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Paläo-SETI Waren die Götter Astronauten? Haben Außerirdische in ferner Vergangenheit maßgeblichen Einfluss auf die menschliche Entwicklung genommen? Cargo-Kulte, Dogon-Mythologie, Erich von Däniken...

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Alt 05.09.2008, 13:55   #21
Sir Lazarus
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@Jahnine:
Ich möchte mich da richtig verstanden wissen.
Die Fragen waren interessant, aber er hat sie definitiv auch beantwortet. Und zwar falsch !
Nebenbei, eine Antwort, die man in einer Frageform verpackt (...Ist es nicht so, dass ...? // Könnte es nicht sein, dass ...?) impliziert sehr wohl eine Antwort.
Und EvD hat mich nicht zu GreWi gebracht (sorry Acolina), er war nur ein winziger Baustein zu meiner heutigen Art, mich mit Phänomenen auseinander zu setzen.


P.S. Zu GreWi kam ich bereits 2002 als ich über den "Hammer von London Texas,USA)" stolperte und hier landete. Damals noch ohne Adelstitel
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"..Forget any ideas you’ve got about lost cities, exotic travel, and digging up the world. We do not follow maps to buried treasures and “X” never, ever, marks the spot! [Dr. Henry "Indiana" Jones Junior]
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Alt 05.09.2008, 16:27   #22
rambaldi
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Nein, der hat nicht "Fragen gestellt", der hat in unwissenschaftlicher und teilweise äußerst unangenehmer Manier reinsten Bullshit verbreitet
Na aber im Vergleich zu heutigen Verschwörungsautoren war EvD geradezu harmlos, wenn man sich die Spezialisten ansieht:

Geise -Das Raumfahrtzeitrechnungsgeschichtsgenie

Wisnewski - "Die Amis sind schuld. An was? Egal die sind immer Schuld"

Holey - Die Juden warens, aber ich bin nicht antisemitisch
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Alt 05.09.2008, 16:56   #23
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Jahnine Beitrag anzeigen
die richtigen FRAGEN hat er also gestellt. Er behauptet nix, er fragt nur, er hat niemals gesagt, dass Dinge so waeren wie er sie darstellt, er hat nur immer gefragt.
Damit kokekttiert der alte EvD seit Jahren, daß er nur "Fragen gestellt hätte" - Tatsächlich hat er auch immer die Antworten geliefert. Antworten, die er sich selten selbst ausgedacht, sondern von anderen Autoren abgeschaut hat.

Unwissenschaftlich, wie seine Arbeitsweise insgesamt, ist die Tatsache, daß er seine Quellen nicht offengelegt hat.

Die Frage ist allerdings, wie es das Thema Paläo-SETI aus den verschworenen und skurrilen Zirkeln der UFOlogen rund um Karl L. Veit (wo Däniken anfangs auftrat) in den Buchhandel geschafft hat. Was hat einen bis dahin seriösen Verlag (ECON) bewogen, dieses Machwerk zu publizieren. Die schriftstellerische Qualität des Manuskripts war es nicht - das mußte von einem Ghostwriter erst in vernünftiges Deutsch gebracht werden.

Es soll allerdings frühe Veröffentlichungen (Ende der 60er Jahre) von Däniken in einer Schweizer Eso-Zeitschrift geben. Falls die jemand kennt, wäre eine stilistische Analyse mal sehr interessant.

Aber warum hat ein Sachbuch-Verlag das überhaupt angefaßt? Weil andere Verlage schon auf diesem Terrain tätig waren oder weil es einen bestimmten persönlichen Draht gab?

Die erste Auflage war bald vergriffen und dann wurde - bis heute - nachgedruckt. Irgendwie mußte EvD den Nerv der Zeit getroffen haben. Bemannte Raumfahrt, Star Trek, Raumschiff Orion - die Themen waren präsent.

Wie kann er sich - obwohl in jedem Detail hundertfach widerlegt - so lange halten? Wie kommt es, daß andere mit dieser Methode (Namen wurden genannt) weiter Erfolg haben?
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Alt 08.09.2008, 16:19   #24
Calligula
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In Erinnerungen an die Zukunft hat Däniken am Anfang geschrieben, er hätte den Verlag durch einen Freund in einer Zeitung (ich glaub die Welt) überzeugen können, obwohl er bereits davor mal abgelehnt wurde.
Zum Thema Eso-Zeitung fällt mir ein, dass ich vor ein paar Jahren mal, damals noch als glühender Däniken Jünger (die Jugend), eine Thalia-Mitarbeiterin zusammengeschissen hab, dass Däniken bei Esoterik steht (sie meinte damals, der schreibt ja irgendwie auch über Götter)
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Alt 08.09.2008, 18:08   #25
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Calligula Beitrag anzeigen
In Erinnerungen an die Zukunft hat Däniken am Anfang geschrieben, er hätte den Verlag durch einen Freund in einer Zeitung (ich glaub die Welt) überzeugen können, obwohl er bereits davor mal abgelehnt wurde.
Danke für den Hinweis.

