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Alt 11.11.2009, 14:15   #1
Moses Lundwerq
Grünschnabel
 
Registriert seit: 11.11.2009
Beiträge: 2
Standard Zur Evolution...

Nun, wie kann ich mir das vorstellen?
In einer Dokumentation im Fernsehen über die Entwicklungsgeschichte des Lebens, wurden oft die Beschreibungen verwendet: „Hat sich entwickelt“ oder „wurde herausgebildet“.

So zum Beispiel, wenn versucht wurde zu erklären, wie sich die verschiedenen Arten „entwickelten“, bzw., diese Arten sich an ihre jeweiligen Lebensräume „anpassten“.

Da wird von Jahrmillionen der Evolution gesprochen und mit tollen Filmen und Animationen verdeutlicht, wie das Leben entstanden sein könnte und es sich dann „weiterentwickelte“.

Doch: Wie genau im Detail?
Ich meine, die berichteten, dass das Leben im Wasser „entstand“.
Das dauerte schon Millionen von Jahre.
Und plötzlich begann sich das Leben auch an Land zu „entwickeln“.

Ein Fisch, heute noch im Wasser lebend, kann dann morgen auf einmal an Land leben?
Oder seine Nachkommen?

Wie genau soll das denn funktionieren?

Eben noch Wassertierchen und dann Landbewohner?

Oder langsame Veränderungen der Lebensweise über mehrere Generationen?
Wie genau? Wie im Detail?

Oder übt der Fisch immer wieder an Land zu leben?
Jeden Tag ein bisschen mehr?
Und eines schönen Tages, „schwupps“, da hatte der Fisch eine Lunge „ausgebildet“/“entwickelt“!?

Versteht ihr, was ich meine?
Wo meine Verständigungsschwierigkeit dabei liegt?

Kann ich mir nicht so recht erklären, wie das „en detail“ funktionieren soll.

Weiß jemand Rat?
Danke für eure Aufmerksamkeit und so...
Moses Lundwerq ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.11.2009, 14:41   #2
basti_79
Lebende Moderatoren-Legende
 
Benutzerbild von basti_79
 
Registriert seit: 18.11.2005
Beiträge: 9.121
Standard

Zitat:
Zitat von Moses Lundwerq Beitrag anzeigen
Nun, wie kann ich mir das vorstellen?
Versuchs einfach mal.

Zitat:
Doch: Wie genau im Detail?
Da gibt es mehrere Möglichkeiten:
  1. Nachlesen
  2. konkrete Fragen stellen
  3. selber Forschen
Zitat:
Ein Fisch, heute noch im Wasser lebend, kann dann morgen auf einmal an Land leben?
Oder seine Nachkommen?

Wie genau soll das denn funktionieren?

Eben noch Wassertierchen und dann Landbewohner?

Oder langsame Veränderungen der Lebensweise über mehrere Generationen?
Wie genau? Wie im Detail?
Die genauen Details dieses Vorgangs zu entschlüsseln, dürfte schwierig werden. Anhaltspunkte bilden jedoch heute lebende Tierarten, die als Zwischenformen zwischen Land- und Wassertieren gelten. (Quastenflosser, Schlammspringer, Amphibien)

Zitat:
Oder übt der Fisch immer wieder an Land zu leben?
Jeden Tag ein bisschen mehr?
Und eines schönen Tages, „schwupps“, da hatte der Fisch eine Lunge „ausgebildet“/“entwickelt“!?
Auch individuelle Anpassung ist möglich und denkbar, der jedoch recht enge Grenzen gesetzt sind. Hast du dir schonmal versucht, Kiemen wachsen zu lassen? Wenn nein, hol es mal nach. Klappt es?

Zitat:
Versteht ihr, was ich meine?
Wo meine Verständigungsschwierigkeit dabei liegt?
Im Prinzip schon.

