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Verschwörungstheorien Bilderberger, New World Order, Schattenregierungen, Weltregierung oder gar Weltdiktatur?

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Alt 11.03.2003, 13:39   #1
HaraldL
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Beiträge: 2.783
Standard Die Deutschen, ihr heutiges Verhältnis zur Raketentechnik und weitere unbekannte Aspekte

In keinem Land, dessen Lebensstandard und Bruttosozialprodukt mit dem von Deutschland vergleichbar sind, wird die Raketentechnik so "verteufelt" wie in Deutschland.
Für viele Menschen sind Raketen gleich Kriegsgeräte. Daß es auch Raketen für die zivile Weltraumfahrt und für Messungen in der Hochatmosphäre gibt, scheint heutzutage total aus dem Bewusstsein gekommen zu sein. Warum eigentlich? Wurden doch noch von 1988 bis 1992 in Zingst in der Ex-DDR zivile Forschungsraketen für Temperatur- und Windmessungen in der Hochatmosphäre gestartet (siehe http://www.modellraketenbau.de/countdown/cdo090201.htm ). Ist so etwas so "uninteressant", dass man so etwas vergessen sollte? Keineswegs!
Auch dürfte in kaum einen anderen Land der Bau von Raketenmodellen (http://www.modellraketen.de und http://www.raketenmodellbau.de ) so wenig verbreitet und so unbekannt sein, wie in Deutschland! Selbst in den Staaten Osteuropas dürfte es mehr Leute geben, welche sich diesem Hobby widmen, als bei uns. Zufall?
Ich glaube nicht!
Im Übrigen war dies nicht immer so: in den 50er und 60er Jahren engagierte sich die "Deutsche Raketengesellschaft e.V." bzw. die "Herrmann-Oberth-Gesellschaft e.V." in hohen Maße für die Ausbildung von wissenschaftlichem Nachwuchs für die Raketentechnik. Diese Gesellschaft durfte von 1957 bis 1964 im Wattengebiet von Cuxhaven Raketen starten, die bis zu 50 km hoch flogen! Wenn man sich überlegt, dass diese Gesellschaft aus ehrenamtlich tätigen Mitgliedern bestand, so war dies schon eine beachtliche Leistung: selbst heute gibt es selbst in den USA nur sehr wenige Vereine, die so etwas können!
Einer dieser Nachwuchskräfte, welche bei der "Herrmann-Oberth-Gesellschaft e.V." die Kunst des Raketenbaus erlernte, war Berthold Seliger, welcher bis er zur "Herrmann-Oberth-Gesellschaft e.V." kam, eine Mopedwerkstatt in Orsoy am Rhein betrieb.
Berthold Seliger gründete zu Beginn der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts eine Gesellschaft zum Bau von Raketen, die "Berthold-Seliger-Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH", welche zumindest zum Teil wiederverwendbare Raketen baute, die in Höhen von bis zu über 100 km vorstoßen konnten (wie die Dreistufenrakete der "Berthold-Seliger-Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH", welche am 2.5.1963 erstmals im Cuxhavener Wattengebiet gestartet wurde)
Leider gab Herr Seliger Ende 1963 eine Raketenvorführung vor Militärvertretern vor Nicht-NATO Staaten im Cuxhavener Wattengebiet, so dass es zu Protesten der ehemaligen Sowjetunion gegen die Raketenversuche im Cuxhavener Wattengebiet kam. Als es 1964 noch nach einer Raketenvorführung von Gerhard Zucker bei Braunlage im Harz noch zu einem tödlichen Unfall kam, wurden die Raketenversuche im Cuxhavener Wattengebiet mit einer einstweiligen Verfügung untersagt und dies, obwohl es bei den Raketenstarts im Cuxhavener Wattengebiet nie zu einen gefährlichen Zwischenfall kam! (Die "Herrmann-Oberth-Gesellschaft e.V." genoß bei Ihrer Versicherung sogar ein sehr hohes Ansehen!)
Es hieß auch, dass die Raketenstarts im Wattengebiet von Cuxhaven wieder aufgenommen werden könnten, sobald neue Sicherheitsmaßnahmen ausgearbeitet worden sind. Doch ist dies bis heute nicht geschehen und es ist davon auszugehen, dass der Unfall bei der Raketenvorführung von Gerhard Zucker in Braunlage nur ein guter Anlaß war, die Versuche zu untersagen!
(Weitere Informationen zu den Raketenversuchen in Cuxhaven auf http://www.v2rakete.de/00000091ff134...d01/index.html )
Ist es nicht auch sehr merkwürdig, dass eigentlich noch nie über die Raketenversuche im Wattengebiet von Cuxhaven in den Medien mehr berichtet wurde?
Sonst wird ja auch immer wieder im Fernsehen über Ereignisse von "anno dazumal" berichtet und über einen Privatverein, der in ehrenamtlicher Arbeit Raketen baute, welche bis in die Hochatmosphäre vorstoßen konnte zu berichten, würde sicherlich bei einem Geschichtsrückblick in vielen Ländern durchaus ein beliebtes Thema sein! Nur in Deutschland verschweigt man so etwas! Warum? Muß man sich wegen so etwas schämen?

