt 05.12.2010, 01:32   #16
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Zitat:
Zitat von Restitutus Beitrag anzeigen
Genau andersherum. Platon betont, dass er eben nicht "unheimlich viele Jahre" meint, sondern tatsächlich zehn Jahrtausende Weltgeschichte. Das hat offensichtlich für Atlantis & Urathen zu gelten. Damit sind die Rechenkunststückchen dieses Threads aber reines Gebremer.
Also so weit ich legos Theorie verstanden habe, geht es nicht um [9000 = "unheimlich viele Jahre"] sondern um [9000 = "9000 Zeiteinheiten vor Solon"].
Ob die Ägypter vor 2500 BC aber wirklich in anderen "Zeiteinheiten" als in Jahren rechneten, ist natüerlich eine andere Frage und Teil der Spekulation, rein rechnerisch käme man dann natürlich in etwa hin.
Der Thread lautet ja '9000 "Jahre" vor Solon'; Jahre in Anführungszeichen!
Nur müsste man historisch schauen welche Ereignisse in diese Zeit (ca. 3349-3323 v.Chr.) fallen würden!
Oder man kann diese Theorie widerlegen, wenn:
  1. man nachweisen könnte, dass die Ägypter zu dieser Zeit NICHT so ihre Zeiteinheiten verwendeten oder
  2. zu dem fraglichen Zeitraum KEINE postulierten Ereignisse (Urathen, mächtige feindliche Macht,...) stattfanden.

MfG

MJ
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Alt 05.12.2010, 01:54   #17
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Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
zu dem fraglichen Zeitraum KEINE postulierten Ereignisse (Urathen, mächtige feindliche Macht,...) stattfanden.
Mit "Urathen" is wohl nix. Da wo heute Athen ist siedelten damals zwar auch schon Bauern, aber eben Pelasger, und das sind keine Griechen. Die Proto-Griechen hingen zu jener Zeit noch als Indoeuropäer in der Ukraine rum. Gehört eigentlich zum Basiswissen.
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Alt 05.12.2010, 02:31   #18
MJ01
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Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
Mit "Urathen" is wohl nix. Da wo heute Athen ist siedelten damals zwar auch schon Bauern, aber eben Pelasger, und das sind keine Griechen. Die Proto-Griechen hingen zu jener Zeit noch als Indoeuropäer in der Ukraine rum. Gehört eigentlich zum Basiswissen.
Nun, unter Urathen würde ich, insbesonders wenn ich Ägypter wäre, dieses Volk nennen, das sich im Gebiet von "heutigen" Athen befindet, somit unabhängig von der tatsächlichen Abstammung her. Und Bauern stimmt zwar, aber:
Zitat:
Pelasger
Sie waren sesshaft und trieben Ackerbau und Viehzucht, sie lichteten Wälder, ebneten Felsen, trockneten Sümpfe aus, legten in fruchtbaren Talebenen Städte mit festen Burgen an, die meist den Namen Larissa führten, und erbauten – so die späteren Quellen – die ältesten Bauwerke (zyklopische Mauern). Auf der Westseite des Ägäischen Meeres war es der Stamm der Minyer am Pagasäischen Meerbusen, welcher zuerst Unternehmungen zur See versucht haben soll, die in der Argonautensage verherrlicht sind.
...
Ihr Name wurde von dem der Hellenen verdrängt, in welchem sich die Stämme der Ionier, Achäer, Aolier und Dorer vereinigt haben sollen, und sie verschmolzen mit diesen.
...
Wie viel Wahrheit in diesen Berichten steckt, ist seit langem umstritten. Die zahlreichen Erwähnungen bei antiken Autoren belegen vielleicht, dass in klassischer Zeit, als die Quellen entstanden, eine Bevölkerung mit nichtgriechischem Idiom in einigen Gegenden Griechenlands wohl noch fassbar war.
...
Die alten Griechen betrachteten die Pelasger als eigenes Volk, jedoch gleicher Abstammung mit ihnen, wie denn in Attika und anderen Landschaften viele Geschlechter sich ihres vermeintlich pelasgischen Ursprungs rühmten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pelasger
Oder hast Du andere, genauere Informationen dazu?

