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Katastrophen und Kataklysmen vor unserer Zeit Haben gewaltige Katastrophen das Gesicht unserer Welt verändert? Gab es Sintfluten und Weltenbrände? Wurden durch Meteoriteneinschläge ganze Zivilisationen vernichtet?

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Alt 30.03.2010, 18:38   #1
Atlantologe
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Standard Es war doch ein Asteroid…

…der den Dinos den Garaus machte.

Dinosaurier: Der Tod kam doch aus dem All

Neue Daten bestätigen Chicxulub-Einschlag vor 65 Millionen Jahren als Ursache für Massenaussterben

Das Ende der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren brachte nicht der Vulkanismus oder ein allmählicher Klimawandel, sondern tatsächlich der Einschlag eines Meteoriten. Neue Belege dafür hat jetzt ein internationales Forscherteam in „Science“ veröffentlicht. Sie widerlegen auch These von einer zeitlichen Lücke zwischen Impakt und Aussterben und zeigen, dass das Aussterben der Dinosaurier genau mit dem Chicxulub-Impakt begann.

http://www.geowissenschaften.de/wiss...010-03-05.html
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Alt 23.07.2010, 17:06   #2
Atlantologe
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apropos Impakt... in diesem Zusammenhang noch ne überraschende Entdeckung....


Selbst kleine Meteoriten durchstoßen die Atmosphäre

Die Erdatmosphäre schützt zumindest vor kleineren Meteoriten, glaubten Forscher. Doch ein Krater in Ägypten beweist: Es gibt keinen Schutz. Dort fanden Geologen Tausende Splitter - sie stammen von einem kleinen Eisenbrocken aus dem Kosmos.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,708143,00.html
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Alt 23.07.2010, 22:50   #3
Llewellian
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Das die Atmosphäre "schützt" ist schon richtig.

ABER:

Das tut sie nur unter bestimmten Umständen ;o).

Dazu muss ein Asteroid schräg treffen und nicht senkrecht (sonst hat er nur 20 nennenswerte Kilometer).

Und er muss schnell sein.

Das ist normalerweise der Fall. Aber es gibt auch echte Trödel-Brocken, die nur ganz gemächlich durch den Raum ziehen - deren Relativgeschwindigkeit bezogen auf die Erde sehr gering ist.

Und die kommen halt ohne Verglühen durch die Atmosphäre und schlagen auf dem Boden auf.

Alles unter 5facher Schallgeschwindigkeit wird nicht wirklich nennenswert warm... nur so bis 1000 Grad und das ist nicht mal genug um die Luft zum Glühen zu bringen... bzw. als Eisen/Kohle/Steinmeteorit zu schmelzen...
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Alt 16.10.2010, 02:19   #4
Bernhard Beier
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Das 'Hick-Hack' um den Endkreide-Impakt und das Aussterben der Sauropoden, das Atlantologe zu Beginn des Threads angesprochen hat, hat vermutlich nicht zuletzt etwas damit zu tun, dass es sowohl unter Geologen aus auch unter Paläontologen nach wie vor häufig eine starke Fixierung auf den Aktualismus, und insbesondere eine Aversion gegen die Vorstellung gibt, 'kosmische Bombenangriffe' (Impakte) könnten eine nicht unwesentliche Rolle bei der Entwicklung des Lebens auf unserem Planeten gespielt haben.

Man muss sich vor Augen halten, das in der 'Prä-Alvarez-Ära' - also bevor der mit seinen Kollegen zweifelsfrei nachgewiesen hatte, dass sich dieser monströse Einschlag vor ca. 65 Millionen Jahren (sofern die Datierung stimmt) ereignet hat - nicht selten rundweg abgestritten wurde, es habe überhaupt so etwas wie Impakte auf der Erde gegeben ("Es fallen keine Steine vom Himmel!"). Und auch was den Mond angeht, hielt sich noch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in der 'Welt der Wissenschaft' hartnäckig die irrige Meinung, es handele sich dabei um vulkanische Strukturen.