Nein! Man will nur nicht haben, dass ein erneutes Interesse an derartigen Aktivitäten in Deutschland entsteht, denn eigentlich waren nach alliierten Recht die Raketenstarts im Cuxhavener Wattengebiet unzulässig, da die dort gestarteten Raketen zum Teil Reichweiten von über 32 km, was in den WEU - Verträgen von 1955 als maximale Reichweite für in Deutschland entwickelte, (militärische) Raketen festgelegt wurde, erreichen konnten.
Solange aber die Raketenexperimente dort als rein zivil deklariert wurden, sahen die Alliierten halt einfach darüber weg, weil man sich dort Ende der 50er/ Anfang der 60er Jahre auch intensiv mit der Raketenentwicklung befasste!
Heute hat man im Ausland Angst vor einen Erstarken von Deutschland und da ist jede nicht mit dem westlichen Ausland abgestimmte Raketenentwicklung grundsätzlich als gefährlich anzusehen (und auch jede Verherrlichung der Raketentechnik in Deutschland), weshalb man heute das Thema "Raketentechnik in Deutschland" nach Möglichkeit so gut wie möglich aus den öffentlichen Bewusstsein drängen möchte!
Es ist auch in diesem Zusammenhang auffallend, dass an ehemaligen Startstellen von Raketen in Deutschland bis heute keine Hinweisschilder auf die Bedeutung dieses Ortes hinweisen (Startstelle der "Operation Backfire") bzw. in der Öffentlichkeit immer noch unzugänglichen Bereichen liegen ( ehemaliger "Prüfstand VII" in Peenemünde). Ich bin mir sicher, dass man im Ausland an derartigen Orten garantiert nationale Gedenkstätten eingerichtet hätte!
Möglicherweise will man in Deutschland nicht nur der Öffentlichkeit das Interesse an der Raketentechnik, einer Schlüsseltechnologie des 20. Jahrhunderts, welche neben der Atom- und Computertechnik als die Technologie des 20. Jahrhunderts galt, zu nehmen, sondern auch an anderen Zukunftstechnologien. Wie sonst ist es denn zu erklären, dass Deutschland heute immer mehr ins Schlußlicht gerät? Das kann doch alles kein Zufall sein!
HaraldL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2003, 15:11   #2
Fixius
Gast
 
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Standard

Ich denke das man deutschland bewusst im technologischen sektor mit ganz nach unten drücken will.

sollte deutschland jemals wieder das interesse hegen sich allein (ohne frankreich ect. also ohne esa) auf raketen und eventuell raumforschung zu konzentrieren dann würden die usa z.B. ganz schön blöd aus der wäsche gucken nicht umsonst waren die deutschen führend im raketensegment.

eigentlich war der erste bemannte raketenflug auch ein deutscher in den 30ern mit der Natter er zwar bei gestorben aber er wäre trotzdem der erste aber solche kleinigkeiten werden ja lzu gern übersehen.

leider hat deutschland nach ende des WW2 nicht mehr die möglichkeiten sich ohne fremdes einmischen in solche forschungsprojekte zu stürzen.denn nach WW2 wurden die geschicke ja von den usa und den russen in ihre richtungen gelenkt.schliesslich wurde ja wie mittlerweile bekannt sein dürfte deutsche zukunftstechnologie "gestohlen" wäre diese technologie in deutschland geblieben (oder besser es hätte keinen WW2 gegeben) dann hätte deutschland heute den status einer wenn nicht sogar der supermacht und hätte nicht zu allem ja und ahmen sagen müssen.möglicherweise wäre die entwicklung der technologie und vieleicht sogar der gesellschaft bereits weiter fortgeschritten als das heute so ist.
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Alt 28.03.2003, 19:54   #3
HaraldL
Lebendes Foren-Inventar
 
Registriert seit: 18.08.2002
Beiträge: 2.783
Standard

Einen schönen Beitrag über die Raketenexperimente von Cuxhaven findet man auf http://www.modellraketenbau.de/countdown/cdo030301.htm
HaraldL ist offline   Mit Zitat antworten
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