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Umfrageergebnis anzeigen: Die neue Bundesregierung besteht aus...
SPD & Grüne 2 12,50%
CDU & FDP 2 12,50%
Große Koalition (CDU & SPD) 3 18,75%
SPD & Grüne & Linkspartei 6 37,50%
anderen, und zwar... (bitte unten dann nennen) 3 18,75%
Multiple-Choice-Umfrage. Teilnehmer: 16. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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Alt 27.08.2005, 14:18   #11
The_Secret
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Nunja ich habe nichts gegen Schröden allgemein. Und auch nichts gegen die Grünen. ICh bin befürworter des Umweltschutzes usw.
Nur so wie Westerwelle einst sagte ohne Wirtschaft keinen Umweltschutz. Natürlich ganz klar sind die Grünen umweltfreundlicher doch kann ich mich nunmal nicht mit linker Geldpolitik anfreunden. Ich bin für eine Welt in der es sich
lohnt hochqualifiziert zu sein. Eine Welt in der der Mensch nicht nur mehr Freiheit sondern auch mehr Verantwortung bekommt.
Ich finde man sollte viel mehr auf Privatvorsorge legen.
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Alt 27.08.2005, 15:38   #12
Commander Duke
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Zitat:
Original von Acolina
Kirchhofs Bierdeckel-Steuerkonzept? (Kann ja jeder mal hier nachrechnen, wer zu den Gewinnern und wer zu den Verlierern gehört, ich verdiene leider noch zu wenig, um zu den Gewinnern zu zählen... Hier zum Vergleich die augenblicklichen Steuern)
Also für mich würde sich dieses Konzept richtig lohnen, ca. 2000 € Steuerersparnis im Jahr. Kann sich schon sehen lassen. Nur will ich Merkel nicht als Kanzlerin. Ich sage ja schon immer, Schröder hat sich die falsche Partei ausgesucht, wäre er zur CDU gegangen gäbe es keinen Ärger mehr
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Alt 27.08.2005, 19:58   #13
Acolina
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@schkl
Keine Sorge, du trittst mir nicht auf die Zehen Ich gehöre keiner Partei an und fühle mich auch keiner verpflichtet etc., noch denke ich, dass eine (egal ob große Volkspartei oder kleines Parteilein ) von denen, die ich kenne, auch nur annähernd ein vernünftiges, gerechtes Rezept hätte. Ich glaube auch nicht, dass es da einfache Rezepte gibt. Eben weil sich heute kein Land mehr erlauben kann nur für sich zu wirtschaften, weil alles auch auf globaler Ebene gesehen und gelöst werden muss. Und bei allen Nationalfans, da wird es auch kein Zurück mehr geben. Globalisierung an sich ist ja auch nicht schlecht. Wir sollten sie nur nicht ausschließlich von der Wirtschaft und Gewinnmaximierung gestalten lassen.

Was niedrige Löhne angeht, die letzten beiden Regierungen (also Kohl und Schröder) haben der Wirtschaft so ziemlich jeden Gefallen getan... und? (Man vergleiche nur bitte mal die Gewinnsteigerungen großer Firmen mit den Lohnsteigerungen in dieser Zeit) Was hat es gebracht? Wohin soll das führen? Lebensbedingungen wie in China oder Rumänien? Und dann? Ist wieder irgendwo in der Welt eine Ecke billiger. Warum alles dem untersten Niveau angleichen? Warum dies nicht auf eins mit annehmbaren Lebensbedingungen anheben? Klar klingt das in einer Welt, wo Shareholder Value und Gewinnsteigerung um jeden, wirklich jeden Preis alles ist, naiv.

Nichts gegen Wirtschaft und Gewinn. Ich komme aus einer Unternehmerfamilie, meine Eltern waren Unternehmer aus Leidenschaft. Kleine, ok, in guten Zeiten hatten sie gerade mal so 30 Mitarbeiter, in schlechteren deutlich weniger. Aber mein alter Herr, der nun ganz sicher kein "Linker" war , sagte damals schon, wenn es gut gehen solle, dass Maschinen immer mehr Arbeitsplätze ersetzten, müssten diese Maschinen die Steuern etc. derer zahlen, die sie ersetzten und damit müsse eine entsprechende Arbeitszeitverkürzung finanziert werden, die den Arbeitsplatzausfall ausgleiche. Die Wertsteigerung, die Maschinen und Rationalisierung (er war REFA-Fan ) brächten, müsse allen zugute kommen, insbesondere auch den Bereichen, in denen Menschen nicht mit Maschinen zu ersetzen seien, sonst entstünde ein zu großes Ungleichgewicht und das würde sich irgendwann rächen. Gut, das sagte er so ca. vor 25 Jahren, da gab's noch keine Globalisierung im heutigen Ausmaß Aber die Grundidee dahinter war und ist ja nicht nur seine... Und letztendlich hat er, sehe ich mir unsere Lage heute an, Recht behalten.

