:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften ::

 

Zurück   :: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften :: > Esoterik & Religion > Religion

Religion Von Animismus bis Zen...

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 06.04.2008, 14:44   #1
emporda
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von emporda
 
Registriert seit: 03.04.2008
Ort: Costa Brava
Beiträge: 272
Standard Die Sintflut - kondensierte Dummheit

Viele große Geister des Mittelalters haben über das Erdalter spekuliert wie Loys le Roy (1594 n.C.), Nathaniel Carpenter (1625 n.C.), Simon Stevin (1634 n.C.), Rene Descartes (1637 n.C.),Nichola Steno (1669 n.C.), Thomas Burnet (1681 n.C.), John Ray (1691 n.C.), Baron Leibnitz (1693 n.C.), Benoit de Maillet (1748 n.C.) kam mit über 2 Billion Jahren der Realität aschon recht nahe. Der irische Bischof Ussher errechnete 1640 n.C. die göttliche Schöpfung für den 28.4.4004 v.C. und die Sintflut im Jahr 1490 v.C. Das war 21 Jahre vor der Schlacht bei Megiddo zwischen dem Pharao Thutmosis III und dem syrischen Fürsten von Kadesch .Die ägyptische Beute war 924 Wagen, 2238 Pferde, 2000 Stück Vieh und 300 Gefangene, absurd wenn es kurz vorher eine Sintflut gegeben hat. Im Gegensatz zur Bibel belegen ägyptische Aufzeichnungen die Schlacht von Megiddo, allerdings haben gerade die Pharaonen maßlos übertrieben wie auch frühere und spätere Diktatoren und Despoten. Die Truppen von Thutmosis III kamen aus der Grenzfestung Sile (Tjaru), erreichten nach 10 Tagen Gaza und nach 11 weiteren Tage Jehem (Chirbel Jimma). Die Zeugen Jehovas schwören auf das Schöpfungsjahr 4026 v.C., ein Rabbi Schwab spekuliert 1962 in Torah-Views on Science and its Problems als Schöpfungsjahr 3773 v.C..

Seit der Schöpfung wachsen die Gebirge 2 Meter/Jahr und haben erst jetzt damit aufgehört, die Arche wäre auf einer 9 km hohen Flut geschwommen. Auf sehr hohen Bergen findet man Muschelschalen im Stein eingeschlossen, das reicht als Beweis. Die Religionsfanatiker um Henry Morris suchen am 5165 m hohen Berg Ararat mit der 13.ten Expeditionen nach der Arche Noah. Die dort vom Kreationisten Charles Willis 1972 gefundenen Beweise mit Photos und Fundstücken der Arche Noah wurden als ein alter Aprilscherz der „Kölnische Illustrierte Zeitung“ vom 1. April 1933 entlarvt, dienen trotz gegenteiliger Meldung der Zeitung dem ICR aber weiterhin als Buchvorlage.

In der Zeit der Römer hatte sich die Schiffbautechnik gegenüber 2000 v.C. erheblich entwickelt, man konnte seetüchtige Galeeren von 35 m x 6 m mit bis zu 150 t Verdrängung zimmern. Die Nemi-Prunkschiffe des Kaisers Caligula hatten 70 m x 20 m, taugten aber nur für den Nemi-See. Man nutzte dabei bereits Techniken wie genagelte Planken, Plankenverbindungen mit Nut und Feder, Schöpfwerke mit Eimerketten, Kolbenpumpen, Rohre, Ventile, Schleudern, Katapulte, Laufradhebewerke wie im Krantor zu Danzig usw. Man baute Holzschiffe, weil Holz schwimmt. Das Problem von Wasserverdrängung, Auftrieb und Wassergewicht war bis in die Neuzeit unbekannt wie auch Stabilitätsfragen durch den Abstand von Schwerpunkt und Querschnittsmittelpunkt im Unterwasserschiff. Auch waren es immer nur Leistungen begabter Handwerker, für die Verbreitung der Kenntnisse fehlten einheitliche Maße, Gewichte, Messtechnik, Zeichnungen, ein Dezimalsystem und Grundlagenwissen. Um eine neue Technik einzusetzen, konnte man nicht nach Zeichnungen bauen, man musste hinreisen, sich die Geräte im Detail anschauen und die Funktion verstehen.

