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Mission Mars Das größte Raumfahrtprojekt unseres Jahrhunderts - Wann werden die ersten Menschen auf dem Mars landen? Was erwartet sie dort? Wird man den Mars mittels Terraforming in einen blühenden Planeten verwandeln?

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Alt 28.07.2005, 19:29   #1
Sajuuk
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Standard Und noch eine Studie: Leben auf dem Mars?

Zitat:
Und noch eine Studie: Leben auf dem Mars?

*Hoffnungsdämpfend: Die Auswertung von Messwerten an Marsmeteoriten hat ergeben, dass die Temperaturen auf dem Mars in seiner ganzen Geschichte nur extrem selten den Gefrierpunkt überschritten, sodass ohne flüssiges Wasser eine unmissbare Grundvorraussetzung für Leben fehlte.

Durch Wasser geformte Kanäle, Wasservorkommnisse unter der Mars-Oberfläche in gefrorenem Zustand, Hinweise auf vulkanische Aktivitäten und und und. Das Mars-Jahr 2004 bot viele Überraschungen und legte nahe, dass der heute so uneinladend wirkende Wüstenplanet einst aktiv war. Einige Wissenschaftler verglichen ihn schon bald mit der Erde, da sich in der Jugend der beiden Planeten deutliche Parallelen aufzeigen. Aber gab oder gibt es auf unserem roten Nachbar auch flüssiges Wasser?

Wie gesagt, die Kanäle deuten stark darauf hin, könnten jedoch auch durch andere Einflüsse enstanden sein. Dazu gibt es unzählige Theorien. So könnten sie, ohne nun alle aufzählen zu wollen, auch auf einstige Eiskanäle deuten, was das Phänomen erklären würde, dass manche dieser Kanäle bergauf zu fließen scheinen, für Gletscher keineswegs außergewöhnlich.

Hinzu kommen jedoch auch andere mögliche Hinweise auf die Existenz von Leben auf dem Mars, so wird Methan, dass man in der dünnen Atmosphäre des Mars nachweisen konnte, fast ausschließlich von Bakterien produziert. Und irgendetwas muss noch heute das Methan hervorrufen, da das Gas vom UV-Licht innerhalb weniger Jahrhunderte zerstört werden würde, wenn nicht jährlich 150 Tonnen hinzukämen. Doch auch dies ist kein eindeutiger Beweis.

Während die Erklärungmöglichkeit einer noch heute vorhandenen vulkanischen Aktivität des Mars weiterhin höchst zweifelhaft ist, hat ein Team vom amerikanischen Dartmouth College eine dritte Variante erläutert, wonach das Treibhausgas auch aus der Reaktion von (flüssigem) Wasser, Kohlendioxid und dem Mineral Olivin hervorgeht. Letzteres ist reichlich an der Marsoberfläche vorhanden. Bei der chemischen Reaktion entstehe zunächst Wasserstoff, der dann mit Kohlendioxid zu Methan weiterreagiere.

Nun erscheint das alles natürlich etwas widersprüchlich: Kein flüssiges Wasser auf dem Mars, keine Bakterien als mögliche Begründung für das Methanvorkommen, aber wie dann behaupten können, letzteres ist durch eine Reaktion zu erklären, für die flüssiges Wasser vorrausgesetzt wird?

Nun, die in der Einleitung erwähnte neue Studie um David Shuster vom California Institute of Technology und Benjamin Weiss vom Massachusetts Institute of Technology, resultierend aus der erneuten Auswertung von Messwerten an Marsmeteoriten, besagt, dass die Temperaturen in der Vergangenheit nicht viel höher lagen als die heutigen von etwa minus 58 Grad Celsius.

„Zumindest die Steine, die von der Marsoberfläche stammen, müssen die letzten vier Milliarden Jahre Temperaturen von unter Null Grad Celsius gehabt haben“, erkären die Forscher und sprechen sich damit gegen die Möglichkeit der Existenz flüssigen Wassers aus.

Entscheidender Punkt ist aber folgende Tatsache: „Die ersten 500 Millionen Jahre nach seiner Entstehung ist der Planet wärmer gewesen.“ Der Mars war also nur fast die gesamte Zeit zu kalt für flüssiges Wasser gewesen, was grünes Licht für die Erklärungsvariante von Mukul Sharma, und Chris Oze vom amerikanischen Dartmouth College bedeutet.

Die äußerst niedrige Methankonzentration in der heutigen Marsatmosphäre ist also doch mit ihrem Modell zu erklären, demzufolge Methan entsteht, wenn Wasser, in dem Kohlendioxid gelöst ist, auf Olivin trifft. Da Methan ein wirkungsvolles Treibhausgas ist, könnte es zudem der Motor für die vielfach postulierte warme, feuchte Periode in der Mars-Frühgeschichte gewesen sein, in der flüssiges Wasser auf der Mars-Oberfläche existierte.