Es ist ja auch nicht so, dass es an Geld mangelt, eher so, dass sich das Meiste davon in immer weniger Händen befindet. Dass Solidarität immer mehr zum Auslaufmodell wird bzw. auf immer weniger Schultern verteilt wird. Ich missgönne niemandem seinen Reichtum oder ein propperes Gehalt, absolut nicht, allerdings muss es auch erlaubt sein, Millionengehälter und -gewinne, die schlussendlich vom Letzten in der Kette am Fließband etc. erwirtschaftet werden müssen, einmal in Frage zu stellen, insbesondere, wenn auf der anderen Seite von "dem am Fließband" laufend neue Opfer erwartet werden.

Ich halte auch nix davon, nun neuen Klassenkampf zu schüren und laufend a la "die daoben" und "wir hier unten", arm und reich etc. zu polarisieren. Das bringt gar nix. Wenn, müssen sich alle irgendwo treffen, denn letztendlich wird nur gemeinsam ein Schuh draus. Sich benehmen wie Krebszellen (egal ob nun als "Schmarotzer" ganz oben oder ganz unten) zerstört (mehr oder weniger) langsam, aber (ganz) sicher den Wirt...

Und was das Thema Einkaufen von Billigprodukten aus Billiglohnländern angeht, ja, leider sieht kaum einer, dass die 2 € fürs T-Shirt nur die erste Rate eines deutlich höheren Preises sind...

Aber Produkte aus Billiglohnländern werden hier ja auch nicht unbedingt billig verkauft, bei genug "Markenprodukten" wird so einfach nur die Gewinnmarge erhöht und das wiederum fließt wohl kaum in eine gerechtere Welt, mehr oder besser bezahlte Arbeitsplätze etc. ... oder bin ich so blind, dass ich das nicht sehe?

Jaja, ich weiß, ich bin irrational und naiv, wenn ich überzeugt bin, dass eine bessere Welt möglich ist...
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 27.08.2005, 20:11   #14
Acolina
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Zitat:
Original von Commander Duke
Nur will ich Merkel nicht als Kanzlerin.
Nun ja, vielleicht haben wir ja dann das Glück, dass sie wieder mal Brutto und Netto verwechselt - zu unseren Gunsten

Achja... *seufz*... kann's echt noch schlimmer werden? ...und aus dem Chaos sprach eine Stimme: "Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
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Alt 27.08.2005, 21:06   #15
Imperator
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Hmmm. Normalerweise denke ich ja rechtsgerichtet. Da ich nun aber eine Kollegin habe die aus der ehemaligen DDR stammt und die überzeugt Marxistisch Leninistische Gedanken pflegt, habe ich mich mal daran gemacht mich in die Gespenster Lektüre einzulesen. Mir war früher NIE der Gedanke gekommen einfach mal das Manifest oder das Kapital zu lesen. Nun bin ich beim Manifest und stelle fest das die Aussagen die tatsächliche Situation heute genau beschreiben. Die Verdummung der Massen durch die Kapitalbosse (Bourgeoisie) treibt die Menschen tatsächlich dazu den Kommunismus als Gefahr darzustellen. Ich denke das er das bei weitem nicht für die Bürger aber für Schwerstreiche ist. Auch mußte ich feststellen das die Bildung in der Kommunistischen Theorie den höchsten Stellenwert einnimmt. Mir sind auch noch einige andere Dinge mehr als positiv aufgefallen. Daran sehe ich aber auch das der Kommunismus in KEINEM Land dieser Welt auch nur annähernd verwirklicht wurde.
Deswegen halte ich manche Dinge rechtsgerichteten Denkens nun nicht nötigerweise für falsch. Aber ich hoffe das die WASG/Linkspartei Alleinherrscher wird.
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Alt 27.08.2005, 21:46   #16
Acolina
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Huch, Imperator! Was ist denn mit dir passiert? Das freut mich ja und beruhigt mich auch etwas, dass ich nicht ganz allein darstehe und noch jemand so ver-rückt ist...