Die 500 Jahre älteren Frachtsegler der Etrusker hatten bis zu 100 Tonnen Verdrängung maßen 20 m x 5,50 m. Für eine spätere römische Galeere waren bis zu 2.000 Bäume notwendig, der größte Teil davon endete als Holzkohle. Etwa 20 bis 40 Mann waren bis zu einem Jahr beschäftigt mit fällen, transportieren, spalten, trocknen, zuschneiden und befestigen. Holz hat in den ersten 3 Jahren quer zur Faser bis zu 8% Schwund, deswegen wurde nur 10 Jahre gelagerte Eiche oder Zeder verarbeitet. Eine Schiffshülle aus grünem Holz ist fatal, in wenigen Wochen leckt das Schiff hoffnungslos. Die Fugen hätten auf die Schiffhöhe bezogen eine Gesamtbreite von 1 Meter. Diese Gefahr wird auch belegt durch den geringen Tiefgang historischer Schiffe unter 1 Meter plus weiterem Tiefgang durch die relativ geringe Nutzlast. Die Segeltechnik reichte damals nur für achterliche Winde, kreuzen war unmöglich und ein Kiel somit nicht notwendig

Man baute Schiffe noch von außen nach innen, erst die Beplankung und da hinein das Tragwerk. Die alten Schiffdecks hatten um 200 kg/m² Tragfähigkeit, die Bohlen waren zur Lastverteilung nicht mittels Nut und Feder verzahnt, sondern nur dick und wurden nur durch Spalten der Holzstämme gewonnen. Sägen kam erst um 900 n.C. auf. Die Fugen wurden mit Hanf kalfatert, entweder mit Baumharz oder mit Erdpech. An antiken Schlachten nahmen bis zu 600 Galeeren (Lepanto) teil, dafür wurden ganze Gebirgszüge komplett abgeholzt. Das technische Problem sind biegesteife Verbindung von tragenden Holzbalken ohne Metall bei Spannweiten über 6 Meter oder dem längsten gewachsenen Stamm. Selbst 3.000 Jahre später in den Loire Schlössern des Mittelalters sind die großen Räume noch unter 6 m breit mit tragenden Deckenbalken in einem Stück. Ein breiter Saal wie etwa in den Schlössern von Versailles und Schönbrunn hat dagegen wie viele Kirchen ein hohes Deckengewölbe und darunter nur eine leichte abgehängte Decke.

Die biblische Arche soll 135 * 23 * 13 Meter (Länge * Breite * Höhe) gehabt haben. Das zeigt totale Unkenntnis in der Statik und von Holz als Werkstoff ohne Stahl. Ein Holzschiff dieser Länge, welches nur durch Holzdübel zusammengehalten wird, hält den Biegemomenten durch gelegentlich schweren Seegang nicht stand, selbst Stahlschiffe dieser Größe erfahren dabei Durchbiegungen bis zu 25 cm. Um die Arche mit 6 m hohen Tieren von und 5 Tonnen zu beladen, gäbe es nur 2 Decks. Damit schwere Tiere nach unten laufen können, ist eine Rampe von ca. 15% Steigung mit etwa 100 m Länge notwendig. Bleiben die schweren Tiere dagegen auf dem oberen Deck und bewegten sich in schwerer See panisch zu einer Seite, dann kentert die Arche.

Die Schiffdecks benötigen für Tiere bis 5 Tonnen Planken von 16 x 5 cm auf Trägern von 25 x 30 cm in 60 cm Abstand, insgesamt etwa 300 m³ Holz je Deck bei Stückgewichten bis 200 kg. Um ein Schiff dieser Größe nur mit Steinäxten und Holzkeilen ohne Säge zu bauen, benötigt man etwa 6.000 m³ bis 8.000 m³ an Holz bzw. mindestens 10.000 große Bäumen für behauene Balken und 32.000 Planken. Die Befestigung der Planken am tragenden Gerippe erfordert etwa 250.000 Holznägel und Löcher. Wie diese Mengen und Berechnungen`ohne Schrift und Dezimalsystem sowie ohne Rad zum Transport abgewickelt werden konnten, das ist mysteriös außer für gläubige Christen. In einem Schiffskörper treten in schwerer See nicht nur vertikale Kräfte durch die Nutzlast und Eigengewicht auf, in den filigranen Verstrebungen entstehen auch hohe Zugkräfte, für die es damals noch keine Technik einer Verbindung gab. Die folgende Untersuchung keine Aussage über die Festigkeit noch der Gewichtsverteilung, sie besagt nur das Schiff schwimmt ohne zu kentern. (http://www.answersingenesis.org/tj/v8/i1/noah.asp)