Zitat:
Kann ich mir nicht so recht erklären, wie das „en detail“ funktionieren soll.
Nicht verzagen, google fragen: "evolution lungen" suchen, und du findest diesen Link: Die Evolution der Lungen.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.11.2009, 14:41   #3
-CC-
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 09.02.2009
Beiträge: 491
Standard

Mit "langsam Entwickelt" sind natürlich sehr viele Generationen gemeint! Es handelt sich dabei um Mutationen, welche wohl zufällig entstanden sind, und dabei einen Vorteil schufen. Dieser Vorteil führt zu einer bevorzugten Paarung und somit zur Weiterentwicklung und Vortbestehen der Mutation.
D.h. hat ein Idividuum einen genetischen Vorteil, z.B. mehr Muskeln, so ist es stärker seinen Nebenbuhlern und Feinden gegenüber. Es wird von anderen der Spezies zur Paarung bevorzugt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Nachkomme die gleichen Vorteile aufweist ist höher, je höher die Fortpflanzungsrate ist. Somit verfügen in der 2. Generation schon mehrere Individuen diesen Vorteil. Dies setzt sich Schritt für Schritt durch.
Manchmal ist das natürlich eine Sackgasse. So hat die Natur festgestellt das Exo-Skelette (Insekten, Krustentiere) nur bis zu einer bestimmten Größe möglich sind, darum gibt es keine 2,5[m] Hummer! Es gibt Fossilienfunde die dies Zeigen.

Gibt es z.B. viele Feinde im Wasser, überlebt derjenige länger, welcher am Längsten an Land bleiben kann. Kiemen filtern Sauerstoff aus dem Wasser. Ich bin kein Biologe, doch kann ich mir Vorstellen, wenn es der Spezie gelingt die Kiemen lange Feucht zu halten, kann auch so Sauerstoff über Diffusion in das Wasser um die Kiemen entnommen werden. Dadurch können längere Perioden an Land gelebt werden. Damit sind aber noch lange keine Lungen erfunden. Es sind wohl noch unvorstellbar viele kleine Schritte bis dahin erforderlich!

Es ist ein Try-and-Error Verfahren, beidem nur die Gewinner bekannt sind! Die Enstehung der Mutation ist meiner Meinung nach Zufall, die Ausbreitung dieser, ist allerdings Darwinismus....

Interessant dazu vielleicht: die Darwinfinken
http://de.wikipedia.org/wiki/Darwinfinken

-CC-
-CC- ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.11.2009, 16:07   #4
Tarlanc
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Zitat:
Zitat von Moses Lundwerq Beitrag anzeigen
Doch: Wie genau im Detail?
Durch Mutation, Selektion, Rekombination und das ganze wieder von vorn.
Zitat:
Ein Fisch, heute noch im Wasser lebend, kann dann morgen auf einmal an Land leben?
Nein, das kann er nicht. Denn er wurde für ein Leben im Wasser geboren.
Zitat:
Oder seine Nachkommen?
Wohl eher nicht. Ein Fisch an Land (Schlammspringer zum Beispiel), ist ziemlich langsam und wäre ein Festessen für jede Katze. Damit wäre jede Entwicklung, die den Fisch an Land brächte, die letzte dieser Erblinie.
Diesen Nachteil hatten die ersten Landbewohner noch nicht. Da es noch keine Raubtiere an Land gab, konnten sie noch so langsam und ungeschickt sein, hauptsache, sie konnten atmen und waren vor Raubfischen in Sicherheit.
Zitat:
Eben noch Wassertierchen und dann Landbewohner?
Nein. Eben noch ein Wassertierchen, dann ein Wassertierchen, das sich an Land bewegen kann aber noch nicht atmen, dann ein Wassertierchen, das sich an Land bewegen kann und dort auch etwa eine halbe Stunde überlebt und dann über lange Zeit mit jeder Generation ein Wassertierchen, das etwas länger an Land überlebt. Und irgendwann legt es sogar seine Eier an Land ab, damit sie vor anderen Fischen sicher sind und die Nachkommen überleben von Geburt an an Land. Dann ist es ein Landtierchen. Aber das dauert tausende von Generationen.
Das mag in der Weltgeschichte ein 'eben noch' sein, aber für die einzelnen Tiere ist es lange.
Zitat:
Oder übt der Fisch immer wieder an Land zu leben?
Jeden Tag ein bisschen mehr?
So in etwa.
Zitat:
Und eines schönen Tages, „schwupps“, da hatte der Fisch eine Lunge „ausgebildet“/“entwickelt“!?
Das ist kein Schwupps, sondern eine Langsame Entwicklung von Wassergefüllten Hohlräumen (wie in heutigen Schlammspringern) zu feuchten Hohlräumen und einer Möglichkeit, das Wasser durch Muskelkontraktion mit Sauerstoff anzureichern. Und dann langsam eine Entwicklung zu feuchten Luftbeuteln mit dicken Schleimhäuten, die Sauerstoff absorbieren und gut durchblutet sind.
Zitat:
Versteht ihr, was ich meine?
Ja, du meinst, du hattest in Biologie einen Fensterplatz
__________________
Even people who are a pain in the arse can stimulate new thinking.
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Alt 11.11.2009, 23:20   #5
Groschenjunge
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Hi,