Tja, die Sache ist echt, dass die meisten, die ablehnend, gar verdammend drüber reden, es nie wirklich gelesen haben. Und wie du schon sagtest, er wurde noch nie tatsächlich verwirklicht. Wohl auch, weil man ihn nicht aufoktroyieren kann... er muss sozusagen von innen raus entstehen...

Und eigentlich ist er sogar sehr christlich im Sinne dessen, was ein Jesus - angeblich - mal sagte...
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Alt 22.09.2005, 13:14   #17
da kami
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Zitat:
Original von Acolina
CDU/FDP bedeutet noch weniger soziale Gerechtigkeit als SPD/Grüne bisher schon.
Also ich fand Kohls schwarzgelb gerechter als Schröders Rotgrün.
Definiert sich soziale Gerechtigkeit eigentlich nur dadurch, wieviel Geld die bekommen die nichts zum Steueraufkommen beitragen oder nicht auch dadurch wieviel denjenigen bleibt die die ganze Chose finanzieren?

Zitat:
Oder findest du Mehrwertsteuererhöhung sozial gerecht? Kirchhofs Bierdeckel-Steuerkonzept? (Kann ja jeder mal hier nachrechnen, wer zu den Gewinnern und wer zu den Verlierern gehört, ich verdiene leider noch zu wenig, um zu den Gewinnern zu zählen...
Nö, beides Mist.
Findest du die Ökosteuer gerecht?
Vor allem, hat es auch nur ansatzweise etwas mit Gerechtigkeit zu tun, wenn eine Steuer auf eine Steuer erhoben wird?
(Für die Ökosteuer, Tabaksteuer, usw wird ja noch Mehrwertsteuer bezahlt, man kann eine Mehrwersteuer also auch über solche Hintertürchen erhöhen...)
ABER: genau deshalb wäre ja eine schwarzgelbe Regierung gerechter gewesen, die FDP hätte ja diesen Mehrwertsteuererhöhungsmist gestoppt.
Die steht inzwischen nicht mehr so auf 18%
Ich war übrigens letzte Woche in der Schweiz, da liegt der MwSt Höchstsatz bei 7,6%. Reicht auch.

Zitat:
Oder ist gar die Abschaffung der Steuerfreiheit für Schicht-, Nacht- und Feiertagszuschläge sozial gerecht? Das macht bei einem Einkommen von 2500 € netto einen Verlust von mehr als 300 € monatlich. Und wen triffts? Die, die sich - weil's nicht anders geht - die Nacht um die Ohren schlagen müssen, Krankenschwestern etc. Naja, die sollten sich dann halt gut überlegen, ob es sich für sie noch lohnt, ihre Gesundheit etc. mit Nachtdiensten zu belasten...
Ich versteh ja, dass du da arg sauer bist, als stark Betroffene. (als Nachtschichtleistende die (vermut ich) da verheiratet? auch gemeinsam mit dem Gatten sauber über den Freibeträgen...)
Aber, auch ich arbeite ein gutes Drittel Nachtschicht, und ich würds ehrlich gesagt überleben. Ich zahl nämlich eh kaum Einkommenssteuer, so wie der Großteil der angeblich so stark betroffenen. (Welcher Fabrikarbeiter kommt denn schon weit über 2000€ brutto? ) Was aber alle mit niedrigen Einkommen belastet, das sind Sozialabgaben und Verbrauchssteuern, und da gibt es keine Freibeträge.
Ausserdem sind die beiden unter Rotgrün brutal gestiegen (Rentenbeiträge, KV, Tabaksteuer, Ökosteuer, Mehrwertsteuer indirekt.)
Nochn lustiger Punkt wo Rotgrün die Mehrwertsteuer über Hintertürchen sehr viel mehr erhöhen will/wollte: Die wollten den ermäßigten MwSt.-Satz für Dinge der Grundversorgung einschränken.

Zitat:
Es wird ja wohl kaum eine entsprechende Gehaltserhöhung geben, die diesen Verlust wieder ausgleicht.
Das aber ehrlich gesagt ein Problem deiner Gewerkschaft, und nicht deiner Regierung.