Inzwischen hat sich das natürlich schon gewaltig geändert. Die meisten aktiven Wissenschaftler aus den relevanten Forschungsgebieten haben sich in den jüngsten Jahrzehnten zumindest mit der Vorstellung arrangiert, dass es in ferner, erdgeschichtlicher Vergangenheit solche Mega-Impakte gegeben hat, aber trotzdem scheint es vielen (siehe Universität Princeton) offenbar noch immer 'nahe liegender' zu sein, für Phänomene wie das Saurier-Aussterben nach 'irdischen' Ursachen zu suchen. Ganz 'katastrophal' ist die Situation jedoch noch immer, wenn es um die Möglichkeit von Impakten mit globalen oder großräumig regionalen Auswirkungen in der rezenten Erdgeschichte geht, insbesondere zur Zeit des modernen Menschen, und erst recht während des Holozäns. Allerdings bekommen diejenigen, die rundweg abstreiten, es könne solche Ereignisse gegeben haben, inzwischen mächtig 'Gegenwind' zu spüren.

Seit etwa fünf Jahren gibt es nämlich ein internationales, hochkarätig und interdisziplinär besetztes Forscherteam namens Holocene Impact Working Group, dessen Mitglieder inzwischen u.a. voraussetzen, dass sich etwa alle 1000 Jahre ein schwerwiegender Impakt (in der Größenordnung einer 10-Megatonnen-Atombombe) ereignet. Ihre Schätzung basiert auf Evidenzen für eine entsprechende Anzahl von Impakt-Ereignissen während der vergangenen l0000 Jahre. Die Arbeit dieser Forschungsgruppe sowie deren Ergebnisse dürften jedenfalls mit ziemlicher Sicherheit hier im Sub-Forum "Katastrophen und Kataklysmen vor unserer Zeit" - und möglicherweise auch in der Atlantis-Sektion - noch für einigen Diskussions-Stoff sorgen.
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Alt 16.10.2010, 23:10   #5
Atlantologe
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Zitat:
Ganz 'katastrophal' ist die Situation jedoch noch immer, wenn es um die Möglichkeit von Impakten mit globalen oder großräumig regionalen Auswirkungen in der rezenten Erdgeschichte geht, insbesondere zur Zeit des modernen Menschen, und erst recht während des Holozäns. Allerdings bekommen diejenigen, die rundweg abstreiten, es könne solche Ereignisse gegeben haben, inzwischen mächtig 'Gegenwind' zu spüren. . . . Seit etwa fünf Jahren gibt es nämlich ein internationales, hochkarätig und interdisziplinär besetztes Forscherteam namens Holocene Impact Working Group
Ach ja, mal wieder Russland. Der Hang der Russen zu Grenzwissenschaften mit esoterischer Schlagseite ist ja hinlänglich bekannt. Man sollte, ehe man solche wohlklingenden Labels für streng wissenschaftlich hält, mal ein bisschen rumforschen, wer da überhaupt dahinter steckt. Diese Mühe möchte ich mir an einem Samstagabend jedoch ersparen. Ich bin nur ziemlich vorsichtig (geworden). Ein Klick auf "Members" und deren reißerische Science Fiction-Romane daneben sagt eigentlich mehr als 1000 Worte, lieber Bernhard. Tollmann scheint ein Ausbund an knochentrockener Seriosität dagegen zu sein, und auch Wissenschaftler mit einem degree sind nicht immun gegen Sensationalismus, besonders wenn sie nicht hauptberuflich in diesem Gebiet forschen und arbeiten.


Zitat:
dessen Mitglieder inzwischen u.a. voraussetzen, dass sich etwa alle 1000 Jahre ein schwerwiegender Impakt (in der Größenordnung einer 10-Megatonnen-Atombombe) ereignet.
Eben. Am Anfang jeder Schwurbel-These steht als Voraussetzung das Ergebnis, das man jetzt nur noch "herleiten" muss. Ich bin's manchmal so leid… Möchte manchmal wirklich alles hinschmeißen, weil auf diese Art die "Grenzwissenschaft" sich immer wieder aufs Neue disqualifiziert. Anders gesagt: Wenn's Velikovsky nicht gegeben hätte, müsste man ihn erfinden… oder so.