Fazit:
Ein eindeutiger Beweis für mögliches Leben auf dem geheimnissvollen roten Planeten bleibt weiterhin aus. Für die Entdeckungen der vergangenen Monate gibt es immer mehrere Erklärungsmöglichkeiten, was nicht bedeutet, dass die „PRO-Life-Variante“ auszuschließen ist. So könnte das Methan durchaus von Bakterien produziert worden sein, die in der lebensfreundlicheren Periode des Mars entstanden sein könnten. Was lediglich fehlt, ist wie gesagt die Eindeutigkeit.

Wenigstens hier ist man sich einig: Schon früh entpuppte sich das einst mysteriöse Marsgesicht als eine einfache Felsformation ohne außerirdische Einwirkung.
Quelle

Gruss:Kuun-Laan
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Sei frei wie ein Vogel, sei stolz ein wie ein Adler, und geniesse das Leben.
So wie du bist, denn jeder ist für sich ganz was besonderes.
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Alt 03.06.2010, 21:11   #2
siggi43
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Tja das wars vieleicht mit Leben auf dem Mars...http://www.faz.net/s/Rub02DBAA63F9EB...EScontent.html

Amerikanischer Forscher: Niemals Leben auf dem Mars
Aus der Traum? Eine neue Studie gibt dem Leben auf dem Mars kaum Chancen. Führen alle bisher entdeckten Spuren also in die Irre?

Demgemäß ist die Wahrscheinlichkeit, dass es auf dem Nachbarplaneten der Erde Leben gab, geringer als bislang vermutet. Die Studie, die diese Woche im Wissenschaftsmagazin „Science“ veröffentlicht wird, basiert auf Marsfotos und Computersimulationen. Owen B. Toon, einer der Autoren, sagte, mindestens 25 Marskrater seien von Asteroiden mit einem Durchmesser zwischen 100 und 240 Kilometern verursacht worden. Die Asteroiden hätten eine 2.000 Grad Celsius heiße Druckwelle ausgelöst; Millionen Tonnen extrem heißen Felsstaubes und geschmolzenen Eises seien in die Atmosphäre katapultiert worden. Das Eis sei als heißer Regen zurück auf den Mars gekommen.

Das Leben hatte zu wenig Zeit

Den Berechnungen zu Folge regnete es mehrmals über mehrere Jahrzehnte mit einer Niederschlagsmenge von 1,8 Metern pro Jahr. In einigen Marsgegenden hätten sich Flüsse gebildet und 45 Meter tief in die Felsschicht gegraben. „Aber wir denken, dass der Mars die längste Zeit seiner Geschichte trocken und kalt war“, sagt Co-Autorin und Doktorandin Teresa Segura, die künftig für das Forschungslabor Ames der Raumfahrtbehörde Nasa in Kalifornien arbeiten wird. Die heißen Phasen seien insgesamt einfach zu kurz gewesen, um die Entwicklung von Leben zuzulassen.
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Alt 06.09.2010, 12:42   #3
antiX
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Hallo erst einmal alle zusammen!(sorry, habe nichts zum vorstellen gefunden oder übersehen).
Bin heute Morgen über einen Artikel in der Zeitung gestolpert. Danach sollen die Untersuchungen der Bodenproben von Viking 1( 1976 )fehlerhaft gewesen sein. Warum daher doch wieder die Möglichkeit von organischer Materie in Betracht gezogen wird ist mir aber schleierhaft geblieben und geht aus diesem Artikel auch nicht hervor. Quelle: agu.org/journals/je
Möglicherweise kann ja hier jemand was genaueres dazu sagen, mir fehlt das Fachwissen zum Thema.
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Alt 06.09.2010, 23:35   #4
siggi43
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Hallo antix,

Ich habe da einen Artikel,da wird es schön erklärt,vor 34 Jahren wußte man noch nichts von der Existenz des Perchlorat-Salzes im Marsboden.Wenn es damals organisches Material gegeben hätte,hätten sie es einfach unbemerkt verkocht.

Mögliche Lebesspuren "weggekocht"

http://derstandard.at/1282978946119/...ars-weggekocht

1976 habe man nichts von der Existenz des Perchlorat-Salzes im Marsboden gewusst, die erst vor zwei Jahren von der Sonde "Phoenix" nachgewiesen wurde. Dieser giftige Stoff sei damals von der "Viking" zu stark erhitzt worden und habe daher alle Lebensspuren vernichtet.

"Das sagt zwar noch nichts über die Frage aus, ob es jemals Leben auf dem Mars gab, aber es könnte einen großen Unterschied machen, wie wir künftig nach Beweisen dafür suchen", sagte NASA-Wissenschaftler Chris McKay, Co-Autor der im Fachblatt Geophysical Research - Planets veröffentlichten Studie.