Zitat:
Was nutzt mehr Arbeit, wenn wir davon nicht mehr leben können? Jo, wenn wir alle für 1 €, möglichst noch nach dem Prinzip Hire & Fire (warum nicht gleich als Tagelöhner?) arbeiten, gibt's bestimmt deutlich mehr Arbeitsplätze...
Unbestritten, am Kündigungsschutz zu sägen ist keine schlaue Idee. Bringt weder Punkte noch zeugts von volkswirtschaftlicher Vernunft.
Aber: der deutsche Kündigungsschutz ist solange eh nicht das Papier wert auf dem er steht, solange wir eine so hohe Arbeitslosigkeit haben. Der nützt dir vielleicht bei Opel oder Siemens was, aber dem Großteil der Bevölkerung der bei kleinen firmen arbeitet so gut wie gar nichts. Mit genug Phantasie wird man jeden Arbeitnehmer los, und für die beim hochgelobten Mittelstand Angestellten existiert ein Kündigungsschutz de facto schon lange nicht mehr.
Wer ist also sozial ungerechter, der der ein solches Gesetz einschränken will oder der der die Fakten schafft (Massenarbeitslosigkeit), dass es eh ausgehebelt ist?
Und dass niemand in Deutschland für 1€ arbeiten muss, ist dir hoffentlich auch klar... (Das is mehr so SED/PDS/Linkspartei/Kommunistenhalt-Polemik fürn stammtisch...) Das ist 1€ Zuschlag fürs Arschhochkriegen.

Zitat:
Kurt Tucholsky sagte einmal:
...
Aber der ist natürlich kein Wirtschaftsfachmann gewesen... wo diese uns allerdings hinbringen haben wir in 16 Jahren CDU/FDP und 7 Jahren SPD/Grüne nun gesehen...
Für gesunden Menschenverstand muss man auch kein Wirtschaftsfachmann sein...aber ich hätte nen Wirtschaftsfachmann zu bieten: Ludwig Erhard.
Lest ihn, studiert ihn...der hatte es drauf...und der war von der...na?
Arbeitsscheue gabs damals allerdings nicht so viele, das stimmt.

Ich hätt ja nen neuen Regierungsvorschlag, erscheint mir angesichts des Wahlergebnisses das vernünftigste:

Eine CDU- und SPD- tolerierte FDP-Regierung.
Entweder es klappt und wir freuen uns alle, oder wir haben einen Kanzler Westerwelle der nicht so verlogen rumeiern muss wenn er Neuwahlen will. Und vor allem müssten wir den fern jeder Realität lebenden Wahlverlierer Schröder, dem noch niemand erklärt hat dass er nicht gewonnen hat, nicht mehr berücksichtigen...die Merkel kann er gleich mitnehmen.

Nachtrag: Dass sich die Genossen gar nicht lächerlich vorkommen wenn sie offensichtlich nicht zwischen Fraktion und Partei unterscheiden können...?
Natürlich sind CDU und CSU verschiedene Parteien, aber natürlich bilden sie eine gemeinsame Fraktion...seit 50 Jahren und es wurde in diesen 50 Jahren von der SPD auch nie bestritten dass das geht....hindert ja niemand die SPD an einer Fraktionsgemeinschaft mit den Grünen oder den Kommunisten...
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Ron Paul Revolution
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Alt 22.09.2005, 15:41   #18
gumpensund
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Zitat:
Zitat:
Zitat:
Original von Acolina
CDU/FDP bedeutet noch weniger soziale Gerechtigkeit als SPD/Grüne bisher schon.
Original von da Kami
Also ich fand Kohls schwarzgelb gerechter als Schröders Rotgrün.
Hab ich auch so in Erinnerung. Mag (neben anderem) aber auch daran gelegen haben,
daß derzeit noch (relativ) fette Jahre waren, nicht allein wg Birni. Teils wußten die ja
gar nicht mehr, wohin mit dem ganzen Bimbes ...

Der folgende Sprüche- Kanzler und sein Pleite- Verwalter, der "Spar- Minister" waren
mit ner anderen Phase konfrontiert ... und mußten zu der Erkenntnis kommen, daß es
(außer bissl Populismus nach unten und Mißstimmung oben) absolut nix bringt, die paar
wenigen Reichen zu schröpfen. Die Rechnung für Mißwirtschaft müssen zwangsläufig
die Kleinen tragen und einige vom Mittelstand, sonst kommt einfach nicht genügend in
die Kasse.