Für Tiere mit 20 Tonnen/ Bein und 40 Tonnen beim Gehen ist es schwierig statisch ausreichende Leimholzbinder für Decks von 23 m Breite bzw. Spannweite zu fertigen. Noah verfügte über keine Hobelmaschinen, Leimpressen, Sägen und Kräne. Leimholzbinder haben bei 23 m Spannweiten eine Bauhöhe um 1,80 m, 3 Decks sind damit unmöglich. Noahs Phantasiearche hätte mit einem Deckengewicht von über 2000 Tonnen Holz einen viel zu hohen Schwerpunkt und wäre instabil wie das schwedische Flagschiff „VASA“ 1628 n.C. noch im Hafen gekentert. Diese Arche hätte ohne Nutzlast mehr als 5 m Tiefgang gehabt und dabei geleckt wie ein Sieb.

Für den Holztransport hätten 4 Greise zusätzlich zum Schiffsbau 500 Jahre gebraucht. In ICR Schriften rechnet John Morris den Bau auf 65 Jahre runter. Die Kreationisten bestehen darauf Noah hatte die Dinosaurier in seiner Arche. Bei Tieren bis 70 Tonnen sind Deckenplanken von 55 x 25 cm erforderlich auf Trägern von 30 x 50 cm im Abstand von 60 cm, total 1.700 m³ Holz je Deck bei Stückgewichten bis 1.500 kg. Mit moderner Krantechnik hätten die 4 Greise Probleme etwa 800 Träger von je 1.500 kg auf 12 m Höhe zu heben und zu montieren, der Holzbedarf wäre mit etwa 20.000 m³ auch in 1.000 Jahren nicht zu beschaffen und zu transportieren.

Im Mittelmeerraum wachsende Bäume sind in 15 bis 30 Jahren groß und reif zur Holzernte. Die Stämme haben wenige Altersringe, das Holz ist sehr weich und fault schnell. Man schaue sich nur die Fensterrahmen und Türen spanischer Ferienhäuser an, nach 25 Jahren ist das Holz trotz Schutzfarbe am Ende. Dagegen wachsen z.B. die Bäume in nördlichen arktischen Wäldern in 80 bis 160 Jahren zur vollen Größe heran, das Holz hat entsprechend viele Jahreringe und ist im Vergleich zum Mittelmeerholz hart und dauerhaft bis zu 200 Jahren. Noah hätte die notwendige Holzmenge nicht einmal mit einer trockenen überdachten Lagerfläche heranschaffen können, schon dabei wäre ein wesentlicher Teil bereits weggefault und unbrauchbar geworden.

Ein Schiff ohne Antrieb treibt hilflos in Wind und Wellen. Die Stürme auf dem Mittelmeer sind nicht zu unterschätzen, sie haben manche Yacht in hochfester Kunststoffverbundbauweise zu Kleinholz zerlegt und moderne RoRo-Fährschiffe bei Maschinenausfall wie etwa in Livorno direkt vorm sicheren Hafen versenkt. Dazu kommt das Trinkwasserproblem, allein die diversen Elefanten saufen über 2 m³/Tag und urinieren fast genau so viel. Für die Dauer der Sintflut wäre die Phantasiearche der Bibel über 1,5 m hoch mit Trinkwasser gefüllt gewesen und hätte damit den wesentlichen Teil der Nutzlast bereits aufgebraucht, ohne das Problem der Frischhaltung zu lösen. Eine Arche für 10 Millionen Tierarten wäre größer als ein Supertanker, der ganze Libanon der geschichtlichen Vorzeit hätte dafür nicht genug Holz. Ohne Stahl würde ein Holzschiff im Sturm zerbrechen.

Um einen derart großen Schiffskörper zu belüften, zu beleuchten und mit den Ausscheidungen der Tiere innen trocken und temperiert zu halten, dazu fehlte jede Technik und Kenntnis. Große Zoos beschäftigen Hunderte von Tierpflegern, um wenige Tausend Tiere zu versorgen und sind dabei auf viele nächtliche Frachtflüge der Luftverkehrsgesellschaften angewiesen, die spezifisch exotische Futtersorten um die halbe Welt fliegen nur um die Tiere am Leben zu halten.
__________________
Religiöse Hypothesen sind wie versetzte Blähungen. Erst gibt es viel Geräusch, dann stinkt es gewaltig und hinterher ist es jedem peinlich mitgewirkt zu haben.

