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Alt 29.06.2017, 17:14   #1
basti_79
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Standard Die Creme de la Creme des Neoliberalismus

Im "Freitag" (einem der Zentralorgane der neoliberalen Wutbürgerszene) gibt es derzeit einen Artikel zu lesen, der die Denkfehler dieser Polit- und Psychosekte, die sich ungebrochenen Zulaufs erfreut, enthüllt.

Zitat:
Die soziale Frage, die in der alten BRD längst gelöst schien, stellt sich nicht mehr.
Das kann man ja jetzt so nicht sagen. Ganze Parteien beschäftigen sich damit. Das scheint bei den Neoliberalen nicht anzukommen.

Zitat:
Aus der Arbeiterklasse sind prekär Beschäftigte geworden, die vereinzelt zu kämpfen haben.
Und warum? Welche Prozesse (und Institutionen) haben bewirkt, dass Strukturen innerhalb der Arbeiterschaft nicht mehr funktionieren, und dass die Interessen der Arbeiterschaft als Fußnote betrachtet werden?

Zitat:
Das Selbstbewusstsein der organisierten Arbeiterschaft gibt es nicht mehr.
Dieser Satz ist schwer aufzudröseln. Selbstverständlich gibt es da noch Selbstbewusstsein, man muss sich nur mal Auftritte der IG Metall angucken. Die Gewerkschaften wirken nicht mehr. Das ist etwas anderes. Und es gibt auch andere Formen der Organisation als Gewerkschaften.

Zitat:
Mit der weitgehenden Entmachtung der Gewerkschaften ist auch die Fähigkeit nachhaltig beeinträchtigt worden, die sozialen Bedürfnisse und politischen Forderungen überhaupt als solche zu artikulieren.
Das ist schlicht und einfach gelogen. Ich artikuliere z.B. regelmäßig politische Forderungen.

Die Gewerkschaften sind übrigens in den 1950ern zersetzt worden, nicht erst neulich.

http://forum.grenzwissen.de/showpost...9&postcount=39

Zitat:
Wer sich ohnmächtig fühlt und isoliert ist, der verstummt.
Wie kann man solch einen Satz schreiben, ohne anzumerken, dass im Kern der Problematik die Zwangsarbeit im Schulsystem und unter SGB II steht? Vor allem, wie kann man behaupten, jemand (in diesem Fall "die Arbeiterschaft") habe gar nichts gesagt, wo doch kaum ein Tag vergeht, an dem lauter Protest gegen Hartz IV, die Zustände im Schulsystem oder die Herrschaft der Neoliberalen deutlich wird?

Zitat:
Die soziale Linke wurde durch eine kulturelle Linke verdrängt.
Tolle Diagnose, leider für die falsche Krankheit. Es stimmt ja, dass Linke oft kulturell Arbeiten. Dass sie aber die Ursachen für die Verelendung nicht verstehen oder nicht bekämpfen würden ("sozial"), ist eine bösartige und ziemlich bizarre Unterstellung.

Krokodilstränen und Ignoranz: So funktioniert der Liberalismus...

https://www.freitag.de/autoren/der-f...doch-geschafft
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Alt 29.06.2017, 17:16   #2
Lupo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Im "Freitag" (einem der Zentralorgane der neoliberalen Wutbürgerszene)

Ich habe den Freitag schon eine Weile nicht mehr gelesen, aber wir beide scheinen SEHR unterschiedliche Vorstellungen von den Begriffen 'neoliberal' und 'Wutbürger' zu haben......
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"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 01.07.2017, 11:35   #3
basti_79
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Ich habe den Freitag schon eine Weile nicht mehr gelesen, aber wir beide scheinen SEHR unterschiedliche Vorstellungen von den Begriffen 'neoliberal' und 'Wutbürger' zu haben......
Kann schon sein. Meine persönlichen Definitionen:

"Neoliberal"
  • Glaube an die Allmacht, Allgütigkeit und den unzweifelhaften weltweiten Erfolg des so genannten "freien Marktes"
  • Verdrängung jedes Gedankens an Elend, Verelendung, an die Tatsache, dass Marx Recht hatte, an eine bessere Zukunft etc.
  • Gewalt (mitunter Sadismus) als Fundament der Gesellschaft (teilweise Verschleiert durch Konstruktionen wie "Recht" oder "Notwehr")
  • (In Bezug auf Deutschland möglicherweise Mitgliedschaft oder sogar Unterstützung in einer politischen Partei, die sich nicht ausdrücklich gegen Zwangsarbeit in Schule und SGB II ausspricht
"Wutbürger"
  • Tritt meist als Demonstrant auf, gelegentlich als Täter des "schweren Hausfriedensbruchs" oder von Mordversuchen
  • Argumente oft: "Das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen!", "Das haben uns die Grünen eingebrockt!", "Das ist ja Links!" etc.
  • "Konservative", oft dörfliche oder anderweitig traditionelle Sozialisierung (Schützenvereine, CDU- oder SPD-Ortsverband)
  • Vehementes Eintreten für das Recht, Menschen Gruppenweise oder einzeln zu beleidigen, oft verschleiert als "freie Meinungsäußerung". Wird auch häufig praktiziert
Die Schnittmenge beider Gruppen hält Ken Jebsen alias Moustafa Kashemi für einen Journalisten, die AfD für eine "ganz normale demokratische Partei", die selbstverständlich "neutrale Berichterstattung" in ÖR-Medien verdient, die man anderweitig heftig kritisiert, und liest eben die Szenetypische Yellow Press wie den Freitag, "Tichys Einblick", "eigentümlich frei", mitunter auch merkbefreite Vollhonks wie Albrecht Müller oder Matthias Bröckers. Ich denke, dahinter steckt dann ein Zustand, wie man ihn sonst eigentlich nur aus der Psychiatrie kennt.
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Alt 01.07.2017, 16:36   #4
perfidulo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
......und liest eben die Szenetypische Yellow Press wie den Freitag, "Tichys Einblick", "eigentümlich frei", mitunter auch merkbefreite Vollhonks wie Albrecht Müller oder Matthias Bröckers. Ich denke, dahinter steckt dann ein Zustand, wie man ihn sonst eigentlich nur aus der Psychiatrie kennt.
Aber was hat das mit dem "Freitag" zu tun?
__________________
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Alt 01.07.2017, 16:43   #5
basti_79
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Aber was hat das mit dem "Freitag" zu tun?
Da kriegt man seinen intellektuelle Nahrung her, wenn man zu blöd ist, um etwas zu merken. Seichte Unterhaltung ohne Tiefgang, aber mit jeder Menge Pathos. Wie eine Seifenoper.
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Alt 01.07.2017, 16:48   #6
Lupo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Da kriegt man seinen intellektuelle Nahrung her, wenn man zu blöd ist, um etwas zu merken. Seichte Unterhaltung ohne Tiefgang, aber mit jeder Menge Pathos. Wie eine Seifenoper.
Du erzählst manchmal so einen unglaublichen Blödsinn.

Der Freitag eine Wutbürgerpostille....
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