Ziemlicher Spagat, die Realität zu kennen und gleichzeitig gegenüber den Kleinen, die
man ausziehen muß, auf halbwegs sozial zu machen. Wäre da die "C"DU dran gewesen,
hätten die ebenfalls bei den "Werktätigen" auf Jahre verblasen.

Der Vorteil von der "S"PD ist, daß ja eh kaum noch einer arbeitet ... somit die Gewerk-
schaften immer weniger zu sagen haben ... und die Masse der Almosen- Empfänger
(auch mangels Lobby) kaum meckern kann ... und zu Junkies jener Parteien werden,
die ihre Lügen und Täuschungen am besten und "sozialverträglich" in schicke Neusprech-
Begriffe verpacken können.

+

Besonders leid tun mir bei diesem Scheißspiel die vielen älteren Rentner, die ihr Leben
lang hart geackert und gutgläubig in diese verplemperten Kassen eingezahlt haben ...
und denen nu ne leere Schüssel und paar Sprüche vor die Nase gehalten werden ...
und die als Zugabe nu auch noch Steuern auf den kümmerlichen Rest zahlen dürfen ...

Denn genau die waren es - von den Trümmerfrauen und den Landwirten bis zu den
Fabrikarbeitern und den Klein- Unternehmern - die in wenigen Jahrzehnten Deutschland
von einer einzigen Ruine zu dem gemacht hatten, was es dan wurde ... und dank
einiger kluger Köpfe - wie etwa dem dicken Erhard mit der Zigarre - auch ne ganze
Weile blieb.

Die meisten zählen nu um die 80 Lenze ... und hätten als Erste nen wahren Grund zum
Meckern, aber ebenfalls kaum Lobby. Schaut euch mal an, wie sie leben - das ist
mE die größte Schande, die sich unsere Bananen- Filzokratie bisher geleistet hat.

+
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Alt 23.09.2005, 23:57   #19
schkl
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Standard rente?

@gump
schande dürfte noch ein wenig untertrieben sein und ist mit einfachen worten auch schlecht wiederzugeben. deine ausführungen bezüglich rente spiegeln nur einen kleinen aber auch gleichzeitig erheblichen teil von sozialer ungerechtigkeit.

in jüngeren jahren hatte ich das vergnügen in einem finanzunternehmen zu arbeiten...
eine lehreiche aber auch gleich wieder ernüchternde zeit...
bisher war ich zu faul mal eine zinseszinstabelle abzutippen, ich werds aber mal machen, für den einen oder anderen wirds sehr überraschend sein was man unter geldmengenvermehrung verstehen kann

ok, rente, oder auch anders und der bedeutung wesentlich zutreffender ausgedrückt auch umlageverfahren genannt===>

die rentenkassen sind leer? ja, aber schon seit 60 jahren==>
anders als z.b. in holland oder frankreich wird bei uns nix aufgebaut, geldmässig.
mittlerweile sind an den engpässen bei uns zum einen die immer weniger werdenden einzahler und zum anderen die immer mehr zunehmenden fremdleistungen dafür verantwortlich.

mittlerweile ist es soweit (eigentlich schon seit jahrzehnten) das man im alter weniger rausbekommt als man eingezahlt hat...das was jedes finanzunternehmen ruinieren würde ist bei der gesetzlichen rente alltag und hat nichts mit sozialer gerechtigkeit zutun. an den misständen ist rot+schwarz in gleichen masse daran schuld.....bringt auch weniger auf den einen oder anderen rumzuhacken, im bundesrat hecken se sowieso wieder gemeinsam einen blödsinn nach dem anderen aus...

das übelste an beschiss was ich aber seit langem mitbekommen habe(ausser der gestzlichen rv) dürfte dann ja wohl neben hartz 4 das davor verabschiedete riesterrentenmonster sein....
bereits während den anfängen bzw. im vorfeld habe ich mich mit der thematik eingehenst auseinandergesetzt und dann auch für mich ziemlich schnell festgestellt das dieses verwaltungsmonstermanifest das für den ottonormalverbraucher alles andere als durchschaubar ist eines der grössten nullnummern ist was riester zustande gebracht hat....

zusätlicher verwaltungsaufwand übers finanzamt .. mindestens 10% von den eingezahlten beiträgen gehen somit verloren....