Der Leiter des Viking-Experimentes hält die neuesten Erkenntnisse laut "New York Times" (Samstag) für zweifelhaft. Es sei hoch spekulativ, dass in den damals untersuchten Bodenproben tatsächlich Perchlorat enthalten gewesen sei, sagte Klaus Biemann, pensionierter Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT). (red/APA)


Es gibt auch in der jüngsten Vergangenheit Unklarheiten was das Perchlorat-Salzes betrifft,erst Heißt es Lebensfreundlich,dann Lebensfeindlich,und zuletzt hat "Phoenix" es vieleicht selbst mit auf den Mars gebracht.Leider habe ich bis jetzt auch nichts neues über das Salz gefunden auser die Berichte von 2008 der "Phoenix Mission" Hier kann man mehr über das Perchlorat-Salz lesen.
Es kommt in starker Konzentration im Boden der chilenischen Atacama-Wüste vor, wo sich einige Lebensformen von Perchlorat sogar ernährten.

http://www.google.de/url?sa=t&source...EJfiOw&cad=rja

http://www.google.de/url?sa=t&source...ZGXnyg&cad=rja

http://www.google.de/url?sa=t&source...rbEXdA&cad=rja

Geändert von siggi43 (06.09.2010 um 23:43 Uhr).
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Alt 07.09.2010, 11:25   #5
antiX
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Hi siggi 43!

Danke für die interessanten Links, haben mir etwas Klarheit verschafft. Also, im Grunde wissen die Fachleute auch nicht so ganz wie sie das einordnen sollen und haben unter Umständen in der Vergangenheit aus Unwissenheit was " verkocht ". Nun, bin gespannt wie das weiter geht.
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Alt 14.03.2011, 14:47   #6
Calypso
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Hallo erst mal. Ich habe vor ein paar Wochen gehört, das die Marsflugsimulation Richtung Mars beendet ist. Jetzt müssten die Astronauten die Forschung auf dem Mars simulieren.
Kann mir vielleicht einer sagen wie weit sie schon sind oder ob sie schon auf der Rückflugsimulation sind.
Danke schon mal im voraus
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Alt 15.03.2011, 08:41   #7
-CC-
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Hallo Calypso, willkommen im Forum!

Ich glaube, da gibt es ein eigenes Thema im Forum: Mars500

Viele zu Mars500 findet man auf der ESA Seite:
http://www.esa.int/esaMI/Mars500/

Bzw. einiges auch auf deutsch bei Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mars-500

Laut ESA befinden sich wieder alle im Orbit/Habitat Modul im All. Laut Zeitplan befinden sie sich noch im Orbit, und treten erst am 7. April die Heimreise an.


-CC-
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Alt 29.05.2012, 09:50   #8
Space_Lord
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Das Thema "Leben auf dem Mars" is meines Erachtens äußerst komplex. Wer sagt denn, dass im ganzen Universum NUR unsere Art von Leben (Kohlenstoffbasis) existiert?
Wäre es denn nicht äußerst wahrscheinlich, dass im Universum in seiner Unendlichkeit auch andere Wesen existieren? Rein physikalisch erscheint das momentan unmöglich. Aber nehme man den Uranus als Beispiel: Jahrzehntelang zerbrachen sich die klügsten Köpfe der Erde darüber den Kopf, warum der Uranus eine 'physikalisch unmögliche' Achsneigung hat und wie es möglich sein kann, dass er trotzdem Planetenringe besitzt. Heute ist bekannt, dass höchstwahrscheinlich ein Zusammenstoß mit einem Protoplaneten die schiefe Lage verursacht hat.

Ob da draußen wirklich noch andere Kohlenstoff-Wesen existieren ist fraglich - die Existenz von anderen Wesen wird jedoch immer wahrscheinlicher
__________________
"imagination is more important than knowledge because knowledge is limited" - Albert Einstein
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Alt 29.05.2012, 10:22   #9
basti_79
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Zitat:
Zitat von Space_Lord Beitrag anzeigen
Ob da draußen wirklich noch andere Kohlenstoff-Wesen existieren ist fraglich - die Existenz von anderen Wesen wird jedoch immer wahrscheinlicher
Fast. Du kannst Dir immer mehr vorstellen. Das ist etwas anderes.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2012, 10:16   #10
Babsi
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Ob es in unserem Sonnensystem auf einem anderen Planeten Leben gibt, ist fraglich. Vielleicht existiert es in Form von Bakterien. Auf einigen Monden wird Leben eher vermutet.

Sicher bin ich, dass es in unserer Galaxie bestimmt Leben gibt, da man bereits erdähnliche Planeten gefunden hat. Im Universum wird es viele Planeten geben, auf denen es Leben gibt. Es muss halt die Entfernung zum jeweiligen Stern stimmen, damit es flüssiges Wasser auf dem Planeten gibt. Welcher Art das Leben dort ist, darüber kann man nur spekulieren. Da unser Sonnensystem noch recht jung ist und es wesentlich ältere im Universum gibt, könnte es sein, dass dort Wesen leben, die viel weiter entwickelt sind als wir, weil sie dazu mehr Zeit hatten.
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