Zitate ohne Quellenangabe sind eigene Texte

Geändert von emporda (06.04.2008 um 15:04 Uhr).
emporda ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2008, 21:37   #2
harry
Lebende Foren-Legende
 
Registriert seit: 04.04.2006
Beiträge: 1.162
Standard

Nette Berechnungen, aber zeigt leider nur, das du von der Thematik absolut keine Ahnung hast.

Was hast du dir erwartet? Das die Bibel ein Tatsachenbericht ist?
Nicht mal hart gesottene Christen nehmen sie wörtlich. (Von ein paar Sektenspinnern mal abgesehn)

Was bei der Geschichte zählte war die Message und nicht wie lang das Schiffchen nu sein soll (das es sowieso nie gegeben hat).

Man kann die Menschen also, um deinen Stil zu übernehmen, in 2 Gruppen aufteilen: Die, die verstanden haben das damit eine Geschichte erzählt werden soll (die besteht aus Christen und Atheisten) und denen die zu dumm sind das zu durchschauen (die besteht auch wieder aus beiden Lagern).

Geändert von harry (07.04.2008 um 21:39 Uhr).
harry ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2008, 12:47   #3
Lawrence P. W.
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Lawrence P. W.
 
Registriert seit: 10.07.2004
Ort: dort
Beiträge: 3.188
Standard

Tja, empadora, was da "kondensierte Dummheit" scheint ja eindeutig...

Ich halte es z.B. für "k.D.", wenn man alle biblischen Texte über einen Kamm bügelt, in die Mythologische Beschreibung greifende Texte die Meßlatte der Kameradokumentation von "Germanys next Topmodel" anlegt.

Vielleicht solltest du dich mal etwas mit Textgeschichte der "Bücher" (ja, es sind mehrere und auch sehr unteschiedliche Glaubenszeugnisse der Menschen) der Bibel beschäftigen, bevor du vermeintlich "allgemeingültig wissenschaftliche" Meßlatten anzulegen versuchst.

Oder sind Postinx dieser Art eher eine Suche nach "Feindbildbestätigung"?

Trotzdem aber nett zu wissen, daß in unserer Zeit bei solchen Berechnungen eh alles verloren wäre.
Es gab da mal auch eine nette Berechnung über den Weihnachtsmann, der schon beim Start zu Asche zerbröselt worden wäre.
__________________
Letztendlich muss jeder Atheist dran glauben
Der Glaube ist eine Realität von den Dingen, die wir hoffen.
"Gott ist tot" Nietzsche ............................................ "Nietzsche ist tot" Gott

Geändert von Lawrence P. W. (08.04.2008 um 12:49 Uhr).
Lawrence P. W. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2008, 21:02   #4
Dieter Bremer
Gesperrt
 
Registriert seit: 22.09.2006
Beiträge: 725
Standard

@ emporda

Dei Leitsatz am Ende des Beitrages ist beleidigend und trägt schon Züge von Hetze.

Das sage ich als Atheist.

Ansonsten hast Du sehr schon zusammengestellt, was alles - wörtlich genommen - nicht geht. Da widerspreche ich keinesfalls.

Nur löst das das Problem nicht, wenn es über 60 Flutsagen mit mehr oder weniger ähnlichem Inhalt gibt.

Es scheint also diese Sintflut wie auch die Errettung Auserwählter in einer - wie auch immer gearteten - Arche gegeben zu haben.

Mehr als 60 Flutsagen weltweit als pure Erfindung zu bezeichnen, halte ich für anmaßend bzw. - um beim Thema zu bleiben - für kondensierte Dummheit. Wie gesagt, als Atheist.
Dieter Bremer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2008, 21:36   #5
lars willen
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

ja schon seltsam,es guckt immer ein stück Land aus dem Wasser,egal wie hoch es gestiegen ist,und es ist immer eine ordentliche Pfütze geblieben,egal wie heiss es war.eiszeiten warmzeiten der letzten 600 millionen jahren.

da könnte man glatt an Gott glauben
  Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2008, 21:36   #6
Bundy
Foren-As
 
Benutzerbild von Bundy
 
Registriert seit: 18.07.2003
Beiträge: 939
Standard

Daß es 60(?) Flutsagen gibt hat keine Aussagekraft. Ich gehe nicht davon aus, daß es 60(?) Archen und 60(?) Noahs gab. Da jeder Noah (oder wie er sich hier und dort schimpft) der einzige war, gab es auch nur eine einzige Erzählung. Und von der stammen alle anderen ab.
Bundy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2008, 21:57   #7
Dieter Bremer
Gesperrt
 
Registriert seit: 22.09.2006
Beiträge: 725
Standard

Das bestreite ich doch gar nicht.

