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Hexen, Zwerge, Trolle & Co. Fabelwesen und Naturgeister in Mythologie und Kulturgeschichte.

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Alt 05.11.2010, 08:37   #1
Poecilla
Gast
 
Beiträge: n/a
Frage "schwarze Hunde" (Deichbauopfer)

Geriet in der Legendeninternationale: "Das-schwarze-Auge-Regelwerk" in ungemein nebeldichte Zusammenhänge und war bei breiter Auswahl völlig fasziniert von einer Vorstellung namens "schwarzer Hund".

Das sei der spukende Geist eines in das schwierig zu schließende letzte Stück Deich geworfenen Tieres, damit der Deich halten soll.

Das ganze ist ein ungemein vergebliches Ringen mit dem Meer, vor dem man doch nicht sicher ist, und das doch zur Besänftigung gedachte Opfer beginnt am Ende damit, einen heimzusuchen.

Vom Standpunkt aus, daß Opferkulte schwierig nachzuvollziehen sind, mehr interessant, aber vielleicht bedenklich in unbewußten Motiven viel modernerer Seelen wiederkehren, ist es ja auch einfach das, was passieren muß.
Die, die ihren besten Jäger opfern, damit das Opfer dem Gott wenigstens reiche, ihnen Jagdglück zu bringen, sind erbarmungswürdig unwissend, aber die, die ein ahnungsloses Tier, und womöglich statt dem Weidevieh einen überzähligen Hund opfern, verdienen nach magischer Gerechtigkeit einfach, daß es sie in ihren Alpträumen verfolge.

Ich schlug es also nach, aber fand: es gibt dutzende schwarze Hunde, eine Unzahl englischer Städte hat ihren eigenen, sie sind ganz unterschiedlich und es gibt sogar berühmte Gehenkte der Stadt darunter, aber doch nicht diesen Tiergeist, der das Opfern rächt, und eigentlich hatte ich jetzt eine etwas großräumigere Legende erwartet.

Wisst ihr, ob vielleicht der Name einfach falsch war, der Name wohl stimmt, aber man beim Erklären unmöglich sämtliche englischen schwarzen Hunde mit ihren Eigenschaften aufzählen kann, oder das eher eine moderne Figur als eine Sage ist, es gab wirklich mal einen Film mit Deichbauhund?

Es fasziniert mich viel eher, als das es ganz unbedingt dringend wäre, ich hab´ also auch Lust, Opferkulte, total coole schwarze Hunde oder wieso eigentlich die Gehenkten spuken, man hatte ja wahrscheinlich einen Grund, zu diskutieren.

Spuken eigentlich Seelen, weil sie so finsteren Verbrechen zum Opfer fielen, oder weil sie so qualvoll zu Tode kamen, ohne daß Schuld eine Rolle spielt? Ich meine, es gab auch: unerledigte Lebensaufgaben. Ich weiß eigentlich gar nichts über die Psyche zum Beginn und zum Ende des Spukens. Aber spukt der Hund vielleicht auch nicht, um das Opfern zu rächen, sondern weil er so gelitten hat? Oder weil das Meer das Opfer gar nicht dergestalt annehmen kann, es einem anschließend wirklich sicher zu machen, es deshalb ewig wiederholt werden muß?
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Alt 05.11.2010, 19:37   #2
Spöckenkieker
Lebende Foren-Legende
 
Registriert seit: 16.04.2009
Beiträge: 1.191
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Also Bauopfer gibt es ja nu schon seid die Menschen was bauen. Das das immer schwarze Hunde waren ist mir ganz neu. Ich glaube die ersten Bauopfer waren Menschen. Danach erst Tiere und naja heute macht man das mit einer Münze.
Was hier aber eine falsche Vorraussetzung ist, ist die Tatsache, dass die Bauopfer spuken sollen. Schließlich ist das Bauopfer keinem Verbrechen zum Opfer gefallen, sondern ehrenvoll geopfert worden. Klingt für uns heute anders, ist aber aus damaliger Sicht sicher so gewesen. So ein Bauopfer hat das Gebäude beschützt und die Bewohner vor Unheil bewahrt und keinem Angst gemacht.
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Alt 09.11.2010, 14:51   #3
JamesBolivar
Foren-As
 
Registriert seit: 01.11.2010
Ort: Erkelenz
Beiträge: 960
Standard

Ich denke, was spukt, ist immer eine sogenannte Externalisierung verdrängter Ängste, oder auch anders ausgedrückt das Gewissen. Man handelt in Anpassung an soziale Normen unter Ausschluss der eigenen Verantwortung und ohne sich einer eigenen Entscheidung bewußt zu sein, und internalisiert dazu die üblichen Erklärungen und Wertungen der umgebenden Gesellschaft.

Damit trägt man Entscheidungen mit, die nur durch die Macht der Norm umsetzbar wurden, und befindet sich dadurch in einem individuellen Schuldverhältnis dem Opfer gegenüber. Das schlimmste, was einem passieren könnte, wäre ein Irrtum die Machtverhältnisse betreffend, also wenn das Opfer einen Weg fände, der Endgültigkeit des Todes zu entkommen, von dem man nichts wusste. Postulate von Ehre und Recht mag man sich suggerieren, aber sie ändern nichts an der wahrgenommenen Realität. Das Unterbewußtsein ist nicht durch sture Postulate und gruppendynamische Effekte auszutricksen. Die Realität lässt sich überspielen aber nicht ausradieren.

Vor ein paar Jahren kam mir zu Ohren, daß ich wohl ab und an meiner Ex erscheine. Die hat mich regelrecht ausgeraubt, und das ziemlich mies. Ich liess das zu, und ging ihr aus dem Weg. Man sagt, sie hätte mich schon in ihrem Schlafzimmer gesehen. Dabei lebe ich noch. Wie soll das erst werden, wenn ich mal nicht mehr lebe?
__________________
Wo Worte keine Evidenz mehr haben, ist jede Diskussion Zeitverschwendung
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Alt 06.03.2011, 22:13   #4
Restitutus
Foren-As
 
Benutzerbild von Restitutus
 
Registriert seit: 18.11.2009
Ort: Direkt am Limes
Beiträge: 724
Standard

Zitat:
Zitat von JamesBolivar Beitrag anzeigen
Vor ein paar Jahren kam mir zu Ohren, daß ich wohl ab und an meiner Ex erscheine. Die hat mich regelrecht ausgeraubt, und das ziemlich mies. Ich liess das zu, und ging ihr aus dem Weg. Man sagt, sie hätte mich schon in ihrem Schlafzimmer gesehen. Dabei lebe ich noch. Wie soll das erst werden, wenn ich mal nicht mehr lebe?
Anscheinend bist du ein moderner Amphitryon. Oder vielleicht auch nur ein Pythagoras.
__________________
"Radiokommunikation entstand nicht aus einer Weiterentwicklung der Brieftaube."
(André Brahic, französischer Astronom, zum Nutzen der Grundlagenforschung)
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