Zitat:
Ihre Schätzung basiert auf Evidenzen für eine entsprechende Anzahl von Impakt-Ereignissen während der vergangenen l0000 Jahre.
Evidenzen? Je kleiner der Zeitraum, umso kleiner die Brocken, die runter kommen. Ein 10-km-Bolide stürzt etwa alle 100 Mio. Jahre auf die Erde. Ein 1-km-Brocken ungefähr jede Million Jahre einmal, ein 250-Meter-Brocken alle 20.000 Jahre, und ein 100-Meter-Brocken alle 1000 Jahre. Entspricht das einer Atombombe von 10 Megatonnen? Das ist die Frage. Der Tunguska-Meteorit soll ein 50-Meter-Brocken gewesen sein, so einer kommt durchschnittlich einmal pro Jahrhundert runter.


Einschläge von Boliden aus dem Weltall haben die Eigenart, dass sie Spuren hinterlassen. Ein letzter größerer Brocken von einigen 100 m Durchmesser könnte vor 12900 Jahren in Kanada eingeschlagen sein und die Jüngere Dryas ausgelöst und mit zum schnellen Untergang der Clovis-Kultur beigetragen haben, aber die Hinweise sind sehr diffus und kontrovers; die Theorie ist allgemein nicht anerkannt, auch wenn vieles dafür spricht. Man hat halt keine Einschlagstelle (Krater) und nichts von dem Brocken selbst gefunden. Das muss nicht viel heißen, denn wenn er in den Laurentidischen Eisschild eingeschlagen ist, können die Reste überall und irgendwo liegen, ohne dass man, wenn man mal was findet, das auf diese hypothetische Katastrophe zurückführen kann.

Bisweilen tauchen Meldungen über einen neuen Hinweis zu einem historischen Impakt auf. Zuletzt las ich mal vor knapp 2 Jahren in einer populärwissenschaftlichen Seite einen Bericht über einen angeblichen Einschlag im Indik vor Madagaskar, und zwar am 10. Mai 2807 BC. Da frag ich mich: Woher weiß man das so genau? Ich hatte das in 3 Foren gesetzt, 2 davon sind inzwischen geschlossen, und im dritten (FrankD) kann ich den ort nicht mehr finden, wo ich das mitsamt Link in einem thread abgelegt hatte; naja, und das Lesezeichen zu jenem Artikel gibt’s nicht mehr. Bleibt also nur zu googeln…

http://www.google.de/search?hl=&q=im...DE281&ie=UTF-8

…und wie man sieht, ist das inzwischen offenbar von den Esos übernommen worden, nur die seriöse Wissenschaft will davon nix (mehr) wissen. Wie auch: Wie sollte man so ein hypothetisches Ereignis bis auf den Tag genau bestimmen können, und wie kann man wissen, wie groß der angebliche brocken war, wenn er doch ins Meer gestürzt ist? Man müsste Spuren eines damit verbundenen Tsunamis finden, aber wo soll man suchen, wenn man nicht mal weiß, wie dick der brocken war und wie hoch entsprechend die welle, als sie ans Festland traf?

Sicher gab es kleinere und mittlere Einschläge auch in der rezenten Vergangenheit – ihre Wirkungen scheinen aber keineswegs so verheerend gewesen zu sei wie Ausbrüche von Supervulkanen, etwa Toba oder Thera/Santorin. Das waren wirklich historische Katastrophen, und selbst die Thera-Explosion hat in der Region keinesfalls verheerende Verwüstungen ausgelöst – am schlimmsten sah's noch an der Nordküste von Kreta aus, wo die Welle bis zu einer Scheitelhöhe von 15m gegen die Küste schlug (in dieser Höhe gibt’s entsprechende Ablagerungen). Der hypothetische Einschlag 2807 BC dürfte nicht annähernd diese Gewalt gehabt haben.

Die schlimmsten Verheerungen treten eigentlich an Stellen auf, wo eine schmale Landbrücke den Ozean von einem Binnensee oder Binnenmeer trennt, so wie das einst am Bosporus und an der Straße von Hormuz der Fall war. Da reicht ein schweres Erd- oder Seebeben, verbunden mit einem Megatsunami, um so eine Landbrücke einfach wegzusprengen wie ein lästiges Hindernis. Auch die holländischen Deiche könnten schwer zu Schaden kommen, aber in der Nordsee passiert da nicht viel, weil es dort keine Erd- und Seebeben gibt und ein Atlantik-Tsunami von England abgefedert wird. Aber der Atlantik ist ein durch und durch ruhiger Ozean, völlig anders als Indik und Pazifik.
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