die versicherungsunternehmen die die eingezahlten beiträge verwalten und meisten als private rentenvericherung (betrug) verkaufen frisst ungefähr (je nach versicherer) nochmal zwischen 20 und 40% an verwaltungskosten....

die lachnummerzuschüsse und steuerersparnisse tendieren bei der rentabilitätsfrage richtung null, vorallem wenn schon ein gewisses alter erreicht ist beim abschluss, deshalb standen mir die haare zu berge als ein bekannter von mir von der bankangestellten am schalter bezüglich riesterrente angequatscht wurde...mit 40 jahren hat der mann nichts davon in die riesterrente was einzuzahlen, den man kann sich bei den meisten abschlussverträgen(auf versicherungsbasis) im rentenalter die erträge nicht aufeinmal auszahlen lassen...sondern man ist auf die monatlichen ausschüttungen angewiesen, die sind, wenn man den zinseszinseffekt beachtet geradezu lächerlich.
und das beste an der sache (zumindest für die versicherer) ist, falls der todesfall eintritt, die eingezahlten beiträge behält der versicherer ein===>
also nix mit vererben oder so, der selbe betrug wie bei der gesetzlichen rente, eingezahlte beiträge sind im todesfall futsch, und die hinterbliebene witwe wird mit einer kleinen summe monatlich abgespeist...

aber was passiert nun wenn man festgestellt hat das die riesterrente nichts für einen ist, man wählt alternativen..die meisten nehmen dazu lebensversicherungen und murksrentenversicherungen..noch oder wieder weniger wählen fonds oder einzelwerte.
aber was geschieht wenn man jetzt 20 jahre eingezahlt hat und das unseegliche pech hatte arbeitslos zu werden, und dann noch länger wie ein jahr...dann kommt hartz 4 und knöpft dir die paar zusammengesparten kröten (aus versteuertem eingezahlten beiträgen) auch noch ab...das passt doch super zusammen...soziale gerechtigkeit nennen es die einen bzw. verkaufen es als solches.

wie unfassbar pleite muss das unternehmen staat sein, wie arm muss man sein um nichts besseres zustande zubringen als der versicherungslobby einerseits in die hände zu spielen und andererseits den bürgern das letzte hemd abzuknöpfen....
die rentenproblematik ist seit 40 jahren bekannt, spätestens seit dem man weiß das ein umlageverfahren einer ständigen bevölkerungszunahme unterlegen ist.

erfolgreiche modelle wie z.b. in holland (einheitsrente, eine art sozialhilfesatz zuzüglich gesetlich vorgeschriebene private vorsorge) sind von der bevölkerungsentwicklung relativ unabhängig und werden früher oder später in ähnlicher form auch bei uns anwendung finden, weil es nicht mehr anders funktioniert, um so länger man damit wartet um so schmerzlicher wird die umstellung werden......
aber keine partei hatte bisher den schneid dazu politisch in der richtung aktiv zu werden, aus angst vor stimmenverlusten bzw. machtansprüchen....

es sieht ja momentan wirklich danach aus das eine art grosse koalition zustande kommt....man kann echt gespannt sein was in der kommenden legislaturperiode wieder an blödsinn beschlossen wird, was wieder neues an schulden dazukommen wird, welche neuen steuern erfunden werden um den ganzen planwirtschaftswasserkopfstaat zu finanzieren...
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Alt 24.09.2005, 03:57   #20
da kami
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Mir muss mal einer erklären was an Hartz IV eigentlich so schlimm sein soll, dass man es gar nicht mehr dazu sagen muss. Mir kommt es eher wie ein überfälliger Schritt in die teilweise richtige Richtung vor.
Ich hatte an der bisherigen Bundesregierung auch wirklich viel auszusetzen, aber speziell an Hartz IV eigentlich weniger...
Ok, Verwaltungschaos stimmt, aber das lag eher an der mangelnden Vorbereitung und überstürzten Umsetzung als an der Sache selbst, die Zusammenfassung der Sozialhilfeempfänger sollte ja eigentlich zu Synergien führen (tuts zwar wieder doch net wegen der arbeitsfähig/nicht /-scheu Unterscheidung...aber naja...aufm Papier...) (Dass ich Namensgeber Hartz nicht leiden kann is wieder ne andere Sache...)


PS: Wie nennt man eigentlich eine Regierung aus CSU und CDU? Kenya-Koalition?
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