MfG

MJ
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Alt 05.12.2010, 11:23   #19
Restitutus
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Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
Also so weit ich legos Theorie verstanden habe, geht es nicht um [9000 = "unheimlich viele Jahre"] sondern um [9000 = "9000 Zeiteinheiten vor Solon"].
So ist es. Aber was die Ägypter unter einem Jahr verstanden haben mögen, ist für das Thema Atlantis doch vollkommen irrelevant. Platon war Grieche. Und da er eben auch im Kontext der Nomoi an dem Konzept einer seiner Zeit vergleichbaren Kulturstufe vor 10 000 "abgezählten" Jahren festhält, ohne sich dafür auf ägyptische Quellen zu berufen, sehe ich nicht, welchen Anlass es gibt, für den "Timaios" nun in ägyptischen Sonnen-, Mond- und Siriusjahren herumzubremern, nur um irgendeine historische Pseudokorrelation mit Platons Fiktionen herbeizuzwingen. Zumal in die Nomoi ebenso wie in die Altersbestimmung von Atlantis auch das Konzept des Großen Jahres und der damit zusammenhängenden, zyklisch wiederkehrenden Flutvernichtung eingeht, das überhaupt nicht aus Ägypten stammt, sondern, so weit es die griechische Gelehrsamkeit betrifft, auf den Chaldäer Berossos zurückgeht.
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Alt 05.12.2010, 11:33   #20
Atlantologe
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@MJ01

Wenn wir schon von Platon (Timaios) ausgehen: Das Gespräch zwischen Solon und dem ägyptischen Priester dreht sich um das Alter der Staaten Ägypten und Griechenland (Athen). Und da soll Athen (Ur-Athen) eben 9000 Jahre alt sein, mithin 1000 Jahre älter als Ägypten. Die Griechen wüssten nur nichts von ihrer langen Geschichte, weil immer wieder schwere Katastrophen (Erdbeben, deukalische Fluten) das ganze Land und ihre Bevölkerung vernichtet hätten und damit auch die Erinnerung.

Es geht also zentral darum, Griechenland als Land der Griechen und Athen als ihre Hauptstadt uralt zu machen, um genug Tradition vorweisen zu können.

Nun wissen wir aber, dass die Griechen ein indoeuropäischer Offspring sind, sowohl ethnisch wie auch sprachlich. Die Proto-Griechen oder auch Hellenen trafen erst irgendwann im späten 2. Jahrtausend BC in Europa ein (dorische Wanderung). Sie haben also mit der Vorbevölkerung, nämlich den Pelasgern, weder ethisch noch sprachlich was zu tun. Die Pelasger sprachen eine alteuropäische, ägäische Sprache. Das Griechische als Offspring des Indoeuropäischen ist ein recht junger Import auf den Peloponnes.

Indem Platon in Timaios die Griechen 9000 Jahre alt macht, legitimiert er sie als "schon immer da gewesenes Volk" und verdrängt den Aspekt, dass die Griechen erst späte Einwanderer waren und dass Athen vor den Griechen weder Athen war noch griechisch, sondern eben eine pelasgische Siedlung.

Zwischen den Pelasgern und den Hellenen kommen übrigens noch die Mykener, ebenfalls ein indoeuropäisches Volk, Proto-Griechen, wenn man so will, die in einer ersten Einreisewelle bereits Anfang des 2. Jahrtausends BC auf den Peloponnes einwanderten, die indigenen Pelasger verdrängten bzw. assimilierten und sich dort nieder ließen. Mykene ist ja auch nicht weit weg von Athen.

Geändert von Atlantologe (05.12.2010 um 11:36 Uhr).
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