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Unsere Erde - Beobachtungen, Bedrohungen & Katastrophen Vulkane, Erdbeben, Tsunamis, Wetteranomalien und -katastrophen...

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Alt 06.10.2010, 18:05   #1
Manx
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Klick mich

Langspielplatte kaufen lohnt wohl nicht mehr ...
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Alt 07.10.2010, 17:55   #2
Eistee
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Ähm, mir kommt die Schlussfolgerung der Wissenschaftler da unlogisch vor....

Zitat:
Their argument is deceptively simple and surprisingly powerful. Here's how it goes. If the universe lasts forever, then any event that can happen, will happen, no matter how unlikely. In fact, this event will happen an infinite number of times.
Is klar.

Zitat:
This leads to a problem. When there are an infinite number of instances of every possible observation, it becomes impossible to determine the probabilities of any of these events occurring. And when that happens, the laws of physics simply don't apply. They just break down
Wieso soll ich die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses nicht mehr errechnen können nur weil ich weiß das es in der Unendlichkeit auch unendlich oft passieren wird, das gibt doch keinen Sinn?!
Dazu müsste die Unendlichkeit ja 'ne feste Zeit sein mit Anfang und Ende, dann gäbe das Sinn für mich, aber so?


P.S.: Die Überschrift wird wahrscheinlich mehr Leute dazu veranlassen garnicht erst auf den Thread zu klicken, also dass sie ihn interessanter macht, imho

Geändert von Eistee (07.10.2010 um 17:58 Uhr).
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Alt 07.10.2010, 21:28   #3
Manx
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Zitat:
Zitat von Eistee Beitrag anzeigen
P.S.: Die Überschrift wird wahrscheinlich mehr Leute dazu veranlassen garnicht erst auf den Thread zu klicken, also dass sie ihn interessanter macht, imho
Naja, hier ist nicht der Thread für Spökenkiekerei, VT und/oder Eso. Und ab und an lassen auch unsere hochkarätigsten Mitglieder (zum Glück) mal einen flapsigen Kommentar oder Titel ab, es muss ja nicht alles bierernst sein.

Wenn ich bedenke, von welchem Zeitraum gesprochen wird und wie alt unser All ist, ich habe noch 3 Mrd. Jahre gelernt, tja, das Beste ist wohl von ab - Endzeit.

Darum auch : Langspielplatte kaufen lohnt nicht mehr. Aber wer kennt eigentlich so'n Ding noch?

Deinen Ausführungen kann ich leider nicht folgen, nicht, dass ich sie anzweifle, das ist nur zu hoch für meine Denkmärmel.
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Alt 07.10.2010, 23:34   #4
Lupo
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Zitat:
Zitat von Manx Beitrag anzeigen
Darum auch : Langspielplatte kaufen lohnt nicht mehr. Aber wer kennt eigentlich so'n Ding noch?
Ich
Aber was heißt kennen? Bis vor kurzem hatte ich sogar noch massenhaft LPs
(Und da waren einige schöne Sammlerstücke dabei. The Rolling Stones: Their santanic majestic request zum aufklappen und mit Wackelbild auf dem Cover, Sticky Fingers mit richtigem Reißverschluß usw.....)
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"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 08.10.2010, 11:26   #5
MJ01
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Zitat:
Zitat von Manx Beitrag anzeigen
Darum auch : Langspielplatte kaufen lohnt nicht mehr. Aber wer kennt eigentlich so'n Ding noch?
Tatsache ist jedoch, dass man die LP und auch die Single wahrscheinlich noch in 100 Jahren abspielen kann, bei einer CD oder Blue-Ray, bin ich mir da nicht so sicher! Die aufgedampfte Schicht zersetzt sich nämlich.

MfG

MJ

Geändert von MJ01 (08.10.2010 um 11:50 Uhr).
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Alt 08.10.2010, 11:44   #6
MJ01
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Zitat:
Zitat von Eistee Beitrag anzeigen
Ähm, mir kommt die Schlussfolgerung der Wissenschaftler da unlogisch vor....
"Dies führt zu einem Problem. Wenn es eine unendliche Anzahl von Instanzen von jede mögliche Beobachtung gibt, wird es unmöglich, die Wahrscheinlichkeiten eines dieser Ereignisse zu bestimmen. Und wenn das passiert, gelten die Gesetze der Physik einfach nicht. Sie brechen dann zusammen."
Wieso soll ich die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses nicht mehr errechnen können nur weil ich weiß das es in der Unendlichkeit auch unendlich oft passieren wird, das gibt doch keinen Sinn?!
Dazu müsste die Unendlichkeit ja 'ne feste Zeit sein mit Anfang und Ende, dann gäbe das Sinn für mich, aber so?
Naja, ich denke der springende Punkt ist die "unendliche Anzahl" von Möglichkeiten.
"Aus Sicht der "modernen" Schleifenquantengravitations - Theorie ist der Raum kein Hintergrund für das in ihn eingebettete Geschehen, sondern selbst ein dynamisches Objekt, das den Gesetzen der Quantenmechanik gehorcht. Ein Quantenzustand des Raumes wird dabei durch ein Netz von Knoten beschrieben, die mit Linien verbunden sind. Den Knoten werden bestimmte Eigenschaften zugeordnet, die mathematisch denen des Spins von Elementarteilchen ähneln. Jedem Knoten lässt sich in gewissem Sinne ein Elementarvolumen zuordnen. Die Knotenabstände entsprechen der Planck-Länge. Damit enthält ein Kubikzentimeter 10^99 Knoten."
http://de.wikipedia.org/wiki/Schleif...tengravitation

10^99 Knoten pro Kubikzentimeter ist eine ganze Menge und lässt dadurch eine Menge von Möglichkeiten zu, nur die Menge ist ENDLICH!! Diese endliche Menge relativiert sich zwar einerseits, dass das sichtbare Universum 10^85 Kubikzentimeter umfasst und andererseits durch "die Zeit" (Quantenschaum, etc...), aber beschränkt trotzdem die theoretischen Möglichkeiten auf einen endlichen Wert.

