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Rund um Naturwissenschaft Neue Technologien, Physik, Chemie, Neue Energien, Tesla & Co ...

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Alt 05.03.2009, 16:10   #1
HaraldL
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Standard Die Gigawatt-Windkraftanlage

Würde die auf http://got2begreen.com/green-infrast...ine-is-real-2/ vorgestellte "MagLev-Windkraftanlage" wirklich in der Lage sein bei üblichen Windstärken 1 GW elektrischer Energie zu erzeugen?
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Alt 05.03.2009, 16:47   #2
Sporidium
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ohne fossile brennstoffe... lässt sich unsere gesellschaft nicht aufrecht erhalten.

ich dachte mal mit kernkraft ist das energieproblem gelöst......
selbst dem ist nicht so.
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Alt 05.03.2009, 17:19   #3
perfidulo
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Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Würde die auf http://got2begreen.com/green-infrast...ine-is-real-2/ vorgestellte "MagLev-Windkraftanlage" wirklich in der Lage sein bei üblichen Windstärken 1 GW elektrischer Energie zu erzeugen?
Kalter Kaffe
http://www.buch-der-synergie.de/c_ne...echtachser.htm

Letzter Punkt:

Zitat:
Das Konzept eines riesigen Senkrechtachsers mit 1 GW Leistung, der alleine in der Lage sein soll, 750.000 Haushalte mit Strom zu versorgen, wird im Juni 2006 auf der Wind Power Asia Exhibition in China vorgestellt. Über 50 Länder zeigten Interesse an dieser Entwicklung. Es handelt sich um die gigantischste Vision im Windenergiebereich, von ich bisher gehört habe, und die weit über die kühnsten Träume von Christoph Schlobies von 1983 hinausgehen (s.o.). Andererseits sind bislang aber auch noch über 70 Millionen Haushalte in China ohne Stromanschluß...

Eine Besonderheit der MagLev Windturbine sind magnetische und daher so gut wie vollständig reibungsfreie Lager – was ein schnellen Anlaufen und die Nutzung von Windgeschwindigkeiten bereits ab 1,5 m/s erlauben soll. Man rechnet daher mit einem Stromabgabepreis von unter 5 US-Cent pro kWh. Eine 1 GW Anlage soll sich dadurch bereits innerhalb nur eines einzigen Jahres amortisieren.


Im Gegensatz zu bisherigen Ansätzen magnetischer Lagerungen werden hier keine elektrischen Spulen eingesetzt sondern Permanentmagnete, was die Betriebskosten natürlich signifikant senkt. Für die Herstellung dieser Magnete werden große Mengen an Neodym benötigt, das zu den seltenen Erden gehört – allerdings beherrscht China schon heute 90 % des Weltmarktes für Magneten aus seltenen Erden.
Solche Wahnsinnsprojekte tauchen immer wieder auf und lenken nur von der Tatsache ab, das erneuerbare Energie eher dezentral und in kleinen Einheiten genutzt werden sollte. Mit klassischen Materialien und erprobten Technologien.

Nur das paßt weder in das Weltbild unserer Banker und Politker, noch der sogenannten "Grünen", die auch technologieversessen sind.
__________________
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Alt 05.03.2009, 17:36   #4
-CC-
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Windkraftanlagen erzeugen sehr viel Lärm und einen ständig wandelnden Schattenwurf, kein Mensch möchte neben solchen Anlagen wohnen!!

Eine solarthermische Kraftwerksanlage mit der Flächenabdeckung von Österreich an einem ausgewählten Punkt in der Sahara würde rein rechnerisch und technisch genügen die gesamte Welt mit Energie zu versorgen! Natürlich müsste man die Anlage aufteilen und global Verteilen.
Die Herstellungskosten würden sich beim momentanen Herstellungspreisen auf 1,5 Billionen Euro belaufen.
Es gibt ebenfalls schon ausreichend gute Transportmöglichkeit, diese Energie zu verteilen.

Technisch ist es realisierbar, das Geld vorhanden ist, zeigt die Wirtschaftskrise! Aber wie der Mensch nun mal so ist, geht es um sein Geld, gibt es schnelle Reaktionen, geht es um die Zukunft ...

-CC-

Edit: eine Mensch zu kein Mensch

Geändert von -CC- (06.03.2009 um 09:14 Uhr).
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Alt 05.03.2009, 18:01   #5
perfidulo
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Zitat:
Zitat von -CC- Beitrag anzeigen
Windkraftanlagen erzeugen sehr viel Lärm und einen ständig wandelnden Schattenwurf, eine Mensch möchte neben solchen Anlagen wohnen!!
Was Du wieder für einen Mist erzählst, bzw. aus einschlägigen Veröffentlichungen nachplapperst.

Österreich in der Sahara ginge rechnerisch, aber wenn man es verteilt geht es eben nicht mehr. Die Transportkapazitäten gibt es nicht (es gibt noch kein Kabel durch das Mittelmeer).

Und bei diesen Megaprojekten macht man sich wieder abhängig, vielleicht nicht von den Öl-Scheichs, aber vom König von Marokko. Oder ist eine neue Variante des Kolonialismus geplant?

Diese Riesenbeträge schrecken jeden ab. Wenn man aber sagt, daß man mit 10.000 € pro Familie oder Wohneinheit dabei sein kann, sieht das ganz anders aus. Man könnte sofort anfangen und zwar hier zwischen Alpen und Nordsee.