Ich bezweifle aber, dass sich so ein Märchen von Mesopotamien über Indien, Australien nach Nord- und Südamerika - nur so aus Spaß - verbreitet hat.

Gerade in dieser weltweiten Erinnerung (ein paar Jahre vor dem A 380) sehe ich einen Hinweis auf die Richtigkeit (des wahren Kernes) auch des biblischen Sintflutberichtes.
Dieter Bremer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2008, 00:10   #8
Tarlanc
Super-Moderator
 
Benutzerbild von Tarlanc
 
Registriert seit: 14.10.2006
Ort: Neuhausen a. Rhf. (CH)
Beiträge: 4.107
Standard

Zitat:
Zitat von Bundy Beitrag anzeigen
Ich gehe nicht davon aus, daß es 60(?) Archen und 60(?) Noahs gab. Da jeder Noah (oder wie er sich hier und dort schimpft) der einzige war, gab es auch nur eine einzige Erzählung. Und von der stammen alle anderen ab.
Das ist ein Trugschluss. Die übermässige Flut ist für Menschen in Küstenregionen und breiten Tälern eine konstante Bedrohung. Es ist daher nicht überraschend, dass Mythen von aussergewöhnlich verheerenden Fluten erzählt werden.
Ebenso findet man in Regionen, in denen der Wolf heimisch ist (also den Grossteil der nördlichen Hemisphäre) Geschichten von besonders gefährlichen Wölfen oder von gefährlichen Mensch-Wolf-Mischwesen. Und in kalten Regionen der Erde findet man Geschichten von verheerden kalten Wintern.
Der Mensch neigt nun einmal dazu, seine Urängste in Geschichten und Legenden zu verarbeiten. Gerade da durch eine solche Geschichte die Rettung einzelner Auserwählter oder der Sieg über die Gefahr thematisiert werden kann (Flutgeschichten enden mit Überlebenden, Werwolfsgeschichten enden mit dem Tod des Bestie, die Menschen überleben Ragnarök...)

Nur weil es in den verschiedenen Geschichten um Fluten geht, welche Menschen töten, heisst das also nicht, dass sie alle das gleiche reale Vorbild hatten. Im Gegenteil: Die Unterschiedlichen Gründe und Umstände der geschilderten Katasrophen sind jeweils typisch für die Region, aus der die Legende stammt. Sie wird also ein reales Vorbild gehabt haben, aber jeweils ein anderes.
__________________
Even people who are a pain in the arse can stimulate new thinking.
Vaughan Bell, Institute of Psychiatry, London
Tarlanc ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2008, 02:44   #9
harry
Lebende Foren-Legende
 
Registriert seit: 04.04.2006
Beiträge: 1.162
Standard

Mich würd ja nu eher interessieren, was emporda dazu schreibt
harry ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2008, 09:04   #10
Lawrence P. W.
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Lawrence P. W.
 
Registriert seit: 10.07.2004
Ort: dort
Beiträge: 3.188
Standard

Was die Flut betrifft fand ich sehr anschaulich und auch liebevoll tiefgehend beschrieben die Einleitenden Worte von Thomas Mann zu Josef und seine Brüder.

Wer es hat sollte sich das einmal durchlesen und dabei nicht von längeren Sätzen abschrecken lassen.
__________________
Letztendlich muss jeder Atheist dran glauben
Der Glaube ist eine Realität von den Dingen, die wir hoffen.
"Gott ist tot" Nietzsche ............................................ "Nietzsche ist tot" Gott
Lawrence P. W. ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
neue Sintflut? Phaeton Unsere Erde - Beobachtungen, Bedrohungen & Katastrophen 159 12.01.2003 19:38
Forscher bestreitet, dass das Schwarze Meer der Ort der biblischen Sintflut war Acolina Katastrophen und Kataklysmen vor unserer Zeit 0 15.06.2002 20:41


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 10:10 Uhr.


Powered by vBulletin® ~ Copyright ©2000 - 2017 ~ Jelsoft Enterprises Ltd.


Das forum.grenzwissen.de unterliegt der Creative Common Lizenz, die Sie hier nachlesen können.
Wir bitten um Benachrichtigung, falls Sie Inhalte von uns verwenden.