MfG

MJ

Geändert von MJ01 (08.10.2010 um 11:47 Uhr).
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Alt 08.10.2010, 14:28   #7
Sakslane
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So ganz wird mit die Argumentation ehrlich gesagt auch nicht klar. Ich habe gerade angefangen, mir den Originalartikel dazu durchzulesen... So wie ich das verstehe, argumentieren sie folgendermaßen (das stammt aus dem Originalartikel): Wenn jedes Ereignis unendlich oft eintritt, dann gewinnen im gesamten Universum (das unendlich viele Zivilisationen enthält) unendlich viele Leute im Lotto. Es gibt aber auch unendlich viele Leute, die nicht im Lotto gewinnen. Welchen Sinn machen dann Aussagen wie "die meisten Leute gewinnen nicht im Lotto" oder "die Wahrscheinlichkeit eines Lottogewinns", wenn beide unendlich sind? Wie soll man diese Unendlichkeiten vergleichen?

Man kann nun mathematisch so einen "Cutoff" einführen und sich auf einen Teil der Raumzeit beschränken, der durch diesen Cutoff begrenzt ist. In diesem Teil der Raumzeit sind Wahrscheinlichkeiten dann klar definiert. Mir ist aber noch nicht ganz klar, wie das physikalisch zum Ende der Zeit führen soll. Zumindest sehe ich kein Problem darin, dass der Begriff der Wahrscheinlichkeit für das gesamte Universum keinen Sinn macht. Die Physik arbeitet zwar mit Wahrscheinlichkeiten, insbesondere die Quantenphysik, aber die beziehen sich immer auf einen bestimmten Messprozess bzw. auf ein endliches Ensemble von solchen Messungen.

Davon abgesehen muss man bei solchen Aussagen, die sich aus der "Quantenkosmologie" ableiten, immer etwas vorsichtig sein. Dieser Zweig der Physik ist alles andere als verstanden. Um da wirklich sichere Aussagen zu treffen, müssten wir die genaue (Quanten-)Struktur der Raumzeit kennen, und dafür brauchen wir eine vollständige Theorie der Quantengravitation - und die haben wir nicht. Stringtheorie und Schleifenquantengravitation sind zwar Kandidaten (und bieten Modelle für so eine Quantenstruktur, wie MJ01 ja schon richtig genannt hat), aber weit davon entfernt, als gesicherte physikalische Erkenntnis zu gelten.
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Alt 09.10.2010, 03:52   #8
Asujia
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danke sakslane, da hast du mir jetzt einige zweifel genommen: mein gedanke war ähnlich - nur weil ein versuch unendlich oft stattfindet, bleibt die wahrscheinlichkeit für ein ereignis ja dieselbe! ja natürlich, wenn man von einer unendlichen zeitspanne ausgeht, werden auch die in ihr auftretenden ereignisse unendlich. aber wieso deshalb die naturgesetze zusammenbrechen sollten, war mir ein rätsel. denn naturgesetze schließen nur möglichkeiten mit einer wahrscheinlichkeit von 0 aus. und eine wahrscheinlichkeit von 0 bleibt immer dieselbe, egal wie oft man den versuch wiederholt.
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anar kaluvar tielyanna!
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Alt 09.10.2010, 10:16   #9
Sakslane
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Inzwischen habe ich mir den Originalartikel mal komplett durchgelesen. Die Schlussfolgerung darin basiert auf 3 Annahmen:
  1. Das Universum dehnt sich exponentiell aus.
  2. Es ist ausreichend, nur ein endliches Teilstück des Universums zu betrachten, das rein geometrisch definiert ist.
  3. Wahrscheinlichkeiten werden als relative Häufigkeiten in diesem Teilstück bestimmt.
Das erste kann man einfach mal annehmen, sowas sagen bestimmte Modelle für dunkle Energie voraus. Das zweite ist auch durchaus eine sinnvolle Annahme, schließlich können wir nur einen endlichen Teil des Universums beobachten (unseren "Vergangenheitslichtkegel", also alle die Ereignisse, die einen kausalen Einfluss auf uns haben können) und darauf unsere Physik aufbauen. Aber am dritten Punkt habe ich doch so einige Zweifel:

Angenommen, ich habe eine ideale Münze, beispielsweise durch ein Quantensystem realisiert, das jeweils mit Wahrscheinlichkeit 50% das Ergebnis 0 oder 1 liefert. Dann ist es durchaus möglich (wenn auch nicht unbedingt wahrscheinlich), dass ich bei 10, 20 oder 100 Würfen immer nur 0 herausbekomme. Es ist also durchaus möglich, dass ich mit einer endlichen Anzahl an Würfen eine Abweichung zwischen der relativen Häufigkeit eines Ereignisses und seiner Wahrscheinlichkeit bekomme. Es liegt ja gerade im Wesen der Statistik, dass Wahrscheinlichkeiten nur im Grenzfall einer beliebig großen Anzahl von Messungen durch relative Häufigkeiten angenähert werden. Und genau diese Grenzwertbildung wird mit der dritten Annahme ausgeschlossen.
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Alt 30.11.2010, 00:12   #10
robbie
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Ist finde ich ein interessanter Artikel - bin gespannt ob die Menschheit es so lange schafft, sich nicht selbst komplett zu zerstören.
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