Aber das ist nicht beabsichtigt. Erst mal schön planen und alles auf die lange Bank schieben. Und GROSSE Projekte ventilieren.
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Alt 05.03.2009, 18:33   #6
perfidulo
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Hier ein Beispiel für den Griff nach der Wüste: Desertec
http://www.DESERTEC.org/
DESERTEC-Map_small.jpg
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Alt 05.03.2009, 18:42   #7
HaraldL
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Aber würde die Rotorfläche der MagLev-Anlage wirklich reichen, um 1000 MW zu erzeugen? Schließlich ist das 200mal mehr als bei den größten heutigen Windkraftanlagen und die überragen ja so manchen Fernsehturm!

Wie stark würde die 1000 MW Anlage ihr Umfeld beeinträchtigen (also wechselnder Schattenwurf scheint dieses Konzept nicht zu haben, aber vielleicht einen Sog?) ? Müßten besondere Sicherheitsabstände eingehalten werden?

Wie zuverlässig wäre eine derartige Anlage und wie haltbar?

Könnte man prinzipiell Kohlekraftwerke durch MagLev-Anlagen mit gleicher Leistung ersetzen ( vorausgesetzt der Standort ist ausreichend windig)?

Was ich als Vorteil dieser Anlagen ansehe: man kann sie überall dort bauen, wo Wind bläst, also auch in Deutschland ( keine Abhängigkeit von Solarstromimporten). Die Anlagen können mit den Leistungen konventioneller Großkraftwerke gebaut werden, sie wären damit prinzipiell leicht in die heutige Netzstruktur einbindbar ( wenn es wirklich möglich wäre Kohlekraftwerke durch solche Anlagen zu ersetzen).

@perfidulo: warum sollen Deiner Meinung nach für die Energiegewinnung nicht neue Technologien und Materiaien verwendet werden?
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Alt 05.03.2009, 20:46   #8
Llewellian
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Vom Hersteller:

It’s estimated the colossal structure would occupy 100 acres and be several hundred meters high. Although the building will be expensive to build ($53 million), the cost savings of building one huge turbine reduces the cost of construction and maintenance for investors to recoup loses within a year.

DAS IST GROSS.
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Alt 05.03.2009, 22:20   #9
Sir Lazarus
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Vorschläge für solche Schwebering Windkraftwerke gibt es schon viele.
[Quelle: http://www.buch-der-synergie.de/c_neu_html/c_08_08_windenergie_senkrechtachser.htm]


Aber die schiere Gigantomanie (je größer desto besser) dürfte materialtechnische Probleme aufwerfen.
Schaut man sich das Bild an und hält sich vor Augen, dass die Anlage eine Fläche von 100 acres benötigt:
100 acres = 404 700 m²
-> Fläche mit Kantenlänge 636 m.
Ein Zylinder, der diese Fläche bedecken soll, hat einen Radius von 318 m.
Die Anlage ist höher, als sie breit ist, muss also mindestens 700 m hoch sein.
Für mich folgt daraus, dass auf diesen Turm gigantische Kippkräfte wirken. Dies muss die Achsenverankerung am Boden alles abfangen. Wenn der Wind dreht, wird es noch schlimmer.
Der Hebel, den ein Kraftarm dieser Größe ausübt wird auf Dauer die Lager schädigen.

Immerhin gibt es dampfbetriebene 1000 MW Generatoren. Die drehen aber bei 3000 U/min.
[Quelle: http://www.hitachi.com/rev/1998/revoct98/r4_104.pdf]

Schlobies spricht sogar von theoretischen 100 GW Leistung ! Seine Konstruktion sieht aber etwas anders aus. Er trägt den Kippkräften Rechnung, indem er von schwimmenden Pontons spricht, die die Achse gegen die Windrichtung kippen und somit die Lagerbelastung senken.

Ich denke aber, dass wir noch keine Materialien haben, die einer solchen Belastung auf Dauer gewachsen sind. Und wir sind doch schon stolz, wenn wir ein 700 m hohes Hochhaus bauen - und dass ist aus Stahlbeton und dreht sich keinen Milimeter !


Christoph Schlobies (Patent DE 3209347) (15.09.1983)
Link
und Clive Murray Cocker (Patent WO 2003/016714) von 2003
__________________
"..Forget any ideas you’ve got about lost cities, exotic travel, and digging up the world. We do not follow maps to buried treasures and “X” never, ever, marks the spot! [Dr. Henry "Indiana" Jones Junior]

Geändert von Sir Lazarus (05.03.2009 um 22:24 Uhr).
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Alt 06.03.2009, 00:17   #10
HaraldL
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Was spräche eigentlich dagegen erst einmal eine kleinere derartige Anlage mit 10 MW Leistung zu bauen und dann deren Betriebsverhalten mit herkömmlichen Windkraftwerken zu vergleichen?

Übrigens: zum Abfangen der Kippkräfte dieses Superrotors könnte man sich doch vier im Quadrat angeornete Stahlbetontürme ( ähnlich gebaut wie Fernsehtürme oder große Schornsteine ) vorstellen, welche an einen großen horizontalen Kreuz ein zweites Lager tragen, welche den Rotor von oben einspannen.
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