Aber warum wurde Däniken populär und Charroux ist fast unbekannt. Beide waren in den 70er Jahren im selben Verlag und die Themen sind absolut deckungsgleich. Däniken hat eine Fangemeinde mit Web-Sites und "Studienreisen"

Allerdings ist Charroux viel distanzierter, eben nicht der teutonische Eiferer, der alles weiß, auch wenn er es im nächsten Buch, oder schon im nächsten Kapitel über den Haufen werfen muß.
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Alt 08.09.2008, 22:27   #26
Frank D
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Charroux schafft es einfach nicht, seine Ideen packend und "logisch" rüberzubringen. und ständig hat er eirgendwelche dunklen Informanten (z.B. "Winkelmeister"), dieh ihm das zeugs erzählen. Er hat keine abenteuerlichen Reisen, und wirkt daher eher wie ein "Sesselpupser".
Deswegen Däniken umsatzmäßig top, Charroux flop...
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Alt 08.09.2008, 22:29   #27
MartinB
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Der olle Erich hat mir in jungen Jahren Spass gemacht - ich fand diese Gedanken spannend, die Bilder faszinierend und er hat mich tatsächlich dazu gebracht, im Alten Testament zu schmökern. Ich bildete mir ein, Hesekiel und Co. zu "verstehen", das war schon ein erhebendes Gefühl für einen um die 14-jährigen.

Was mir im Nachhinein jedoch Sorgen macht: die meisten Dönikens hatte ich aus der Schulbücherei. Heute finde ich, dass diese Bücher gerade dort nichts zu suchen haben sollten.

Meine Befürchtung: Herr vonD ist ein Desinformant, der die mehr oder weniger breite (Prost!) Masse mit "Informationen" versorgt, die ihnen das selbständige Weiterdenken "erspart". Möglicherweise besteht irgendwo ein Interesse daran, dass die Ungereimtheiten dieser Welt gar nicht sooo populär werden, und Herr Döneken sorgt dafür, dass alles schön auf Bildzeitungsniveau bleibt. Möchte nicht wissen, wie vielen mehr oder weniger Erwachsenen es durch EvD-"Studium" ähnlich ergeht wie mir als 14+/- jährigen...
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Alt 09.09.2008, 09:37   #28
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Frank D Beitrag anzeigen
Er hat keine abenteuerlichen Reisen, und wirkt daher eher wie ein "Sesselpupser".
Charroux ist vermutlich mehr gereist und hat sorgfältiger beobachtet als Däniken. Er hat mehrere Tage in der Ebene von Nazca zugebracht und auch sonst eine Menge Zeit in den Anden investiert.

Ihn als Sesselpupser zu bezeichnen zeugt von barer Unkenntnis. Daran kann es nicht liegen.

Es stimmt, es fehlt ihm die Überzeugung. Er zögert bei Aussagen, stellt die Glaubwürdigkeit seiner Informanten in Frage usw.

Möglicherweise ist er auf einen Zuge aufgesprungen, auf dem er nicht mehr herunterkam, weil das Geschäft so gut lief und der Verlag immer neue "Erkenntnisse" forderte.

Ich habe die Seite

http://wiki.grenzwissen.de/index.php/Robert_Charroux

etwas überarbeitet und ergänzt.

Ich denke, die direkte Linie von H. P. Lovecraft zu Däniken ist plausibel. Man müßte ihm nur noch nachweisen, daß er in seiner Jugend die französische Zeitschrift Planète gelesen hat. Ob er überhaupt französich kann?
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Geändert von perfidulo (09.09.2008 um 10:54 Uhr).
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Alt 09.09.2008, 10:45   #29
Frank D
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u hast mich falsch verstanden. Er SCHILDERT keine Reisespöskes so wie Däniken. Der macht ja aus einem Pauschaltrip ein Erlebnis, und hat immer jede Menge Schilderungen in seinen Büchern die gar nicht zum Thema gehören. Über den Kellner XYZ, den Reiseführer ABC, den tapferen Schneider IPQ, und natürlich fas immer was sein Begleiter Willi erlebt hat und so. Und das bringt quasi "authentizität". Charroux' Schilderungen sind da immer eher distanziert (mag allerdings auch an den Übersetzungen liegen)
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Alt 09.09.2008, 11:47   #30
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Zitat:
Zitat von Frank D Beitrag anzeigen
u hast mich falsch verstanden.
Tut mir leid, wenn ich Dich falsch verstanden habe.

Mir scheint, daß Charroux von seinem Verlag Robert Laffont als Waffe im Kampf gegen Pauwels und Bergier aufgebaut wurde, die Anfang der 60er Jahre mit Bücher und Zeitschriften das Thema aufgerissen haben.

Er hatte ja vorher recht populäre "Schatzgräber"-Literatur mit rätselhafen geheimnisvollen Schätzen veröffentlicht. Zu erwähnen ist auch eine Geschichte von Rennes-le-Chateau, die dann als Teil der "Dosiers secrets" eingeschleust wurde. Wofür man ihn nicht verantwortlich machen kann.

Aber er schien dafür qualifiziert, geheimnisvolle Erscheinungen zu verwursten. Da das Geschäft gut gelaufen ist, wurde eben immer wieder nachgelegt. Auch in Deutschland wurden Auflagen bis in die Zehntausende mit Taschenbuchausgaben erreicht.

Wenn meine These stimmt, ist er eher Epigone als Stichwortgeber.

Davon kann Altlanis-Dieter nur träumen...............
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