Zitat:
Zitat von Moses Lundwerq Beitrag anzeigen
Versteht ihr, was ich meine?
Wo meine Verständigungsschwierigkeit dabei liegt?
Doch, das kann ich nachvollziehen. Jedoch habe ich den leisen Verdacht, hier bricht demnächst eine saftige Kreationisten-ID-Evolutionisten Schlacht aus.
Sorry, aber viele solcher Diskussionen fangen ziemlich harmlos an. Du hast nämlich schon und IMHO den argumentativen Boden für Intelligent Design vorbereitet und fragst schon genau in diese Richtung.
Wenn ich flacsh liegen sollte, dann schon mal voreilend sorry for that.

Aber ich weiß nicht....

-gj, schon mal an Cola und Popcorn denkend
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Alt 12.11.2009, 09:00   #6
Llewellian
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http://www.amazon.de/dp/3499624524/

Richard Dawkins - "Gipfel des Unwahrscheinlichen".
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Alt 12.11.2009, 09:59   #7
Lawrence P. W.
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Zitat:
Jedoch habe ich den leisen Verdacht, hier bricht demnächst eine saftige Kreationisten-ID-Evolutionisten Schlacht aus.
Zitat:
Richard Dawkins - "Gipfel des Unwahrscheinlichen".
Oh höre ich da in der Ferne den suchenden Geschützdonner der Evolutionisten?

Stellt euch vor zu diesem Krieg geh ICH nicht hin...
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Alt 12.11.2009, 10:19   #8
Llewellian
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Ich habs nur kurz reingeworfen, falls der Threadstarter ein Sachbuch sucht. Eine Diskussion zwischen Kreationisten und Evolutionisten mitzumachen ist reine Zeitverschwendung. Absoluter Nonsens. Es gibt keinen fruchtbaren Austausch in solch einer Situation.

Ich hab ein paar Freunde, die sind Berufskreationisten, aber wir sprechen das einfach nicht an. War wohl Einstellungsbedingung, das man als Biologielehrer an einer evangelikalen Schule im Bible-Belt des mittleren Westens angestellt wird.

Da könnt ich eher noch mit einem PETA Anhänger über die Vorzüge von Lederschuhen vs. Stofftreter beim Wandern diskutieren...
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Alt 12.11.2009, 11:15   #9
Tarlanc
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Zitat:
Zitat von Llewellian Beitrag anzeigen
http://www.amazon.de/dp/3499624524/

Richard Dawkins - "Gipfel des Unwahrscheinlichen".
Ich wär eher erstmal für diesen Buchtipp: Campbell, Neil A. et al (2009): Biologie. (Kapitel 13-34 aufmerksam lesen. Wenn danach noch Unklarheiten bestehen, können wir gern darüber reden)
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Geändert von Tarlanc (12.11.2009 um 11:18 Uhr).
Tarlanc ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.11.2009, 13:06   #10
Moses Lundwerq
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Vielen, lieben Dank euch allen...
Moses Lundwerq ist offline   Mit Zitat antworten
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